7 Jährigen Rüden vorsorglich durchchecken?

  • Tumore können innerhalb von Tagen entstehen, laut Aussage einer Tierklinik.

    Zitat

    mal angenommen, es würde sich nichts finden lassen - für wie lange "hält" denn dann das gute Gefühl?

    Wer jeden Monat eine Ultraschalluntersuchung braucht, um ein gutes Gefühl zu haben, der sollte sich einen Psychiater suchen. ;)

    Ich hatte schon mal eine Hündin mit mehreren Tumoren und Metastasen.
    Selbst ein paar Tage vor ihrem Tod wurde mit Ultraschall und Röntgenbild nichts gefunden.
    Erst, als sie in Narkose lag und der Bauch eröffnet wurde, konnte man die Tumore sehen.

    Etliche andere Pflegehunde von mir hatten laut Röntgenbild oder Ultraschall Tumore, die dann bei späteren Untersuchungen nie mehr gefunden wurden.

    Die bildgebenden Verfahren sind nur immer ein kleines Steinchen im Mosaik.
    Ich verlasse mich nicht 100 % auf die Ergebnisse.

  • Natürlich kann man es übertreiben, aber einen geriatrischen Bluttest mache ich immer einmal im Jahr bei meinen Hunden so ab 8 ungefähr.
    Prostata beim nicht kastrierten Rüden könnte man auch abchecken lassen.

    Ansonsten wird man alle Veränderungen sicher frühzeitig wahr nehmen, wenn man seinen Hund kennt, aber einmal im Jahr zum TA schadet sicher nicht.

  • Ich bin mit unserer Methode, 2 x jährlich ein geriatrisches Blutbild (da sind diverse Organwerte drin enthalten, beim Senior interessieren mich vor allem Niere, Leber und das rote Blutbild) und einmal jährlich ein Abdomen-Sono ganz zufrieden.

    Man muss sich im Klaren darüber sein, dass man so nicht immer alles "erwischen" wird - aber man kann mit beiden nicht allzu invasiven Untersuchungsformen schon ein recht breites Spektrum abdecken. Mir genügt das so und ich empfinde das auch nicht als übertrieben.

    Völlige Fehldiagnosen habe ich noch nicht erlebt - wenn Befunde beim Sono nicht ganz klar waren, ist das auch immer genau so gesagt worden und nach einiger Zeit eine Kontrolluntersuchung gemacht worden.

    Was hier auf der Liste steht bereits, an Dingen, die man ohne diese Vorsorgeuntersuchung nicht so rasch entdeckt hätte, weil noch symptomfrei, sind ein Milztumor (noch klein) und eine schwere Grunderkrankung (Hyperparathyreodismus), die wir nicht heilen können, deren Verlauf wir aber durch diverse Maßnahmen im Sinne des Hundes bisher ausbremsen konnten. Bei meiner Jenni-Omi damals haben wir eine beginnende Niereninsuffizienz sehr frühzeitig erkannt, so dass wir auch da den Verlauf durch Umstieg auf Nieren-Diät und andere Maßnahmen sicherlich beeinflusst haben.

    Vorsorglich ohne Beschwerden Knochen röntgen machen wir hier aber nicht. Das gibt es erst bei auftretenden Beschwerden.

    Edit - beinah vergessen: Bei den ganz Großen würde ich 7 Jahre sicher schon als Oldie einstufen, aber bei den mittelgroßen müßte sich der Senioren-Status mit 7 hier bei uns erst noch erarbeitet werden. ;)

    LG, Chris

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