Wie "richtig" mit nicht-hören umgehen?
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Ich würde sagen: Total normaler Verlauf von einem noch nicht ausreichend trainiertem Abbruch oder welchem auch immer trainiertem Vorgehen in solchen Situationen.
Die Wut beim Mensch merkt der Hund trotzdem und zeigt dann natürlich Übersprungshandlungen, die gerne mal "lustig" wirken.
Das Fazit aus der Geschichte wäre für mich den Abbruch weiterzuüben, so dass er irgendwann auch irgendwann "schärferen" Bedingungen standhält.
Viele Grüße
Corinna - Vor einem Moment
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Deine Beschreibung hört sich für mich so an, als hättest du in der konkreten Situation einfach die schlechteren Karten gehabt. Die Gier nach dem Pizzazeugs hat einfach alles überlagert. Das tolle daran: man macht sich selbst zum Deppen und der Hund hat auch noch Spaß dabei. Diese Erfahrung machen wohl (fast) alle Hundehalter mal, auch wenn es nicht alle zugeben.
Sicher kann man in der ersten Kontrolle einen "Fehler" sehen. Aber wenn du nicht weiß was dein Hund macht und du Sorge hast, dass er einen Giftköder erwischt hat, gehen dir die Alternativen aus.
Viel wichtiger finde ich deine Reaktion nach der ganzen Aktion, kommentarlos anleinen und gehen. Ich kenne genung die dann ihre Wut an dem Hund ausgelassen hätten.Bei meinem Hund hilft (noch) das konsequente Entfernen. Das kannst du natürlich nur in der passenden Umgebung machen. Ich suche mir dann selbst ein "Versteck" pfeife und beobachte ihn. Gebe dann immer wieder akkustische Hilfen, bis er mich findet. Dann gibts Leckerli und Lob.
Also wenn es nicht zum Dauerzustand wird, dass sie alleine auf Erkundung geht, würde ich mich wegen dem einen "Vorfall" nicht verrückt machen und weiterhin mit Spaß trainieren!
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Ich denke, hier im Fett markierten steckt der Fehler:
Zitat......
Irgendwann verschwand sie plötzlich im Graben, ich natürlich gerufen (ich mags nicht, wenn ich sie nicht sehen kann), allerdings kam sie nicht.
Also bin ich gucken gegangen, was sie da macht. (Hier vermute ich meinen ersten Fehler.)
Madame frisst genüsslich die soße vom hiesigen Pizza-service, die irgendsoein volla*sch inkl. der Verpackung der Pizza-brötchen in den Graben geschmissen hat..
Von mir gibts ein scharfes "AUS!" - die Ohren bewegen sich in meine Richtung,aber sie frisst weiter. .......In der Situation (ich sehe, wie Hund Unerwünschtes frißt) geh ich sofort mit einem "Eeeeeey! Weiter!" zum Hund und pack den am Kragen (sprich Halsband) -weil ich eh weiß, daß das Gefundene besser ist als die Motivation, das zu lassen, versuch ich das mit dem AUS erst gar nicht- und schleif ihn einfach mit bzw. schiebe ihn in die gewünschte Richtung auf den Weg raus.
Falls er bei meinem Zugreifen dann abhauen würde (das würde nur Bossi so dreist versuchen) und auf der Wiese steht und meint, er würde gern ein kleine Fang-mich-Spielchen riskieren, knall ich ihn einfach verbal ins Platz und hole ihn mir dann. Das funktioniert bei ihm immer (wenns net ein Reh ist, dem er hinterherläuft - aber das ist ja was Anderes *hust.... Da käme das Abbruchkommando). Strafen tu ich auch net, weil allein an meiner Haltung sieht Hundi, daß ich stinksauer bin und er was falsch gemacht habe. Das reicht bei dem Kerle schon für ca. 1 Kilometer freiwilliges Fußgehen mit Anhimmeln ("ich bin doch sooo brav..."). Ich würde ihn dann auch genauso wie Du anleinen für die nächsten Meter.
Hingegangen wär ich schon, um zu gucken was der Hund dort macht - wenn er z.B. zum Geschäfteln am Wegrand verschwindet und deswegen nicht hört - ja mei, dumm gelaufen. Aber wenn er was ekliges frißt, muß ich ja eingreifen können. Und das geht nur, wenn ich dort bin, das paßt schon so.
Aber Du hast ihr halt mit dem AUS-Kommando die Möglichkeit gegeben, nicht zu gehorchen - und das hätte ich weggelassen. Ich hätt auch keinen Schuh verloren
- weil ich grundsätzlich (selbst beim derzeitigen Wetter) mit festen Schuhen Gassi gehe - um genau bei sowas einfach mal ins Gebüsch reinspringen zu können, aber auch, um mir abseits von Wegen (und sei es auf durchbuddelten Hundewiesen!) nicht die Haxn zu brechen, oder mal hinterm Hund herrennen zu können, wenn erforderlich (zB weil er sich net abrufen ließe von irgendwas).Du könntest auch versuchen, die Körpersprache Deines Hundes so zu beobachten, daß Du rechtzeitig siehst, daß da was drin liegt. Normalerweise reißt es nen Hund, der sowas Leckeres riecht, regelrecht rum, auch wenn er schon fast vorbei ist, man sieht das meist deutilch - wenn man ihn anguckt dabei *gg. Das wäre dann der ideale Moment, einzugreifen, noch bevor der Fehler vom Hund (da reinzugehen) überhaupt gemacht wurde. Damit zeigst Du ihr, egal, wie lecker es duftet, wir bleiben auf dem Weg. Außerdem denkt sie dann, Du weißt ALLES - weil Du sie abrufst, noch bevor sie losläuft. Sie hat böse Gedanken, und Du stoppst sie schon im Ansatz - hey, das beeindruckt, Du kannst GEDANKEN lesen.... *ggg
Ansonsten lernt sie nur, sie darf tolle Dinge finden und auch hingehen, aber sie nicht futtern - ist ja sicher nicht das, was Du wolltest, oder? ;-)
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Zitat
Klappt Dein "Aus" sonst immer? Auch ohne Bestechung und auch an für den Hund unwiderstehlichen Dingen?
Sie lässt sogar auf entfernung sofort den Ball fallen - und das als totaler Balljunkie. Oder den Stock den sie gerade ergattert hat. Oder das gerade gefundene Schweineohr.. Also eigentlich klappts wunderbar.
Das mit dem Gourmetparcours ist ne klasse Idee, das werd ich auf jeden fall machen.ZitatVerstehe ich es richtig, dass du von Anfang an keine Chance hattest an sie ran zu kommen? Ich versuche es genau einmal mit "Pfui", wenn das nicht klappt wird der Hund geschnappt und ihm das Leckere aus dem Maul genommen. Dafür muss man seinen Hund natürlich kennen, damit man keine Finger verliert...
Hätte ich sie zu fassen gekriegt, hätte ich das natürlich auch gemacht. Das wäre überhaupt kein problem gewesen, ich kann ihr alles aus der Schnüss pulen. Ich kam nur nicht an sie dran, weil sie so doof im Graben stand.Externer Inhalt i.imgur.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.ZitatDie Wut beim Mensch merkt der Hund trotzdem und zeigt dann natürlich Übersprungshandlungen, die gerne mal "lustig" wirken.
Magst du mir da vielleicht n Beispiel nennen? Das würde mich echt mal interessieren. Ich kenne als Übersprungshandlung bisher nur das rammeln. (Btw, ich war gar nicht so wütend.. eher furchtbar hilflos und wusste nicht, wie ich reagieren sollte.)ZitatSicher kann man in der ersten Kontrolle einen "Fehler" sehen. Aber wenn du nicht weiß was dein Hund macht und du Sorge hast, dass er einen Giftköder erwischt hat, gehen dir die Alternativen aus.
Viel wichtiger finde ich deine Reaktion nach der ganzen Aktion, kommentarlos anleinen und gehen. Ich kenne genung die dann ihre Wut an dem Hund ausgelassen hätten.
Ja, das bringt ja weder dem Hund was, noch mir.. wäre es ein Giftköder oder irgendwas undefinierbares gewesen, hätte ich mich whr ohne Rücksicht auf Verluste (Brennesseln, scherben etc.) einfach in den Graben geworfen.. Aber so war es halt nicht so "akut."ZitatBei meinem Hund hilft (noch) das konsequente Entfernen. Das kannst du natürlich nur in der passenden Umgebung machen. Ich suche mir dann selbst ein "Versteck" pfeife und beobachte ihn. Gebe dann immer wieder akkustische Hilfen, bis er mich findet. Dann gibts Leckerli und Lob.
hab ich versucht - hat sie nicht interessiert. Und normalerweise hält sie diese Anhänglichkeit sogar vom Jagen ab o.ó
ZitatIn der Situation (ich sehe, wie Hund Unerwünschtes frißt) geh ich sofort mit einem "Eeeeeey! Weiter!" zum Hund und pack den am Kragen (sprich Halsband) -weil ich eh weiß, daß das Gefundene besser ist als die Motivation, das zu lassen, versuch ich das mit dem AUS erst gar nicht- und schleif ihn einfach mit bzw. schiebe ihn in die gewünschte Richtung auf den Weg raus.
Zum einen kam ich ja gar nicht an sie ran, zum anderen gings ja darum, dass sie das zeug nicht frisst ("AUS") und nicht (mit dem zeugs) weiter geht.ZitatFalls er bei meinem Zugreifen dann abhauen würde (das würde nur Bossi so dreist versuchen) und auf der Wiese steht und meint, er würde gern ein kleine Fang-mich-Spielchen riskieren, knall ich ihn einfach verbal ins Platz und hole ihn mir dann.
Platz auf entfernung kann sie noch nicht.. und da sie auf Leckerli nicht reagiert hat, wage ich einfach mal zu bezweifeln, dass sie sich hätte verbal was befehlen lassen. .xZitatStrafen tu ich auch net, weil allein an meiner Haltung sieht Hundi, daß ich stinksauer bin und er was falsch gemacht habe. Ich würde ihn dann auch genauso wie Du anleinen für die nächsten Meter.
genaugenommen wäre das "am kragen packen" ja strafe - wobei es bei uns tatsächlich das nackenfell wäre, dank Moxonleine.
ZitatHingegangen wär ich schon, um zu gucken was der Hund dort macht - wenn er z.B. zum Geschäfteln am Wegrand verschwindet und deswegen nicht hört - ja mei, dumm gelaufen. Aber wenn er was ekliges frißt, muß ich ja eingreifen können. Und das geht nur, wenn ich dort bin, das paßt schon so.
ZitatAber Du hast ihr halt mit dem AUS-Kommando die Möglichkeit gegeben, nicht zu gehorchen - und das hätte ich weggelassen. Ich hätt auch keinen Schuh verloren
- weil ich grundsätzlich (selbst beim derzeitigen Wetter) mit festen Schuhen Gassi gehe - um genau bei sowas einfach mal ins Gebüsch reinspringen zu können, aber auch, um mir abseits von Wegen (und sei es auf durchbuddelten Hundewiesen!) nicht die Haxn zu brechen, oder mal hinterm Hund herrennen zu können, wenn erforderlich (zB weil er sich net abrufen ließe von irgendwas).
Jaa, dumm gelaufen
Eigentlich trag ich auch immer Turnschuhe / Stiefel, aber ich kannte die Gassistrecke ja und normalerweise läuft sie nur einmal durch den Graben um zu trinken und gut ist. Alles andere ist flip-flop-tauglich.ZitatDu könntest auch versuchen, die Körpersprache Deines Hundes so zu beobachten, daß Du rechtzeitig siehst, daß da was drin liegt. Normalerweise reißt es nen Hund, der sowas Leckeres riecht, regelrecht rum, auch wenn er schon fast vorbei ist, man sieht das meist deutilch
Ja, da lag wohl der eigentliche Fehler. Ich hatte sie nicht im Blick, deshalb hab ich zu spät reagiert.. Im Normalfall hindere ich sie erfolgreich an allem spannenden abseits des Weges (Felder, Gänse, Enten, Rinder, Rehe,Pferdeäpfel etc.) aber ich dachte halt, sie häufelt da in den Graben wie sonst immer.. Falsch gedacht.ZitatAnsonsten lernt sie nur, sie darf tolle Dinge finden und auch hingehen, aber sie nicht futtern - ist ja sicher nicht das, was Du wolltest, oder? ,)
Das würde mir schon reichen, muss ich gestehen

Danke für die vielen Antworten, wir werden auf jeden Fall mit der Schlepp arbeiten und das mit dem Parcours auch machen.
Habt ihr noch tipps, wie ich DIREKT IN der Situation hätte reagieren können - für den Fall, dass wider erwarten nochmal sowas passiert? (Ich bin ja eigentlich davon ausgegangen, dass der Rückruf und abbruch sitzt..) -
Zitat
Habt ihr noch tipps, wie ich DIREKT IN der Situation hätte reagieren können
Ob das übertragbar ist und Dir hilft - keine Ahnung:
einer meiner Hunde ist ein ehemaliger Straßenhund, als sie zu mir kam, war der einzige Sinn und Zweck des Gassigehens aus ihrer Sicht, draußen Essbares zu finden (wahlweise auch zu jagen). Ich konnte ihr zwar alles abnehmen, sie mir auch zur Not an der Schlepp angeln, aber vertrauensbildend war das überhaupt nicht, egal was für phänomenale Tauschköstlichkeiten ich hatte. Sie wollte das essen, was sie da gefunden hat, und sie hat immer erstmal versucht, es auch vor mir zu sichern, wollte also immer ein paar Meter Abstand haben.
Unser Trainingsweg: sie darf essen, was sie findet. (Gezieltes Ausbringen von sicher Essbarem hilft dem eigenen Blutdruck! :D) Im ersten Schritt hat sie sich daran gewöhnt, dass ich nah bei ihr sein kann, während sie isst, und ihr dabei nichts passiert bzw. ihrem Essen (war zuhause übrigens gar kein Thema). Weil sie tauschen doof fand, aus der Schnute nehmen aber nie ein Problem war, habe ich dann angefangen, Millisekunden lang um ihr Essen zu bitten, es also kurz in die Hand zu nehmen, um es ihr dann sofort wiederzugeben. Da ist der Knoten bei ihr geplatzt, man hat beim ersten Mal richtig gesehen, wie die sich anbahnende Enttäuschung über den Verlust in ein helles Strahlen umschlug, als sie es eben doch weiteressen konnte.
Seitdem muss sie nichts mehr vor mir sichern, und ab da (und mit ausgebautem Dummytraining) hat sie sich auch aufs Tauschen eingelassen. -
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