Hund bellt bei Nachbarsklingel

  • Hallo,

    hier die Fakten:

    3 Jähriger Schäferhund Rüde
    Kann durchaus über längere Zeit alleine sein
    Bellt nicht wenn ich zu Hause bin

    Bellt jedoch wenn ich nicht da bin und er jemanden im Treppenhaus hört oder es beim Nachbarn klingelt. Bei meiner eigenen Klingel bellt er jedoch auch, wenn ich zu Hause bin. In der Regel hört er nach kurzer Zeit auch wieder auf, aber ich würde es gerne komplett abstellen, nicht das Bellen wenn ich anwesend bin und es klingelt, sondern wenn es beim Nachbarn klingelt, nur leider bin ich dann nicht zu Hause und wüsste nicht wie ich darauf reagieren soll, denn wenn ich dabei bin macht er es nicht.

    Jemand eine gute Idee ?

    Gruß,
    Alex

  • Du hast ja Vorstellungen! Dein Hund darf bellen, wenn du da bist aber nicht bellen, wenn du nicht da bist.
    Ganz ehrlich, mach dir Gedanken, was du möchtest. Entweder darf dein Hund IMMER bellen, wenn es klingelt oder er darf NICHT bellen, wenn es klinkelt.

    Ich bin da für KLARE REGELN!

    Entweder erlaubst du es, oder aber es wird komplett unterbunden. Dazwischen gibt es für micht gar nichts und ist dem Hund sonst auch nicht klar.

  • Hast du eigentlich Recht mit und das war mir bisher gar nicht so bewusst. Ich dachte immer, dass er es ruhig anzeigen darf, ich die Situation dann aber regel ... denke dann muss ich daran arbeiten, dass er gar nicht mehr bellt wenn es klingelt.

  • Das wirst du deinem Hund dann bei Abwesenheit aber nicht klar machen können. Da ist dann keiner da, der es regelt. Heißt also, dass er sich da im Zweifelsfall reinsteigert und nicht so schnell aufhört. Und das ist ja eher das, was du nicht möchtest, oder?
    Ich würde eine Alternativverhalten aufbauen, was dein Hund anstelle des Bellens machen soll. Sowas wie auf einen Platz legen.
    Emma (im Training sehr schnell aufgeregt und bellt dann) habe ich beigebracht auf das "Kommando" - NICHT BELLEN ihre Klappe zu halten. Ich bin dabei sehr Konsequent und breche das, was wir gerade machen konsequent ab, wenn sie trotzdem bellt. Ähnlich würde ich das bei deinem Hund auch machen. Wenn es klingelt den Hund auf seinen Platz schicken und mit einem Verbalen "Verbot" das Bellen verbieten. Ist er dann ruhig auf seinen Platz, wird gelobt.

  • Das kommt drauf an wie hartnäckig der Hund ist!

    Ich würde zunächst einmal versuchen den Hund verbal ruhig zu bekommen.

    Klappt das gar nicht, zeige ich körperliche Präsenz. Heißt, dass ich bewusst auf den Hund zugehe und ihn so "bedränge". Das mache ich so lange, bis der Hund Ruhe gibt. Ist er ruhig, trete ich sofort wieder zurück.

    Hilft auch das gar nicht weiter, nutze ich zur Not ein Hilfsmittel. Das läuft dann aber eher über ein Meideverhalten. Ich selbst trainiere seeeehr ungern über das Meideverhalten. In einigen Fällen gibt es da aber keine andere Möglichkeit, weil das Verhalten wirklich schon so weit festgefahren ist, dass der Hund kaum ansprechbar ist.

  • Zitat

    Und wenn er keine ruhe gibt?

    üben - was sonst?

    Bis zu 2000 mal muss man manche Kommandos üben, bevor sie wirklich zuverlässig sitzen ... jedenfalls die Aussage einer unserer Hundetrainer, wenn manche Hundeeltern nicht die nötige Geduld zeigen und meinen ihr Hund würde dies oder jenes wohl nie kapieren.

    Alternativverhalten aufzeigen und einüben ist sicher ein guter Weg ein Verhaltensmuster zu zerbröseln ... vielleicht hilft der Nachbar mit, indem er zu Übungszwecken bei sich klingelt?

    Bellen in der Wohnung würde ich von Anfang an konsequent als "Tabu" behandeln.

  • Ganz ehrlich, einem Hund komplett das Anschlagen zu verbieten, finde ich ein etwas merkwürdiges Ansinnen. Es ist ein Hund und die kommunizieren nun mal teilweise über das Bellen. Das wäre, als dürfte ich in meiner Wohnung nicht mehr reden. Hazel darf anschlagen, wenn es bei uns klingelt oder wenn vor unserer Wohnungtür was los ist. Das ist irgendwo auch ihr "Job", auf unsere Wohnung aufzupassen. Ich hab sie also von Anfang an dafür gelobt. Allerdings haben wir auch geübt, dass dann auf Kommando wieder Ruhe ist. Das klappt sehr gut. Sie bellt, wird gelobt, ist stolz, dass sie aufgepasst hat und ist auch wieder ruhig, weil ich zur Tür gehe und die Situation für sie regle. Unsere direkten Nachbarn oder die Putzfrau zum Beispiel wurden mit "Ist gut" belegt (Kommando für alles in Ordnung, draußen ist nichts Ungewöhnliches) und ihr wurde immer gezeigt, dass nichts Ungewöhnliches vor der Tür los ist. Diese Menschen meldete sie nach kurzer Zeit auch schon nicht mehr.
    Wenn sie alleine ist und es klingelt bei uns, bellt sie auch. Die Nachbarn bestätigen aber, dass sie nach ein paar Bellern auch von alleine wieder Ruhe gibt. Solange sich dein Hund nicht reinsteigert, würde ich es lassen wie es ist.
    Warum möchtest du es ihm verbieten?

  • Zitat

    Ganz ehrlich, einem Hund komplett das Anschlagen zu verbieten, finde ich ein etwas merkwürdiges Ansinnen.

    Im eigenen Haus ist das ja auch okay - aber in einer Mietwohnung mit mehreren Parteien? Ganz schnell fühlt sich da jemand belästigt und beschwert sich andauernd. Ich hab schon ein paar Mal erlebt, dass deshalb dem Hundehalter gekündigt wurde, wenn das Bellen nicht "umgehend" aufhört ... (wie auch immer das "umgehend" gehen sollte) und es ist nicht einfach eine neue Wohnung zu finden, mit Bellhund.

    Natürlich gibt es "Bellen" und "Bellen" - in unserer Nachbarschaft gibts einige Hunde die zu den Vielbellern gehören - im eigenen Haus bzw. auf dem eigenen Grundstück. Da kann niemand viel machen oder nimmt es übel - gibt hier einige Hundehaushalte. Zumal so ein Dominoeffekt eintritt: bellt einer, geht das plötzlich reihum ...

    Bin froh, dass unser Labbi zu den "Nicht-viel-Bell-Rassen" gehört ... vielleicht fünfzig Mal im Haus und Garten gebellt bei wirklich ungewöhnlichen Vorkommnissen, mit seinen 10 Monaten ...

  • Wir wohnen auch im Mehrparteienhaus. Auch hier wohnen mehrere Hunde. :) Daher sag ich ja. Es muss natürlich geübt werden, dass auf Kommando wieder Ruhe ist. Und man kann dem Hund durchaus beibringen, die anderen Hausbewohner und Hunde nicht zu melden. Aber Hunde bellen nun mal. Wenn man in einem Umfeld wohnt, dass diesen Umstand nicht akzeptieren kann, ändere ich mein Umfeld oder halte keinen Hund. Ist einfach meine Meinung.
    Auch im eigenen Haus würde mich Dauergebell im Übrigen wahnsinnig machen. :D

    Und ich habe bisher nur mitbekommen, dass Mietern mit Hund gekündigt wurde, deren Hund tatsächlich übermäßig viel bellt und jeden Grashalm meldet. Aber das ist Erziehungssache.
    Aber es mag durchaus auch das andere Extrem geben, dass sich Nachbarn wegen jedem Bellen beschweren. Die Welt ist verrückt genug. Inzwischen gibt es ja sogar Gerichtsurteile, wie oft und lang ein Hund am Tag bellen darf.

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