knurren bei Hundebegegnungen

  • Hmm, also ich denk, mit Zeigen & Benennen (such mal hier im DF danach, da gibts 'nen guten Thread dazu) und sogenanntem "Schönfüttern" solltest du das hinkriegen. Distanz vergrößern ist da auch ein wichtiges Thema - und vor allem: reagieren, bevor der Hund anfängt zu knurren.
    Wichtig ist, beim kleinsten Anzeichen einer hündischen Reaktion selber zu reagieren, am besten schon bei Sichtung eines anderen Hundes am Horizont die Leberwursttube zu zücken und Hund gar nicht erst in die Verlegenheit des "Angsthabens" kommen zu lassen.

    Obwohl es wahrscheinlich auch sehr hilfreich wäre, mal jemanden mit Ahnung auf euer Handling schauen zu lassen- manchmal ist man selber ja sowas von betriebsblind und trainiert sich 'nen Wolf und es wird und wird nicht besser - und dann kriegt man was gezeigt, nur eine Kleinigkeit, und schon fluppt das :D
    Woher kommst du denn? Vielleicht hat ja jemand einen Tipp für eine qualifizierte Hilfestellung bzw einen guten Trainer, der mal eine Stunde auf euch draufschaut.............

  • Zitat

    Schönfüttern ist nicht gefährlich. Ich kann ein negatives Gefühl nicht verstärken, indem ich was Positives hinzufüge. Es geht hier nicht darum, ein bewußt ausgeführtes Verhalten zu verstärken, sondern darum ein gefühlsorientiertes Verhalten zu verändern. Und das kann ich nicht ins negative beeinflussen, wenn ich etwas Angenehmes (Futter, Leberwurst) hinzufüge.

    Ich bin durchaus der Meinung, dass wenn die Leberwurst im falschen Moment kommt, der Hund für sein falsches Verhalten belohnt wird und würde das "Schön füttern" deshalb nicht pauschalisieren.

    Und mal ehrlich, wenn man es schon seit einem Jahr nicht klappt, dann scheint das nicht die richtige Lösung zu sein.

    Gestern sind wir unter anderem mit einer DSH gelaufen. Sie hat meinen Rüden vor längerer Zeit mal gebissen. Worauf ich sie gleich in den Senkel gestellt haben. Logisch dass er für die alles andere als Sympathie empfindet. Es war eine weitere Hündin dabei, die auch gleich allen zeigen wollte, wo's lang geht. Selbstverständlich hatten wir die Hunde an der Leine und es dauerte höchstens 10 Minuten dann war Ruhe.

    Man muß den Hunden doch mal in aller Deutlichkeit zeigen, dass weder sich aufbauen noch fixieren geduldet wird.

  • Jep das habe ich auch probiert nur auf ihn einprügeln ist nicht meins, mal ein eher ruppiges schupsen haben wir auch probiert, er ist dann so reingesteigert, das geht leider auch nicht.
    Wasserspritze kam auch zum Einsatz läßt ihn aber völlig kalt.

    Ich glaube du verkennst, dass das füttern nicht zum schönfüttern sondern zu belohnung korrektem Verhaltem dient.
    Er bekommt nur etwas wenn nich ruhig an Hunden mit ihm vorbeikomme.
    Aber danke trotzdem!

  • Mal ne Frage: Was genau ist an seinem verhalten so schlimm? (Ich meine das als Frage, nicht als Kritik)
    In wiefern wird es schlimmer?

    Er warnt, und er versucht selbst Distanz zu bekommen. Das ist doch eigentlich nicht so problematisch. Ich würde denken, wenn er merkt, sein Knurren wird "erhört", also du schützt ihn und zwingst ihn nicht näher zum fremden Hund, dann sollte er doch mit der Zeit sicherer werden.

    Ich würde allerdings, wenn das so ist, wie ich es mir nach deinen Beschreibungen vorstelle, gar kein Aufhebens drum machen. Einfach weitergehen, zügig!!! und immer!!! ich zwischen ihm und dem anderen Hund (also wirklich immer, und das heisst auch, das dein Hund absolut genau weiß, dass er an dir nicht vorbeikommt, also gscheite Leinenführigkeit) Distanz wahren, aber den anderen Hund nicht mal anschauen. Der interessiert dich nicht. GAR nicht. Der ist gar nicht da.
    Der geht euch nix an. Der ist kein Problem.

    Mit jeder Reaktion deinerseits bestätigst du ja die Annahme, dass da was nicht koscher ist.

    Hier ist - mMn - sehr viel stoische Ruhe gefragt und Zeit, Zeit, Zeit. Der zeigt das Verhalten schon über Monate, das dauert mindestens genauso lang bis es verschwindet, und es wird auch immer wieder mal auftauchen.
    Viele viele Wiederholungen. Und jedesmal passiert - einfach nix. Soll er doch knurren. Wenns dafür keinen Grund gibt, dann hört er damit irgendwann auf.

    gibts auch problemlose Hundekontakte? Und was macht dein Hund, wenn der andere zu nah kommt? Angriff oder Flucht?

  • Zitat

    Jep das habe ich auch probiert nur auf ihn einprügeln ist nicht meins, mal ein eher ruppiges schupsen haben wir auch probiert, er ist dann so reingesteigert, das geht leider auch nicht.
    Wasserspritze kam auch zum Einsatz läßt ihn aber völlig kalt.

    Niemals würde ich meinem Hund Schmerzen zufügen. Wasserspritze haben wir noch nie verwendet. Und das ihm schubsen da völlig egal ist oder eher noch aufstachelt kann ich verstehen. ;)

    Wichtig wäre die Balance zu finden, zwischen "darfst du nicht" und ihm vor dem anderen Hund die Haltung wahren zu lassen.

    Versuche es doch mal, die Situation zu verlassen. Einfach umdrehen, ein bischen an der Leine ruckeln, bis er Dir folgt. Dann hat er keine Möglichkeit mehr zu fixieren.

    Damit hast Du die Situation doch schon verändert, für Dich und für ihn, von jetzt auf gleich. Folgt er Dir und sieht Dich dabei noch an, gibt's natürlich die Wurscht oder ein Lob. =)

    Das wäre eine der Möglichkeiten ihm zu zeigen, daß Du sein Verhalten nicht duldest. Darauf kannst Du aufbauen.

    An einem entgegen kommenden fixierenden Hund vorbei zu laufen, sollte das Ziel der Übung sein und nicht der Anfang.

    Sich abzuwenden wenn es Ärger gibt, bedeutet nicht gleich feige oder Flucht, sondern echtes Sozialverhalten - ruhig und gelassen bringe ich uns aus der Gefahr, bzw. gar nicht erst rein.

  • Super und danke für die Tipps
    ich glaube ich brauche mehr gelassenheit, denn oft ärgere ich mich über das verhalten und das merkt yoshi bestimmt auch.

    Aber ich bin doch so ungeduldig :headbash:

    Zu Yoshis Verhalten ist zu sagen das oft so eine Art dubblebind ist eigentlich möchte er hin andererseits weg.
    Insbesonder Große Hunde machen ihm Angst.
    Er knurrt, terriertypisch hocherhobener SAchwanz geschwellte Brust, kommt der Hund auf ihn zu, gekläffe, und kommt der Hund zu nah, wird auch mal gefletscht. Aber immer mit der Tendenz zum Rückzug.

    Lg Nicole

  • Meiner Meinung nach bist Du nicht ungeduldig. Ihr macht ja schon ein Jahr an der Situation rum.

    Ärgere Dich nicht über das Verhalten Deines Hundes, der kann nichts dafür. Er hat es nicht anders gelernt. Für ihn ist die Situation ja auch alles andere als angenehm. Ändere es von jetzt auf gleich, zack und gib Dir selbst das Gefühl: Ab sofort ist Schluß damit. Motiviere Dich selbst. ;)

  • Zitat

    kommt der Hund auf ihn zu, gekläffe, und kommt der Hund zu nah, wird auch mal gefletscht.
    Lg Nicole

    Das sollte halt nicht passieren. Wenn ein Hund auf ihn zukommt, dann bist du IMMER als Puffer dazwischen. Und du musst drauf achten, dass kein Hund zu nah kommen kann. Dein Hund weiß doch, dass er an der Leine keine Chance auf Flucht hat, deswegen warnt er.
    Sei froh, dass er noch nicht ernsthaft pöbelt, das käme als nächstes.

    Ungeduld ist halt leider hier ganz schlecht.... Und Terrier sind zwar mutig und kernig, aber auch sehr sensibel.

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