Das Problem mit der Abhängigkeit und dem alleine lassen
-
-
Hallo liebe Community,
Momentan mache Ich mir ziemlich Sorgen darum, wie Ich dieses Problem überwältigen soll.
Ich habe eine kleine Cavalierdame, die jetzt 7 Monate alt ist, wo es anfangs große Probleme gab, weil Ich und mein Partner so unwissend von Vermehrern mit Giardien gekauft haben. Die sind mittlerweile zu 99% besiegt worden und der Tierarzt sagte, das die kleine jetzt so aussieht, wie ein Hund aussehen sollte, sie sei ein richtig schöner Hund
Da Ich das Studienfach wechsele, hatte Ich nun 3 Monate zuhause Zeit für sie da zu sein, natürlich wollte Ich ihr auch beibringen sich selbstständig zu beschäftigen, indem wir beide die 15-Minuten-Tür-zu-Übung machen wollten. Das Problem: wenn man mal nicht hinschaut, isst sie gerne ihren eigenen Kot, da die Stubenreinheit durch die Giardien etwas verzögert wurde... Solange sie die hatte wollte Ich also immer achtsam sein, dass wenn mal was in die Wohnung gerät, Ich sofort zur Stelle sein kann. (Wobei das mittlerweile immer besser geht, da sie so langsam sauber wird)
Es ist also alles etwas chaotisch, da der Anfang durch die ganzen Umstände schwierig war. Das Problem nun ist, dass Ich fast nichts mehr tun kann: Wenn mein Freund arbeiten ist (die Zeiten sind immer anders) nehme Ich sie überall mit, zB zum Einkaufen, weil sie nicht ihren Kot essen soll
Prinzipiell ist es bei uns an der Uni erlaubt Hunde mitzunehmen, aber Ich möchte das nur im Notfall tun, weil Ich ja doch einen Großteil meiner Aufmerksamkeit auf sie richte. Im Oktober fängt mein neues Studium an, die Zeiten von mir und meinem Partner sind eben immer unterschiedlich, von daher wäre sie nie lange alleine. Aber sie ist so sehr auf mich fixiert, logischerweise, Ich bin ja wie ihre Mutter und sie mein ständiger Begleiter. Ich kann noch nicht zur Toilette gehen, da reißt es sie aus dem Tiefschlaf und merkt, dass Ich weg bin. Manchmal fühle Ich mich auch furchtbar schlecht, weil Ich sie nicht immer rund um die Uhr beschäftigen kann, was Ich aber trotzdem versuche. Das ganze wusste Ich natürlich vorher, dass Ich mich viel um sie kümmern muss, gerade, weil sie zusätzlich noch krank war. Der Hund meines Bruders kann sich selbst beschäftigen, wenn Ich mal nicht da bin, muss sie das ja auch können.
Wie schaffe Ich das sie daran zu gewöhnen, die Prägephase ist ja blöderweise schon vorbei, aber es ging ja nicht anders. Es geht auch hauptsächlich darum, dass sie alleine ihren Kot isst. Ich glaube nicht, dass sie direkt verstehen wird, dass Ich dann mal ein paar Stündchen nicht da sein werde, wo Ich doch die ganze Zeit für sie da war. Sie tut mir so leid und Ich weiß nicht, was Ich tun soll
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Das Problem mit der Abhängigkeit und dem alleine lassen schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Kannst du sie überhaupt gar nicht alleine lassen weil sie dann weint/jammert/bellt/Sachen kaputt macht oa, od geht es dir 'nur' darum das sie kacke essen könnte wenn du nicht da bist um es schnell genug weg zu räumen?
-
Zitat
Kannst du sie überhaupt gar nicht alleine lassen weil sie dann weint/jammert/bellt/Sachen kaputt macht oa, od geht es dir 'nur' darum das sie kacke essen könnte wenn du nicht da bist um es schnell genug weg zu räumen?
Sie fängt auch fürchterlich an zu weinen und jammern, sobald sie alleine ist.
-
Hast du überhaupt schon in die Richtung 'alleine lassen' geübt, außer dieses 15 Minuten Tür zu?
Bzw wie hast du das gemacht, u hat das funktioniert? Bzw wie lange konntest du da draußen bleiben bevor sie anfängt zu weinen? -
Ich kenne diese 15-Minuten-Tür-zu-Sache nicht. Wenn das beinhaltet, dass man den Hund einfach eine Viertelstunde alleine lässt, würde ich das defintiv anders machen.
Meiner Hündin habe ich das Alleine-bleiben kleinschrittig beigebracht. Zuerst habe ich mir Situationen ausgesucht, in denen sie müde war (abends oder nach dem Spazierengehen). Ich bin dann aus dem Zimmer gegangen, habe die Tür hinter mir zu gemacht, bis drei gezählt und bin wieder rein gegangen. Das habe ich eine Woche lang mindestens zehn mal am Tag gemacht. Außerdem habe ich die Badezimmertür zu gemacht, wenn ich mal kurz aufs Klo musste und sowas, halt immer nur für ganz kurze Zeiträume. Das habe ich dann langsam gesteigert und es immer so eingerichtet, dass meine Hündin abgelenkt war, wenn ich rausgegangen bin (z.B. mit einem Kauartikel, Ochsenziemer oder so).
Dann hab ich mal den Müll rausgebracht und bin direkt wieder rein, dann bin ich mal bis zur Straße gelaufen und hab fünf Minuten gewartet und das auch immer mehrmals pro Tag. Ganz wichtig dabei ist, sich weder vom Hund zu verabschieden, noch ihn beim Hereinkommen wieder zu begrüßen! Mach kein Tamtam um eine Sache, die kein Tamtam verdient.
Nach drei Wochen war ich dann bei 20 Minuten und ab da hab ich sie dann mit der Kamera von meinem aufgeklappten Laptop gefilmt, wenn sie alleine war. Ich hab sie dann regelmäßig für 30 Minuten alleine gelassen und wenn sie auf dem Video unruhig war, hab ich die Trainingszeit beim nächsten Mal wieder etwas verkürzt. War sie entspannt, bin ich ein paar Minuten länger weggeblieben. Irgendwann war ich dann bei 60 Minuten und von da an waren größere Schritte möglich, also mal 1,5 oder 2 Stunden am Stück. In der Anfangszeit bin ich aber wirklich nach einer Stunde abends nach Hause gegangen, hab alle Freunde sitzen gelassen, weil ich mir das Training nicht kaputt machen wollte.
Es hat super geklappt und meine Hündin bleibt heute problemlos 6 Stunden alleine.Ich würde Kauartikel besorgen, die deine Hündin gerne frisst und die sie länger beschäftigen. Wenn sie sowas nicht mag, würde ich einen Kong oder etwas ähnliches besorgen, das man mit Leckerlis oder Leberwurst befüllen kann und was der Hund dann ausleckt. Wenn sie damit beschäftigt ist, würde ich das Training beginnen. Die Anfangszeiträume sind ja wie beschrieben so kurz, dass sie in der Zeit eigentlich keine Chance haben dürfte, ihren eigenen Kot zu fressen.
Parallel musst du einfach die normale Stubenreinheitserziehung weiter machen und zur Not schlichtweg das Risiko eingehen, dass sie mal reinmacht und das dann eben auch frisst... Ich würde das Training zum Alleine-bleiben nicht weiter aufschieben, sonst verlierst du wertvolle Zeit. Es dauert einfach lange, einem Hund das stressfreie Alleinesein beizubringen und wenn du bald darauf angewiesen bist, würde ich damit umgehend anfangen. -
-
Klappt denn das mit dem 15min-Tür-zu ohne Probleme? Oder jammert sie dann auch?
Ich denke du wirst jetzt in ganz kleinen Schritte anfangen müssen deinem Hund das alleine Bleiben bei zu bringen, d.h. erstmal wirklich nur ein paar Sekunden/ Minuten z.b. zum Müll raus bringen, in den Keller gehen usw. und das dann ganz langsam steigern, wie man es normalerweise mit einem Welpen schon ganz langsam anfängt. Auch anfangen die Türen hinter dir zumachen wenn du ins Bad gehst, erst muss sie mal lernen dass du in der Wohnung mal eine Türe hinter dir zumachen kannst ohne dass sie heult.Ein Hund muss nicht rund um die Uhr beschäftigt werden, er muss auch Ruhe lernen. D.h. wenn du morgens ordentlich Gassi gehst mit spielen usw. dann gibt's vielleicht Futter und dann muss ein Hund auch mal ruhen.
Du musst ihn nicht 24 Stunden beschäftigen und wenn dein Hund das einfordert dann ist es wirklich Zeit ihm beizubringen dass auch mal Ruhe ist. Hunde brauchen ihre Ruhezeiten, gerade Welpen und Junghunde.Viel Erfolg beim Üben!
-
Warum kannst Du sie nicht alleine lassen, wenn sie ihren eigenen Kot frisst??
Du kannst einen Hund nicht 24 Stunden unter Beobachtung haben.Erstmal ist das nichts Schlimmes, der Kot kommt schließlich aus ihrem Körper.
Vielleicht braucht sie die Bakterien, vielleicht hat sie einen Mangel an Nährstoffen.
Das Kotfressen machen viele Welpen und Junghunde. Meistens gibt sich das wieder.Deine Überschrift drückt das Problem eigentlich schon aus:
Ein Hund, der wenig Selbstvertrauen hat, bleibt abhängig. Wer abhängig ist, ist alleine hilflos und verloren.Unsichere Hundehalter haben meistens unsichere Hunde.
Ein junger Hund muss nicht rund um die Uhr beschäftigt werden, er muss eigene Erfahrungen sammeln. Das ist ein wesentlicher Punkt zur Entwicklung der Selbstständigkeit.Die Methode "Alleinebleiben üben" finde ich dabei nebensächlich.
-
Darum!
Zitat
Ich habe eine kleine Cavalierdame, die jetzt 7 Monate alt ist, wo es anfangs große Probleme gab, weil Ich und mein Partner so unwissend von Vermehrern mit Giardien gekauft haben. Die sind mittlerweile zu 99% besiegt worden und der Tierarzt sagte, das die kleine jetzt so aussieht, wie ein Hund aussehen sollte, sie sei ein richtig schöner Hund
Da ist wohl die Ansteckungsgefahr noch zu groß.
Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Ich habe das mit den Giardien gelesen......
Wenn sie noch Giardien im Kot hat, dann hat sie die auch noch im Körper.
Ein Hund kann mit jedem Grashalm, mit jedem Schluck aus einer Pfütze wieder Giardien aufnehmen.Wenn er damit solche Probleme hat, muss man das Immunsystem stärken.
-
Ich hab erst vor ein paar Wochen von diesem '15minuten-tür-zu'-ding gehört als mir eine Bekannte erzählt hat das ihr Hund immer noch nicht alleine bleiben kann obwohl sie das schon seit mehreren Wochen so übt.
Da war es tatsächlich so das ihr in der Hundeschule gesagt wurde sie soll, wenn sie mit dem kleinen zb im Wohnzimmer sitzt, einen Moment abwarten wo er kurz nicht aufpasst od abgelenkt ist (weil er zb grad an einem Kauknochen nagt), wortlos aus dem Zimmer gehen, Tür hinter sich zumachen, u eben 15 Minuten später wieder rein gehen. Wenn er nach den 15 Minuten nicht mehr weint soll sie die Zeit steigern auf 30 Minuten, 45 Minuten, 1.stunde, u weiter in Stunden-schritten.
Kann man sich wahrscheinlich vorstellen wie gut das funktioniert hat.
Als sie diese 'Trainerin' dort gefragt hat was sie machen soll weil es überhaupt nicht besser wird, u stattdessen sogar noch schlimmer wurde - nicht nur das er ganze Zeit durchgehend geheult, gejammert, gebellt u an der Tür gekratzt hat, war's 4x schlussendlich -logischerweise!!- so, das sie nicht mal mehr aus der Tür raus gekommen ist, weil der kleine sofort, bei jeder Bewegung die sie gemacht hat, selbst wenn sie nur ihr Glas vom Tisch nehmen wollte, aufgesprungen ist, total gehechelt hat, an ihr hoch gesprungen ist usw -
das sie das einfach aussitzen muss, u 'den längeren Atem als der Hund haben muss'.
Toll, was?
U das in einer Hundeschule, von einem Hunde-Trainer, von dem man eigentlich erwartet das er einem hilft u weiß wovon er spricht.....Sjerri's 'Anleitungen' ist übrigens spitze!
Ganz, ganz klein anfangen.
Erst die Klotüre zumachen (wenn selbst das zu viel für den Knopf ist kannst du die Tür entweder nur anlehnen, aber so das er dich zwar hört, aber trotzdem nicht direkt zu dir kann; od du kannst durch die geschlossene Tür mit ihr reden. Das würde ich aber recht flott auch wieder abbauen damit sie sich nicht zu sehr dran gewöhnt! Also zb 1.× auf's Klo: Tür angelehnt + 10sätze reden, 2.× auf's Klo: Tür zu + reden, 3.× auf's Klo: nur mehr 5 Sätze reden, usw)
U wenn es soweit ist, kannst du langsam anfangen die 'Tür-zu-Zeit' langsam zu steigern. Da wirst du dann eh merken wie sie sich damit tut. Aber trotzdem drauf achten das die Schritte auf keinen Fall zu groß sind! Besser du verlängert immer nur um 5 Sekunden u du kommst gut u problemlos voran, als du verlängert zu schnell, machst zb 1 Minute u am nächsten Tag gleich 10, u ihr habt dauernd Rückschritte weil sie sich nicht ordentlich dran gewöhnen konnte. Dann dauert's nämlich noch viel länger.Wenn du vorher eine schöne große Runde mit ihr gehst, sie spielen u rennen kann, hast du's auch nochmal leichter weil sie dann müde ist. Die letzten 15, 20min aber wieder etwas ruhiges machen (zb kexe verstecken u suchen lassen), damit sie schön runter fahrt u nicht vom herum rennen ganz aufgekratzt ist u sie in dem zustand dann alleine bleiben soll!
Also, ganz, ganz kleine Schritte machen, u Geduldñ, Geduld, Geduld, dann wird das schon!
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!