Selbständiger Terrier - diverse Problemchen
-
-
Zitat
Ich habe mich hier in der Erwartung angemeldet, konstruktive Lösungsvorschläge zu erhalten. Stattdessen gibt jeder hier seinen Senf ab und erwartet, dass ich mich rechtfertige. Das wird in diesem Leben nicht passieren.
Ich finde es wirklich unglaublich, welche Arroganz hier an den Tag gelegt wird. Redet ihr auf der Gassiwiese auch jede blöd drauf an, was er sich dabei gedacht hat, sich grad DIESEN Hund zu kaufen?
Versteh das doch nicht gleich als Angriff
Viele Hundehalter haben noch nie von Deprivationsschäden gehört und wissen nicht, was das bedeutet. Insofern finde ich es durchaus gerechtfertigt, dass mal nachgefragt wird.
Es könnte doch zum Beispiel sein, dass Du wusstest, dass der Hund aufgrund seiner Aufzucht diverse Defizite haben kann und Dich dennoch oder gerade deshalb für ihn entschieden hast.
Wenn Du Hilfe willst, solltest Du vielleicht mal ein bisschen runter kommen und nicht gleich gegenschießen.
Keiner hier kann in Deinen Kopf sehen und weiß dass Du seit 25 Jahren Hunde hältst.
Nicht böse sein, aber Du bist 32, d.h. Du kannst nicht seit 25 Jahren Hundehalter sein. Ich bin auch mit Hunden aufgewachsen. Für die Hunde in unsere Familie waren aber bis zu meinem ersten eigenen Hund mit 16 Jahren meine Eltern die Halter. Und selbst diesen Hund dürfte ich rein rechtlich gesehen nicht mal als eigenen Hund bezeichnen, weil meine Eltern die rechtlichen Halter waren und auch alle Ausgaben bestritten haben.Insofern solltest Du Dein Auftreten hier mal ein wenig überdenken - von wegen denen die Dir hier geantwortet haben Arroganz vorwerfen (wobei eine seit Jahren Hundetrainerin ist und auch mit Problemhunden arbeitet und daher auch sicherlich auch weiß warum sie gewisse Fragen stellt - nur als Info
) und selber überheblich in den Raum werfen, dass Du ja schon 25 Jahre Hunde hältst.Und, wenn Du seit 25 Jahren Hundehalterin bist, sollte diese Frage sich so eigentlich gar nicht stellen:
ZitatAußerdem habe ich das Problem, dass sie beim Gassigehen oft sehr selbständig ist und sich schlecht abrufen lässt, sobald sie was spannendes entdeckt.
Die Hündin ist erst 5 Monate alt und wenige Wochen bei Dir. Sie wird sicherlich noch gar kein Rückrufsignal wirklich kennen, gleichzeitig will sie die Welt entdecken und eine Bindung zu Dir hat sie auch noch nicht.D.h. das musst Du erst ein ordentliches sauberes Rückrufsignal aufbauen. Das kann aber einige Wochen oder gar Monate dauern. Solange würde ich in unübersichtlichen Gebieten lieber mit Leine oder Schleppleine laufen.
Mach Dich interessant für sie. Versteck zum Beispiel Leckerchen unter einem Blatt wenn sie grad nicht schaut und zeige dann das Du was für sie gefunden hast. Versteck Dich selbst mal wenn sie unaufmerksam ist oder renne urplötzlich in die andere Richtung. Und wenn Du das Rückrufsignal aufbaust, dann achte darauf, dass Du es immer dann einsetzt, wenn sie eh schon auf dem Weg zu Dir ist. Je öfter Du es anwendest ohne dass sie kommt, desto schneller wird sie lernen, dass sie den Rückruf durchaus auch ignorieren kann. Rufst Du und sie kommt nicht, dann gehe zu ihr und hole sie (nimm sie z.B. für ein paar 100 m an die Leine).Ansonsten:
ZitatAber wenn uns jemand begegnet, wird es schnell mal peinlich. Wenn Gruppen von Menschen oder andere Hunde kommen, wird sie zum absoluten Terroristen. An der Schleppleine hält es sich in Grenzen, aber wenn sie an der kurzen Leine ist, dann hängt sie sich komplett rein und lässt den kleffenden Terrier raushängen. Sie lässt sich dann auch gar nicht von mir ablenken.
Die Frage ist halt wieso? Weil sie es nicht kennt? Weil sie aufgeregt ist und hin will aber noch nicht gelernt hat mit ihrem Frust darüber, dass sie nicht darf, umzugehen? Weil sie Angst hat?Das Dir bereits benannte "Zeigen und Benennen" ist eine gute Möglichkeit, ihre Aufmerksamkeit umzulenken.
Ansonsten würde ich den Kontakt mit anderen Haltern suchen (z.B. in einer Hundeschule oder einem Verein) und die Hunde auch zusammen spielen zu lassen. Dabei kannst Du ihr wunderbar beibringen, dass Sie auch bei Sichtung von anderen Hunden nicht sofort hindarf und damit an ihrem Frust arbeiten. Und auch, dass das Spiel unterbrochen ist, wenn Du das für richtig erachtest.
Ich würde darauf achten, dass sich das Verhalten jetzt nicht ritualisiert. Du kannst zum Beispiel, wenn sie sich so verhält, auch einfach mal umdrehen und woanders weitergehen. Und beim nächsten Mal, wenn Ihr Menschen oder Hunden begegnet und sie verhält sich ruhig, überschwänglich loben - oder eben wieder umdrehen wenn sie nicht ruhig ist.
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Selbständiger Terrier - diverse Problemchen*
Dort wird jeder fündig!-
-
Hallo ihr beiden,
ok, dann fahr ich nochmal auf null runter und entschuldige mich für meine etwas (ok ok extrem) unfreundlichen Posts. Ich ärgere mich nur einfach darüber, wenn ich ein Problem schildere und als Antwort den Vorwurf bekomme, warum ich einem Züchter mein teuer verdientes Geld für so einen Hund in den Rachen werfe. Fragen zu meiner Situation hier zu Hause und wie der Hund hier lebt etc. gab es ja nicht. Die hätte ich ja auch vollkommen nachvollziehen können.
Jetzt erstmal vielen Dank für eure wahnsinnig ausführlichen Antworten!! :) :) :)
Ich wundere mich ehrlich gesagt nicht über das Problem, ich frage mich nur, wie ich es abstellen kann, weil ich eben kein Ritual draus werden lassen will. Mit meinen bisherigen Hunden hatte ich solche Probleme nie - ich hatte aber auch noch keinen Terrier

Ich erzähle euch jetzt mal von unserem gestrigen Tag - was die Einschätzung meines Problems für alle wohl etwas vereinfachen wird. Hoffe ich.
Morgens aufwachen, dann darf sie kurz ins Bett zum kuscheln. Die größte Freude für sie in der Früh. Sonst ist sie kaum verkuschelt und sucht auch wenig körperliche Nähe. Nur eben am Morgen. Sie schläft auf ihrem Platz neben meinem Bett und bleibt auch brav im Schlafzimmer.
Dann schnell Jogginghose an und ab nach draußen. Da sie morgens natürlich sehr dringend muss, trage ich sie durch unseren Garten (Mietwohnung), damit da kein Unfall passiert und die Vermieter verärgert (wohnen im Haus). Dann auf der Wiese Kommando "Pieeesssiiii" - Hund pieselt (wie auch anders - Blase drückt ja). Unglaubliches Lob. Feeiiinn!! Hast du Pieeesiiii gemacht!! (oh Gott hoffentlich sieht mich keiner). Dann Kommando "Kacka". Hund macht Kacka. Gleiches Spiel wie bei Piesi.
Dann ab nach Hause und erst mal von der Katze begrüßen lassen. Dann Frühstück. Futter für den Hund, Kaffee für mich. Kaffee sieht aber spannender aus als Futter. Ok. Gibt's nicht. Also doch Futter. Dann beschäftigt sie sich selbst oder mit der Katze.
Gegen Mittag geht's dann ab in den Stall. Nur schnell Auto dort abstellen und Gassi. Wieder das Piesi-Kacka-Ritual. Klappt super. Heute haben wir die neuen Pfeife dabei. Wir laufen erst ein bisschen und dann geht's auf ne Wiese. Ich lasse sie ein paar Meter von mir weg und pfeife. Sie dreht sich um. Gibt nen Keks und super Lob. Wir vergrößern den Radius (alles an der 10 Meter Schleppleine) und machen das immer wieder. Zwischendurch darf sie in ihrem Radius um mich rum wieder schnüffeln, laufen. Was sie eben möchte. Aber die Pfeife ist schon cool, weil es gibt Emmentaler. Superjackpot!
Dann kamen zwei Pferde vorbei. Ich habe sie zu mir gerufen und das Kommando "waaaaiiiiit" (tiefe Stimme und lang gezogen) gegeben. Wait heisst hinsetzen und sich auf mich konzentrieren bis ich sie wieder freigebe. Hat super geklappt. Zu Pferden will sie nämlich immer sofort hin und versteht nicht, dass die einfach größere Füße haben als sie. Aber durch Schmerzen lernen ist bei Pferden halt irgendwie ne blöde Idee.
Dann kommt ein Labrador ums Eck gerannt. Sie war gerade auf mich konzentriert und er war schon fast bei uns, als ich sie "warnen" konnte. Dachte schon "oh Schreck. Hoffentlich erschreckt sie sich nicht!!" Ist aber nicht passiert. Sie hat ihn noch gesehen, hat freundlich geschnüffelt, sich unterworfen. Kein gepöbelt. Der Labrador hat sie dann weitestgehend ignoriert und sie ist ein paar Meter mit ihm mitgelaufen und hat sich gefreut wie ein Schnitzel. Dann war es an der Zeit, in verschiedene Richtungen zu laufen. Die Pfeife kam zum Einsatz und zu meiner Überraschung hat sie sich sogar abrufen lassen. Natürlich wurde das ausgiebigst belohnt.
Dann ging es zurück in den Stall. Genug Kopfarbeit für einen Tag und man soll ja aufhören, wenn es am besten ist. Im Stall gab es natürlich wieder extrem viele Reize. Und da kam dann auch wieder unser Problem zum Tragen. Sie sieht spielende Ponys und zack war sie im Tunnel. Sie wollte da hin und war für mich nicht mehr ansprechbar. Sie hat die 10 Meter ausgereizt und sich dann da reingehängt. Ich habe versucht, sie zu rufen. Ohne Reaktion. Ich habe ein Spielzeug in ihre Nähe geworfen in der Hoffnung, dass sie wenigstens kurz abgelenkt ist und von ihrem Ziel ablässt. Auch nicht geholfen. Weggehen ist in der Situation ja schwierig, weil ich sie ja dann zwangsläufig mitzerre.
Eine Stallkollegin hat mir da den Tipp gegeben, eine Wurfkette anzuschaffen. Ich war schockiert und habe an eine Kette gedacht, die man dem Hund hinterher wirft und ihm so ein Bein stellt. Sie hat mich ausgelacht und erklärt, dass es nur um das Geräusch geht. Eben zur Ablenkung. Was meint ihr? Wäre das eine Alternative? Aber ich will ja nicht, dass sie Angst vor etwas bekommt, das ich ihr hinterher werfe.
Also - wie bekomme ich einen Terrier aus seinem Tunnel? Und wie reagiere ich, bis ich mal an dem Punkt angekommen bin, an dem ich sie verlässlich aus diesem Tunnel rufen kann?
Der Tag hatte aber auch noch einen guten Abschluss. Ein anderer Stallhund kam und sie hat sich vorbildlich benommen. Kein Gepöbel und nichts. Allerdings wollte er nichts von ihr wissen und sie hat ihn etwas genervt. Er hat sich dann einfach auf die Bank verflüchtigt und sie ignoriert. Dann hat sie auch wieder Ruhe gegeben.
Noch weitere Infos. Momentan läuft sie nur an der Leine. Ausnahme ist, wenn ich alleine in der Reithalle bin (20x60 Meter). Da darf sie frei laufen. Und bei einer Freundin am Stall auch (nicht da, wo ich täglich bin), weil sie dort zuverlässig mit den Hunden meiner Freundin (Ridgeback Rüde, Labradorhündin, Bordercollie- und Pudelwelpe) mitläuft und nicht stiften geht.
Ich hoffe, ihr habt jetzt eine kleine Idee von der Situation!
Liebe Grüße
Kathie -
Ich finde es ganz schlimm, wie schnell hier Züchter und Käufer verurteilt werden. Jawohl, verurteilt! Der eine, weil er zu wenig bei der Aufzucht getan haben soll, der andere, wieso er so einen Hund kauft.
Hat sich schon einmal jemand Gedanken darüber gemacht, dass sich für den Junghund sein ganzes Leben verändert hat und er erst nach Orientierung suchen muss? Dass in dieser Phase viele Dinge schief laufen können?
Und auch der Züchter kann seine Sache toll gemacht haben. Wieso wird gleich von den schlechtesten Ausgangspositionen ausgegangen? Der Junghund hatte Halt durch seine Mutter und durch sein Rudel. Erst von Trennung an erfährt man, ob es sich eher um ein sensibeles oder sehr selbstbewusstes Exemplar Hund handelt und wie selbstsicher er in seiner Art ist. Und die wenigsten Welpen sind es!
Auch verändern Hunde im Verlauf ihrer Aufzucht ihr Verhalten. Vorher uneingeschränkt frech und ungehobelt, dann zum Sensibelchen werdend.
Warum gesteht man einem Junghund nicht ein, dass er unsicher in seiner Umwelt geworden ist; seine eigene Problemlösung findet und dann entsprechend dem gezeigten Wesen umerzogen werden muss.
Der problemlose, sich selbst aufgebende Welpe ist noch nicht erfunden. Es gibt sicher wenige Welpen die problemlos durch ihre Aufzuchtsphase schreiten; das aber an der Masse sicherlich scheidert, da der Mensch sich am anderen Ende der Leine befindet.
Es ist immer so schrecklich einfach, alles auf die Herkunft des Welpen zu schieben.
Jetzt dürft Ihr wieder ignorieren oder draufkloppen

-
Hey, Kathie,
das klingt doch schon viel netter und ist besser einzuschätzen ;-)
Könnte mir vorstellen, daß das insgesamt am Stück etwas zu viel ist für den Hund. Ohnehin schon etwas hochgedreht, weil Spaß gehabt und mit Dir trainiert, und dann plötzlich die Pferde, die miteinander rennen - reizt ja schon den Jagdtrieb im Terrier. Evtl. ne ruhige Pause dazwischen, wo ihr nur langsam irgendwo schlendert oder so.
Andererseits ist natürlich diese Situation noch relativ neu und aufregend: viele Leute, viele Pferde.....
Wenn Du sie im Stall (egal, welchem) halbwegs frei laufen läßt, lernt sie natürlich dabei, daß sie tun und lassen kann, was sie möchte - zu jedem Pferd hin, das vielleicht grad in die Halle geführt doer geputzt wird. Und auf einmal, an der Leine, darf sie nimmer hin und soll neutral sein. Könnte also das Lernen erschweren - warum darf sie mal hin und mal nicht, ist schwer zu verstehen für nen Jungspund.
Wenn sie übrigens grad bei Dir sitzt, und Du siehst nen anderen Hund kommen, der auf sie zurennt, würde ich umgehend Freigabe zum Laufen erteilen. Ansonsten ist sie gezwungen, aufzustehen, um auszuweichen, obwohl sie unter Kommando steht, oder traut sich nicht, auszuweichen, weil sie unter Kommando steht, und reagiert dann u.U. mal recht genervt dem Anderen gegenüber, der einfach so reinprescht.
Du sagst ja selbst, im Stall gibt´s extrem viele Reize. Evtl. würde ich hier den Hund erstmal im Auto lassen, und nur immer dieselbe 10-Minuten-Runde über den Hof drehen, um alles kennenzulernen, und damit der Hund sieht, es tut sich nichts Besonderes. Anschließend wieder ins Auto, sodaß sie gucken, aber nicht rennen kann, und sich an all die Bewegung und Tiere auf dem Hof gewöhnen kann, ohne hochzudrehen, einfach nur zusehend. Dann kommt sie gar nicht erst ins Rennen bzw. in diesen "Tunnel". Wenn das nicht reicht, weil sie beim Gucken schon hochfährt, dann Klappe zu, Decke über die Box, und nach der 10-Min.-Runde ins Auto schlafen schicken, um das alles zu verarbeiten. Wenn das klappt, mal wieder ne Viertelstunde, bevor Du gehst, Deckel auf, zugucken lassen. Wird sie unruhig - Klappe zu etc. Bis sie eben auch bei offenem Kofferraum ruhig bleiben kann.
Und versuch, wenn Du merkst, sie fährt langsam hoch, besonders aufmerksam zu gehen, und sie zu stoppen, bevor sie sich richtig reinsteigert. Guckt sie neugierig, der Körper wird ansgespannt, oder Du siehst ein rennendes Tier irgendwo, dann mach gleich irgendwas, das sie ablenkt, bevor sie in der Lenie steht, oder hol sie zu Dir. Du kannst laut quietschend in die andere Richtung rennen, Balli in Gegenrichtung werfen, o.ä., halt alles weg von dem auslösenden Reiz. So hast Du erstmal die Aufmerksamkeit, bevor sie sich reinsteigert. Allerdings würd ich sie lieber ruhig zu mir nehmen, solange das noch geht, denn wenn ein Terrier eh schon auf 180 ist bei Anblick von den Tieren, könntest ihn mit Balliwerfen (egal, wohin) auch noch zusätzlich hochdrehen. Aber ich denk, das muß man situationsbedingt entscheiden, ob der Hund ohne den Anreiz noch zu mir umschalten kann, oder schon so weit ist, daß nur ein geworfener Ball o.ä. ihn noch anspricht.
Ansonsten (wenn man mal alle Anzeichen nicht mitgekriegt hat dank eigener Ablenkung): einfach in solchen Situationen stehenbleiben, wenn sie in der Leine hängt. Irgendwann wird sie merken, daß es nicht weitergeht, und verwundert zu Dir gucken - und wenn´s nach 30 Minuten ist, dann stehst eben so lange (die Zeit kann man ja mal ne Weile einplanen). Und sobald sie guckt, ruhig bestätigen, z.B. mit nem langgezogenen tiefen (damit sie ruhig bleibt!) "feeeeein", und im gleichen Atemzug herholen, sei es mit der Leine oder mittels Kommando, was eben funktioniert in dem Moment. So lernt sie nach ner Weile selbst, sich wieder zu beruhigen und auf Dich zu konzentrieren, und das wird immer eher der Fall sein. Irgendwann werden auch spielende Pferde ganz normal sein, wenn sie so oft mit Dir zusammen dort ist.
Das restliche Training von Euch hört sich sinnig an, kann da nix finden, wo ich was sagen würde. ;-)
Hilft Dir das vielleicht ein bisserl weiter?
-
Hallo BieBoss,
ja, hilft schon sehr viel weiter.
Allerdings bin ich gerade richtig frustriert. War mit ihr draussen und heut war echt nicht unser Tag. Die Wiese zum Üben war von mir allerdings auch selten dämlich ausgewählt. Bei den frühmorgendlichen und spätabendlichen Gassirunden ist mir nie aufgefallen, wie viele Mäuselöcher da sind. Und dann die Raben. Heut hat mal überhaupt gar nichts geklappt. Nichtmal das sonst so gut funktionierende wait. Auf die Pfeife hat sie gleich null reagiert und auch mich hat sie gar nicht beachtet. Sie war nur am rumrennen und schnüffeln und wollte Sachen jagen.
Natürlich ist mir klar, dass es immer wieder Rückschritte geben wird. Aber muss es denn gleich so gravierend sein? Maaaaaannnn

Habe heute endlich mal ihre Transportkiste fürs Auto aufgebaut. Bisher war sie angeschnallt in einer kleineren Transportbox auf dem Beifahrersitz gestanden, weil die Kiste noch nicht da war. Bin ja schon mal gespannt, was sie dazu sagt. In der Wohnung findet sie sie überhaupt nicht spannend. Hat sich vorhin schon ein paar mal freiwillig zum Schlafen reingelegt. Ist ja schon mal kein schlechtes Zeichen.
Bis später!
Liebe Grüße
Kathie -
-
Wow Bieboss,der Bericht war lange und auch nicht für mich bestimmt,aber es sind ein paar tolle Tipps drin.
Habe einen Terrier Mix und wir haben schon einige Probleme im Griff,aber man lernt ja gerne neue Sachen dazu.
L.G.Storbi -
Zitat
Allerdings bin ich gerade richtig frustriert. War mit ihr draussen und heut war echt nicht unser Tag. Die Wiese zum Üben war von mir allerdings auch selten dämlich ausgewählt. Bei den frühmorgendlichen und spätabendlichen Gassirunden ist mir nie aufgefallen, wie viele Mäuselöcher da sind. Und dann die Raben. Heut hat mal überhaupt gar nichts geklappt. Nichtmal das sonst so gut funktionierende wait. Auf die Pfeife hat sie gleich null reagiert und auch mich hat sie gar nicht beachtet. Sie war nur am rumrennen und schnüffeln und wollte Sachen jagen.In solchen Situationen kann man einen Terrier ganz einfach, ganz wunderbar müde machen. Meiner lernt seit seinem ersten Tag bei mir Impulskontrolle und Ruhe. Nun ist er aber schon 7 und durfte sein Leben lang Bällchen jagen z.B.
Hast du also eine solche Situation: Ruhe üben. Leine kurz, gar nicht rufen, schon gar nicht pfeifen (nur pfeifen wenn du sicher bist dass sie kommt im Aufbau) und dann auf die Leine stellen, sodass sie einen Radius von vllt einem Meter hat. Am besten nimmst du dir ein Buch mit, denn es könnte dauern. Jetzt heißt es nämlich für dich: "wait". Warten bis sie sich ruhig verhält. Sie muss nicht entspannen, aber sie soll einfach an lockerer Leine neben dir sein. Wenn sie dann mal ruhig ist nimmst du die Leine auf, machst auf dich aufmerksam durch Loben o.Ä. und machst vielleicht eine Übung mit ihr. Sei es nur "Sitz". Wenn sie direkt hochfährt einfach wieder Fuß auf die Leine und abwarten. Wichtig ist die Signalwirkung. Fuß auf der Leine: Ruhe, nichts passiert. Leine in der Hand: Action mit Frauchen. Action muss nicht hochfahren sein sondern halt eine Aufgabe. Vielleicht habe ich es überlesen, aber machst du mit ihr Impulskontrollübungen am Dummy oder Ball? Also sie muss warten bis sie was holen darf?
Der Terrier darf bei mir ruhig hochfahren, aber nur soweit, dass er meine Kommandos noch "rafft". Anfangs konnte er beim Anblick seines Napfes nicht mehr sitzen vor lauter Aufregung.Was du dir bewusst machen solltest, was ja auch vorher schon kam: Terrier sind dafür gezüchtet selbstständig zu sein. Versuche vielleicht auch dich selbst ein wenig zu disziplinieren, ruf sie nicht 10 Mal hintereinander und "störe" sie etwas weniger. Verlange aber im Gegenzug konsequent dass sie kommt wenn du rufst. Und sei halt auch wirklich konsequent, kommt sie nicht beim ersten Rufen geh hin, sammle sie wortlos ein. Ein Terrier ist viel zu clever um dir Inkonsequenz durchgehen zu lassen.
Meine Tips beziehen sich lediglich auf das Abrufen und freie laufen

P.S: lass ihr bitte nicht die 10 Meter wenn sie abdreht bei den Pferden, damit kann sie sich quasi noch bestätigen weil sie ja volle Bewegungsfreiheit hat und rennen kann
-
Hallo Catta,
danke für deine Antwort! Nein, Impulskontrolle mache ich bisher nicht wirklich. Es gibt ein paar Rituale, bei denen sie warten muss. Z.B. zum Anleinen vor dem Gassigehen und auch beim Nachhausekommen. Da muss sie - unabhängig vom Wetter - erst mal wieder "wait" machen, Füße abputzen, warten, dann erst Leine ab. Beim Spielen habe ich es bisher so gehalten, dass sie sitz machen muss, Spielzeug hergeben, aber dann darf sie direkt hinterher laufen.
Ich muss dazu aber auch sagen, dass sie am liebsten alleine spielt. Da ist sie witziger weise nicht so wild drauf, Sachen hinterher zu hetzen. Bzw. ist es schon toll, wenn ich was werfe, aber wenn sie es hat, spielt sie am liebsten alleine damit weiter. Also mit der Werferei kann man sie nicht wirklich beeindrucken.
Aber mal noch was anderes. Wie macht ihr das denn mit der Belohnerei. Scotti steht total auf Emmentaler. Das ist dann immer der Jackpot. Aber sie ist ja so ein kleiner Hund. Das hat ja alles Kalorien bis zum abwinken. Und ich hab sie vorgestern beim Fressnapf mal wieder auf die Waage gestellt und mit ERSCHRECKEN festgestellt, dass ich ihr schon ordentlich was auf die Rippen gefüttert hab. Sie ist zwar auch gewachsen, aber nicht SOOO viel. Im Prinzip würde wohl schon der Käse für unser mittägliches Training den Kalorienbedarf decken. Wie macht ihr das denn? Morgens und abends dann nur fürs Ritual ein paar Krümel füttern und den Rest für die Kekse zwischendurch aufheben? Weil ich brauch ja was, um sie dann auch wirklich zu belohnen, wenn sie denn mal genau das macht, was ich von ihr möchte. Oder nicht?!?!

-
Huhu,
also Neo steht auf alles wo er seine Nase benutzen darf, da wird dann auch mit mir "gespielt"
Total beliebt ist hier Futterbeutel apportieren, oder ihn im Wald/Feld oder auch Wohnung/Garten suchen! Wenn du jetzt nicht richtig apportieren möchtest, sondern nur für "euch" bisschen Spaß haben willst, eignet sich das super.
Neo neigt auch zum dick werden, ich habe ihm am Anfang nur auf Spaziergängen und bei Übungen gefüttert, abends gabs dann Buttermilch und die restlichen Brocken vom Futter, damit ich die Pfeife konditionieren konnte. Ich würde den Emmentaler ganz ganz klein schneiden, winzige Brocken, kommt ja nur auf den Geschmack nicht die Größe an! Frisst sie Karotten oder Gurke, eignet sich sonst auch sehr gut.
-
Karotten leider gar nicht. Hab ihr schon erklärt, dass das noch kommen muss, wenn sie ein echter "Stallhund" werden will. Stallhunde stehen witziger weise alle total auf Karotten

Das mit dem Futterbeutel hab ich auch schon überlegt. Dass sie eben alles Futter nur aus dem Beutel bekommt, so wie man es beim Rütter immer sieht.
Habe mir heute die Hundeflüsterin vom ZDF angeschaut mit ihrem "SCHHH" und habe das beim Gassigehen an der kurzen Leine gleich mal geübt. Immer wenn sie an mir vorbei ist, vor sie und SCHHH. Und siehe da. Nach 20 Metern hatte sie das Prinzip erkannt, ist ohne an der Leine zu zerren auf maximal Knöchelhöhe gelaufen und als dann wieder eine Situation kam, die ihr unheimlich war (schwach beleuchteter Weg und es kamen uns Menschen entgegen), hat sie wieder leicht angefangen zu knurren. Ich habe mich zwischen Sie und die Menschen gestellt, SCHH gesagt, dann weiter. Und prompt ist sie ohne zu mucken mitgekommen. Seither hängt sie mir am Rockzipfel, wie ich es von ihr gar nicht kenne. Echt unglaublich, was man mit ein bisschen Körpersprache erreichen kann. Man lernt echt nie aus. :)
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!