arbeitswütiger Border Collie
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Hallo, ich bin neu hier im Forum und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Erstmal ich bin nicht unerfahren wenn es um das Thema Hund geht, mache eine Ausbildung zum Hundetrainer und habe eine sehr brave Australian Shepherd Hündin. Suche mir dennoch evtl neue Tipps und Tricks und hoffe ich finde hier tolle Anregungen.
Ich habe seit 2 Monaten einen 9 Monate alten Border Collie aus der Arbeitslinie, sprich Power Power Power. Die ersten 5 Monate hat er leider sehr unglücklich und falsch gelebt. Er war bei einer Familie die null Ahnung hatten und ihn total unterfordert haben. Er durfte nur im Garten leben, das glaub ich schrecklichste für einen Border Collie und sie waren genau 4 Mal in den 5 Monaten spazieren. Natürlich ist er jetzt total unterfordert.
Nun gut aber wir denken nun positiv. Er ist nun bei mir und wird rassegerecht beschäftigt. Nun habe ich eigentlich noch 2 Probleme.
1. Habt ihr noch Tipps wie ich ihn auslasten kann. Ich beginne jetzt Maintrailing mit ihm. Außerdem machen wir Unterordnung, Fährte und Dummy. "Leider" ist er sehr intelligent und versteht alles sehr schnell und dann ist es keine Herausforderung mehr für ihn. Beispiel nur, Pfote geben hat er nach 2 Minuten verstanden
Hoffe ihr habt irgendwelche Ideen. Toll wäre es auch wenn ihr für Zuhause Ideen habt, nur bitte keine 0815 Tipps, die haben wir schon durch

Danke euch schon mal im Voraus
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier arbeitswütiger Border Collie schon mal geschaut ?*
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Kommt er denn in seiner (neuen) Umwelt zurecht? Für mich wäre halt wichtig, dass er den Alltag entspannt mitmachen kann.
Ansonsten gibt es ein sehr schönes Buch von Viviante Theby "Die Hunde-Uni". Dort sind auch weit schwierigere Aufgaben drin. Wobei ich auch wieder drauf achten würde, dass man den Hund nicht sinnlos mit Tricks vollstopft. Qualität vor Quantität, gerade bei einem Hund der sehr schnell lernt und noch "süchtig" nach Ansprache ist.
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Ich weiß nicht, ich käme nie auf die Idee mit meinem Junghund 4 verschiedene Sportarten auszuüben
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Gehts nur mir so? Finde ich viiiiel zu viel Reize, gerade für einen jungen Border.Dann lieber nur eine Sache in Ruhe angehen und ansonsten viel entspannte Spaziergänge in denen er schnuppern kann und seine Umgebung kennenlernen kann.
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Denke auch,das es eher zuviel ist was du mit ihm machst.
Wenn er in der Familie vorher nichts kennengelernt hat,ist vermutlich jeder ausgiebige Spaziergang schon Input genug für ihn. -
Ich finde es auch zu viel für ihn. Natürlich wurde bisher zu wenig gemacht. Aber dennoch oder gerade deswegen würde ich langsam mit ihm anfangen. Schöne ruhige Aufgaben bei denen er MIT DIR arbeitet und dann natürlich Spaziergänge bei denen er mal seine Power los werden kann. Zu gegebener Zeit ist Ruhe aber sehr sehr wichtig!
Auf der anderen Seite würde ich jetzt schnellst möglich beginnen ihm die Umwelt näher zu bringen. Das wird für ihn aus eine Herausforderung sein. Ist möglich dass der junge Hund mit solchen Reizen noch total überfordert ist und z.b. in eine "Masche" fällt. Pöbeln, quietschen, in der Leine hängen usw. Dieses Verhalten sollte aber nicht fehlinterpretiert werden (der hat noch Power ohne Ende und benötigt noch mehr Beschäftigung)
Warum gehst du denn davon aus, dass die Beschäftigung (die ja schon mehr als ausreichend sein sollte) noch immer nicht reicht?
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Ein 9 Monate alter Hund, auch oder gerade ein Border Collie, muss in erster Linie Alltagstauglichkeit lernen und (vor allem bei Hütis wichtig) runter zu kommen. Wenn du ihn jetzt schon mit tausend Sachen bespaßt, wirst du in einem Jahr ein richtig dickes Problem haben. Ich würde zuerst mal das Programm massiv runter fahren, statt noch mehr zu machen.
Beim Schäfer würde er im ersten Jahr auch nichts machen außer dabei zu sein. Arbeiten dürfen die Hunde da auch erst mit ca. einem Jahr.
Für mich persönlich gehört ein Border aus AL an die Schafe und damit in die Hände eines Schäfers. Diese Hunde sind noch wesentlich stärkere Spezialisten als Aussies und brauchen zu 90 % eine richtige Arbeit und sind mit anderen Aufgaben schwer bis gar nicht auszulasten. Diese andere "Arbeit" (Dummy und Co.) macht für viele Border nicht wirklich Sinn. Daher kommen ja die vielen Hibbel, die man auf den Hundeplätzen sieht. Sorry wenn ich das so sagen muss.
Wunder mich eh, dass ein AL Züchter den Hund an solche Leute (die Vorbesitzer) verkauft hat. Wollte der Züchter den Hund dann nicht zurück? -
Ich würde ihm erstmal Ruhe beibringen, wäre mein oberstes Gebot. Das Trailen beginnen und den Rest lassen. So machst Du einen Junkie aus ihm?
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Hallo,
erstmal danke für eure Beiträge.
Das Buch "Die Hunde Uni" habe ich mir bereits besorgt und bin noch am schmöckern aber danke.Das jetzt so viele schreiben das ich mit ihm nicht so viel machen soll, das er Ruhephasen braucht und und und ist mir klar. Um vorweg zu sagen ich bespaße den Hund nicht 24h. Es gibt fixe Ruhezeiten und fixe Arbeitszeiten.
Und cruzado, und alle dinge die ich mache sind ruhige Dinge, bzw. ich baue es so auf. Agility wär bei dem Hund Quatsch weil er eh nervös ist.
Bzgl. dem Züchter wundert mich auch alles. Finde es eine Frechheit das so ein Hund zu so einer deppaten Familie kommt. Und mir ist es auch klar das ein Schäfer natürlich das beste für ihn ist. Aber es ist so nun wie es ist.Also ich hoffe nun für wirklich hilfreichte Tipps
DankeUnd Ruhe kennt er, aber er kann nicht die ganze Zeit schlafen. Das kann man nicht von ihm verlangen und ist auch nicht der Sinn.
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Clickerst du? Hier gibt es viele tolle Tricks die vor allem die Koordination schulen. Ich würde solche Dinge wie "im Kreis drehen", "Bellen" usw. eben alles was hysterisch macht unterlassen.
Pfote geben konnten meine auch in kurzer Zeit. Wenn du was für den Kopf willst, dann clicker doch mal ein paar Schwierige Sachen.Vielleicht schaust du mal hier in den Trick-Themen vorbei? Clickern ist ultra anstrengend, aber wenn mans richtig macht, eine schöne ruhige Kopfarbeit. Wenn du die Dinge dann noch übers Shapen beibringst, der Hund also aktiv mitdenkt, und ihn zusätzlich für ein paar Minuten körperlich auslastest, dann sollte das schon reichen. Meine Hündin war bei 5-10 Minuten Clickern und 10 Minuten über die Wiese rennen für den halben Tag ko.
Ansonsten würde mir einfallen, was ich mit meinen gerne mache:
- alle 4 Pfoten unterscheiden und anheben (später dann 2 auf einmal)
- Handstand
- auf einem Medizinball balancieren (später dann Männchen machen)
- auf kleinste Gegenstände stellen (später auf einem Taschenbuch)
- usw. siehe Trick-Threads -
Zitat
Hallo,
erstmal danke für eure Beiträge.
Das Buch "Die Hunde Uni" habe ich mir bereits besorgt und bin noch am schmöckern aber danke.Das jetzt so viele schreiben das ich mit ihm nicht so viel machen soll, das er Ruhephasen braucht und und und ist mir klar. Um vorweg zu sagen ich bespaße den Hund nicht 24h. Es gibt fixe Ruhezeiten und fixe Arbeitszeiten.
Und cruzado, und alle dinge die ich mache sind ruhige Dinge, bzw. ich baue es so auf. Agility wär bei dem Hund Quatsch weil er eh nervös ist.
Bzgl. dem Züchter wundert mich auch alles. Finde es eine Frechheit das so ein Hund zu so einer deppaten Familie kommt. Und mir ist es auch klar das ein Schäfer natürlich das beste für ihn ist. Aber es ist so nun wie es ist.Also ich hoffe nun für wirklich hilfreichte Tipps
DankeUnd Ruhe kennt er, aber er kann nicht die ganze Zeit schlafen. Das kann man nicht von ihm verlangen und ist auch nicht der Sinn.
Er soll ja nicht die ganze Zeit schlafen, aber ich würde mich für ein oder höchstens zwei Sportsparten entscheiden und ihn in diesen dann vernünftig aufbauen. Von allem ein bisschen finde ich gerade für einen Border ziemlich sinnfrei. Du schreibst er ist eh nervös, aber willst ihn mit tausend Sachen und noch mehr Tricks bespaßen.
Das passt einfach nicht zusammen. Du musst schon Schwerpunkte in der Ausbildung setzen. Wie schon gesagt, ein Schäfer hätte den Hund im ersten Jahr auch nur dabei. Der Hund würde an den Alltag gewöhnt.
Oder meinst du, der würde auf die Idee kommen den Hund mit Tricks auszulasten?Hast du denn mal Kontakt zum Züchter aufgenommen? Ein AL Züchter hat tausendprozentig ein Vorkaufsrecht in seinem Kaufvertrag vereinbart und will sicher wissen, wo der Hund bleibt.
Wenn du weißt, dass er an einem richtigen Arbeitsplatz besser aufgehoben wäre, würde ich an deiner Stelle Kontakt zum Züchter aufnehmen. Der hat bestimmt Kontakte in die Szene und kann einen passenden Platz suchen. Auch wenn ich natürlich verstehe, dass du den Hund nicht wieder abgeben willst, jetzt wo er einmal da ist.
Aber du musst letztendlich einschätzen, was das Beste für den Hund ist. - Vor einem Moment
- Neu
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