Hundeschule? Was heißt für euch "Gute Hundeschule"?

  • Hallo zusammen,

    sorry falls es diese Fragen schon x-Mal gibt aber ich bin mir einfach nicht sicher, was ich machen soll.
    Wir haben Madame seit Ende Dezember bei uns, seit ca. 6 Wochen sind wir einmal die Woche in der Hundeschule beim Grundkurs. Nun weiß ich nicht, ob wir den Aufbaukurs bei dieser Schule weiter machen sollen, weil ich die Trainerin zwar grundsätzlich sehr nett finde, sie sind einfühlsam, arbeiten viel über positive Bestärkung und Körpersprache, aber die 60 Min sind doch auch recht langweilig. Ein paar gute Tips haben wir bekommen (Kommando auflösen, Konditionierung der Hundepfeife) aber vieles (sitz, platz, bleib, laufen an der lockeren Leine) konnte meine Madame schon. weil ich mit ihr zu Hause geübt habe.

    Wir müssen noch einiges üben, wie den Rückruf, der klappt halt nicht immer zu 100%. Ich glaube, Obedience wäre auch was für Madame. Wenn sie nicht gerade ihren Tunnelblick hat und ihre Ohren auf Durchzug schaltet wegen der Mäuse... Aber das könnte ich mir gut vorstellen oder Fährtensuche oder Dummytraining.

    Clickern mag ich irgendwie nicht, shapen mag sie so gar nicht. Sie legt sich dann einfach hin und guckt mich an und wartet, das was passiert.

    Tja, das wäre jetzt mal die "Vorgeschichte".

    Gehe ich nun weiter in die Hundeschule, die wir bislang besucht haben und hoffe auf spannendere Stunden oder versuche ich eine andere? Grundsätzlich macht ihr die Hundeschule schon spaß, glaube ich. Sie ist immer super bei der Sache, wenn Übungen ausgeführt werden sollen und ist sehr aufmerksam und achtet auch gut auf mich.

    Haltet ihr Hundeschulen und insbesondere Gruppenkurse grundsätzlich für sinnvoll oder wären Einzelstunden sinnvoller?

    Welche Möglichkeiten gibt es noch, mit seinem Hund zu trainieren? Ich finds immer gut, wenn ich etwas vorgemacht bekomme, also ist vielleicht eine Übungs-DVD gar nicht schlecht? Habt ihr Tips? Da hat man natürlich das Feedback der Trainer nicht. Die DVD "Dummytraining" habe ich, allerdings wird mir da wieder zu viel Wert auf den Clicker gelegt. Das ist echt schade.

    In der Hundeschule nervt's mich halt, dass der Großteil der 60 Minuten Hundeschule "neues Kommando vormachen, ein paar mal üben und dann Wiederholungen der letzten Kommandos aus den letzten Stunden" sind. Find ich langweilig. Das kann ich ja auch zu Hause mit ihr üben und bräuchte letztendlich nur die 10 Minuten des neuen Kommandos.

    Findet ihr Hundeschulen denn generell sinnvoll?
    Was macht für euch eine gute Hundeschule aus?
    Worauf achtet ihr, wenn ihr dort seid?

    Danke für eure Meinungen!

  • Nunja, wenn ihr ansich nicht wirklich Tipps für den Alltag (Leinenführigkeit und co) braucht, sondern eher Spaß und Action wollt, seid ihr mit so einem Aufbaukurs vermutlich falsch. Viele Hundeschule bieten Beschäftigungskurse an oder wenn ihr in Richtung Obedience und Hundesport gehen wollt, wäre wohl ein Hundeverein eher das Mittel der Wahl.

  • Zitat

    Nunja, wenn ihr ansich nicht wirklich Tipps für den Alltag (Leinenführigkeit und co) braucht, sondern eher Spaß und Action wollt, seid ihr mit so einem Aufbaukurs vermutlich falsch. Viele Hundeschule bieten Beschäftigungskurse an oder wenn ihr in Richtung Obedience und Hundesport gehen wollt, wäre wohl ein Hundeverein eher das Mittel der Wahl.

    Zum Thema Leinenführigkeit hatten wir schon Einzelstunden :headbash:
    Hundeverein habe ich mir auch schon überlegt, aber gegen die Vereinsmeiere sperre ich mich noch etwas. Ich weiß schon, ich mach's vermutlich wieder komplizierter.

    Mir geht's auch um Kommandos, die auf Entfernung funktionieren, also Hund in Entfernung absitzen/-legen oder allgemein Dummytraining/Fährtenarbeit etc. Macht es Sinn, das in einer Hundeschule oder im Verein zu trainieren oder reicht beispielsweise eine Einzelstunde zum Thema um dann selber weiter zu machen?

    Ansonsten bezüglich der Alltagstauglichkeit nehme ich sie immer wieder mit zum Flughafen, in den Zoo, in die Stadt, etc. damit sie sich an etwas Trubel gewöhnt. Macht sie auch super. Aber dazu brauche ich ja keine Hundeschule denke ich? Ihr seht, ich bin einfach echt ratlos.

  • Warum länger in der Hundeschule bleiben, wenn ihr das eh schon alles könnt? Kostet alles auch Geld und Zeit und für Langeweile wär mir dieses zu schade.
    Hundeschulen/Trainer halte ich NUR dahingehend für sinnvoll, wenn ich einen verhaltensauffälligen Hund habe, dessen Verhalten es zu korrigieren gilt. Alles andere finde ich überflüssig, da man diese Dinge die man dort lernt genauso gut auch daheim lernen kann.

    Um Kommandos auf Entfernung zu lernen braucht man ebenfalls keine Hundeschule. Weder Einzelstunden noch Gruppenstunden.
    Überleg es dir einfach nochmal, ob du nicht in einem Hundesportverein besser aufgehoben wärst.

  • Nun ja, ich habe 4 Jahre langs selbst Kurse gegeben. Als Trainer ist das nicht so einfach allen Teams gerecht zu werden. Du bist jemand, der zuhause sehr viel mit dem Hund macht. Es gibt aber auch genug Leute, die der Meinung sind, dass die Erziehung alleine auf dem Platz stattfindet. Da bekommt man die "Streber" dann nicht so gut ausgelastet.
    Ich selbst finde es nicht falsch sich gewisse Dinge durch Videos anzueignen. Dabei kommt es jedoch immer darauf an wie ergeizig man ist. Macht man es nur zur Bespaßung und hat keine Turnierambitionen, dann kann man das sehr gut machen. Dann ist das nicht so wichtig, dass man bestimmte Kommandos benutzt oder aber der Hund nicht ganz korrekt sitzt oder oder oder. Ist man auf Perfektion aus, sollte man schon mit Trainer üben.
    Wenn du dich für Beschäftigungen interessierst, dann schau doch mal, ob in deiner Nähe vielleicht Workshops oder Seminare angeboten werden. Oder schau halt, ob es Vereine gibt, die verschiedene Sachen anbieten.
    Achte nur bitte drauf, dass die Gruppen immer recht klein gehalten werden. Die Trainer sollten das Verhältnis von Theorie und Praxis nach den Teilnehmern richten. Wartezeiten sollten auf keinen Fall zu lang sein. Und das Training immer nach Leistungsstand. Spaß muss immer an erster Stelle stehen!!!

  • Naja, du musst ja selber wissen ob du mit deinem Hund in eurem Alltag gut zurechtkommst, ob du es selber schaffst neue Kommandos einzuüben (und das scheint ja zu klappen). Wenn es Probleme gibt und du das Gefühl hast, nicht zurechtzukommen und einen Ansprechpartner brauchst, ist eine Hundeschule oder ein Trainer sicher gut.

    Sitz auf Entfernung ist ja immer noch Sitz, da muss man das Kommando erstmal festigen und dann nach und nach die Entfernung erhöhen.
    Mit Dummytraining kenne ich mich nicht aus, ich werfe und verstecke immer nur mal einen Futterdummy, hab da aber keine weiteren, größeren Ambitionen.
    Wenn man etwas professioneller und wirklich richtig machen möchte, ist es schon sinnvoll sich da entsprechende Profis zur Hilfe zu nehmen, die auch regelmäßig die Fortschritte ansehen und Tipps für das weitere Arbeiten geben können. Man sieht sich ja selber immer nicht.
    Du könntest ja mal schauen, ob es in deiner Umgebung demnächst mal ein Einführungsseminar in die Dummysuche oder Fährtenarbeit gibt.

    Ob man sich in einem verein wohlfühlt oder nicht, das kann man ja ausprobieren, da gibt es auch meist Probestunden, die man nehmen kann. Wie viel Zeit man letztenendes dort dann neben seinen Trainingsstunden verbringt, kann man ja selbst entscheiden. bei "uns" muss man noch eine gewisse Anzahl Arbeitsstunden im Jahr ableisten (bei Turnieren in der Küche helfen, Rasen mähen usw) aber wenn man da keine Lust oder Zeit zu hat, kann man die nicht geleisteten Stunden auch einfach bezahlen. ( man kommt damit immer noch viiiel günstiger dabei weg als in einer Huschu, einfach weil die Trainer ehrenamtlich arbeiten)
    Aber natürlich kann so ein Verein nur existieren, wenn dort Menschen freiwillig ihre Zeit opfern, klar.

  • Zitat

    Macht man es nur zur Bespaßung und hat keine Turnierambitionen, dann kann man das sehr gut machen. Dann ist das nicht so wichtig, dass man bestimmte Kommandos benutzt oder aber der Hund nicht ganz korrekt sitzt oder oder oder. Ist man auf Perfektion aus, sollte man schon mit Trainer üben.
    Wenn du dich für Beschäftigungen interessierst, dann schau doch mal, ob in deiner Nähe vielleicht Workshops oder Seminare angeboten werden. Oder schau halt, ob es Vereine gibt, die verschiedene Sachen anbieten.
    Achte nur bitte drauf, dass die Gruppen immer recht klein gehalten werden. Die Trainer sollten das Verhältnis von Theorie und Praxis nach den Teilnehmern richten. Wartezeiten sollten auf keinen Fall zu lang sein. Und das Training immer nach Leistungsstand. Spaß muss immer an erster Stelle stehen!!!

    Ja also Turnierambitionen habe ich definitiv keine. Ich möchte meinem Hund Auslastung bieten, die er bzw. sie aktuell in körperlicher Form durch das Spiel mit anderen Hunden hat, wenn wir draußen unterwegs sind. Das gefällt ihr, da steht sie auch nicht unter Stress. Was aber eben auch nicht zu kurz kommen darf ist die Kopfauslastung und klar haben wir Themen wie Antijagdtraining (anhand des Buches von P. Groening will ich mir einen Trainingsplan zurecht legen, da gehts in erster Linie um Impulskontrolle), ihre Reaktionen auf Ballgeräusche und die Zuverlässigkeit des Rückrufkommandos. Da will ich dran arbeiten aber eben auch Dinge bieten, die ihr und mir Spaß machen sollen. Ich brauche nicht unbedingt einen Hund, der Tricks macht o.ä.
    Von daher sind vielleicht Workshops und so kurze Einheiten gar nicht mal schlecht. Es gibt bei uns in der Nähe auch einen Verein, vielleicht schaue ich mir den auch mal an :)

  • Hallo,

    Ich gehe nur kurz auf zwei Punkte ein: Ich denke Einzelstunden sind bei speziellen Problemen, wie Leinenaggression oder Unsicherheit/Angstverhalten besser und für die "übliche" Erziehung, wie Sitz, Platz usw. könnte ich mir eine Gruppenstunde vorstellen.
    Wir nehmen Einzelstunden und zwar wegen Unsicherheit und Ängstlichkeit und kommen durch die Tipps der Trainerin gut weiter, weil sie auch mir Sicherheit usw. gibt. Für normale Erziehung wir Rückruf oder Sitz und Platz oder Leinenführigkeit, brauchen wir keine Hundeschule, weil das Internet und Bücher viel Wissen und Tipps dazu geben und ich so gut weiterkomme.

  • Anfänglich waren wir auch in einer normalen Hundeschule mit unserem Welpen - fanden es nicht schlecht für seine Sozialisierung, wurde uns aber mit der Zeit zu "spiellastig" - die normalen Grundkommandos waren schnell gelernt, und so wurde es uns und dem Hund nach etwa 20 Einheiten langweilig und nur damit die Hunde vor und nach den Soft-Trainingseinheiten miteinander toben konnten, mussten wir keine 12 Euronen pro Besuch investieren, dass können wir umsonst haben, treffen wir doch täglich die unterschiedlichsten Hunde im Freilauf ... ;-) gleiches galt für die angebotenen Beschäftigungskurse, Fun-Agility usw. - braucht kein Mensch. Im Junghundekurs fanden wir die Anleitungen bzw. Übungseinheiten zu lasch, zu viele Hunde anwesend, nur eine Trainerin ... oft standen wir 1,5 Stunden bei Eiseskälte fast nur rum und warteten ... gähn.

    Haben uns dann die Trainingsstunden in einem Hundeverein angeschaut - das sagte uns zu. Dort wird schon in den Welpenkursen auf eine richtige spätere Ausbildung hingearbeitet - also Unterordnung, Begleithund, Schutzhund, Fährte, Turniersport usw. Ist preislich gesehen auch wesentlich günstiger - einmal 50 Euro und gut ist - danach nochmal 30 Euro, wenn man sich für eine spezielle Richtung entscheidet und die entsprechenden Kurse besucht.

    Trainer sind alle ehrenamtlich und in der Regel sind mindestens zwei, manchmal sogar bis vier anwesend. Für alle Probleme gibts ein offenes Ohr - Einzelübungen kein Problem - mit fachlicher Kritik an Fehlern der Hundehalter wird nicht auch nicht gespart - hier gehts nicht um den monetären Gewinn, sondern um den Hund, seinen Menschen und konkrete Ausbildungsziele - die mit sanften und hundegerechten Methoden angestrebt werden. Das gefällt uns und wir sind sehr zufrieden. Für Ches haben wir die Begleithunde-Prüfung im Hinterkopf - schauen wir mal. Wir nehmens nicht ganz so ernst wie manche Mitglieder unserer Gruppe, die allerdings zu 90% auch richtige Hundekaliber an ihrer Seite haben, die sorgfältig und konsequent geführt und erzogen werden müssen, damit sie keine Gefahr für ihre Umwelt werden ...

  • Zitat


    Hundeverein habe ich mir auch schon überlegt, aber gegen die Vereinsmeiere sperre ich mich noch etwas. Ich weiß schon, ich mach's vermutlich wieder komplizierter.


    Naja...soviel "Vereinsmeierei" gibt es da gar nicht. Klingt alles viel schlimmer als es ist.
    Du hast halt im Laufe des Jahres Deine Arbeitsstunden abzuleisten, aber ansonsten keine wirklichen "Pflichttermine".
    An Jahreshauptversammlungen kann man teilnehmen, muss man aber nicht. (Hab's bisher noch in keinem Verein erlebt, dass alle Mitglieder teilgenommen haben)
    Natürlich wird es gerne gesehen, wenn man sich in den Verein einbringt. Davon lebt ein Verein schließlich auch. Aber es kann Dich im Endeffekt keiner zwingen.

    Und es ist halt auch auf Dauer um einiges günstiger, als ein privater Hundetrainer bzw eine private Hundeschule.

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