Allergie - welche Tests bringen was?

  • Ausschlussdiät hatten wir ja schon, wir haben schon so viel probiert. Es ist wirklich zum heulen.

    Momentan erstrecht. Eben ruft mich meine Mama an: Balu sei wieder total hippelig, kratzt sich nur noch, total besessen und ab und an würde ein Hinterbein zittern, er könne es nicht belasten, dann würde er sich hinlegen und jaulen und dann gings wieder. Aber das Kratzen sei abartig.
    So krass war es noch nie. Das hab ich noch nie erlebt. Ich bin voller Panik und sitz hier auf der Arbeit fest. Hab in der Tierklinik angerufen und nen Termin für heute Nachmittag bekommen. Oh man, ich bin fix und fertig. Was hat er denn? Das kann doch nicht sein? Es ist wie an ihn geflogen. Gekratzt hat er sich schon immer, aber das jetzt ist wirklich um einiges anders und so schlimm.
    und wie soll ich diese Auschlussdiäten durchhalten, wenn er einfach das Zeug nicht frisst??? Wie soll das gehen ohne Leckerlie?

  • und wie soll das überhaupt gehen? Wenn man eins nach dem andren testen muss??? Und wenns ungünstig läuft bringen die ersten Versuche nix und man macht über ein Jahr rum. Soll man dann den Hund so lange quälen und kratzen lassen? Das kanns doch auch nicht sein......
    Wir haben schon so viel gemacht. Im Sommer ist es definitiv schlimmer als im Winter. Er bekam schon nur Pferd mit Karotte und auch Hypoallergenes Futter usw. Und trotzdem wird es immer schlimmer und schlimmer. Da greift sich doch jeder an den Kopf, das kann doch nicht sein. Es muss doch eine Ursache geben. Die muss man doch in einer angemessenen Zeit rausfinden können. So viele Hunde haben Allergien, es kann doch nicht sein, dass es das nix gibt? Das kann man kaum glauben!
    Und was ist das nun mit dem Bein? Wie passt das ins Bild? An der Pfote sieht man nix. und es ist ja auch nicht immer..... Ich will Balu so gerne helfen, aber irgendwie wird alles immer schlimmer und es kommt immer mehr dazu anstatt das es besser wird. Das darf doch nicht wahr sein!!!!

  • Paul war bei der Ausschlussdiät erst 4 Jahre und wollte na klar in der Hundeschule z.B. seine Belohnung.
    Wir haben fast 5 Monate nur Pferd und Kartoffel gefüttert. Lekkerlis habe ich aus Pferdefleisch im Backofen getrocknet.
    Paul sah vor der Behandlung schlimm aus. Bei ihm war über den ganzen Rücken und am Kopf fast kein Fell mehr und teilweise auch entzündete Haut. Nach der Ausschlussdiät (die man wirklich konsequent durchführen muss), hatten wir keine Hautprobleme mehr. Außer wir haben mal wieder mit Trockenfutterhäppchen gesündigt :D
    Paul ist jetzt 10 Jahre.

    Ich weiß nicht, wo du herkommst, aber ich kann dir die Uni-Tierklinik Gießen oder auch die Tierklinik Hofheim empfehlen. Die haben sehr gute Dermatologen und werden dir all deine Fragen beantworten können :smile:

  • Eine Granne kann eine ganz üble Sache sein!

    Der Hund einer Bekannten hat auch jegliche Allergien.
    Als sie futtertechnisch auf gutem Wege waren (man konnte es an seinen Ohren immer gut erkennen) und er sich trotzdem um die Bauch/Pfotenpartie noch vermehrt kratzte und anknabberte, war die Vermutung auf Grasmilben (?) & Co.
    Ihr Hund sollte frisch gemähte Wiesen nicht betreten und wird nach jedem Spaziergang mit einem feuchten Tusch abgewuschelt, das hat ungemein viel gebracht und er benötigt keinerlei Medikamente oder sonstiges!
    Wenn es mal schlimmer ist, wird er in die Wanne gestellt und mit klarem Wasser abgespült.
    Probiere das nach dem Spaziergang doch einmal aus?

  • aber was ist, wenn es eben nicht "nur" am Futter liegt und man macht monatelang Ausschlussdiät und es bringt nix. Gibt man dann Medikamente oder nicht? Man kann doch den Hund nicht so eine lange Zeit quälen lassen.....
    Und was macht man, wenn er nicht fressen mag. Dann ist die Fütterung ja auch mehr Stress als Belohnung.
    Und das mit der Granne? Ach Gott. Wie sehe ich sowas? Wie finde ich das Mistding?
    Bei uns ist es ja ähnlich. Sein Kot ist gut, er bricht nicht mehr, hat fast keine Gastritis oder Magen-Darmbeschwerden. Im Winter ist es besser. All das lässt mich auf Milben oder Pollen schließen...
    Ich reibe ihn auch jeden Abend ab und bürste ihn. Hab auch so Schaum, der was helfen soll, es aber NICHT tut. Nix hilft. Und wie soll man so Zeug vermeiden oder umgehen? und im Sommer? wir sind viel im Hof, Balu liebt es im Freien zu sein? muss ich ihn echt einsperren? er will am liebsten den ganze Tag draußen rum toben.
    Er tut mir so unendlich leid, er ist doch so ne gute Seele und hat das alles nicht verdient. Kein Hund (und auch kein Mensch) haben so ein Mist verdient. Traurig, dass es gegen sowas nix gibt....

  • Zitat

    Ich weiß nicht, wo du herkommst, aber ich kann dir die Uni-Tierklinik Gießen oder auch die Tierklinik Hofheim empfehlen. Die haben sehr gute Dermatologen und werden dir all deine Fragen beantworten können :smile:

    Wegen deiner 1000 Fragen, ich zitiere mich mal selber :D

  • Zitat

    ja, Bluttest gibt es, der Preis ist mir nun mal egal, Hauptsache es nützt mal was. Ich habe das aber bereits in einer Klinik und bei zwei Ärzten angesprochen und immer kam die blöde Aussage, damit könne man nicht alles testen und was dabei rauskäme, sei auch nicht aussagekräftig.


    Die Aussage war nicht blöd, sondern fachlich korrekt. Es gibt nunmal beim Hund keinen aussagekräftigen Test für Futtermittelallergie ausser Ausschlussdiät und anschliessenden Provokationstests.

    Aber wurden andere Allergien überhaupt sicher ausgeschlossen? Sind ja immerhin weit häufiger als Futtermittelallergie.

  • Heyhey!

    Atme mal tief durch! :smile:

    Vor ca. 2 Jahren war ich in etwa dort, wo du heute bist. Ein leidender Hund, dem es so mies ging, dass ich wirklich ein schlechtes Gewissen hatte.
    Bei meiner wurde festgestellt, dass sie eine Pollen/Gräser-, Milben-, Schimmelpilze-Allergie hat und das sie auf Konservierungsstoffe reagiert. Dazu kommt noch eine Kombinationsallergie: wenn ich ihr im Sommer Huhn/Pute zu fressen gebe, ist die Pollen/Gräser Allergie stärker.
    Das alles habe ich mir von zwei Stellen unabhängig voneinander (einmal via Bluttest und einmal via Energetik) bestätigen lassen - den Verdacht hatte ich schon)

    So, wenn du dann mal weißt, worauf er wirklich reagiert (wie gesagt, ich finde den Bluttest eigentlich gut -wenn er beim Menschen funktioniert, warum sollte er dann bei einem anderen Säugetier nicht funktionieren - meine Meinung.) kannst du an die Ursachenbekämpfung gehen.
    Kopf hoch - es gibt so viele Möglichkeiten, wie du deinem Hund helfen kannst, wenn du erst einmal weißt, worauf er reagiert.

    Bei uns läuft das so ab: meine Maus wird ca einmal die Woche (je nach Stärke der Allergie und Wetter) mit einem Shampoo gebadet. Das Shampoo hilft die Hautbarriere zu stabilisieren... zusätzlich dazu habe alternatives Cortison, dass ich ihr geben kann, wenn die Allergie wirklich schlimm ist.

    So kommen wir von Frühling bis Herbst sehr gut über die Runden. Es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten - eine Cortison Therapie (von der ich persönlich eher abraten würde), eine Desensibilisierung, viele Hunde reagieren sehr positiv auf Homöopathische Mittel gegen Allergien, etc etc

    Kopf hoch!

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