9 Wochen alter Piranha
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Dein Piranha ist übrigens 10,5 und nicht 9 Wochen alt.

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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Du hast geschrieben, Dein Welpe wächst in der Innenstadt auf.
Ich gehe mal davon aus, dass ihr keinen Garten habt.Für einen Welpen, der gerade seine Spielgefährten (Geschwister) verloren hat, ist eine Wohnung stinklangweilig. Nichts darf man, die Gardinen muss man dranlassen, den Teppich darf man nicht anknabbern, die Tapeten nicht von den Wänden ziehen.
Versetze Dich mal in die Lage eines Welpen, der es gewohnt ist, seine Geschwister zum toben um sich zu haben. Er ist voller Neugierde und möchte die Welt kennenlernen. Natürlich lernt ein Welpe die Welt mit den Zähnen kennen. Durch das Zerrupfen lernt er die verschiedenen Materialien kennen.
Würde er in der Natur in seinem Rudel aufwachsen, dann würde er viele Stunden am Tag mit den Geschwistern raufen, um die Wette laufen, gegenseitig Beute abjagen, nach Mäusen buddeln, springen, klettern, Käfer beobachten, Frösche verfolgen, Blätter, Stöckchen und Grasbüschel zerpflücken.
Also: Raus mit dem Welpen in die Natur. Lass ihn die Welt erkunden, dann wird er auch ausgeglichener sein. Außerdem würde ich ruhig schon in die Welpenstunde gehen, damit die wichtige Sozialisierung mit Gleichaltrigen nicht zu lange unterbrochen wird.
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Das war dann wohl ich, die nur auf das Alter eingegangen ist, ich habe damit direkt auf die Frage in dem Post vor mir reagiert (PocoLoco) und auf Deine Fragen wurde da ja bereits eingegangen. Dass das Thema Alter vielen sofort aufgefallen ist, liegt daran, dass hier im Forum in regelmäßigen Abständen Leute aufschlagen, die sich vollkommen unüberlegt einen viel zu jungen Welpen dubioser Herkunft geholt haben und dann verwundert sind, dass dies und jenes falsch läuft. Gerade bei einem AmStaff-Welpen schrillen da sofort die Alarmglocken. Nein, nicht weil hier alle 'Kampfhund!' denken, sondern weil gerade diese tolle Rasse schon mit genug Problemen zu kämpfen hat was ihr Image angeht und daher eine optimale Sozialisierung und Aufzucht beim Züchter sehr sehr wichtig ist, damit der Hund auf keinen Fall in irgendeiner Weise auffällig wird.
Zum Glück hat sich in Deinem Fall herausgestellt, dass Du Dich nur ein wenig verrechnet hast und der Hund nicht in irgendeinem Hinterhof aufgezogen wurde. Es ist nämlich tatsächlich so, dass diese ersten acht Wochen mit Mutterhündin und Geschwistern sehr sehr wichtig für die Welpen sind, so dass man diese Zeitspanne in keinem Fall einkürzen sollte.
Zum Thema 'Lass dem Hund sein Futter das Du ihm zugeteilt hast!' wurde ja schon einiges gesagt. Grundsätzlich ist es natürlich gut, wenn Du Deinem Hund etwas (fressbares) abnehmen kannst. Das würde ich über Tauschgeschäfte üben, z.B. Hund hat (langweilige) Kaustange, Du hältst im ein Stück Fleischwurst (oder etwas anderes für den Hund hochwertiges) vor die Nase und konditionierst so mit vielen Wiederholungen das Wort 'Tauschen!'. Der Hund versteht, dass er, wenn er Dir etwas gibt, etwas noch viel tolleres bekommt, bzw. dass abgeben nichts schlimmes ist, ggf. kannst Du ihm dann die ertauschte Sache auch wieder zurückgeben, je nach Situation. Dass der Hund nicht sofort ausflippt wenn ein Familienmitglied in seine Nähe kommt wenn er frisst, erreicht man dadurch, dass der Hund Vertrauen hat, er somit nicht ständig fürchten muss man will ihm etwas wegnehmen.
Sachen ankauen und in die Hände beißen abgewöhnen ist einfach ein Geduldsspiel, das sichere Erlernen von 'Nein!' in jeder Situation kann durchaus etwas länger dauern, Du kannst noch nicht davon ausgehen, dass Dein Welpe das Wort schon generalisiert hat. Alles in allem brauchst Du also einfach etwas Geduld und Ruhe. Bei dem Wetter kann man sich ja wunderbar draußen unter einen Baum setzen und den Welpen die Welt entdecken lassen (natürlich in nicht zu aufregender Umgebung), drinnen ist dann idealerweise Ruhe (das zu lernen dauert natürlich auch).
Was Welpenstunden angeht, bin ich kein großer Fan. Ich finde es wichtiger, dass der Welpe Kontakt zu ein paar ausgewählten, gut sozialisierten, erwachsenen Hunden hat, denn von denen lernt er am besten, wie er sich gegenüber Artgenossen zu benehmen hat. Was den Grundgehorsam angeht, kann Euch ein Kurs in einer gut ausgesuchten Hundeschule allerdings sicher nicht schaden.
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Na hier ist ja was los auf der ersten Seite...

Erstmal: Hallo Sorex! Willkommen im Club der Monsterviechbesitzer.
Ich habe einen Miniature Bullterrier und glaub mir, die Bullrassen sind alle so. Die brauchen was fürs Maul, die müssen kauen! Gebt ihm also gutes Kauzeug, am besten große Sachen und lasst ihn nie alleine damit!
Die Kleinen verschlucken sich gerne mal, da muss man halt bei sein und es notfalls aus dem Hals ziehen. Darum auch große Sache, zu kleine Sachen werden gerne mal im Ganzen geschlungen... Deppentiere, alle miteinander!Uned glaub mir, das Nein sitzt bei dem Kleinen noch lange nicht!
Der hat wohl verstanden worum es beim Leckerchen geht, aber der weiß nicht das ein Nein sozusagen universell immer gilt. Da hilft nur dran bleiben. (Übrigens: Diese Freigabe ist gut, aber bitte denk daran: Bis der Kleine das wirklich verstanden hat werden noch einige Wochen vergehen! Und wenn ers endlich verstanden hat kommt auch schon die Pubertät...)Das fröhliche stolzieren solltest du ganz schnell aus deiner Vorstellung streichen. Auch wenn es für uns Menschen oft genug so aussieht, Hunde und besonders Welpen wollen uns weder ärgern noch die Weltherrschaft an sich reißen.
Leider hört man das immer und immer wieder, es stimmt aber einfach nicht.
Man kann Welpen und Kleinkinder gut vergleichen. Bei beiden sagst du den ganzen Tag nur "Nein!" und holst sie weg von den Möbeln, nimmst ihnen die Fernbedienung ab, zupfst sie aus der Gardine und so weiter....
Keiner käme auf die Idee das ein 5 Monate altes Krabbelkind das absichtlich macht! Das erkundet die Welt!
Der Welpe macht es aber doch ganz genauso! Da ist keine böse Absicht hinter.
Der hat die ersten 2 Wochen gebraucht um zu merken "Okay, hier wohn ich jetzt also." und nun legt er los. Ist ganz normal.Eine Frage hab ich: Wie sieht euer Alltag aus? Hat der Kleine genug Ruhezeiten?
Die tendieren eh zum Überdrehen, darum ist das ganz wichtig. Meiner kam die ersten Wochen garnicht zur Ruhe alleine, den habe ich dann auf dem Arm nehmen müssen und zur Ruhe zwingen müssen. (Wie ein übermüdetes Baby, das zappelt und meckert auf dem Arm rum und 10 Minuten später schläfts tief und fest)Arren hat sehr wenig angefressen, ich habe ihm auch genug Abwechslung geboten. Kaninnchenohren fand er toll, aber als er so 11 Wochen alt war wurden die zu klein für ihn. Ochsenziemer gabs dann, die richtig langen Teile. Und die großen Stücke Rinderkopfhaut.
Er hat das zum ruhig werden gebraucht, der Schnuller sozusagen. Und als die Zahnung begann brauchte er es erst recht, Zähne kriegen tut ja weh und alles juckt und ist doof... Da sind Welpen wie die Menschenkinder, empfindsam und nörgelig.Die Beißhemmung, ach je.. Arren hat lange gebraucht ehe er das verstanden hat!
Immer wieder "Nein!" sagen und ihn wegschieben wenn er zu hart gebissen hat, das hilft bei den meisten Hunden. Arren ist halt ein wenig langsam im Denken, der hats erst mit 6 Monaten endgültig kapiert.
Dennoch hab ich wilde Spiele mit ihm gemacht, aber dem Alter angepasst immer nur kurz. Nach 2 Minuten zergeln habe ich ihn langsam wieder runterkommen lassen, wie kleine Kinder überdrehen auch Welpen eben sehr schnell. Da liegt es an uns! Die können das nicht von alleine, mit immer mehr Bewegung puscht man sie nur noch mehr hoch. Wir müssen dafür sorgen das die Kleinen nicht total am Rad drehen, das geht mit viel Streicheln und ruhigem Reden. Sicher strampeln die und haben keinen Bock, welches Kind will schon schlafen oder ruhig liegen? Welpen sind da nicht anders.Arren hatte Küchenhandtücher mit Knoten drin zum Zergeln, Stofftiere zum Zerlegen und Kuscheln und ein Kissen zum, naja, Berammeln halt... Wenn der völlig hohldrehte brauchte er das zum Runterkommen, das ging so bis er... ich glaub 7 Monate war. Danach wars vorbei, hat er seitdem nie wieder gemacht. Mit der Reife im Kopf ändert sich eben vieles.
Ich wünsch dir/euch ganz viel Freude mit dem Kleinen! Die werden schnell groß, in 8 Wochen liest du das hier nochmal und grinst, weils schon lange vorbei ist.
Wenn du unsicher bist, was ganz natürlich ist, such dir eine gute Hundeschule. Das ist nicht einfach, leider!
Wichtig ist: Hunde zwicken, schubsen, mit Schlüsseln bewerfen und sowas ist kein Zeichen einer guten Hundeschule!
Auch Sätze wie "Die Rassen brauchen eine harte Hand!" kannst du getrost vergessen. AmStaffs brauchen ebenso Liebe und Konsequenz wie jede andere Hunderasse auch!
Im Endeffekt ist das auch alles was man braucht: Liebe, Konsequenz und unendlich viel Geduld. Hört mehr auf euren Bauch als auf andere Leute, seht euren Kleinen als das, was er ist. Ein Hundebaby.
Vergesst jegliches Dominanzgerede, das kriegt man mit so Hunden ja alle naselang um die Ohren gehauen. Es stimmt nicht. Hunde planen keinen Weltherrschaft nur weil sie aufs Sofa dürfen oder vor einem durch die Tür gehen. -
Zitat
Was Welpenstunden angeht, bin ich kein großer Fan. Ich finde es wichtiger, dass der Welpe Kontakt zu ein paar ausgewählten, gut sozialisierten, erwachsenen Hunden hat, denn von denen lernt er am besten, wie er sich gegenüber Artgenossen zu benehmen hat. .Das kann ich so nicht stehen lassen. Natürlich ist auch der Kontakt zu erwachsenen Hunden wichtig. Aber das Spiel mit Gleichaltrigen ist dadurch nicht zu ersetzen.
Gerade im Umgang mit Gleichaltrigen kann ein Welpe völlig gefahrlos die sozialen Umgangsformen lernen. Es wird spielerisch der Kampf, der Angriff, das Fixieren, die Unterwerfung geübt. Das ist sehr wichtig für die Sozialisierung.
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Ja, ich weiß, dass die Meinungen da auseinander gehen.

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Eiei, da hab ich mit dem Alter ja guten Mist gebaut
Ich habe einfach 1 Monat = 4 Wochen gerechnet und darauf dann halt noch ne Woche dazuaddiert.. so ganz einfach ist's aber doch nicht.Tatsächlich ist er, wie Themis ja bereits feststellte, etwas über 10 Wochen alt.
ZitatEine Frage hab ich: Wie sieht euer Alltag aus? Hat der Kleine genug Ruhezeiten?
Kurz und knapp:
Aufstehen -> 10 min raus -> Fütterung -> ca 45 min später 5 min raus -> 2 - 3 Stunden schlafen (ich nehme ihn dann mit auf's Bett und lege mich selbst hin, wenn er müde ist schläft er auch relativ schnell ein) -> dann fahren wir für ca 30-45 min auf eine leere Wiese zum Toben und Spielen -> Füttern & Schlafen -> Raus zum Geschäft machen und daraufhin in der Wohnung Herrchens und Frauchens Geduld auf die Probe stellen
-> Schlafen -> Raus und Füttern -> Raus -> gegen 24 Uhr gibt's dann Nachtruhe und er schläft bis ca 8/9 Uhr durch.So kurz und knapp war das dann doch nicht, aber im Grunde kommt er so auf seine 17 - 19 Stunden Schlaf am Tag.
ZitatOchsenziemer gabs dann, die richtig langen Teile.
Die hatten wir ihm auch gekauft, steht er mächtig drauf. Vor kurzem bekam er noch ein Rinderohr mit Fell, bekam allerdings Durchfall davon.. wurde deswegen wieder entsorgt. Lag's vll. am Fell? Die Verkäuferin meinte das sei kein Problem.
ZitatIch wünsch dir/euch ganz viel Freude mit dem Kleinen!
Vielen Dank, den haben wir ganz bestimmt. Ich persönlich bin auch mein Leben lang mit Hunden aufgewachsen, da gibt's einfach nichts besseres

Noch etwas kleines, was nicht direkt etwas mit dem Thema zu tun hat, mich allerdings sehr interessiert, was folgendes Verhalten bedeuten könnte (u.A. weil ich es ultra goldig finde).
Und zwar trainiere ich momentan ein wenig das an der Leine gehen mit ihm. Immer mal so ne Minute, dann lass ich die Leine los und er kann wieder frei laufen. Was er dann macht: Nimmt das Ende die Leine ins Maul und läuft dann damit schwanzwedelnd und poschüttelnd durch die Wohnung, währenddessen brummt er.Ansonsten danke ich jedem, der mir hier geholfen hat. Werde versuchen die Tipps bestmöglich umzusetzen und euch auf dem Laufenden halten.
LG
Sorex
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Zitat
Noch etwas kleines, was nicht direkt etwas mit dem Thema zu tun hat, mich allerdings sehr interessiert, was folgendes Verhalten bedeuten könnte (u.A. weil ich es ultra goldig finde).
Und zwar trainiere ich momentan ein wenig das an der Leine gehen mit ihm. Immer mal so ne Minute, dann lass ich die Leine los und er kann wieder frei laufen. Was er dann macht: Nimmt das Ende die Leine ins Maul und läuft dann damit schwanzwedelnd und poschüttelnd durch die Wohnung, währenddessen brummt er.Klingt nach spielen.
LG Themis
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Ja, das mit der Leine ist spielen. "Guck mal, ich hab Beute!"
Und ja, Ohren mit Fell können nem Zwerg schonmal Durchfall machen, die sind ja Fell am Futter auch noch garnicht gewöhnt.
Arren hat immer versucht die Knorpel dann im Ganzen zu schlucken, darum hat er nur selten Rinderohren zum Fressen bekommen als er klein war. (Gott ist das lange her, mein Blümchen ist schon 2 Jahre alt....)Euer Tagesablauf klingt super! Leider muss man das wirklich immer fragen, es gibt immer mehr Leute die der Meinung sind das Welpen schon von alleine wüßten wann sie Schlaf brauchen und sowas...
Gibts vielleicht ein Foto vom kleinen Stinker?
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