Welpe darf keinen Kuschelkontakt zu anderen Menschen haben
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Hallo leutz :)
mein Problem ist etwas komplexer dennoch versuche ich mich kurz und einfach zu fassen.
Hab eine Bekannte, die bereits 75 ist und sich jetzt noch einen Welpen (Rassehund, kleinwüchsig, langhaarig) zugelegt hat. es ist ihr 3. Hund , den 2. kannte ich, und m.M. nach hat sie bei ihm vieles falsch gemacht.
Daher stand ich ihrem erneuten Wunsch nach einem Hund, nach dem Tod des 2. mehr als skeptisch gegenüber.
Nun zu meiner konkreten Frage :
vor ca 4 Wochen waren wir gemeinsam spazieren (ich hatte meinen Pflegi mit) , ich nahm ihren Welpen auch auf den Arm, und da die Hundis zu diesem Zeitpunkt bereits ausgiebig gespielt und getobt hatten, war der Kleine müde. er genoss das im Arm gehalten sichtlich und ich hab mit ihm ein wenig gekuschelt.
3 tage später erhielt ich folgenden Anruf :
"ich soll ihr nicht böse sein, aber sie wolle nicht dass im ersten Lebensjahr jemand mit ihrem Hund kuschelt , anders als sie selbst. Sie hätte von einer Bekannten gehört, dass der Hund dann ungehorsam wird. das wäre ihr am darauffolgendem Tag nämlich mit ihrem Welpen passiert. Bis dato kam er sofort wenn sie ihn rief, nun aber verweigere er ihr den Gehorsam. schlimmer noch, er wäre von ihr davon gelaufen.
daher hoffe sie auf mein Verständnis dass ich das kuscheln bitte bleiben lassen sollte.
ich hab versucht ihr vernünftig zu erklären, dass wenn ein hund in eine familie käme ja auch jeder mit ihm kuscheln würde, dennoch suche sich der Hund eine bezugsperson aus. Aber meine Argumente prallten ab.
da ich mit dem heutigen Stand der Hundeerziehung nicht vertraut bin (mein letzter ist 20 jahre her
) frage ich dennoch in die Runde , ob meine Bekannte mit ihrer Ansicht vlt doch recht hat ?lg lea
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Hallo,
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Das hier:
ZitatSie hätte von einer Bekannten gehört, dass der Hund dann ungehorsam wird. das wäre ihr am darauffolgendem Tag nämlich mit ihrem Welpen passiert. Bis dato kam er sofort wenn sie ihn rief, nun aber verweigere er ihr den Gehorsam. schlimmer noch, er wäre von ihr davon gelaufen.
ist im Zusammenhang mit dem Kuscheln natürlich in dem Sinne nicht richtig, als das der Hund davon sicher nicht ungehorsam wird. Gerade bei einem Welpen kann man einen immerwährenden Gehorsam nicht erwarten. Anfangs hören fast alle Welpen sehr gut, bis sie halt anfangen ihre Umwelt richtig zu erkunden. Dann sind sie eben mit anderen Dingen beschäftigt als hören.Aaaaallerding: Ich würde das Kuscheln mit fremden Leuten auch verbieten, wenn ich einen Welpen hätte, denn meine Erfahrungen mit fremdgekuschelten Welpen ist dahin gehend schlecht, das der Hund dann denkt das alle Welt ihn lieb hat und sie zu jedem rennen kann. Das hatte ich mit meiner ersten Hündin so und mit meiner aktuellen auch. Sie haben beide gedacht, das alle Welt glücklich ist sie zu sehen. Und das raus zu bekommen ist unendlich schwer.
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danke für deine ehrliche Antwort, also mit kuscheln meinte ich : ich habe sei einfach im Arm gehalten, gehöre nicht zu den menschen die alles pelzige gleich abknutschen 
wegen der "fremden person" : es ist ausgemacht, dass ich den hund übernehmen sollte, falls mit ihr etwas passieren sollte, daher war es mir wichtig , dass ich den Hund und er mich kennen lernt.
Ihre gesamt Hundeerziehung ist in vielen teilen fragwürdig, daher habe ich eingangs erwähnt dass das Problem komplexer ist. Sie hat den kleinen auch schon mit der Nase voran in sein Pippi getaucht (beim Haufen würde sie es auch tun, wenn sie ihn erwischen würde) und gebeutelt, ebenso gibt es anscheinend jedesmal ein Drama beim Bürsten, (auch da wurde schon gebeutelt).
Es ist eine Gratwanderung, was kann und soll ich ihr sagen ohne dass sie eingeschnappt ist, andererseits frage ich mich ob ich dem Ganzen gewachsen bin (hab eben auch ihren anderen Hund gekannt und ihren Umgang mit ihm).
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Ich denke die Herrschaften leben halt (ihrem Alter entsprechend) noch im letzten Hundeerziehungsjahrhundert und verstehen nicht was sie da eigentlich vor sich haben. Das ist für den Welpen natürlich sehr traurig. Und gerade bei älteren Herrschaften als junger Mensch da irgendwie eine Verhaltensänderung zu erwirken ist natürlich sehr, sehr schwer. Ausser mit vorsichtigen Anklopfen kommt man da kaum vorran, es sei denn man verkauft die Änderungen in der Erziehungsweise ihnen als deren eigene Idee. Aber das dürfte auch sehr schwer sein.
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Fremde Leute, okay. Aber gute (Gassi)Bekannte? Ich meine, dass es da schon Abstufungen gibt.

Alle meine Hunde (ich hatte allerdings nie Welpen) haben Körperkontakt zu anderen Menschen, und vor allem hatten sie, bevor sie zu mir kamen, unheimlich viel Kuschelkontakt zu anderen Menschen außer mir und zu mir gar nicht - weil sie erwachsen zu mir kamen. Dem Gehorsam hat es nicht geschadet, der Bindung auch nicht - im Gegenteil, meine Hunde haben sich sehr schnell eng an mich angeschlossen. Mein erster sogar, als er noch bei seiner alten Familie lebte und ich bloß Gassigängerin war.

Gut, die Frau will es so, da wird dir nicht viel übrig bleiben, als es zu akzeptieren.
Vorausschauend würde ich in dem Alter, hätte ich einen Welpen, aber gerade wollen, dass er sich auch noch an andere (ausgewählte) Menschen bindet. Wie schnell ist ein Mensch mal in der Klinik, in Kur oder Reha, und wenn der Hund dann nur sein Frauchen kennt, wird es für ihn sehr schwierig, ihn in Pflege zu geben, wenn man ihn aus irgendwelchen Gründen mal nicht betreuen kann. So einen Fall hatten wir im Tierheim: Hund als Welpe angeschafft, ausschließlich Kontakt zur eigenen Kernfamilie, kein Gassi, kannte nur den Garten. Mit fünf Jahren war er zu viel, man gab ihn ab, und er konnte überhaupt nicht mit der Situation umgehen: Fremder Ort, fremde Menschen, fremde Hunde. Das arme Kerlchen hätte es sicherlich wesentlich leichter gehabt, wenn man ihm in der Prägephase die Möglichkeit gegeben hätte, auch den Rest der Welt kennen zu lernen. -
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Ich hab ja schon sehr viel Schwachsinn gehört, aber das ist ja schon fast die Krönung.
Natürlich hat es keinen Einfluss auf den Gehorsam, wenn mal eine andere Person mit dem Hund kuschelt. Ganz im Gegenteil! Durch positiven Kontakt zu fremden Menschen lernt der Hund, dass fremde Menschen positiv sind. Sollte man ihm den Kontakt zu anderen Menschen jedoch verwehren oder ihn unbewusst dazu bringen, dass fremde Menschen etwas negatives sind (je nachdem, wie sich der Halter dann verhält) kann dies sogar dazu führen, dass der Hund ANgst vor fremden Menschen entwickelt. Ganz einfach aus dem Grund, dass er es nicht kennen lernen durfte.
Natürlich sucht sich der Hund in der Regel einen Menschen aus, zu dem er eine besondere Beziehung aufbaut. Aber das wird keine Person sein, die hin und wieder mal auf einer Runde mitgeht.Hunde orientieren sich an dem Meschen, der ihnen Sicherheit gibt, sie füttert und mit ihnen eine Gemeinschaft (manche nennen es auch Rudel) bildet.
Vielleicht redest du noch einmal mit dieser DAme und erklärst ohr, dass es für ohren Hund eher schwierig werden könnte, wenn man ihm den Kontakt zu anderen Leuten gänzich verwehrt. Und vielleicht kannst du ihr anbieten, dass du den Hund nicht mehr rumträgst, ihn aber dennoch streicheln darfst.
Und, dass der kleine Hund mal nicht gehört hat, hat nichts damit zu tun, dass DU ihn gekuschelt hast. Und die Tatsache, dass der Welpe vor seiner Besitzerin flüchtet heiß für mich eher, dass da entweder etwas falsch läuft oder aber der Welpe mit ihr spielen wollte. -
danke für eure rege Anteilnahme

ich glaube auch dass der Kleine schon schlechte Erfahrungen mit ihr gemacht hat (Stichwort anschreien und beuteln, sie kann sehr hysterisch werden)
ich werde ihren wunsch respektieren müssen, und den Kleinen halt nur streicheln, aber da ich, wie ich bereist erwähnt habe , mich dazu bereit erklärte ihn zu nehmen , falls notwendig, befürchte ich nun, dass es gut sein kann, dass ich einen sehr schwierigen Hund evlt übernehmen muss,
Abgesehen davon tut mir der Kleine schlicht und ergreifend leid.
edit :
Zitatch denke die Herrschaften leben halt (ihrem Alter entsprechend) noch im letzten Hundeerziehungsjahrhundert und verstehen nicht was sie da eigentlich vor sich haben. Das ist für den Welpen natürlich sehr traurig. Und gerade bei älteren Herrschaften als junger Mensch da irgendwie eine Verhaltensänderung zu erwirken ist natürlich sehr, sehr schwer. Ausser mit vorsichtigen Anklopfen kommt man da kaum vorran, es sei denn man verkauft die Änderungen in der Erziehungsweise ihnen als deren eigene Idee. Aber das dürfte auch sehr schwer sein.
das ist ein guter rat !
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In so einem Fall (nicht unwahrscheinliche Übernahme) würde ich nochmal mit der Besitzerin sprechen - sie kann unmöglich wollen, dass der Kleine es nachher schwer hat. Außerdem finde ich unmöglich, den Hund bei Dir versorgt zu wissen, aber den Hund jetzt zu "teilen" ist nicht drin . . .
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das hat mir schon geholfen, sie wird sich dem Argument nicht verschließen können, dass es wichtig ist dass auch ich mit dem Hund eine Vertrauensbasis haben. Da wir uns nur alle 2 , oft auch nur alle 3 Wochen sehen, ist die Gefahr dass ich ihr den Hund "abspenstig machen könnte" , nicht gegeben. -
So kleine Hundis können einem schon leid tun. Hoffentlich bemerkt sie bald selbst, dass da etwas gewaltig falsch läuft. Mit Druck und Gewalt gegen den Hund wird sie NIE das Vertrauen ihres Hundes gewinnen können. Vielleicht sollte man ihr mal ein gutes Buch empfehlen.
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