• Hallo zusammen, und zwar geht es um folgendes.
    Meine Partnerin hat einen 4 Jahre alten Labrador Rüden. Als ich mit ihr zusammen kam hatte der Hund im Grunde 0 Erziehung. Es war eine Qual mit ihm gassie zu gehen. Vor lauter ziehen und ruckeln Taten nach 5 Minuten die Arme weh. An Freilauf war nicht zu denken da er nicht zurück kam.
    Jetzt ist es so das er im Haus perfekt hört. Nur draußen gibt es noch Probleme. Da ist er wie ausgewechselt. Er ist jetzt soweit das er nicht mehr so arg zieht aber er muss immer vorn sein. Bei lockerer Leine laufen ist sehr selten. Trotz 8m schleppleine scheint der Radius für ihn zu klein. Freilauf geht mittlerweile er kommt auf rufen auch zurück. Aber wenn er an einem mausloch buddelt ist es ihm egal wie oft ich rufe oder ob ich weiter gehe.
    Jedenfalls hat er schon viel gelernt zu früher nur leider bin ich an einem Punkt wo kein Fortschritt zu erkennen ist. Damit mein ich die letzten Wochen.
    Ich hatte nie selber einen Hund und bin kein Hundeflüsterer und deswegen Frage ich euch um Rat.

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  • Zitat

    Bei lockerer Leine laufen ist sehr selten.


    Und genau das sollte trainiert werden! Der Hund muss lernen, seine Aufmerksamkeit auf dich zu richten und es muss ihm beigebracht werden, dass das bedeutet, auch neben dir an lockerer Leine zu laufen.

    Zitat

    Trotz 8m schleppleine scheint der Radius für ihn zu klein


    Es löst das Problem nicht, wenn der Radius des Hundes immer weiter vergrößert wird. Er muss lernen, dass er sich nur in einem bestimmten Radius zu bewegen hat, wenn er angeleint ist.

    Zitat

    Aber wenn er an einem mausloch buddelt ist es ihm egal wie oft ich rufe oder ob ich weiter gehe

    .
    Dann würde ich nochmal von vorne anfangen und am Rückruf arbeiten. Er ignoriert dich ganz bewusst (der hört dich sehr wohl) und je öfter du rufst und es keine Konsequenzen hat, umso mehr zeigt er dir den Mittelfinger ;). Das Buddeln könnte auch bedeuten, dass ihm stinklangweilig ist. Was machst du denn sonst so mit ihm?

    Ableinen würde ich ihn deshalb ersteinmal überhaupt nicht mehr. Da gäbs jetzt so lange Schleppleine, bis der Rückruf zuverlässig sitzt und er sich an dir orientiert (wie man das beim Junghund macht, wenn der grad die Welt entdecken will). Zwischendurch immerwieder kurze Übungssequenzen, bei denen der Hund tatsächlich neben dir laufen muss. Stehen bleiben, wenn er das Ziehen anfängt, loben wenn er zu dir zurückkommt und solange die Leine durchhängt, geht es weiter. Zieht er wieder, stehen bleiben und das Spiel von vorne. Das braucht einen langen Atem, fruchtet aber eigentlich gut. (Das ist die Methode, die ich für meine Hunde nutze/genutzt habe)

    Zitat

    Jedenfalls hat er schon viel gelernt zu früher nur leider bin ich an einem Punkt wo kein Fortschritt zu erkennen ist.


    Wie genau wurde denn bisher trainiert?

    Hier gibts nochmal Tipps zum Anschauen:
    http://www.youtube.com/watch?v=RFEQAYkW0Xk

  • Hallo und danke erstmal für Deine Antwort.

    Also im Haus höhrt der Hund perfekt, egal wo er schläft, wenn ich Rufe kommt er sofort. Er ist eigentlich fast auch immer bei mir egal wo ich im Haus hin gehe er kommt mit. Selbst wenn er am schlafen ist schwänzelt er mir meist hinten drein. Also ich denke das ich schon seine Bezugsperson bin.

    Er ist draussen wie ausgewechselt. Da riecht scheinbar ein Ort besser wie der andere. Und ich und das was ich sage wird zur Nebensache. ;)

    Ich habe damit angefangen sein Futter mit zu nehmen. Also er bekommt zu hause nichts mehr. Wenn er zieht bleibe ich stehen und er kommt dann etwas zurück. Habe auch zwischendrin den Richtungswechsel geübt. Immer gelobt wenn er zurück kam und ein Leckerli. Zwischendurch immer dann mal das "Fuß" laufen probiert.
    Also Leine kurz...Leckerli in die Hand und mit dem Komando "Fuß" los gelaufen er blieb auch bei meiner Hand also gelobt und etwas gegeben. Genauso das "komm her" klappt an der Leine eigentlich auch er kommt kassiert die Belohnung ab und zack wieder los. Man merkt aber wie er das Interesse verliert... er will lieber die Welt erkunden und pfeifft auf das Futter.

    Ich weiß das er mich genau hört der Stinker aber er tut halt so als ob er was an den Ohren hat. ;)

    Hab auch schon versucht mit seinem Spielzeug. Er lässt sich damit nicht ablenken ( gibt halt wichtigeres) Also langweilig ist dem mit Sicherheit nicht.

    Wir sind halt jetzt an einem Punkt wo ich kein Ergebnis mehr sehe...es gibt keine Verbesserung mehr seit Wochen.
    Will nicht ausschließen das es an mir liegt. Deswegen bin ich hier. ;)

    Im Grunde haben wir es schon weit geschafft nur die letzten paar schritte fehlen noch.
    Mein Ziel wäre, das er neben mir bleibt wenn wir auf der Straße mal laufen und keinen Aufstand macht wenn ein anderer Hund oder Katze zu sehen ist. Denn das hält mich davon ab den Hund auch mal wo hin mit zunehmen.
    Und das andere halt das er wirklich auch kommt wenn man ruft und einen nicht ignoriert.

    Also wie schaff ich es das ich wichtiger bin bin als Maus, Igel oder anderer Hund?

  • Hallo,

    Du hast ja schon eine Menge geschafft und den Rest bekommst Du auch noch hin.
    Atti war auch so ein Kandidat und ich habe es geschafft, ihn vom Buddeln abzurufen, in dem ich ihm eine Alternativbeschäftigung angeboten habe.
    Wie beschäftigst Du den Hund?
    Labbis apportieren für ihr Leben gern und vielleicht solltest mit diesem Training beginnen. Dem Hund wird es Spaß machen, er wird sich auf Dich konzentrieren, ist ausgelastet und wird nicht mehr soviel Interesse am Buddeln haben.

  • Hallo,
    bei meinem eben nicht. Wenn ich Stöckchen werfe holt er ihn vielleicht 2 maximal 3 mal danach ist halt die Umgebung
    wichtiger. Genauso mit seinem Ball. Zu Hause im Garten kann ich den Stundenlang werfen aber draussen ist ihm der egal. Hatte mal einen Kollegen eingeladen zum Gassi gehen wo auch einen Hund hat. Meiner hat 3 Minuten mit ihr gespielt danach hat er wieder gebuddelt. Ist halt mein Eierkopf. ;)
    Meine, er kann das ja alles gern machen, aber irgendwie fehlt mir da der Blickkontakt von ihm bzw. das er dann auch kommt wenn es weiter geht. Im Grunde kann er das alles schon und weiß was er darf und was nicht. Es fehlt halt irgendwie der letzte Schritt von ihm.

  • Wenn er das Interesse verliert, ist deine Belohnung nicht spannend genug. Nutze doch das was er gerne macht aus. Setze das Buddeln unter Signal und erlaube ihm das Buddeln als Belohnung.

    Es gibt nämlich viele Hunde die draußen auf Futter und Spiel pfeifen. Für solche Hunde sind eben andere Dinge interessant, z.B Schnüffeln, buddeln, "stöbern" ( natürlich ohne Wildtiere zu gefährden!), rennen, springen, hetzen (auch hier: bitte ohne Wildtiere) oder was auch immer. Das gilt es heraus zu finden. So kannst du z.B das Fußlaufen mit schnüffeln oder buddeln belohnen. Glaub mir, ihr werdet Fortschritte machen! Wenn der Hund erstmal merkt, dass der Halter ihm Dinge anbietet die er wirklich toll findet arbeitet er viel lieber mit dem Menschen zusammen.

  • Ich schätze du arbeitest nicht kleinschrittig genug, möglicherweise kann er sich nicht lange genug konzentrieren, und du überforderst ihn mit deinen Gehorsamsideen.
    Wenn er dann frustriert ist, versandet die Motivation irgendwann.
    Ist er aus der Arbeitslinie?
    Ich find es schwierig, etwas konkretes zu raten, weil es vermutlich um den gesamten Alltag mit dem Hund geht.

  • Hallo. Bis vor ner Weile war es mit Meinem ähnlich.
    Für mich klingen die Schritte auch etwas zu groß. Da sprech ich auch aus Erfahrung. Den Fehler hab ich auch gemacht.
    Also ich würde jetzt ganz kosequent bei der Schleppleine bleiben.
    Zwischendurch immer mal abmachen und auf Deine Rufe pfeiffen zu können, macht immer ein Stück weit das bisherige Trainingsergebnis zunichte.
    Daher garnicht erst die Situation kommen lassen.
    Ich hab von Meinem anfangs auch zu viel verlangt. Die Gehorsamsspielchen durchgeführt bis sie ihm langweilig wurden. Ich bin dann nach einer Weile dazu übergegangen, solche Spielereien nur ab und an 1-2 Mal einzustreuen.
    Danach hab ich Ihn wieder Hund sein lassen. Was in dem Fall auch genau die richtige Variante war. Da konnte er dann buddeln, stöbern etc.
    Was ich auch nicht mehr mache ist mir gleichzeitig zu viele "Lernbaustellen" aufzuhalsen. Ich hab Prioritäten gesetzt.
    Mir war der Rückruf das Allerwichtigste. Daran hab ich auch als Erstes im Verbund mit vernünftiger Leinenführigkeit gearbeitet.
    Das lässt sich auch recht gut verbinden.
    "Bei Fuß" ist absolut höchste Konzentrationsarbeit für den Hund. Ob ich das in so viele Baustellen mit einbauen würde, würde ich mir überlegen.
    Ich würde Ihn einfach nur kurz nehmen und Ihn ohne Federlesen schnell dran vorbeiführen.
    Zwischendurch hab ich ausgewählte Hundekontakte auch zugelassen. Aber erst nach "Sitz" on "Los".
    Einfach das er lernt, das ich Ihm sage wann er darf und wann nicht.
    Im Prinzip schlägst Du 2 Fliegen mit einer Klappe. Hundekontakt is das Gleiche wie Buddeln. Erst wenn ich es sage. Fertig.
    Lass Dich nicht entmutigen. Du bist ganz nah dran.

  • Hallo zusammen,

    an sabarta....stimmt schon was Du sagst...es kommt mir manchmal so vor als ober jedesmal auf ein neues, voller freude seine altbekannte Umgebung erkundet. Finde das auch schön und eigentlich klasse nur leider schwierig für mich, weil er darauf so konzentriert ist.

    an muecke... ich glaub nicht. Ich lasse ihn erstmal sein Hauptgeschäfft machen. Dann ruf ich ihn neben mich und wir üben das "Fuß" vielleicht 20m am stück etwa. Dann darf er wieder schnüffeln zwischendurch wird er mal "her gerufen"
    und kann danach wieder weg. Ich denke ist also schon locker für ihn. Er hat dann etwa 10min Training innerhalb einer Stunde etwa. Wenn er will kann er ja alles was ich von im möchte. Meint ihr das ist zuviel für ihn?
    Ich versuche ihn ja nicht auf biegen und brechen was bei zu bringen. Das ganze zieht sich schon 1 Jahr etwa mit der Erziehung also drängen tue ich ihn nicht und es gibt auch mal pausen zwischendrin.
    Nein er ist kein spezieller Arbeitshund ganz normale Züchtung nichts spezielles.

    an tropentoni...ich habe mir gedacht, das wenn er "Fuß" kann automatisch dann auch lockerer an der Leine läuft. War bei meinem Exemplar falsch gedacht. ;)
    "Ich würde Ihn einfach nur kurz nehmen und Ihn ohne Federlesen schnell dran vorbeiführen." den Satz verstehe ich nicht was meinst Du damit?
    Wie schon mal erwähnt ich geb nicht auf dafür mag ich ihn zu sehr. Ist ja ein ganz braver und verschmuster Kerle.

    Also fange ich noch mal von ganz vorn an. Werd ihn erstmal nicht mehr von der Leine machen und das "komm her" üben. Wenn das an der Leine klappt, quasi mal als Belohnung mal kurz von der Leine los machen?
    Ist das so ok? oder falsch gedacht?
    Bleibt dann nur nach die frage, wie mach ich mich wichtig für ihn?

    gute Nacht und danke nochmal für die Unterstützung.

  • Zitat


    an tropentoni...ich habe mir gedacht, das wenn er "Fuß" kann automatisch dann auch lockerer an der Leine läuft. War bei meinem Exemplar falsch gedacht. ;)
    "Ich würde Ihn einfach nur kurz nehmen und Ihn ohne Federlesen schnell dran vorbeiführen." den Satz verstehe ich nicht was meinst Du damit?
    Wie schon mal erwähnt ich geb nicht auf dafür mag ich ihn zu sehr. Ist ja ein ganz braver und verschmuster Kerle.


    Hallo erstmal

    Entschuldige bitte das ich erst jetzt antworte, zur Zeit könnte ich aber 48 Stunden Tage gebrauchen.
    Ich meinte damit das Du einfach die Leine kurz nimmst und schnell dran vorbeiläufst ohne irgendwelche Kompromisse. Selbst wenn er hin will.
    Is kein Patentrezept aber bei mir hat es so funktioniert. Nach ner Weile hat er von ganz alleine gerafft, das es nur dahingeht wenn ich ihn lasse. Natürlich hab ich Ihn gelobt wenn er von der Richtung abgelassen hat und sich wieder auf den vor uns liegenden weg konzentriert hat.
    Nach ner Weile hab ich ab und an mal den Kontakt zugelassen. Dann aber erst wenn er an der Leine ruhiger wurde und die Konzentration wieder auf mich ging. Das dann schrittweise nach und nach gesteigert. Inzwischen schaut er nur noch auf die anderen Hunde und hat sie quasi im "Fadenkreuz" zerrt aber nicht mehr an der Leine.

    Zitat


    Also fange ich noch mal von ganz vorn an. Werd ihn erstmal nicht mehr von der Leine machen und das "komm her" üben. Wenn das an der Leine klappt, quasi mal als Belohnung mal kurz von der Leine los machen?
    Ist das so ok? oder falsch gedacht?
    Bleibt dann nur nach die frage, wie mach ich mich wichtig für ihn?

    gute Nacht und danke nochmal für die Unterstützung.


    Wie Du Dich für ihn wichtig machst, kann ich Dir nicht beantworten. Was weiss ich. Von mir aus mit Ihm Kuchen backen. Worauf er Bock hat und was Ihn als Belohnung jucken könnte musst Du irgendwie rausfinden. Irgendwas worauf er total abfährt für Dich nutzen.
    Also ich hab Keule das ganze erste halbe Jahr (geschätzter Wert) überhaupt nicht von der Leine gelassen. 1 gerissenes Karnickel und 1 Mal ne gute Stunde im Wald meinen Hund suchen, noch dazu bevor ich zur Spätschicht musste und die Uhr getickt hat, haben mir gereicht.
    Der Rückruf muss schon sicher sein bevor Du ihn abmachst. Jagen zum Beispiel ist eine ziemlich grosse Selbstbelohnung. Wenn er Dir ausbüxt erwischt Etwas und hört auf Deinen Rückruf nicht weil er Wild sieht ist nicht die beste Situation.
    Ich hab ihn seit Anfang Dezember. Im Wald läuft er immernoch an der Schleppleine und ich wage jetzt erst die ersten Experimente ihn frei laufen zu lassen.
    Ich würds ja so handhaben, das wenn die Konzentration bei Hundekontakt bei Dir bleibt und er nicht wild drauflosrennt, ich einen Schritt weiter in Richtung Freilauf gehen würde. Hundekontakt ohne Gezerre und Gejaule ist (find ich zumindest) nen recht guter Indikator.
    Am besten Du fragst für bestimmte Situationen hier immer wieder mal nach. Patentrezepte gibt es leider nicht. ;)

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