"Das hat er grade NICHT wirklich gemacht!"
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Ein großartiger Thread. Ich habe noch lange nicht alles gelesen, bin aber jetzt schon froh, dass ich doch nicht der Einzige bin, der seine(n) Hund(e) manchmal an die Wand klatschen möchte, um sie/ihn dann abzukratzen und noch einmal ...
Wie gut kenne ich es doch, dass man nach dem Einkaufen gleich noch mal los darf, weil Hund in der Zwischenzeit Brot, Butter, Margarine, Müsli, Käse ... gefressen hat. Oder dass der Hund den gelben Sack in der ganzen Wohnung verstreut, im Biomüll nach Fressbarem gesucht hat, zum Himmel stinkend strahlend angerannt kommt, wenn man ihn ruft oder einen unpassenden Platz für sein Geschäft aussucht.
Dank meinem Sternenhund Aiko durfte ich gleich zweimal erleben wie es ist, wenn man im Auto trotz allseits voll geöffneter Fenster und offenem Faltdach bei jedem Atemzug nur sehr knapp dem Kotzen entkommt, weil der Hund mit Verwesungsflüssigkeit und "Leichenschleim" getränkt ist. Beim ersten Mal landete dann auch noch ungefähr 1 Pfund fast flüssig gegammelten, madenwimmelnden Huhns als Kotzbrocken auf dem Wohnzimmerteppich. Mein Mageninhalt landete im gleichen Eimer wie der Breihaufen und ich muss heute noch würgen, wenn ich daran denke. Das zweite war ein großer Fisch vom Angelteich neben dem Baggersee. Der landete zum Glück "nur" als Flüssigkeit und Schleim im Fell des Hundes (und auf der Hundedecke im Auto).
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Auch höchst peinliches erlebte ich mit Aiko. Für's Große ging er IMMER ganz an den Rand oder unter einen Busch. Und wenn er morgens seine Wurst gelegt hatte, kam erst abends die zweite. Als ich zum Shoppen in die Stadt fuhr, war ich deshalb froh, dass ich den Hundebeutel zu Hause lassen konnte, da er während der Morgenrunde brav alles erledigt hatte.
Nun stellt euch die belebte Haupteinkaufsstraße einer Kleinstadt vor, Ihr bummelt frohen Mutes auf das kleine Kaufhaus zu, um Klamotten zu kaufen. Erst als es an der Leine ruckt merkt ihr, dass der Hund stehen geblieben ist. Ihr dreht euch gerade noch rechtzeitig um, um zu sehen wie euer Hund MITTEN auf den Gehweg kackt. Ihr seht euch verzweifelt um, entdeckt ca. 50 m entfernt einen Plastikbecher auf dem Gehweg ... Bis ihr wieder beim weichen Haufen seid, um den wenigstens in den Rinnstein zu schieben, ist der Erste schon mitten reingetreten ... Erde tue dich auf!
An einem anderen Tag in einer anderen Stadt: Ein mehrstöckiges Möbelkaufhaus (ihr ahnt schon Böses?) lockte zu einem ausgiebigen Bummel. Herr Hund immer brav an der lockeren Leine. Vor dem Eingang hatte er noch einen Poller gegossen, Groß macht er nur draußen und lange anhalten können Hunde sowieso. Als wir nach drei abgearbeiteten Stockwerken wieder im EG waren und ich der Kellertreppe zustrebte, fing Herr Hund an zu bocken. "Na komm! Nur noch die Fundgrube ..." Widerstrebend folgte mir der Hund nach unten. Kaum waren wir von der Treppe, strebte er das erste Ausstellungsstück an ... "ER WIRD DOCH NICHT ...??? Doch, er wollte und tat. Es war höchstens ein halbes Wasserglas voll, aber unübersehbar eine gelbe Pfütze, die sich am Rand des Möbelstücks bildete. Sein trotziger Blick sagte mir das Gleiche wie die Menge: Er war genervt vom Möbelgucken und wollte raus. Aus erzieherischen Gründen mussten wir noch ein bisschen bleiben. Mann hatte aber kein Taschentuch dabei und schämte sich viel zu sehr, um oben an der Info um etwas zum Aufwischen zu bitten. So bummelte er mit SEHR schlechtem Gewissen und hochrotem Gesicht also weiter durch die menschenleere Fundgrube, guckte scheinbar interessiert nach den Möbeln und bereitete sich innerlich darauf vor, von einem Angestellten angesprochen zu werden, ehe er unerkannt das Weite suchte. Ja, war feige und nicht die feine englische Art. Es tut mir heute noch Leid, dass ich nicht zur Tat meines Hundes stehen konnte.
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Vor 2 Monaten kam mein Zweithund zu mir (knapp 6kg und jetzt gut 12,5 Monate). Ungefähr eine Woche später fuhr ich mit beiden zum Waldspielplatz, auf dem Hunde mit Leine erlaubt sind, um den Kleinen auszutesten. Zuerst ging es zu der ca. 1,5m hohen Rutsche, die über eine laaange Rampe zu erreichen ist. Ich rutschte mit dem Ersthund (knapp 10kg und 10 J.) auf dem Schoß hinunter (der Große kannte Rutschen auch nicht und fands unheimlich) und der Kleine folgte so schnell, dass wir quasi gleichzeitig ankamen. Ungefähr 1/2 Std. später waren wir wieder bei der Rutsche. Diesmal zögerte der Kleine und schien unsicher, ob er da wirklich runter soll, knickte dann aber doch die Hinterbeine an und kam angerutscht.
Rund 8 Wochen später waren wir das nächste Mal auf dem Spielplatz. Ich rechnete damit, dass der Kleine die Rutsche verweigern würde. Aber noch bevor ich mich setzen konnte, stand der Kleine am Rutschenrand, knickte die Hinterbeine ein, bis sein Po fast die Rutsche berührte, rutschte runter und schnellte am Ende wie ein Skispringer mit einem Satz runter, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Ich war total baff und stolz auf den Kleinen.
Aus den Augenwinkeln hatte ich gesehen, dass der Große den Kleinen interessiert beobachtet hatte. Dennoch kriegte ich den Mund nicht zu, als der Große flink an den Rutschenrand trat, die Hinterbeine einknickte, wie er es beim Kleinen gesehen hatte, und ihm wie selbstverständlich hinterherrutschte. 


Die beiden sind SOOO toll!! (Wenn ich sie nicht gerade an die Wand klatschen könnte)
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Miks Hunde haben auf Rutschen wirklich gar nichts zu suchen. Die Verletzungsgefahr ist groß, wäre auch nicht der erste Hund, der zwischendrin über den Rand der Rutsche springt. Gut, dass Dir bzw. Deinen Hunden bisher nix passiert ist, Glück gehabt.
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Außerdem ist das vermutlich ein KINDER- und kein HUNDE-Spielplatz...
Find ich ja unmöglich, sowas. Dass die Hunde dort erlaubt sind, bezieht sich ja vermutlich auf das Gelände an sich und nicht auf die Geräte...Von der Verletzungsgefahr für die Hunde mal ganz abgesehen.
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war ich deshalb froh, dass ich den Hundebeutel zu Hause lassen konnte,
Wie groß und schwer sind denn deine Hundekotbeutel, dass es eine Last ist, diese mitzunehmen? Nein. Hab ich kein Verständnis für. Klar, jeder kann mal den Beutel vergessen. Aber absichtlich keinen mitnehmen kann ich nicht nachvollziehen.
Genausowenig, wie man nicht mitbekommen kann, dass man seinen Hund damit stresst, ihn ewig durch ein Kaufhaus zu zerren und sich dann zu wundern, dass Stress auf die Blase schlägt und er pinkeln muss. Und dann beseitigst du noch nichtmal das Malheur und zahlst auch keinen Schadensersatz für das Möbelstück

Hundehalter wie du sind der Grund dafür, wenn Hunde in öffentlichen Räumen, Geschäften etc. verboten werden!
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Außerdem ist das vermutlich ein KINDER- und kein HUNDE-Spielplatz...
Find ich ja unmöglich, sowas. Dass die Hunde dort erlaubt sind, bezieht sich ja vermutlich auf das Gelände an sich und nicht auf die Geräte...
Naja, es gibt auch ziemlich verwaiste Spielplätze, wo vielleicht 1* die Woche für 1/2h Kinder sind, wenn überhaupt. Da finde ich persönlich es nicht so wild, wenn grad keine Kinder spielen, den Hund mal auf nem Gerät zu stellen, sofern! er nichts dreckiger macht und sich nicht verletzen kann.
Zu den anderen Sachen sag Ich mal nix, Miks hat ja ihre Peinlichkeitsgefühle und Reue beschrieben und ich hoffe, das war ein Anlass, draus zu lernen und ab jetzt Beutel und Anstand (Wiedergutmachung des Schadens) immer dabei zu haben.
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Außerdem ist das vermutlich ein KINDER- und kein HUNDE-Spielplatz...
Find ich ja unmöglich, sowas. Dass die Hunde dort erlaubt sind, bezieht sich ja vermutlich auf das Gelände an sich und nicht auf die Geräte...Von der Verletzungsgefahr für die Hunde mal ganz abgesehen.
Ich war beide Male zu einer Zeit da, in der Kinder normalerweise in der Schule oder im Kindergarten sind. Normalerweise benutze ich keine Kinderspielgeräte, weder mit noch ohne Hund. Aber ich habe Interesse daran, mit meinem Neuen in eine Rettungshundestaffel einzutreten (am liebsten als Trümmersuchhund) und wollte deshalb insbesondere austesten, wie er auf ungewöhnliche Herausforderungen und Untergründe reagiert und wie bereitwillig er mir durch schwieriges Gelände folgt. Die Geräte auf dem nächstgelegenen Hundetrainingsplatz haben den Nachteil, dass sie nicht stabil und/oder groß genug sind, dass ein 110kg-Mensch vorweggehen könnte. Es war mir aber SEHR wichtig, dass der Hund von mir abgucken kann. Es war nie beabsichtig, dass auch der "Große" (knapp 10kg) alleine und ungesichert rutscht. Der Kleine springt locker von der 95cm hohen Fensterbank (auf die er natürlich nicht darf) auf glatten Laminatboden. Selbst bei einem Sprung ganz oben von der Rutsche auf weichen, dick mit Laub bedeckten Waldboden wäre das Verletzungsrisiko sehr gering gewesen. Ich hatte mich beim 2. Mal so hingestellt, dass der kürzeste Weg zu mir über die Rutsche führte, um das Risiko, dass er von oben runterspringt, um schnellstmöglich bei mir zu sein, so gering wie möglich zu halten. Ich schätzte ihn so ein, dass er eher die Rampe benutz als zu springen, wenn er sich nicht über die Rutsche traut, sich am ehesten aber hinlegt und darauf wartet, dass ich ihn aus der Situation befreie. Ich habe auf den Kleinen weder Zwang ausgeübt noch ihn mit Leckerlies gelockt und ihn erst recht nicht an der Schleppleine zu mir gezogen. Eine andere Möglichkeit, den Hund derart auf die Probe zu stellen, war mir nicht eingefallen. Kinderschuhe sind auch nicht sauberer als Hundepfoten. Zusammengefasst verstehe ich Deine Aufregung nicht.
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Zusammengefasst verstehe ich Deine Aufregung nicht.
Das Problem (abgesehen vom hygienischen Aspekt insb. wie irgendwas anpinkeln) an der Sache ist: Jemand sieht Dich dabei und macht es nach, und dann sieht jemand den dabei und macht es nach usw. Und schon haben wir wieder mal eine Anti-Hundehalter-Welle. Mein allererster Hund schon hat ab Welpenalter an gelernt, dass Spielplätze verbotene Zonen sind. Meine Hunde jetzt dürfen auch nicht auf den hier vorhandenen Bolzplatz außer, wenn wir den überqueren, um in das anliegende Wäldchen zu kommen (und dann bei Fuß und/oder an der Leine). Die sollen auch garnicht erst lernen, dass man da pinkeln und koten könnte.
Ja, ich verstehe Deine Intention und verstehe auch deinen Zwiespalt, aber ein Kinderspielplatz ist kein Ort für Hunde, sorry. Dann muss es eben bei dieser einen Gelegenheit ohne Dein Vorweggehen gehen - muss der Hund im realen Einsatz später ja auch mal.
Und einen Test, ob Dein Junghund sich überhaupt für die Staffel eignet, werden die Rettungshundler sicherlich auch durchführen können.
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In diesem Fall führt der Rundweg, den sehr viele Hundehalter nutzen (manche kommen extra aus Hamburg oder Lübeck), mitten durch den Spielplatz, der im halben Wald verteilt ist. Weil Wildtiere naturgemäß keine Kotbeutel mitschleppen, gibt es dort weder Spielsand noch sonstige Flecken, die zum auf den Boden setzen verführen könnten. Dafür Tische und Bänke.
Einen Dorf-/Siedlungsspielplatz würde ich nie mit Hund betreten. Ich finde es schon schlimm genug, wenn Katzen die Sandkiste als Klo benutzen (einer der Gründe, warum ich gegen Freigängerkatzen bin). Ich würde mit Hund auch nicht mitten über einen Bolzplatz latschen, sondern am Rand lang.
Die nächstgelegene Rettungshundestaffel habe ich mittlerweile 2x angeschrieben, aber keine Antwort erhalten. Bevor ich in Hamburg anfrage, wollte ich sehen, ob die Fahrt sich lohnen könnte oder ich mich dort nur zum Affen machen würde.
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