Geschirr anziehen wird zum Problem
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Hallo,
unser Junghund (7 Monate) trägt seit er als Welpe zu uns kam meist Geschirr.
Von Anfang an haben wir das Geschirranziehen für ihn möglichst entspannt gestaltet. Hund gerufen, Leckerlie so vors Geschirr gehalten, dass Hund quasi selbst reingeschlupft ist, Leckerlie gegeben und gelobt.
Schlechte Erfahrungen hat er dabei nie gemacht.Irgendwann fing es an, dass er beim Schließen der Klickverschlüsse dastand, wie ein begossener Pudel. Wir haben uns natürlich bemüht, die Verschlüsse möglichst leise und ohne für ihn vielleicht unangenehmes Greifen über den Kopf zu schließen. Gebessert hat sich nichts. Eher im Gegenteil. Wenn wir mittlerweile das Geschirr nur in die Hand nehmen nimmt er Reißaus. Da lockt den sonst verfressenen Hund nichtmal mehr das Leckerlie...

Wenn er es dann anhat ist allerdings alles gut, es sitzt auch perfekt, und eigentlich müsste er sich doch freuen, denn immerhin geht es dann los zum geliebten Spaziergang.
Tipps?

Danke, eure
Granits
- Vor einem Moment
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Hallo,
habt ihr aus der Geschirrsache etwas zu grosses Theater gemacht?
Bei uns wird weder gelockt noch sonst was, der Hund wird gerufen, bekommt das Geschirr an und los geht's :)LG Anna
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Vielleicht reagiert er mit Unsicherheit auf eure Unsicherheit. Ich würde nicht so ein Theater
veranstalten, Geschirr anziehen, Verschlüsse zu und gut. Wenn er meint dabei komisch stehen
zu müssen lasst ihn doch. -
Hallöchen,
Das klingt für mich so, als hättet ihr so arg darauf geachtet, dass es ihm bloß nicht unangenehm ist, dass ihr immer unsicherer und "übervorsichtiger" geworden seit. Euer Hund merkt das (nehme ich mal an) und wird auch unsicher.
"Wenn meine Menschen soooo viel Theater um dieses Ding machen, muss das echt gefährlich sein!"Entspannt euch, nehmt das Geschirr und drauf auf den Hund. Völlig selbstverständlich. Das ist Alltag, total normal und gar kein Grund zur Aufregung! Sicherheit strahlt auf den Hund aus :)
Meine Hündin kam mit 14 Wochen zu uns und wir haben ihr das Ding einfach angezogen und fertig. Sie hat jetzt gar kein Problem damit,
Ebenso der Hund meiner Mutter, der Geschirre auch anfangs zum weglaufen ätzend fand. Geschnappt, Geschirr drum, kein Theater gemacht, mittlerweile lässt er es sich anziehen und macht keinen Terz mehr.[Tapatalk-Gekritzel]
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Ich tippe auch mal darauf, daß ihr unbewußt vermittelt habt, oh, Geschirr ist gefährlich....
Ihr wolltet alles richtig machen und das Ganze ging nach hinten los.Macht keine große Sache aus dem Geschirr. Anziehen und fertig. Ihr müßt dabei aber absolut "entspannt" sein. Das geringste Zögern verunsichert den Hund nur immer mehr.
Der Hund wird wortlos und ohne Blickkontakt hergeholt. GANZ ENTSPANNT als wäre es das normalste von der Welt! Wenn er angespannt ist wartet ihr bis er sich wieder entspannt, dann ruhig aber bestimmt das Geschirr kommentarlos und vorallem ohne zu zögern anlegen. Laßt ihn nicht weggehen. Wenn er sich entspannt, kann er belohnt werden.
Ich drücke Euch die Daumen daß es es wieder besser wird.
Ansonsten muß er eben erstmal am Halsband gehen.LG
Nadja -
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es kann auch sein, dass er geschirre einfach nicht mag. das ist bei meinem zum beispiel so. wir haben verschiedene geschirre ausprobiert und er findet alle scheiße... mittlerweile zieh ich es ihm einfach kommentarlos an und draußen interessiert ihn das auch nicht mehr. lg
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Ich denke auch, dass es daran liegt, wie ihr das Geschirr angezogen habt.
Meiner hatte von Anfang an Angst und Unbehagen vor dem Geschirr. Nach nur einer Woche flutschte er von allein rein, sobald ich's in der Hand hatte.
Habe es auch einfach angezogen, am Anfang gab's nach dem es an war nebensächlich ein Leckerli und gut war.
Wenn's ganz schlimm sein sollte, nehmt das Ding halt einfach mal so immer wieder in die Hand, öffnet und schließt die Verschlüsse mehrmals, legt es dann aber immer wieder beiseite. Hund mal dran schnüffeln lassen und wieder weglegen.
Wenn es dann angezogen wird, ohne großes Theater, drüberstülpen, zumachen und gut. Als Zwischenschritt könntet ihr es auch noch über den Kopf ziehen und direkt wieder abstreifen.Er wird sich so schnell wieder dran gewöhnen.
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Ich kann mich da den Vorschreibern nicht anschließen.
Ich habe auch einen Geschirrmuffel. Ich hab früher auch gedacht "bloß kein Theater drum". Jo, irgendwann ging der Hund in den Keller wenn ich das Geschirr in die Hand nahm.
Unser 1. Schritt war es, die negative Verknüpfung zum Geschirr zu "löschen". Also viel Gegenkonditioniert, und das sehr Kleinschrittig. Also wirklich Geschirr in die Hand, Click Keks. Solange, bis der Hund nichtmehr geflohen ist und bereit war mitzuarbeiten.
Bei uns war es das Überziehen über die Ohren und das Geräusch der Schnallen das Problem. Bei den Schnallen war es ehrlich gesagt sehr leicht. Die habe ich wie einen Clicker konditioniert. Das ungetragene Geschirr geschlossen und bei dem Geräusch Kekse verteilt. Als das nichtmehr gruselig war, immer näher am Hund bis er es schließlich angezogen ausgehalten hat.
Ich halte nichts davon Ängste zu ignorieren. Wenn du Angst vor einer Spinne hast und deine Freunde diese ignorieren und dran vorbei laufen, hast du nicht automatisch auch keine Angst mehr

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Eigentlich ist schon alles geschrieben, aber ich kann noch Beispiele aus eigener Erfahrung bringen. Ich denke auch eher, dass es daran liegt, dass ihr zu viel Aufhebens gemacht habt und er es so aufgeschnappt hat, dass irgendwas mit dem Geschirr nicht stimmen muss. Einfach so tun, als wär nichts und anziehen, wie ein Halsband, kein Mitleid, kein Leckerchen, warum auch? ist was ganz normales.
Jetzt noch meine Beispiele. Drei Hunde, drei Reaktionen. Und jedem von ihm hab ich's anders "beigebracht":
Mein Shiba hatte Geschirre ghasst und auch Reißaus genommen, wenn ich das Ding nur in Händen hielt. Ichhatte sie Anfangs auch mit Belohnung an's Geschirr gewöhnt und nach kurzem einfach nur noch angezogen, als wäre es etwas ganz normales. Deshalb hatte sie auch kein Problem, sich das Geschirr anziehen zu lassen, aber ihr hatte jedes Geschirr unter den Achseln gescheuert und das muss der Grund gewesen sein, warum sie sie hasste. Hab ihr dann eben Halsbänder angezogen.
Mein Lapphund hingegen hat überhaupt kein Problem mit dem Geschirr, wenn er es trägt, er wälzt sich, rennt, springt, macht ihm nichts. Aaaber das Anziehen. Wenn er es sieht, legt er die Ohren an und die Pupillen werden ganz groß, schlekct sich über's Maul und beim Klickverschluss ist's dann ganz aus, dann duckt er sich und steht da wie ne Banane. Bei ihm hatte ich viel zu viel Aufhebens gemacht, immer gelobt usw, weshalb für ihn ja mit dem Anziehen vom Geschirr was nicht stimmen musste, wenn Frauchen sich schon so "Mühe" gibt. Das vermute ich bei dir eben auch. Manchmal meint man's zu gut.
Und mein Akita hat nun weder mit dem Anziehen noch mit dem Tragen ein Problem. Sie hatte ich nie gelobt oder mit Leckerchen Richtung Geschirr gelockt. Ich hatte es ihr von Anfang an einfach angezogen, als wäre das ganz normal. Die ersten Male trug sie es nur zusätzlich zum Halsband, ohne Leine dran, zum eingewöhnen. Könntest du ja auch nohcmal so aufbauen. Einfach anziehen, ohne großes drumherum und dann die Leine an's Halsband. Eventuel versteht er sehr schnell, dass weder das Anziehen noch Tragen irgendeine Auswirkung hat und auch Frauchen ganz ruhig ist.
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war mal wieder zu langsam ^^; das was sarbata geschrieben hat finde ich auch sehr gut. Wenn das Problem wirklich am Geschirr selbst liegt. Das musst du selbst beobachten. Hast du das Gefühl, dein Hund benimmt sich so, weil ihm die gesamte Situation suspekt vorkommt aufgrund von zu viel Aufhebens um die ganze Sache, dann in Zukunft ganz ruhig, ohne irgendwas einfach anziehen. Sind es wirklich die Klickgeräusche oder das über den Kopf ziehen, ist die Lösung wirklich einfach. GGeschirr demnächst nicht anziehen, aber viel Gegenkonditionieren, damit das Geräusch für ihn etwas positives wird. Das hat sabarta ja bereits alles super beschrieben.
- Vor einem Moment
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