Theorie und Praktik- die Unterschiede
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Der größte Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist für mich die Tatsache, das in der Theorie vergessen wird das der Hund nicht immer das tut was in den Büchern steht. Außerdem scheint es ihm ziemlich egal zu sein, ob XY sagt das er auf Schema f wie folgt zu reagieren hat.
Überrascht hat mich am meisten, das das eigene Gefühl für den Hund doch der beste Lehrmeister ist.
Was ich am Wenigsten erwartet habe ist, das die eigenen Gefühle bei dem “Was-ich-gerne-hätte“ und dem “Was-ich-tatsächlich-schaffen -kann“ das größte Hindernis darstellen. Nicht die Lernbereitschaft des Hundes und auch nicht das eigene Wissen und Können. Nur die eigene Einstellung zu der ganzen Sache. - Vor einem Moment
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LayNia, da kommt mir auch sehr sehr viel bekannt vor! Ich hab mir auch große Mühe gemacht, dass sie viele Hunde kennenlernt und total verträglich ist/bleibt...Pustekuchen, zickig ist sie heute trotzdem geworden. Ist halt kein "ich liebe alles und jeden"-Hund und unsere Trainerin, die Shira schon seit Jahren kennt, meinte auch, das sei charakterlich so und wird auch nicht mehr besser (also, wir lenken gegen, aber haben uns damit abgefunden,dass sie einfach nicht jeden mag).
Auch das "Auslasten" kann ich so unterschreiben. Mit dem selben Ergebnis: ein total überdrehter Junghund, der danach erstmal RUHE lernen musste. Klarer Fall von Selbst-Versaut!
Das mit dem Sitter ebenso...Bei dem ersten Termin mit unserer Trainerin habe ich ganz verzweifelt gesagt "aber in dem Buch steht doch, dass es SO klappen muss!" Und die Trainerin antwortete trocken "kann Shira lesen?" - Das hat echt alles gesagt

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Was waren für euch die (größten) Unterschiede, zwischen dem, was ihr vorher schon wusstet (Hundebücher, bekannte Hunde,...) und dem eigentlichem Alltag mit eurem Hund?
Hundebücher habe ich gar nicht gelesen und Balou ist mein erster Hund. Alle anderen Hunde die ich vorher kannte waren aus meiner heutigen Sicht total unerzogen bzw. gar nicht erzogen und hatten Verhaltensweisen die meine auf keinen Fall haben sollten:
- Besucher anspringen
- Essen vom Tisch klauen
- Nachbarskatzen töten
- eigenes Fressen durch knurren verteidigen
- Zäune durchbeißen und auf fremden Grundstücken rumlaufenAlle diese Sachen machen meine Hunde nicht. Irgendwas habe ich wohl bei der Erziehung richtig gemacht.

Was habt ihr nicht erwartet?
Das Balou so schwierig ist obwohl ich mir so viel Mühe mit der Sozialisierung gegeben habe und in einer (guten) Hundeschule war.Was habt ihr euch anders vorgestellt?
Ich habe mir alles etwas einfacher vorgestellt. Balou hatte immer viel Kontakt zu allen Hunden ist aber trotzdem unverträglich mit unkastrierten Rüden.Was waren die Überraschungen?
Das Hunde auch anders sein können. Mogli ist ganz anders als Balou und viel einfacher zu erziehen. -
Vielen Dank für alle eure Antworten!!! (und ich hoffe es kommen noch mehr dazu
)Das jeder Hund anders ist und wahrscheinlich nichts genauso funktioniert wie beschrieben, ist mir vollkommen klar! Aber ich finde genau das so toll! Ich würde mich wirklich freuen, wenn etwas nicht funktioniert, wie ich es gelesen habe und der Hund mir zeigen würde, was er mag und was nicht! Natürlich kann ich das jetzt auch noch leicht sagen
und es ist wahrscheinlich im Alltag nicht immer so einfach, doch aus meinem jetzigen Standpunkt empfinde ich das als eine tolle Herausforderung! Ein absolut immer braver Hund, der mit jeder beliebigen Situation problemlos zurecht kommt und wirklich alles mitmacht, wäre nicht mein Traumhund. (Natürlich ein Hund mit allen möglichen schweren Verhaltensstörungen auch nicht
) Ich bin also bereit, mit meinem Hund an etwas zu arbeiten!Verschieden Lösungswege zu haben, ist also sehr wichtig! Danke, da werde ich mir wohl für einiges noch ein paar zusätzlich überlegen

Informationen bezüglich der Unterschiede in der Welpen und Junghundezeit, fände ich auch sehr interessant, aber natürlich auch gerne noch weiter über Erziehung, Haltung, usw.

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Ula, leg dir nicht zu viel zurecht: das meiste kommt dann sowieso von selbst und vieles muss man einfach spontan selbst entwickeln und mit Bauchgefühl lösen. Man könnte wohl jedes Erziehungsbuch und jede Theorie der Welt in der Theorie auswendig lernen - in der Praxis kommt es dann sowieso anders

Shira kam mit 14/15 Wochen aus dem Tierheim, wurde da abgegeben, Herkunft und Sozialisation fraglich bis schlecht.
Wir arbeiten von Anfang an viel mit dem Clicker zur positiven Bestärkung und das bringt uns sehr viel :) gibt aber auch Leute und Hunde die damit nichts anfangen können. Ist eben Geschmackssache.
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Für mich war die größte Überraschung, dass mein Hund im Alltag viel einfacher ist, als ich es erwartet hätte

Ich hatte riesen Panik vor einem Hund, der nicht allein bleiben kann, einem Hund, der sich in manchen Situationen daneben benimmt, einen Hund, der mit anderen Hunden nicht auskommt, einen Hund der Stress in der Stadt und unter Menschen hat und der uns im Alltag stark einschränken könnte, weil ich ihn nicht überall mithinnehmen kann. Habe mir schon einige Bücher über diverse Probleme (Alleinsein Training, Leinenpöbelei, Bindungsprobleme, etc.) beim Hund geholt, obwohl ich noch keinen Hund hatte, der diese Probleme besitzen könnte
Ich hatte eindeutig zu viel im Forum gelesen 
Und es kam alles ganz anders, ich bekam einen Hund, der eigentlich ohne großes Training alleine bleiben kann, den ich überall mithin nehmen kann, der Regeln und Grenzen akzeptiert, der absolut aufmerksam mir gegenüber ist, der sich immer gut benimmt und mit dem ich keine großen Baustellen habe. Einzig und allein was andere Hund betrifft, ist sie halt nicht Everbodys Darling und mag nicht jeden Hund, legt keinen großen Wert auf Hundekontakte und spielt nicht mit anderen Hunden, aber selbst das ist weniger schlimm, als ich es gedacht hätte.
Also wurde alles entspannter, als ich es mir erträumt habe.
Was mich immer noch fasziniert ist, wieviel man einem Hund beibringen kann, wie stark man in sein Verhalten eingreifen kann und wie gut ein Hund einen Menschen versteht. Da ich bisher nur Erfahrungen mit diversen Nagetieren und Katzen hatte, ist das irgendwie eine ganz besondere Erkenntnis für mich.
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