Schilddrüsenunterfunktion Hot Spots

  • Hallo!

    Wir haben einen 4-jährigen Goldie, den wir im Erwachsenenalter bekommen haben. Von Anfang an hat er sich leicht gekratzt. Dieses war nicht übermäßig, bis er sich vor 4 Monaten Hot-Spots zugefügt hat. Diese verheilten nach einiger Zeit wieder. Leider begann es nach einiger Zeit erneut und wir sind zum Tierarzt. Die Tierärztin meinte auf Grund des Aussehens (trauriger Blick, Fell), könnte es die Schilddrüse sein. Wir haben allerdings nie die Symptome, wie Trägheit oder Schlappheit bemerkt. Sie machte einen Test, die Werte waren wohl zu niedrig und seitdem bekommt er Hormontabletten. Stand jetzt ist, dass er vom Wesen noch genauso wie vorher ist, sich immer noch kratzt und wieder Hotspots hat. Also u. e. keine Besserung. Zwischenzeitlich haben wir auf Rindfleisch verzichtet und ein anderes Futter genommen, damit war es besser, sind auf Anraten unserer Tierärztin aber auf Allergiefutter umgestiegen. Damit ist es aber wieder eher schlechter geworden. Also viel experimentiert und nichts gewonnen.

    Musss man Hormontabletten geben, wenn man keine Symptome erkennt? Wir würden sonst die Tabletten gerne wieder absetzen.

    Hat jemand mit Allergiefutter schon einmal die Erfahrung gemacht, dass die Symptome sich verschlimmert haben?

    Danke

    Frank

  • Eine sicher diagnostizierte Hypothyreose beim Hund sollte IMMER substituiert werden (lebenslänglich), auch wenn sich die von Euch zu merkende Symptomatik derzeit in Grenzen hält (das bedeutet eh nicht, dass auch Euer Hund nix davon merkt). Die Schilddrüsenhormone sind ein wichtiges Rädchen im Stoffwechselgeschehen - ihr Fehlen kann sich auf Dauer fatal auf alle möglichen Organsysteme auswirken.

    Hier ist ein kleiner Artikel dazu: http://www.obhv.net/Hypothyreose.pdf

    Zum Juckreiz - habt Ihr schon mal über eine richtige Ausschluß-Diät nachgedacht?
    Erfahrungsgemäß ist das bei V. a. Futtermittelallergien der nachhaltigste Weg, um die Allergieauslöser feststellen zu können.
    Hier https://www.dogforum.de/die-ausschluss…en-t155357.html ist im Start-Beitrag der vernünftige Start der AD beschrieben.
    Bei Laboklin gibt es ein extra Allergie-Tagebuch - vielleicht kann Dein TA das für Dich besorgen, das macht es übersichtlicher.

    LG, Chris

  • Hallo Frank,

    eine Schilddrüsenunterfunktion und eine Allergie gehen sehr oft Hand in Hand einher.
    Die Hautprobleme (Hot-Spot und Juckreiz) können durch die Schilddrüsenunterfunktion entstehen, aber die Allergie kann auch die Ursache für die Schilddrüsenunterfunktion sein.

    Man sollte diese beiden Krankheiten immer im Ganzen sehen und nicht als zwei unterschiedliche Krankheiten.

    Eine Allergie kann zum Abfall der zirkulierenden Schilddrüsenhormone führen.

    Mal etwas zum Lesen:
    http://www.mensch-hund-training.de/tipp_sd.php

    Ich würde den Hund zusätzlich mal ganzheitlich behandeln lassen.
    Im Hamburger Bereich gibt es einige Tierärzte, die sich auf die klassische Homöopathie spezialisiert haben.

    Zitat

    Zwischenzeitlich haben wir auf Rindfleisch verzichtet und ein anderes Futter genommen, damit war es besser.....

    Warum bleibt ihr nicht erstmal bei dem Futter??

  • Danke für die schnellen Antworten. Der Tierarzt wollte mit dem Allergiefutter Richtung Ausschlussdiät, Informationen darüber haben wir auch schon. Nun füttern wir aber schon 4 Wochen das Allergiefutter, können mit der Diät aber nicht anfangen, da er sich immer noch kratz und beisst. Und wie schon erwähnt, scheint es vom dem Futter noch schlechter zu sein. Der Tierarzt meinte aber, dass hätte er noch nie gehört.

    Jetzt ist die Frage, ob wir es weiter mit dem Allergiefutter probieren oder wieder auf das andere Futter umsteigen.

  • Zitat


    Jetzt ist die Frage, ob wir es weiter mit dem Allergiefutter probieren oder wieder auf das andere Futter umsteigen.

    Das kommt auf das Futter drauf an. Eine Ausschlussdiät macht man eigentlich nicht mit einem Fertigfutter. Man füttert z. B. nur Pferd und Kartoffel. Wenn sich das Jucken nicht bessert, muss man wieder zwei andere Bestandteile suchen. Bessern sich die Symptome, kann man zu Pferd und Kartoffel eine weitere Komponente hinzugeben.

    Da mit der Homöopathie auch Allergien oft geheilt werden, würde ich diese Behandlung bald machen lassen, wenn es mein Hund wäre.
    Vielleicht sind dann auch die Schilddrüsenwerte bald wieder im Rahmen.

  • Der TA hat aber schon auch mal geguckt, ob sich irgendwelche Parasiten auf der Haut rumtreiben? Manchmal vergessen die ja die "einfachen" Dinge...

    Zitat

    Das Allergiefutter wurde uns vom TA empfohlen. So lange geben, bis der Juckreiz weg oder besser ist und dann nach und nach andere Dinge zufüttern.


    Ist das so ein Futter, wo jedes Nahrungsteil quasi unkenntlich gemacht wurde?
    http://www.brekz.de/royal-canin-hu…CFSvjwgodY2cAww
    Und ist auch wirklich sicher, dass niemand etwas anderes zufüttert? Oma, Kinder, Enkel, der Nachbar? Man glaubt es manchmal nicht, was es da für Fehlerquellen geben kann...

  • Eigentlich sollte sich bei einem Allergiefutter nach 2-3 Wochen zumindest eine Besserung zeigen. Vielleicht ist das Futter ja nicht die Ursache.

    Durch eine Ausschlußdiät können sich Symptome verbessern, wenn das Futter der Auslöser war, aber die Allergiebereitschaft des Immunsystems bleibt weiterhin bestehen.

    Ich würde darum wirklich mal eine homöopathische Tierärztin aufsuchen. Der Unterschied zur Schulmedizin besteht darin, dass die Homöopathie nicht unbedingt wissen muss, woher gesundheitlich Probleme kommen. Es wird nicht eine Allergie, die Schilddrüse usw. einzeln behandelt, sondern die Gesundheit im Ganzen möglichst wieder hergestellt.

    Adressen gibt es in Hamburg einige, falls Du Interesse hast:

    http://www.homoeopathiede.de/uebermich.html

    http://www.dr-delorme-hamburg.de/

    http://www.homöopathie-hh-bergedorf.de/persoenliches.htm

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