Mein Hund ist mißtrauisch

  • Hallo Zusammen,
    mal eine Frage? Mein Hund ist mißtrauisch. Habe ich selbst mit jemandem Kontakt und bin freundlich und aufgeschlossen, so kann diese Person den Hund auch anfassen und streicheln. Kenne ich die Person nicht, oder ist der Kontakt nicht eng genug, so weicht mein Hund grundsätzlich aus, derjenige hat keine Chance sich ihm zu nähern, es sei denn, ich halte ihn an der Leine.
    Würde ich, meinetwegen mit einem Herzinfarkt, im Wald mal zusammenbrechen, so dürfte sich mir niemand nähern, und niemand bekäme meinen Hund eingefangen.

    Findet Ihr das bedenklich? Wie kann ich ihm beibringen, anderen Leuten zu vertrauen, solange er keine schlechten Erfahrungen macht.
    Entscheidend ist immer, wie ich mich zu den Menschen verhalte, Händeschütteln, heranrufen, zeigen, dann ist der Bann gebrochen. Aber von alleine nie.

    LG
    Prunus

  • Um welche Rasse handelt es sich denn? Viele sind ja von Natur aus eher misstrauisch und oft ist das von den Besitzern so gewollt.

    Zitat


    Würde ich, meinetwegen mit einem Herzinfarkt, im Wald mal zusammenbrechen, so dürfte sich mir niemand nähern, und niemand bekäme meinen Hund eingefangen.

    Wieso sollte sich dir keiner nähern dürfen? Meinst du er würde anderen Leuten etwas tun oder wie meinst du das?

    Es wird doch sicherlich jemanden geben - ausser dir - dem der Hund vertraut und der ihn einfangen könnte.


    Ich persönlich finde es nicht schlimm wenn er nicht von jedem angefasst werden will und das sollte man auch respektieren.

  • Sei doch froh ;) solange dein Hund keine panische Angst kriegt wenn ihr an Fremden vorbei müsst ist es doch OK. Ich merke jetzt mit meinem neuen wie angenehm es sein kann, wenn ein Hund sich nicht jedem vor die Füße wirft :D Solltest du zusammenbrechen wird dein Hund aber vermutlich merken, dass es dir nicht gut geht und dir nur jemand helfen möchte.

  • Das ist kein unnormales Verhalten, das zeigen viele.
    Meiner lässt sich von Fremden nur über den Gehorsam anfassen, freiwillig ginge da nichts.

    aber so lange dein Hund sich auf deine Einschätzung verlässt und nicht ungehemmt Menschen angeht, sehe ich da kein Problem. Sicherlich gibt es schöneres, wenn man so ein Verhalten nicht wünscht oder zumindest erwartet hat. Aber mit vorausschauendem Verhalten kann man auch so einen Hund ganz normal halten. ;)

    Ob es sinnvoll wäre, Menschen "schönzufüttern" oder auf andere Art an dem Verhalten (ich finde es zu normal, um es Problem zu nennen) zu arbeiten, das hängt ganz vom jeweiligen Hund ab. einige werden aufgeschlossener und gelassener, andere sehen sich in ihrem Verhalten bestärkt, wenn man ihm einen so hohen Stellenwert einräumt und die Sache wird schlimmer.

  • An sich schlimm finde ich das auch nicht, zumindest macht es keinen Ärger, oder Streß, das Verhalten. Es ist nur so, dass ich das bei anderen Hunden überhaupt nicht kenne, die benehmen sich kontaktfreudig und interessiert, fremden Menschen gegenüber.

    Wenn Ihr das für ok halten, dann ist es das vermutlich auch, es ist eben nur recht ungewöhnlich, finde ich. Auch Leckerchen werden nicht genommen von Fremden, selbst genommene, umgehend wieder ausgespuckt, ohne irgend ein Kommando oder eine Absicht meinerseits. Anders, wenn er wen kennt, bzw. ich ihn, da geht das.

    Anders verhält es sich bei fremden Hunden, die findet er grundsätzlich alle toll, selbst die aggressivsten Exemplare werden "gemocht", zwar mit Vorsicht, aber großem Interesse. Er kann mit klein/groß/Rüpel/Grummel/... allen gleich gut umgehen.

    LG
    Prunus

    LG
    Prunus

  • Noch vor 20 bis 30 Jahren war genau dieses Verhalten bei ganz vielen Hunderassen absolut erwünscht. Da standen solche Umschreibungen im Standard wie "Zurückhaltend gegen Fremde", "Einmannhund", etc.
    Mittlerweile ist es unerwünscht, es passt nicht zu den Tendenzen in der Hundehaltung und den Gesetzen, die jetzt gelten.
    Aber es kommt eben doch immer mal wieder durch.

    Und wenn das so läuft wie bei euch, dann ist es doch völlig ok.
    Ich lebe nur "ein Land weiter" und hier ist es bei bestimmten Rassen noch erwünscht, da sieht man das zumindest bei diesen Hunden noch oft.

  • Also offen gestanden wäre das für mich die absolute Traumsituation. Vor allen Dingen Keine Leckerchen von Fremden. Werd ich bei meinem Fressack nie hinbekommen. Bei Fremden ein zurückhaltendes Beäugen bis ich durch eine Begrüssung Desjenigen klar gemacht habe "Alles unter Kontrolle". Noch schöner wäre Jemanden erst nach Aufforderung aufs Gelände lassen. Meiner würde wahrscheinlich den Einbrecher noch schwanzwedelnd empfangen. Wenn unsere Kleine nicht anschlagen würde wenn ein Fremder es tut würde er garnicht wissen was sein Job ist. :headbash:

  • Ich kann den anderen nur zustimmen und finde es absolut nicht bedenklich.
    Mein Hund mag es auch nicht besonders von Fremden angefasst werden (er verbellt sogar Leute, die versuchen ihn anzusprechen). Muss er auch nicht.

    LG Anna

  • Super, muss ich mir also keine Sorgen machen, dass er sich anders verhält als die meisten Hunde, die ich sonst so kenne.

    Danke für Eure Zweit-Dritt-Viert-... Meinung

    LG
    Prunus

  • Hallo,

    meine ältere Hündin ist genauso und ich finde das gut. Sie lässt sich von fremden Menschen nicht anfassen, weicht dann halt aus.Leider lässt sie sich mit Leckerchen locken und füttern, sie dann anzufassen ist dennoch schwer.
    Bei Leuten die sie kennt, ist das kein Problem, da ist sie sehr zugänglich und sucht von sich aus Körperkontakt.

    LG
    Katrin

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