Leinenpöbeln besser dank Halsband, guter Ansatz?

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    Manchmal kann man aber durch ein z.B. schlichtes Verbot des Pöbelns die Energie rausnehmen und hat über langfristige Sicht hinweg dann einen doch entspannten Hund. Und selbst wenn das Verhalten deiner Hündin jeden Lerngesetzen trotzt - so what? Es bringt ihr offensichtlich was also ist es auch gut für sie, Punkt.


    Es trotzt doch nicht den Lerngesetzen? Ein Verbot soll die Wahrscheinlichkeit des Verhaltens mindern. Das Problem sind die EVENTUELLEN Nebenwirkungen wie falsche Verknüpfungen, deshalb wird davon abgeraten. Das ist schon alles.

    Kurz nehmen ist auch nicht entgegen der Lehrmeinung. Kurz nehmen und dran vorbeiführen, wenn das dem Hund gut tut, ist völlig okay.
    Wo wird denn von Kurznehmen wirklich abgeraten? Ja, bei Hunden die zur rückgerichteten Aggression neigen, weil die bei Leinenzug eben gerne umbeißen (bei HB und Geschirr).

    Halsband wird nur deswegen eher nicht genommen, weil es die Körpersprache des eigenen Hundes verändert. Der Hund wird, gerade wenn man ihn kurznimmt, oft von der Körpersprache bedrohlich, gerade die, die den Hund so kurz nehmen, dass er den Kopf hochnehmen muss.
    Das bedeutet, dass andere Hunde pöbelnd oder imponierend auf ih antworten, was wiederum das Pöbelverhalten des eigenen Hundes auslösen kann.

    ABER manche Menschen haben eine bessere Kontrolle über den Hund, wenn er ein Halsband trägt - mich eingeschlossen.
    Helfen kann auch ein Geschirr mit Brustring vorne.

  • Damit meine ich, dass er aus unterschiedlichen Gründen bellt. Meistens aus Frust, weil er nicht frei zum anderen Hund darf und aus Unsicherheit, wenn er in einer unangenehmen Situation steckt ( schreiende Kinder, Oma die ihn anstarrt, frei laufende Hunde oder wenn Leela anfängt zu bellen und er nicht weiß warum).

  • Zitat

    Diese beiden Motivationen stehen sich ein bisschen entgegen. Ist sie/er frustriert, weil er sie nicht vertreiben darf (Unsicherheit)?? Oder wie soll das gemeint sein?

    Antwort siehe vorheriger Beitrag. Habs noch nicht so raus mit dem zitieren :hilfe:

  • Zitat

    Es trotzt doch nicht den Lerngesetzen? Ein Verbot soll die Wahrscheinlichkeit des Verhaltens mindern. Das Problem sind die EVENTUELLEN Nebenwirkungen wie falsche Verknüpfungen, deshalb wird davon abgeraten. Das ist schon alles.

    Kurz nehmen ist auch nicht entgegen der Lehrmeinung. Kurz nehmen und dran vorbeiführen, wenn das dem Hund gut tut, ist völlig okay.
    Wo wird denn von Kurznehmen wirklich abgeraten? Ja, bei Hunden die zur rückgerichteten Aggression neigen, weil die bei Leinenzug eben gerne umbeißen (bei HB und Geschirr).

    Halsband wird nur deswegen eher nicht genommen, weil es die Körpersprache des eigenen Hundes verändert. Der Hund wird, gerade wenn man ihn kurznimmt, oft von der Körpersprache bedrohlich, gerade die, die den Hund so kurz nehmen, dass er den Kopf hochnehmen muss.
    Das bedeutet, dass andere Hunde pöbelnd oder imponierend auf ih antworten, was wiederum das Pöbelverhalten des eigenen Hundes auslösen kann.

    ABER manche Menschen haben eine bessere Kontrolle über den Hund, wenn er ein Halsband trägt - mich eingeschlossen.
    Helfen kann auch ein Geschirr mit Brustring vorne.

    Am Anfang hat sie gar nicht gepöbelt sondern ist immer vorsichtig vorbei. Seit einige Male angegangen wurde, hat sie das Bellen von Akki übernommen und kontinuierlich ausgebaut. Auf die Hinterbeine, wenn man eigentlich schon vorbei ist noch mal umdrehen und generell nach vorne. Sieht sehr dramatisch aus. Einmal ist mir die Leine runtergefallen, dann ist sie halbherzig zum Hund gelaufen und hat noch ein bisschen gebellt. Ich halte Sie nicht so kurz, dass ich den Kopf nach oben ziehe aber so eng, dass sie keinen Raum zum hochsteigen hat.

  • Je nach Motivation muss man anders vorgehen. Wenn sie hin will, du sie aber vorbeiführst, wird es auf lange Sicht nicht fruchten. Sie braucht als Belohnung fürs vorbeigehen, dann "Kontakt zum Hund". Schnüffeln lassen an einer Pipistelle, angucken, annähern. Am besten natürlich richtige Kontaktaufnahme.
    Das ist halt schon knifflig, gerade wenn es darum geht, dass sie in anderen Situationen lieber Abstand will. Pöbeln würde ich das auch gar nicht nennen.

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    Diese beiden Motivationen stehen sich ein bisschen entgegen. Ist sie/er frustriert, weil er sie nicht vertreiben darf (Unsicherheit)?? Oder wie soll das gemeint sein?

    Das geht schon auch zusammen.
    Ganz so simpel gestrickt sind auch Hunde nicht.

  • Zitat

    Je nach Motivation muss man anders vorgehen. Wenn sie hin will, du sie aber vorbeiführst, wird es auf lange Sicht nicht fruchten. Sie braucht als Belohnung fürs vorbeigehen, dann "Kontakt zum Hund". Schnüffeln lassen an einer Pipistelle, angucken, annähern. Am besten natürlich richtige Kontaktaufnahme.
    Das ist halt schon knifflig, gerade wenn es darum geht, dass sie in anderen Situationen lieber Abstand will. Pöbeln würde ich das auch gar nicht nennen.

    Sie ist unsicher, er hat Frust. Wenn ich also für die langen Spaziergänge mit beiden unterwegs bin, is nix mit Kontaktaufnahme, v.a. weil er an der Leine pöbelt und nur frei laufend ok ist.

  • Ah, sorry, JETZT ist es angekommen.

    Meine Freundin hatte das gleiche Problem, der eine wollte hin, der andere ausweichen. Sie hat dann, wenn sie mit beiden unterwegs war, das dringendere Bedürfnis des einen vorangestellt, war in ihrem Fall dann ausweichen.

    Sie hat dann Übungspaziergänge nur noch getrennt absolviert und die relativ intensiv, so dass man mit beiden auf ein Level gekommen ist. Nun macht sie es so: Sie weicht aus, beide Hunde werden belohnt und wenn der Fremdhund vorbei ist, darf der, der Kontakt aufnehmen will, dort schnuppern, wo der Fremdhund war.
    Das geht aber erst, wenn der eigene Hund das Prinzip dieses Trainings begriffen hat - und das ging NUR getrennt zu üben.

  • Zitat

    Sei kurzem trägt sie beim Gassi gehen ein (normales) Halsband und ich nehme sie kurz, wenn wir anderen Hunden nicht weitläufig ausweichen können. Seitdem ist das pöbeln der beiden viel besser geworden und ich sehe endlich gute Fortschritte. Wobei ich NICHT am Halsband reiße o. ä. Der Kleine (Geschirr und an kurzer Leine) ist dann auch weniger aufgebracht. Alles in allem wirken kurze Leinen beim Vorbeigenhen besser als lange. Aber das ist ja entgegen der Lehrmeinung :denken: . Ich möchte natürlich langfristig ein freundliches Ignorieren erreichen.Ach ja, dabei wird dann ruhig geredet und bei Erfolg gelobt. Kann das ein Weg zum Erfolg sein? Würde gerne ein paar Meinungen etc hören. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Ich denke, dass hier nicht die Frage nach Halsband oder Geschirr das Ausschlaggebende ist für den Hund, sondern grundsätzlich das Führen an der kurzen Leine. Du schreibst es ja selbst sogar. Auch eine Schleppleine kann man ja kurz nehmen, wenn man ganz weit vorn greift. ;)
    Es kommt halt viel mehr drauf an in wie weit dein Hund deine Führungsqualität ernst nimmt, in wie weit er dir das Regeln von brenzligen Situationen zutraut. An der kurzen Leine hat es oft den Effekt, dass der Hund nicht mehr das Gefühl hat Situationen selbst regeln zu müssen, sondern lässt sich dann ganz auf den Halter und desen Führungsqualitäten ein.
    Bei uns gab es den ähnlichen Effekt, als ich angefangen habe Ashanti n bissl mehr hinter mich ins Fuß zu bringen, wenn uns andere Hunde entgegen kamen. Seit dem überlässt sie mir das Situationshändling und pöbelt nicht mehr und provoziert das Gegenüber auch nicht mehr. Sie weiß jetzt einfach, dass ich notfalls eingreife, wenn mal ein andere rumprollt. :smile:

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