Emma will plötzlich Katze beissen -.-

  • Zitat

    Luna77,

    wie habt ihr das denn gemacht?


    Ich muss gestehen, anfangs hatte ich so gar keinen Plan, wie wir das angehen. Bevor ich mich genauer mit verschiedenen Methoden auseinandergesetzt habe, hatte ich zunächst ein paar Mal verbal gemaßregelt. Bis mir dann bewusst wurde, dass es zum Einen gar nix hilft, und zum Anderen sowieso das falsche Signal an Ashanti ist.
    Sie handelt ja aus hündischer Sicht nicht falsch, sondern völlig natürlich. Und außerdem wollte ich das generelle "Gefahr melden" oder "Etwas vertreiben wollen" nicht gänzlich unterdrücken. Ashanti sollte lediglich lernen, dass sie nicht handeln muss, sondern eben die Entscheidung über weiteres Handeln (oder Nichthandeln) mir und meinem Freund vertrauensvoll überlässt.

    Ich las dann irgendwo von dem Tip jedes Mal wenns klingelt oder Geräusche im Hausflur und Ashanti anschlug, dass man dann selbst kurz aufsteht und quasi einmal nachschaut, was da los ist. Alles ganz ruhig und nie hecktisch reagieren. Dann las ich den Tip Ashanti jedes Mal mit zur Tür zu nehmen, wenn sie anschlägt. Es sollte ihr dann nach dem hundersten Mal langweilig werden - so die Theorie. Beides entpuppte sich am Ende als Blödsinn und half rein gar nichts.
    Als ich dann vom Entspannungs-Sigal las, und mich damit beschäftige, bauet ich mal einfach so eines auf, obwohl wir es bis dahin gar nicht brauchten, da Ashanti grundsätzlich im Alltag die Ruhe selbst ist (außer wenn n Karnickel, Reh usw kommt *lol*)
    Der Aufbau war ja nun auch zu einfach, da wir jeden Abend zu Hause Sofakuscheln und wir die Situation der Entspannung, wenn Ashanti aufm Sofa liegt und alle Viere genüßlich von sich streckt, super ausnutzen konnten.
    Dann gab es jedes mal ein zwei lange Streichler übern Flanke oder Rücken zusammen mit Kommando "Aaaaalleeeessguuuuuuuut"
    Seit dem wir dieses Kommando aufgebaut haben, haben wir es fast täglich im Einsatz. Vor allem bei Wildsicht und beim Anschlagen daheim setzen wir es ein. Es rappelt was im Hausflur, Ashanti grummelt oder Wufft ganz tief aber leise, Kommando von mir "allesgut" als beruhigendes Wort, und Ashanti beruhigt sich schneller als ich das Kommandos zu Ende sagen kann.

    Aber nur weil das bei uns so gut klappt, heißt das nicht, dass es bei anderen auch klappt. ich kenne einen Fall, da hatte der Hund ganz schnell raus, wie er Aufmerksamkeit bekommen konnte. Weiß nicht, ob das in der Form, wie wirs gemacht haben bei einem ADS-Border klappen würde.

    Zu eurem Fall:
    Ich finde jetzt nicht, dass du dir großartig Gedanken machen musst. Bisher war ja alles ok zwischen Hund und Katze, und vielleicht wars halt einfach mal ne Ausnahmesituation. Ich sehe dazu jetzt erstmal nicht akuten Handlungsbedarf deinerseits, außer dass du einfach ein bissl mehr beide im Blick haben solltest.

  • Hallo, das was du da schreibst, kenne ich von meiner Hündin, wenn sie einen Gegenstand oder Futter vor Artgenossen verteiligen möchte. Sie schnappt dann ganz nah in die Luft vor dem anderen. Es ist wohl eine Drohung. Zumindest ist bisher nie was passiert und die anderen Hunde haben sich verzogen, aber einer Katze gegenüber finde ich das schon kritisch und ich würde es das nächste Mal verbieten (falls du es rechtzeitig mitbekommst) und etwas mehr acht auf die beiden geben.

    Wenn meine Hündin und der Kater meiner Mutter sich begrüßen sieht das so aus: Der Kater streicht an meiner Hündin entlang und sie stupst ihn daraufhin in die Seite. Meist folgt dann eine Spielaufforderung oder sie stupsen sich kurz Nase an Nase. Ist das vllt so ähnlich?

  • Deine Hündin ist mit den Katzen aufgewachsen. Darum würde ich mir keine Sorgen machen, dass sie nun die Katze beisst.

    Ich denke, dass sie einfach ihren Platz, auf dem sie gerade geschlafen hat, für sich beansprucht. Das bedeutet nicht mehr als: Hau ab, hier liege ich.
    Das ist in dem Alter ganz typisch, dass andere Tiere angeschnauzt werden. Meine junge Hündin hat das in dem Alter auch ganz extrem gemacht. Sie hat aber nie gebissen.

    Auch Katzen lernen, dass man schlafende Hunde besser nicht weckt und um die Futterschüssel des Hundes einen Bogen macht. Meine Katzen sind sehr lernfähig im Umgang mit meinen Hunden.

    Ich würde Hund und Katze nicht trennen und dem nicht so viel Bedeutung beimessen.
    Du kannst Emma ja deutlich machen, dass Du das nicht gut findest.

  • Zitat


    Du kannst Emma ja deutlich machen, dass Du das nicht gut findest.

    Das wäre wohl das wichtigste ... wenn unser Ches gesteigertes Interesse an einem unsere Kater hat und ihn bedrängt, ermahne ich ihn sehr deutlich. Er dreht dann auch sofort ab und wird sofort dafür gelobt.

    Wir haben eine ähnliche Situation, Welpe kam zur zwei fast vierjährigen Katern (im-Haus-Kater). Es hat gut sieben Monate gedauert bis sich das Zusammensein wirklich entschärft hat und man die Tiere nicht mehr laufend aneinander vorbei bugsieren muss. Ein Kater (der den aufdringlichen Welpen öfter mal verhauen hat) köpfelt mittlerweile und hat keine Scheu mehr, der andere Kater bleibt lieber vor dem groß gewordenen Ding auf Abstand, zumindest wenn Ches auf ihn zu schnell zukommt, flüchtet er vorsichtshalber. Wenn Ches in Spiellaune ist, neigt er einfach dazu die Kater zu bedrängen, in eine Ecke zu treiben, lässt seine Pubertät raushängen und ich merke dann öfter, dass gleich die Situation kippen könnte, und ein Kater sich wehrt - das lass ich nicht zu - lenke ihn ab oder ermahne ihn mit einem scharfen "NEIN!". Wir haben einfach keine Lust auf einen blinden Labbi oder eine angebissene Katze ... Ich lasse die Tiere und ihr Verhalten zueinander selten aus den Augen - ich hab aber auch die Zeit dazu ... Durch umsichtigen Umgang mit den Tieren lässt es sich auch vermeiden, dass Eifersucht entsteht. Ches ist draußen unsere Nummer eins - die Katzen dürfen nicht raus und können nur in den Garten schauen, während er draußen mit uns zusammen sein Kann - im Haus sind die Katzen eben vor ihm dran, aber er kommt natürlich auch nicht zu kurz, muss sich aber in der ein oder anderen Situation eben gedulden.

    Finde es auch sehr wichtig, einem Hund ganz klar ist (und immer wieder in entsprechenden Situationen deutlich gemacht wird), dass er das letzte Glied im Rudel ist. Rangkämpfe sind ausgeschlossen! Die Katzen bekommen vor ihm Futter, dürfen aufs Sofa - im Gegensatz zu ihm und das Betreten bestimmter Räume ist ihm, aber nicht den Katzen untersagt und ähnliches. Eigentlich kapiert und akzeptiert er das hervorragend. Wir fanden diese Regelung halt wichtig, bei solch ungleich großen Tieren.

    Nachts halten wir Hund und Katz getrennt - was für alle Tiere gar keinen Stress bedeutet, durch günstige Raum Verhältnisse im Haus ist das für alle nur eine kleine Einschränkung. Vielleicht wird das irgendwann nicht mehr notwendig sein, aber im Moment halten wir das für sicherer. Ins Schlafzimmer darf bei uns übrigens kein Tier.

    Vielleicht war es bei Euch nur eine Ausnahme diesmal - der Hund hat sich im Schlaf erschreckt und hat überreagiert. Ich würde in der nächsten Zeit ein wachsames Auge auf die Tiere haben und vielleicht die ein oder andere Situation nutzen, die dem Hund seinen Platz im Rudel noch mal klar machen.

  • Zitat

    Finde es auch sehr wichtig, einem Hund ganz klar ist (und immer wieder in entsprechenden Situationen deutlich gemacht wird), dass er das letzte Glied im Rudel ist. Die Katzen bekommen vor ihm Futter, dürfen aufs Sofa - im Gegensatz zu ihm und das Betreten bestimmter Räume ist ihm, aber nicht den Katzen untersagt und ähnliches. Eigentlich kapiert und akzeptiert er das hervorragend. Wir fanden diese Regelung halt wichtig, bei solch ungleich großen Tieren.


    :???: d.h. Die Katzen sind " ranghöher " als der Hund?

  • Zitat

    :ironie:
    Jaja, der alte nie belegte Mythos der "Rudeltheorie" bei Hund-Mensch-X-Beziehungen, die ja alle ein "Rudel" bilden, weil sie ja so artverwant sind. :hust:

    Na, ich geb zu, "Rudel" hört sich ein bisschen blöd an - mir ist nur nix anderes eingefallen, ums verständlich zu machen. :D

  • Ich weiß nicht, wo das Bedürfniss her kommt jedem Tier im Haushalt eine feste "Rudelstellung" geben zu wollen.
    Wichtig ist doch, der Hund macht was du ansagst. Und es gibt durchaus Situationen, wo ich einfaches Wegschnappen (in die Luft schnappen um die Katze zu vertreiben), Grummeln oder auch mal Wuffs durchgehen lassen würde. Bubuka beschriebs ja so schön. Auch die Katze lernt schnell, wann sie den Hund, beispielsweise beim Fressen, in Ruhe lassen soll. Hund und Katze lernen sich genauso zu lesen, wie es der Mensch auch kann, eben grad so wie es aus der eigenen Natur heraus möglich ist. Und bei Hund und Katze ist das manchmal viel mehr, als man denkt.

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