Wie vorbei gehen?
-
-
Natürlich sollen sie den Hund wahrnehmen, wir machen auch Zeigen und Benennen. Das Keksewerfen ist in dem Fall eher Management für schwierige Situationen um ihnen nicht das Erfolgserlebnis zu geben "yeah, wir haben den Feind vertrieben, gut das wir gebellt haben!". Unser Trainingsweg besteht daraus dem Hund so oft wie möglich erfahren zu lassen, dass der andere Hund auch weg geht wenn man die Klappe hält. Da ist quasi alles erlaubt was der Hund annimmt. Rasten sie trotzdem mal aus ist das nicht schlimm und wird eben ausgehalten.
Vorbei gehen wist bei uns mittlerweile meistens möglich, kommt jedoch immernoch auf den Abstand an.
Wir machen das nun seit einem Jahr, jedoch ohne konsequentes Training und mit großen Pausen, da wir im Alltag wirklich keine fremden Hunde treffen. Ich kenne viele Hunde die das innerhalb weniger Wochen drauf hatten!
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Es muss ja gar nicht sein, dass der Hund der TE "Feinde vertreiben" will. Die meisten Hunde regen sich ja auf, weil sie hinwollen und nicht dürfen..
Da müsste man jetzt wissen, was bei der TE eigentlich das problem ist?
-
Deswegen schreib ich das ja dazu :)
-
Hallo Dawny,
ist doch schonmal super, dass du die Hundebegegnungen so gut im Sitz hinbekommst
Du kannst ähnlich vorgehen wie du es momentan mit Absitzen machst (wenn ich das richtig verstanden habe): Also du siehst nen Hund in der Ferne, du merkst deiner spannt sich etwas an und es gibt einen Keks. Ihr bleibt aber nicht stehen sondern nähert euch weiter und es gibt immer wieder bei ruhigem Verhalten einen Keks (im Optimalfall dann auch mal auf gleicher Höhe mit dem anderen Hund). Versuch mal einen Bogen um den anderen Hund zu laufen, das ist in der Hundewelt höflicher als frontal drauf los.
Wenn es doch zum Bellen kommt kommentarlos weiter (was natürlich noch eine ganze Weile oder immer wieder der Fall sein wird). Wie schon geschrieben tippe ich auch eher auf Symptom für Unwohlsein, Frust oder was auch immer und wird sich legen, wenn der Hund blickt, was du von ihm willst. Hund kurz und souverän führen.
Ist quasi Schönfüttern und Lightversion von Zeigen-und-Benennen. So mach ich es immer wieder bei Personen, die meinem Spinner gruselig sein könnten.Weitere Anregungen, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe:
- generell belobigen, wenn der Hund (Sicht)Kontakt zu dir aufnimmt
- andere Geschwindigkeiten ausprobieren: Power-Walken, Joggen, Rad fahren und selber alles weitgehend ignorieren was des Weges kommt
-
- -
Achso wegen deiner Frage, ob du ins Halsband greifen sollst: Das kommt darauf an, ob dein Hund den Halsbandgriff als negativ empfindet. Würde es eher anders probieren, da es auch für dich recht umständlich ist.
Heißt das, du musst immer zwischen Halsband und Geschirr umklicken?
Mir war das denn zu doof und mache es mittlerweile so: Ist die 2m-Leine kurz eingestellt, soll Hundi rechts von mir plusminus bei Fuß laufen und ist die Leine lang eingestellt darf kreuz-und-quer gelaufen werden, geschnuppert, markiert etc. Komme ich mit langer Leine in Situationen, in denen ich den Hund managen muss, verkürze ich die Leine ohne irgendwas umzuklicken und Hund "schaltet" sozusagen in den Kurz-Leine-Modus. Das ganze entsprechend positiv belegt mit Keksen zb für ein "Schau" oder wie vorhin beschrieben durch Schönfüttern.
Da steckt kein tolles Trainingskonzept dahinter und klappt auch nicht immer perfekt, aber für uns wars ein einfacher, pragmatischer Kompromiss.
Musst natürlich nicht so machen, nur eine kleine Anregung, für mich persönlich sind die einfacheren Trainingsansätze meist die sinnvolleren. -
-
muecke:
ja du hast Recht, ich möchte nicht dass Gina zu nem immer bellenden Hund wird. Ich möchte sie halt nicht versauen. Sie scheint einfach n bissal überfordert. Hab letztens den Versuch gestertet vorbei zu gehen, sie hat n riesen Terz gemacht, bin dann aber stehen geblieben um mich mit der andren HH zu unterhalten, da war sie ruhig und wollte mal am andren Hund schnuffeln.sabarta:
Das ist doch das typische wie das "Briefträgersymptom", dass er sowieso wieder gegangen wäre weiß Gina ja net. Da sie recht schnell ruhig wird und nur zum schnuppern zum andren Hund will, geh ich davon aus es ist ne Mischung zwischen Frust und Unsicherheit bei ihr. Im sitzen kann sie sich das Ganze vielleicht ruhiger ansehen und ist deshalb entspannter.Sanjoka:
Da werd ich wohl mal probieren das Leckerchen zwischen Daumen und Handteller zu klemmen und das vor ihr herzuführen (versteht man wie ichs meine). Ich möchte sie nicht komplett ablenken, sie soll die Situation ja schon auch realisieren. Den Bogen pack ich eh immer mit rein, weil mir die Höflichkeitsregel bewusst ist.
Wenn Gina am Halsband fest ist, wechsel ich die Geschwindigkeiten, weil sie ja lernen soll sich an mir zu orientieren.
Bei uns ist das mit Geschirr und Halsband sogar noch etwas komplizierter. Es geht hier um häufige Begegnungen im Park, da ich wenn ich bei meinem Freund bin nicht wirklich ländlich bin, traue ich Gina nicht zu ohne Leine zu laufen. Also auf dem Weg zum Park kommt Halsband und 1m Leine. Am Park angekommen satteln wir um auf Geschirr und Flexi (bitte keine Diskussion darüber, hier ist soviel los dass eine Schlepp nicht geht. Auf dem Land hat sie ne Schlepp dran oder die 1m Leine baumelt hinter ihr her) Heißt: das Halsband wird sogar ausgezogen, weil Madame viel und ausgiebig schnüffelt und dabei schonmal das Halsband verloren hat. Negativ verknüpft hat sie Halsband und kurzgenommene 1m Leine nicht. Hole dann also immer 1m Leine und HB raus und legs ihr um?Gina ist kein aggressiver Hund, einzige Situation wo sie wirklich will, dass der andre verschwindet ist wenn Adri unsicher wird oder Angst zeigt (er ist bevor Gina kam sehr häufig gebissen worden) oder n Hund ohne Leine auf uns zubrettert wie blöde (aber da blocke ich die auch weg).
Werd gleich beim Spaziergang unterschiedliche Sachen vielleicht mal ausprobieren. Hoffentlich treffen wir auch jemanden. Für weitere Tipps bin ich trotzdem dankbar
-
Zitat
muecke:
Hab letztens den Versuch gestertet vorbei zu gehen, sie hat n riesen Terz gemacht, bin dann aber stehen geblieben um mich mit der andren HH zu unterhalten, da war sie ruhig und wollte mal am andren Hund schnuffeln.@
Das würde ich nicht machen. Du willst vorbei gehen - sie protestiert - du bleibst stehen und belohnst ihr Verhalten damit.
Kontakt an der Leine lasse ich gar nicht zu, und wenn man das macht, dann nur mit einem Hund, der bei Hundebegnungen an der Leine absolut cool bleibt. Das kann ganz schnell ganz doof werden.
Dein Hund soll doch lernen: An der Leine orientiere ich mich an Frauchen und nichts kann mir passieren! Das ist eine Verabredung, die absolut gelten muss. Nichts und niemand kommt an deinen Hund dran, die Leine ist ein 100% geschützter Raum. Nur so ist die Bewegungseinschränkung für den Hund ok, denn er kann an der Leine weder kommunizieren noch flüchten. Er braucht deinen Schutz und deine Führung. Und kein "ich bin dann doch stehengeblieben" und "sie wollte ja schnüffeln". Das ist keine klare Linie.
Kein Wunder dass dein Hund an der Leine Terz macht, sie hat ja Grund, unsicher zu sein. Die ganze Situation wird durch die vielen Aktionen deinerseits mit Bedeutung aufgeladen. Wozu? Du willst vorbei, es kann nix passieren, also geh vorbei und gut ist. Wenn sie merkt, dass das so läuft, dann hört sie auch mit dem Theater auf.
(das ist jetzt provokant geschrieben, klar kenne ich euch nicht, soll ein Denkanstoss sein...)
-
@byllemitblacky:
da hab ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich bin an der andren HH mit ihrem Hund vorbei gegangen und dann wieder zurück. Und schnuffeln durfte Gina trotzdem nicht, aber man hat gemerkt, dass sie es wollte. Und sie ist halt total ruhig geworden und nicht aufgeregt geblieben. -
Als meiner in seiner pubertären Phase anfing an der Leine blöd zu machen, hab ich es folgendermaßen gemacht:
Kam anderer Hund, den mein Hund gesehen hat, kam von mir das Signal „Hund kommt“ und es gab Futter, bis der andere Hund an uns vorbei war. Natürlich hab ich da am Anfang erst mal gelockt. Ganz nach dem Motto: Hund sehen = Futter, Hund vorbei/weg = Futter weg. Mir war wichtig, dass er den anderen Hund wahrnimmt (sieht) und das mit Futter verbindet (also eine positive Emotion entwickelt) und dabei aber nicht ins Bellen kommt. Parallel dazu hab ich neben mir Laufen und Angucken geübt. Als das in ablenkungsfreier Umgebung gut funktioniert hat, hab ich versucht das in die Situation zu übertragen. Also, er sieht den Hund, ich Signal „Hund kommt“ und „Aufpassen“, und in gewissen Abständen gelobt/gefüttert. Ich hab dafür anfangs den Abstand zum anderen Hund etwas vergrößert, in dem ich einen Bogen gelaufen bin. So war es für uns nicht ganz so schwer. Hat super funktioniert. Mittlerweile stupst er mich nach einer Hundebegnung an, weil er seine Belohnung möchte. Wichtig bei meinem war es, den starren Blickkontakt zu dem anderen Hund zu verhindert – gucken ja, aber fixieren nein. Durch das Signal „Aufpassen“ kann ich das wunderbar unterbrechen.
Ist der Weg zu eng, setzte ich ihn nach wie vor ab, oder leg ihn hin und lass den anderen Hund passieren. -
Zitat
@byllemitblacky:
da hab ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich bin an der andren HH mit ihrem Hund vorbei gegangen und dann wieder zurück. Und schnuffeln durfte Gina trotzdem nicht, aber man hat gemerkt, dass sie es wollte. Und sie ist halt total ruhig geworden und nicht aufgeregt geblieben.Ich glaube ich habe noch nicht ganz verstanden, um was es dir geht?
Mit dem Hingehen hast du den Hund belohnt. Das muss nichts schlechtes sein. Es ist allerdings schwer zu beurteilen, wie das Vorbeigehen ablief.Ich würde an deiner Stelle mal mit anderen Hunden zusammen laufen. Leine, kein Kontakt, Hund auf der abgewandten Seite, konzentriert laufen bis sie sich irgendwann beruhigt. Dann erst zur Belohnung freilassen und spielen lassen. Damit sie lernt, dass die Gegenwart anderer Hunde ganz normal ist und kein Grund sich aufzuregen.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!