knurren bei Hundebegegnungen

  • Hallo
    Ich bin meist ja nur stiller Mitleser und schreibe eher selten, aber jetzt muss ich mal was erzählen bzw. fragen!
    Ich habe einen Parson Russell, wir sind die vierten Besitzer in seinen ersten 5 Lebensmonaten.
    Ich glaube er hatte nicht wirklich eine gute Vorgeschichte. Seine zweiten Besitzer haben ihm wahrscheinlich keinen Hundebegenungen geschaffen oder ihn immer auf den Arm genommen.
    Hinzu kommt, typisch Terrier eine Objektfixiertheit.
    Als er mit5 Monaten zu uns kam, hat er recht schnell angefangen Besitztümer gegen uns und unseren anderen Hund (Podenco,8 Jahre) mit knurren und fletschen zu verteidigen.
    Das haben wir bis heute gut hingenommen, er gibt alles aus,nur bei Kauknochen wird er manchmal steif rückt sie aber raus.
    Auf Spaziergängen war er höchst unsicher, jede Mülltonne, jedes Fahrrad oder ungewöhnliche Geräusch haben Panik ausgelöst. Auch das ist heute sehr entspannt, bis auf hier und da mal ein kurzer Schreck, ist alles gut.
    Bei Hundebegnungen hat er früher gekläfft und so, halt alles was dazu gehört. Er wollte aber eigentlichen immer weg, nie hin.
    Heute ist es so, er sieht einen Hund, knurrt und geht zurück, meist in gedruckter Haltung.
    Es gibt auch manchmal einfach an anderen Hunden vorbei, dann ist großes Kino angesagt. Aber das knurren scheint trotzdem nicht weniger zu werden.
    Jetzt brauche ich mal eure Tips! Soll ich das Verhalten ignorierten,mit Leberwurst bewaffnet dranvorbei locken. wall
    Da weiß ich nicht weiter!
    Dankre euch schon mal.
    Und ach so, Yoshi ist jetzt 1,7 Jahre alt.
    Wir waren zeitweise kurz davor ihn abzugeben, doch nun steht fest er bleibt für immer.
    Zu seinen Hobbys gehört das Trailen und Tricksen, und irgendwann geht er wieder mit in den Kindergarten, er soll ja mal Therapie Begleithund werden.
    So ich weiß es ist lang geworden, danke fürs Lesen, manchmal ist man auch gefrusstet und muss es sich von der Seele schreiben.
    Lg Nicole

  • Hallo,

    wie habt Ihr denn das Vertrauen zu ihm aufgebaut? Wie habt Ihr bei der Ressourcenaggression gearbeitet?

    Ihr habt ja scheinbar schon etwas erreicht mit ihm. Das finde ich gar nicht so schlecht für einen offensichtlich schlecht sozialisierten und in den ersten 5 Monaten rumgereichten Hund.

    Wie man auf die Idee kommt, einen derart unsicheren Hund als Therapiebegleithund einzusetzen, erschließt sich mir jetzt grade nicht wirklich. Dafür nimmt man doch eher die souveränen, wesensfesten Hunde... :???:

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Mit dem Therapie und hast du recht, in der Kita mit Kindern ist er sehr sicher, da es sein zweites zu Hause ist. Ich arbeite seit 8jahren in der Tiergestützten und würde ebenso abraten wie du,!
    Da es zur Zeit halt noch Baustellen hat geht er nicht mit um ihn nicht zu über fodern, alles geht nicht.
    Bei der Ressourcen Verteidigung waren wir in unsere Körpersprache sehr klar, Tauschgeschäfte haben ihren Teil dazu getan.
    Vertrauen kam und kommt langsam durch gemeinsame Erkundung sahen treuer, gemeinsames Spiel und wir habe uns alles gemeinsam angesehen was ihm Angst Mächte, immer in seinem Tempo!
    Mit unseren Althund gab es Regeln und Grenzen hat Yoshi etwas verteidigt, was ihm nicht zustand gab und gibt klare Weisung auf den Platz!
    Lg

  • Ich stelle mich vor ihn um ihm Sicherheit zu geben, in Situationen in denen er an anderen Hunden so vorbeigeht, denn die gibt manchmal auch :D , bestärkte ich verhalten mit Lob oder Leckerchen!
    Lg

  • Hallo,

    Davorstellen, also ihm Schutz bieten, ist okay.

    Du solltest aber auch wenn möglich seinem Bedürfnis nach Distanz nachkommen. Vergrößere die Distanz zum anderen Hund und bleib in Bewegung. Bewegung baut Streß ab und gleichzeitig signalisierst Du ihm, daß Du verstanden hast, was er möchte. Laufe einen Bogen oder drehe notfalls um...bringe Raum zwischen Euch und den anderen.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Hi Du,

    gerade auch unser Thema... :roll:

    Fixiert Yoshi den anderen Hund?

    Auf keinen Fall das Verhalten ignorieren, davon wird es nicht besser, sondern verstärkt sich nur, oder er erfindet Übersprungshandlungen.

    Wie ist das Verhältnis zu Eurem Zweithund?

    Kurzum der Reiz, den Du auf Deinen Hund ausübst muß größer sein, als der andere Hund.

    Du könntest ihm eine Alternativ-Handlung anbieten. Beispielsweise mit ihm üben, das er hinter Dich gehen soll. Oder sich hinsetzen, Dich ansehen, wie auch immer, natürlich solange ohne Hundebegegnung bis er es im Schlaf kann. Denn durch seinen Rückzug scheint er ja klar zu machen, dass er nicht weiß wie er sich Verhalten soll.

    Sobald der Hund knurrt würde ich mit ihm den Rückzug antreten. Die Situation verlassen, nicht darin verharren und auch nicht aushalten, sondern für den Hund verändern.

    Du stehst vor ihn, dabei würde ich ihn aber nicht blocken, sondern ihn hinter mir stehen, laufen, sitzen lassen wie auch immer. Wenn Du frontal auf ihn zu gehst und ihn dabei ansiehst, richtest Du Dich gegen ihn und Du willst ihm ja Schutz geben.

    Mit Leberwurst schön füttern, halte ich für gefährlich, da er denken könnte Du belohnst ihn für sein Verhalten und dann geht die Geschichte in die Falsche Richtung.

  • Vielen lieben dank für eure Antworten!
    Also ich Futter keine Hunde schön ichbelohne nur sein Verhalten wenn er ruhig und gelassen mal an einemHund vorbeigeht.
    Zu unserem Erst und ist es so das die beiden sich gut vertragen sie fentern viel liegen nebeneinander und bis auf ein paar Kleinigkeiten verstehen sich die beiden gut. Von Anfang an!
    Ich verrsuche bei Begegnungen immer den größt möglichen Abstand zu bekommen, geht nur leider nicht immer.
    Zum Thema fixieren, ja, tut er und Terrier typisch ist der Schwanz immer ganz oben dann wird geknurrt, auch mal geblafft, vor allem wenn andere blaffen! Dann geht er zurück, Schwanz runter! Das ist ja das was mir sorge macht ist das halt ein Hund das mal falsch versteht und drauf geht.

    LG

  • Hallo,

    Schönfüttern ist nicht gefährlich. Ich kann ein negatives Gefühl nicht verstärken, indem ich was Positives hinzufüge. Es geht hier nicht darum, ein bewußt ausgeführtes Verhalten zu verstärken, sondern darum ein gefühlsorientiertes Verhalten zu verändern. Und das kann ich nicht ins negative beeinflussen, wenn ich etwas Angenehmes (Futter, Leberwurst) hinzufüge.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

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