• im Grunde dürfen sie alles bis ich sage dass sie damit aufhören sollen. Gut pöpeln unterbinde ich sofort aber alles andere ... Sie dürfen sogar an der Leine ziehen bis ich davon genug habe aber sie machen es selten.

  • Mein Rüde darf zum Beispiel Menschen anknurren. Ich habe es lieber das er mitteilt wenn er sich bedrängt und unwohl fühlt (was für ihn der Grund zum Knurren ist, sonst brummt er eher) als wenn er sich anderweitig aus der Situation hilft. Er hat vor bestimmten Arten von Männern Muffen. Stammt noch aus vor unserer gemeinsamen Zeit.

    Meine Hündin ist Jägerin und klar wird das umgelenkt. Aber auch das ist keine Grenze bei uns, sondern ein Umlenken.

    Ich versuche gerade immer noch unsere Grenzen zu definieren.

  • Früher durfte Liam alles machen bis zu dem Zeitpunkt wenn ich nein sage.

    Im Haus habe ich das beibehalten.

    Draußen allerdings halten wir es inzwischen so, dass er gar nichts darf bis ich ja sage.
    Klingt hart, aber er ist ein extremer Stresskeks und Vollblutjäger. Ihm geht es unter diesem "ich frag erstmal die Chefin, muss selbst keine Entscheidungen treffen" Prinzip besser.
    Und solang sich sein Gesamtverhalten draußen so zeigt werde ich es auch so beibehalten.
    Was aber nicht heißt, dass ich nicht hoffe und mich nicht jetzt schon drauf freue ihn außen wieder machen zu lassen was er will eben bis ich abbreche.

  • Innerhalb der von uns gesetzten Grenzen darf sich Hazel frei bewegen. Das heißt, bei uns zu Hause darf sie machen, was sie möchte, außer auf Möbel zu klettern oder dran zu nagen oder uns Menschen zu nerven. Sie darf zum Spiel auffordern, aber muss auch akzeptieren, wenn es mal Nein heißt.
    Wenn es klingelt, darf sie melden, aber es muss auch wieder Ruhe sein, wenn wir es sagen.
    Draußen wird ordentlich an der Leine gegangen. Wenn ich sie an die kurze Leine nehme, wird auch nicht an jeder Ecke geschnüffelt, denn dann will ich vorankommen. Ohne Leine darf sie im Prinzip machen, was sie möchte. Ausnahmen sind Müll fressen und jagen. Und sie hat zu kommen, wenn ich rufe. Davon gibt es auch keine Ausnahmen. Sonst wäre der Freilauf nämlich sofort gestrichen.
    Im Schlamm wälzen darf sie sich jederzeit. Allerdings muss sie dann auch das Bad zu Hause ertragen. Aber da Hazel die Dusche liebt, hab ich langsam den Verdacht, sie macht sich nur dreckig um geduscht zu werden. :D

  • Danke erstmal für die zahlreichen Berichte. Ich finde es interessant zu lesen wie andere ihre Erziehung handhaben. Ich sehe es auch so das ein Hund gehorsam sein soll, denn es hat für mich viel mit Sicherheit für Hund und Herrchen zu tun. Dennoch gebe ich meinem Hund auch gerne Zeit" Hund zu sein". Anscheinend Teile ich doch die Ansichten von einem harmonischen Zusammenleben von uns und unserem 4 -Beiner mit anderen Hundebesitzern. Wie schon angedeutet habe ich in letzter Zeit doch sehr viel " negatives" gesehen.

    Ich wurde nämlich letztens beim Hundespaziergang von einem Herren ohne Hund kritisiert. Mein Hund war noch an der Leine. Der Herr kam uns entgegen und hat mit seinem Blick meinen Hund fixiert. Ihm also wirklich direkt sekundenlang in die Augen gesehen. Ich habe meinen Hund schon extra auf "die andere Seite" genommen aber für sie war es einfach "unangenehm " ... Daraufhin hat sie wirklich nur einmal gebellt. Der Herr fühlte sich wiederum darauf provoziert und brüllte ich solle mein Hund zurückhalten. Ich habe ihm dann erwidert das viele Hunde es einfach nicht mögen wenn man sie direkt anstarrt. Daraufhin ging das Geschimpfe los:( Der Hund wäre ja total schlecht erzogen....er dürfte trotzdem nicht einfach bellen...


    Ich finde es auch ok wenn mein Hund einmal kurz aufbellt und mir signalisierst, dass ist jetzt unangenehm oder ich fühle mich bedroht. Ich sorge dann dafür das mein Hund sich "umorientiert" und aus der Situation rauskommt.

    Danach kam ich nur einfach ins Grübeln über das Thema Erziehung und wollte einfach mal bei Euch horchen.

  • Meine

    - darf keine Menschen belästigen (wobei im Vorbeigehen kurz Nase in den Wind halten noch keine Belästigung darstellt, sich in den Weg stellen hingegen schon - mal so als Eingrenzung)
    - darf nach Freigabe tun und lassen, was sie will (da sie zu 99,9 % verträglich ist, ist das kein Problem)
    - darf auch mal kurz aus meinem Sichtfeld verschwinden, wenn wir z.B. im Auslaufgebiet sind
    - hat Kinder grundsätzlich weiträumig zu umgehen
    - muss kommen, wenn ich rufe (na gut, da fangen wir wieder an, zu üben - Schleppleinen sind schon bestellt :D )
    - muss zu Hause Ruhe halten
    - darf nur hinterm Gartenzaun bellen
    - muss an jeder Bordsteinkante "sitz" machen
    - Leine ziehen ist kein Thema, wenn sie vernünftig ausgelastet ist - geht wenn dann also auf meine Kappe :roll:

    Man kann es also so zusammenfassen, dass sie machen darf, was sie will, solange sie niemanden nervt bzw. in Gefahr bringt.

  • Zitat

    Danke erstmal für die zahlreichen Berichte. Ich finde es interessant zu lesen wie andere ihre Erziehung handhaben. Ich sehe es auch so das ein Hund gehorsam sein soll, denn es hat für mich viel mit Sicherheit für Hund und Herrchen zu tun. Dennoch gebe ich meinem Hund auch gerne Zeit" Hund zu sein". Anscheinend Teile ich doch die Ansichten von einem harmonischen Zusammenleben von uns und unserem 4 -Beiner mit anderen Hundebesitzern. Wie schon angedeutet habe ich in letzter Zeit doch sehr viel " negatives" gesehen.

    Ich wurde nämlich letztens beim Hundespaziergang von einem Herren ohne Hund kritisiert. Mein Hund war noch an der Leine. Der Herr kam uns entgegen und hat mit seinem Blick meinen Hund fixiert. Ihm also wirklich direkt sekundenlang in die Augen gesehen. Ich habe meinen Hund schon extra auf "die andere Seite" genommen aber für sie war es einfach "unangenehm " ... Daraufhin hat sie wirklich nur einmal gebellt. Der Herr fühlte sich wiederum darauf provoziert und brüllte ich solle mein Hund zurückhalten. Ich habe ihm dann erwidert das viele Hunde es einfach nicht mögen wenn man sie direkt anstarrt. Daraufhin ging das Geschimpfe los:( Der Hund wäre ja total schlecht erzogen....er dürfte trotzdem nicht einfach bellen...


    Ich finde es auch ok wenn mein Hund einmal kurz aufbellt und mir signalisierst, dass ist jetzt unangenehm oder ich fühle mich bedroht. Ich sorge dann dafür das mein Hund sich "umorientiert" und aus der Situation rauskommt.

    Danach kam ich nur einfach ins Grübeln über das Thema Erziehung und wollte einfach mal bei Euch horchen.


    Was die Situation mit dem Anstarren angeht: Ich hätte mich dazwischen gestellt oder irgendwie anders den Blickkontakt unterbrochen. Wenn dein Hund sich bedroht fühlt, ist es deine Aufgabe, ihm Sicherheit zu vermitteln. Ihn kürzer zu nehmen hat die Situation vielleicht verschlimmert, weil er ja keine Fluchtmöglichkeit mehr hat.

    Und wenn es für dich in Ordnung ist, wenn dein Hund eine für ihn unangenehme Situation meldet (was ja auch richtig ist, wäre es dem Mann lieber gewesen, er wäre gleich draufgegangen?) - dann ist das so. Punkt. Euer Leben, Dein Hund, Deine Entscheidung.

  • Zitat

    Was die Situation mit dem Anstarren angeht: Ich hätte mich dazwischen gestellt oder irgendwie anders den Blickkontakt unterbrochen. Wenn dein Hund sich bedroht fühlt, ist es deine Aufgabe, ihm Sicherheit zu vermitteln. Ihn kürzer zu nehmen hat die Situation vielleicht verschlimmert, weil er ja keine Fluchtmöglichkeit mehr hat.

    Und wenn es für dich in Ordnung ist, wenn dein Hund eine für ihn unangenehme Situation meldet (was ja auch richtig ist, wäre es dem Mann lieber gewesen, er wäre gleich draufgegangen?) - dann ist das so. Punkt. Euer Leben, Dein Hund, Deine Entscheidung.


    Ich weiß ich hätte eher reagieren müssen... Das war mein Fehler..deshalb hab ich ja schnell versucht den Hund dann umzuorientieren. Gute Frage was ihm lieber gewesen wäre:)

  • Also ich sehe das Ganze so,
    ist der Hund an der Leine oder dabei, wenn das Kind mit ist, muss sich dieser benehmen.
    Das heißt hören und in diesem Fall aufmerksam sein.

    Ist der Hund von der Leine, ist das ein Zeichen für das "Hund sein zu können".
    In diesem Fall darf der Hund in irgend ein Tümpel springen, toben, über das Feld rasen,
    sich wälzen usw usw. Also einfach Hund sein. Einfach mal die Sau raus lassen.

    Ich verstehe diese Leute nicht, die einen Hund haben und der beim schlabbern am Wassernapf etwas tropft und die schon an die Decke gehen :verzweifelt:
    Solche Leute sollten dann lieber eine Katze haben! Wobei die auch stinken und Dreck machen können.

    Die Erziehung ist wirklich wichtig, aber selbst wir rülpsen auch mal oder kratzen uns am Popo. In der Gesellschaft natürlich ein No Go, aber Zuhause...... Und so sollte es dem Hund auch gehen. ;)

  • Also Ide darf keine Hunde oder Menschen verbellen, muss auf Ruf herkommen, darf nicht über die Strasse rennen, ohne mich vorher zu "fragen". Wenn er mal "im Kommando" ist, soll er dies bis zur Auflösung befolgen. Ansonsten darf er sich zuhause aufhalten wo er möchte, draussen lass ich ihn viel und ausgiebig schnüffeln, was die Spaziergänge manchmal sehr gemächlich macht :D . Gelegentlich wälzt er sich in vertrockneten Regenwürmern - auch kein Problem.
    LG Julia

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!