Milchdrüsenkrebs, wann ist die Zeit gekommen sie zu erlösen?
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Guten morgen,
ich wende mich an Euch, weil mir und auch meinem Mann das alles so verdammt schwer fällt.
Unsere Hündin - ein kleiner schwarzer Pinschermix - ist nun knappe 13,5 Jahre alt und hat seit 3,5 Jahren Michdrüsenkrebs.
Wir haben uns damals bewusst gegen eine Operation entschieden, weil wir diesem quirligen kleinen Tierchen diese zwei aufwendigen Operationen ersparen wollten.
Sie hat damit auch einige Jahre ganz gut gelebt, aber wir merken das sie nun immer mehr abbaut. Sie liegt viel in ihrem Körbchen und kann auch einfach nicht mehr wie sie möchte, da der Tumor mittlerweile Orangengross ist.
Sie leckt viel daran herum, was dazu führt das sie offene, wundgeleckte Stellen hat. Zudem magert sie immer mehr ab, und ist mittlerweile auch völlig blind.
Aufgrund von zwei Löchern in und neben dem eigentlichen Tumor, waren wir gestern bei unserer Tierärztin, welche meinte das dies der Zeitpunkt wäre, wo man das Tier erlösen würde. Sie vermutet das sie sich die Löcher gebissen hat und das sie das tut weil sie Schmerzen hat. Zudem ist es ein Infektionsherd, was das ganze auch nicht unbedingt begünstigt.
Ich bin schon seit Jahren bei dieser Ärztin und vertraue ihr eigentlich auch voll, da sie niemand ist der Tiere so einfach aufgibt, aber auch nicht unnötig lang am leben erhält.
Trotzdem ist das alles eine extrem schwere Entscheidung.
Mein Mann und ich dachten immer, wenn es Zeit wird für sie, und sie auch nicht mehr leben möchte, dann zeigt sie uns das auch, aber sie hat auch durchaus ihre gute Momente. Sie frisst immer noch, läuft dauernd unter dem Tisch rum während wir essen, in der Hoffnung einem der Kinder fällt doch mal was runter, sie freut sich auch wenn Besuch kommt. Das laufen fällt ihr schwer durch die Größe des Tumors, so das sie nur noch kurze Strecken gehen kann, zudem läuft sie einfach oft vor Türen, Autos, Möbel, weil sie einfach nichts mehr sieht.Wir haben zwar einen Termin für Montagabend, aber die Entscheidung steht noch nicht. Die Angst falsch zu entscheiden ist zu groß. Es entsteht ein bitterer Beigeschmack weil wir in 1,5 Wochen in den Urlaub fahren, und wir uns fragen: beeinflusst das unsere Entscheidung? Wobei ich dazu sagen muss, ich war die ganze Zeit auf Urlaub mit unserem Mädchen eingestellt, hab extra eine Unterkunft dafür ausgesucht, keine allzu weite Strecke.
Und wären die Löcher nicht aufeinmal da gewesen, wären wir wohl auch vorerst nicht zum Tierarzt gefahren, der Checkup stand eigentlich für nach dem Urlaub auf dem Plan.Wie entscheidet man sowas? Hört man auf die Tierärztin - die einen seit Jahren begleitet und bei der man sich immer gut beraten fühlte?
Hört man auf sein Herz, welches einem sagt, sie hat auch ihre guten Momente, vielleicht geht's ihr ja doch nicht so schlecht? Oder auf die Zweifel, welche sagen, es reicht, sie hatte ein schönes Leben, es ist egoistisch sie unseretwillen am Leben zu halten...?Es ist so verdammt schwer...
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Hallo,
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Hallo,
wenn Deine Hündin schon 3,5 Jahre mit dem Tumor lebt, ist es gar nicht gesagt, dass das ein bösartiger Tumor ist. Meistens haben Hündinnen gutartige Tumore am Gesäuge.
Ich hatte eine Hündin, die hatte auch einen Tumor am Gesäuge. Der wurde irgendwann ziemlich schnell groß (Pampelmusengröße). Bei dieser Größe geht irgendwann die Haut kaputt, weil die Haut über dem Tumor spannt und dünner wird.
Ich habe meine Hündin operieren lassen. Der Tumor wurde danach eingeschickt und untersucht, er war gutartig. Sie hat die OP sehr gut überstanden und noch einige Jahre munter gelebt.
Wenn Dein Hund noch so munter ist, dann ist der Zeitpunkt zum Einschläfern noch nicht gekommen.
Ich würde mal eine andere Tierärztin oder eine Tierklinik aufsuchen und abklären lassen, ob es operiert werden kann. Meine Haustierärztin wollte meine Hündin auch einschläfern. Darum bin ich dann zu einer Tierärztin gegangen, die sie operiert hat.Natürlich behindert solch ein Gewicht den kleinen Hund. Auch die Wunden können sich entzünden. Ich würde der kleinen Maus die Chance geben, den Tumor loszuwerden.
Da würde ich auch nicht die komplette Gesäugeleiste wegnehmen lassen, sondern nur den Tumor.
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Ich frage mich gerade, warum hat man diese Geschwulst im kleinerem Stadium nicht entfernt?
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Euch ist klar, daß ihr hier von einem blinden Hund redet, der schon im eigenen Revier nicht mehr gut klarkommt - und dann noch eine große OP?!
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Zitat
Ich frage mich gerade, warum hat man diese Geschwulst im kleinerem Stadium nicht entfernt?
Das war auch mein Gedanke. Ist ja aber leider zu spät, darüber nachzudenken :-/
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Uns wurde damals gesagt das es nichts bringt vereinzelt weg zu schneiden, zumal drei Zitzen fühlbar befallen waren.
Der Tumor kann nicht mehr entfernt werden, da er schon so weit nach innen geht. Das wurde uns auch bei der letzten Untersuchung von einer anderen Ärztin schon gesagt. -
Zitat
Uns wurde damals gesagt das es nichts bringt vereinzelt weg zu schneiden, zumal drei Zitzen fühlbar befallen waren.
Nur aus Interesse: Warum habt Ihr dann damals nicht die Gesäugeleiste (oder auch beide) entfernen lassen? Klar schränkt eine OP einen Hund kurzzeitig ein, aber doch nicht lange.
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Das ist eine sehr, sehr bittere Situation, und ich kann euch das so gut nachfühlen. Ich stand mit meiner blinden Hündin vor ein paar Jahren vor derselben Entscheidung, als bei ihr ein großer Tumor zwischen Milz, Leber und Magen entdeckt wurde. Ich habe mich zusammen mit der TÄ gegen eine OP entschieden, weil die diesem speziellen (blinden, stoffwechselkranken und sehr auf Routine und Geborgenheit angewiesenen) Hund einfach nicht mehr zumutbar gewesen wäre, und sie erlösen lassen, sobald sie Schmerzen bekam. Da war das "Ich will nicht mehr, bitte hilf mir jetzt" aber auch von einem Tag auf den anderen unmißverständlich deutlich.
Trotzdem ist es eine schreckliche Entscheidung, für die ich euch nur viel Kraft wünschen kann. Denkt an den Hund, so wie er früher war und vergleicht - ist da wirklich noch Lebensqualität übriggeblieben, oder hat die Kleine ein friedliches Ende einfach verdient, bevor ihr nur noch Qualen bleiben? Und wenn es soweit sein sollte, laßt doch den Tierarzt zu euch kommen - das macht es für den Hund so viel leichter.
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Zitat
Ich frage mich gerade, warum hat man diese Geschwulst im kleinerem Stadium nicht entfernt?
Weil die Hündin zu dem Zeitpunkt auch schon relativ alt war, die Tierärzte wollten da nicht so recht ran.
Am Anfang war das auch recht klein und weich und mit Flüssigkeit gefüllt, wie eine Zyste.
Als das Ding so rasant gewachsen ist, wollten die TÄ noch weniger operieren, weil sie meinten, dass es sicher bösartig wäre.
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Zitat
Der Tumor kann nicht mehr entfernt werden, da er schon so weit nach innen geht. Das wurde uns auch bei der letzten Untersuchung von einer anderen Ärztin schon gesagt.Wie wurde das denn festgestellt, dass der Tumor nach innen geht?
Ich denke immer noch, dass es auch ein gutartiger Tumor sein könnte, wenn nichts anderes festgestellt wurde.
Zum gutartigen Tumor:
ZitatGutartige Tumoren entstehen im Gegensatz zur Hyperplasie reizunabhängig und zeigen keine Rückbildungstendenz. Sie wachsen autonom, zeigen im Gegensatz zu bösartigen Tumoren aber kein infiltratives Wachstum – dringen also nicht ins umgebende Gewebe ein, sondern verdrängen es, sodass eine deutliche Grenze zwischen Tumor und umliegendem Gewebe, oft auch im Sinne einer Kapselbildung erkennbar ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gutartiger_Tumor
Bevor ich einen Hund töten lassen würde, bekäme er die Chance einer Operation, selbst, wenn diese Chance ein Risiko von 50 : 50 hat.
Ich habe schon einige alte Tierschutzhunde operieren lassen, die das erstaunlich gut überstanden haben. Wenn 2 Tierärzte nicht operieren wollen, hole ich mir auch eine dritte Meinung ein.
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