Ab wann mit dem Hund "arbeiten"
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Hallo zusammen, am Donnerstag ist bei uns ein 5 jähriges Beagle Mädchen aus dem Tierschutz eingezogen; Ab wann sollen wir mit ihr "arbeiten" d.h. Rückruf lernen, an der Leine gehen lernen.......
Sie ist ziemlich ängstlich, orientiert sich stark an unserem "super erzogenen Labbi"; Wenn wir alleine sind traut sie sich gar nicht zu mir, zittert am ganzen Körper.... In der Wohnung läuft sie mir auf Schritt und Tritt hinterher, lässt sich aber nicht anfassen. Ich bin im Moment ganz froh, daß sie draussen ziemlich unbeschwert durch die Welt hüpft, will aber auf keinen Fall erst alles durchgehen lassen und dann mit dem Zeigefinger "drohen".
Lieben Dank für die Antworten - Vor einem Moment
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Hi,
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Moin,
ein souveräner Althund ist für einen so ängstlichen Hund eine große Hilfe - das ist schon mal richtig gut.....

Ansonsten, "arbeiten" und "arbeiten" sind ja verschiedene Dinge, im Augenblick muss sie erst einmal ankommen.... das hinterher laufen ist schon Unsicherheit, Du könntest ja verschwinden. In den ersten Tagen und auch Wochen würde ich das übersehen.... und wenn Du beginnst, sie mit Leckerchen zu Dir zu locken oder auch sie freundlich ansprichst - ist das ja für sie schon Arbeit.
Ich erinnere mich an die ersten Tage mit Diego, er war so unsicher, das er sich eng an meinem Althund orientierte, er lief draußen neben ihm, lief ihm beinahe auf Körperkontakt nach - so hat er gar nicht erst an der Leine gezogen. Später aber schon, da half nichts mehr - eine gute Hundeschule, die Gefühl für Hunde aus dem Tierschutz hat und anders arbeitet, als mit Druck und Härte ist immer eine gute Idee.
Ich bin dafür, das man gleich anfängt, mit dem Hund etwas zu tun, sich setzen, wenn man ihn anleint und lauter winzige Kleinigkeiten, die man oft gar nicht als Arbeit empfindet die aber für den Hund bereits welche ist. Beobachte ihn und wenn Du Gefühl für ihn hast, wirst Du merken, was möglich ist und was nicht.
Ableinen würde ich ihn vorerst nicht - da kann so viel schief gehen, ableinen würde ich ihn erst nach einiger Zeit.... wenn er etwa zu Hause kommt, wenn man ihn ruft. Wenn Du weißt, was er mag, worauf er steht. Noch ist jeder Tag für ihn neu und antrengend, bleib geduldig.
Viel Erfolg
Sundri -
Danke Sundri,
seh das nachlaufen auch als totale Unsicherheit; sie kommt aus einer Zuchtanstalt, war jetzt 3 Monate bei einer Pflegefamilie, und jetzt schon wieder ganz was neues..... is klar, daß sie damit total überfordert ist; Hundeschule steht auf dem Programm, aber ich denke da werd ich noch ein Weilchen warten;
Viele Grüße -
Ich würde ihr auch viel Zeit geben und mir Ruhe, Geduld und positver Bestärkung (und nicht dem erhobenem Zeigefinger arbeiten). Dinge die dir wirklich wichtig im Alltag sind, wird sie schnell lernen und sich dabei auch am Labbi orientieren. Freilauf erstmal nur an der Schleppleine. Den Rückruf wird sie sich vermutlich auch abschauen. Erstmal viel Geduld und Alltag kennen lernen lassen und nach ein paar Wochen kannst du dann zu "arbeiten" anfangen. Grundgehorsam lässt sich finde ich super in den Alltag integrieren. Evtl kannst du "freies Formen" nutzen um ihr Grundkommandos beizubringen, das stärkt das Selbstbewusstsein, eure Bindung, sie kann nichts falsch machen dabei und lernt auch noch

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Danke Steffi, werd mich bemühen. Möchte sie nicht noch mehr verängstigen, aber ihr auch keine Sachen durchgehen lassen ( Im Bett schlafen...) die ich später auch nicht möchte, und die mein "großer" auch nicht darf :)
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Oft lässt sich mit Managment auch viel Fehlverhalten verhindern und du musst sie und euer Verhältnis nicht unnötig belasten. Wenn sie z.B. dazu neigt abends ins Bett zu hüpfen, dann bindest du sie kurz an ihrem Platz an, bis sie dort liegen bleibt und machst sie dann wieder los oder so. Einfach kreativ sein.
Und versuche nicht die "aufzudrängen", gibt ihr die Möglichkeit auf dich zu zu kommen. Dann kann sie dich in ihren neugierigen/mutigen Phasen erkunden und nicht, wenn du gerade ein Leckerchen holst, aber sie nicht in der Stimmung oder so ist. -
Grundlegende Sachen (wie Dein Beispiel "im Bett schlafen") würde ich von Anfang an - möglichst freundlich, aber klar - unterbinden, denn es ist für den Hund nicht zu verstehen, warum er etwas erst mal darf, aber später nicht mehr.
Ansonsten würde ich ein bis zwei Sachen wie "sitz" und "komm her" (oder hier) trainieren, damit Du für ein "nein" ein Alternativverhalten anbieten kannst.
Alles Weitere würde ich dann langsam auf euch zukommen lassen -
Ich seh das anders.
Wenn ich den Eindruck hätte, dass der Hund das im Bett schlafen als hilfreich erlebt, würde ich es machen, selbst, wenn ich es nicht als Dauerlösung haben wollen würde.Ich hab die ersten 14 Tage im Wohnzimmer geschlafen, weil Anton unsere offene Treppe nicht läuft (genau wie Bandit ) , Bandits Anwesenheit aber anfangs nicht " ausgereicht " hat, um ihn ruhig schlafen zu lassen.
Es war klar, dass ich nicht auf ewig dort schlafen werde, aber in dieser Zeit war es wichtig. Und es hat sich eben auch wieder verändert.Ich glaube, ein wenig Flexibilität und Empathie sind in solch einem Fall wichtiger als rigide , konsequente Regeln.
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Zitat
Ich seh das anders.
Wenn ich den Eindruck hätte, dass der Hund das im Bett schlafen als hilfreich erlebt, würde ich es machen, selbst, wenn ich es nicht als Dauerlösung haben wollen würde.Ich hab die ersten 14 Tage im Wohnzimmer geschlafen, weil Anton unsere offene Treppe nicht läuft (genau wie Bandit ) , Bandits Anwesenheit aber anfangs nicht " ausgereicht " hat, um ihn ruhig schlafen zu lassen.
Es war klar, dass ich nicht auf ewig dort schlafen werde, aber in dieser Zeit war es wichtig. Und es hat sich eben auch wieder verändert.Ich glaube, ein wenig Flexibilität und Empathie sind in solch einem Fall wichtiger als rigide , konsequente Regeln.
Grundsätzlich gebe ich Dir Recht, besonders Dein letzter Satz ist gut.
Aber ich sehe den Unterschied im Beispiel darin, dass Du im Wohnzimmer geschlafen hast und später wieder nach oben gezogen bist, die Veränderung für den Hund war Deine An- und später Abwesenheit.
Aber ich möchte keinen Hund im Bett - und würde das unter keinen Umständen gestatten;
ich hatte aber kein Problem, als Quattro einzog, die ersten Nächte auch bei ihm im Flur zu schlafen.... -
Ich muss gestehen, dass ich zur zeit auch im wohnzimmer auf der couch schlafe....

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