• Mein Beileid. Ich wüsste auch nicht, wie ich mich da verhalten würde. Alles noch einmal machen, was der Hund liebt. Nie lange weg fahren, um ihn nicht alleine zu lassen. Nur noch das Lieblingsfutter und so viele Leckerlies wie er will.

    Ich hoffe ihr habt noch eine schöne Restzeit und dass er am Ende einfach friedlich einschlafen kann.

  • Wie wurde denn festgestellt, dass es ein Tumor ist?

    Fricka wurden noch 6-8 Wochen gegeben, und als hätte sie´s verstanden, hat sie noch 7 Wochen gelebt. Sie hatte ein Osteosarkom.
    Mit Alma hatte ich nach der Diagnose "Lebertumor" noch 5 Minuten, dann war sie tot.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mir bei Fricka leichter gefallen ist, da ich mich lange mit dem Gedanken befassen konnte. Alma wurde mir regelrecht entrissen, und darüber bin ich immer noch nicht hinweg.

    Ich wünsche dir, dass ihr beide noch eine schöne und intensive Zeit zusammen habt, egal, wie lange sie noch lebt.

  • Also, sie wurde am Freitag, den 10. Januar, vor ner Woche, operiert. Heute ist Sonntag, und Dienstag lass ich die Fäden ziehen.
    Es ging ihr zunehmend schlechter, und ich wurde auch immer saurer, warum ich nur mit Schmerzmitteln abgespeist und nach Hause geschickt wurde. :-/ Donnerstag war dann wieder so ein ganz schlechter Tag, ähnlich wie am 29 Dezember, und ich entschied mich, sie am Bauch operieren zu lassen. Am Wochenende hatte ich dann auch Zeit, mich richtig um sie zu kümmern, usw. .
    Freitag abend hat die Tierärztin noch zwei Stunden hin und her palawert, ich hab aber drauf bestanden. Nach einem weiteren Ultraschall und Blutabnahme wurde es dann gemacht, und es stellte sich heraus, dass es ein tomoröser Eierstock war, der diese enormen Beschwerden, also Schmerzen mit Kreislaufschwäche verursachte. Also es wurde dann, wie schon im Dezember besprochen, die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt, und die Milz.
    Sonnabend Mittag durfte ich sie dann wieder abholen von der Klinik, sie hat wohl die Nacht sehr lange gebraucht, um zu sich zu kommen.
    (Was ich jetzt mal sagen muss, auch wenn es unpassend zum Thema ist, aber ich muss es loswerden, auch wenn es vergleichsweise 'unwichtig' ist: es war den ganzen Vormittag keiner mit ihr draußen, sie hat direkt vor der Klinik an der Mauer einen riesen See gemacht. :ua_angry: Es fällt mir so schon schwer, sie dort zu lassen, aber wenn ich merk, es wird sich nur halbherzig pflegetechnisch gekümmert, ist das echt nicht so toll.)
    Einen Tag nach der OP ging es ihr jedenfalls schon deutlich besser, mal abgesehen vom Wundschmerz, der noch so vier Tage anhielt, dann kam noch mal ne deutlich sichtbare Steigerung des Befindens.
    Also von wegen, sie stirbt während oder nach der OP! :mocken: Ick kenne meinen Hund.

    Aber zum ersten Mal kamen mir (FAST) die Tränen, als ich sie 'übergeben' habe, und rausgegangen bin. Ein 'Tschüß' zur Tierärztin oder zu meinem Hund hab ich nicht mehr rausgebracht.

    Die eingekapselte Flüssigkeitsansammlung wurde übrigens am offenen Bauch nicht gefunden.
    Der Eierstock wird ins Labor geschickt.
    Um die Milz gab es keine sichtbaren Knoten oder tumoröses Gewebe oder Punkte.
    Eine Chemotherapie/Bestrahlung/OP des Lungentumors würde in einer Spezialklinik, so wurde mir gesagt, mehrere Tausend Euro kosten.

  • Ja, danke.
    Fäden sind raus, die nächsten Nächte lass ich ihr aber noch den Trichter drum.
    Heute hat sie wie ein junger Hund im frischen Schnee getobt, und mich zum Spielen animiert. Voll schön. :fondof:
    Also es geht ihr wieder gut, den Umständen entsprechend.

  • Ich finde es krass, wenn man bedenkt, dass die TÄ an dem OP-Freitagabend mir vorher mehrmals vorsichtig nahegelegt hat, den Hund evtl. einschläfern zu lassen. Auch Verwandte von mir haben sich hinterher so geäußert "naja .... , wenn es mein Hund gewesen wäre, hätt ich ihn wahrscheinlich auch nicht einschläfern lassen ...". :ua_angry:
    So als wenn ich aus egoistischen Gründen den Hund weiterleben lasse, und ihm diese schwere Operation zumute. Ich habe dann erklärt, dass ich auch sehr gut ohne Hund leben kann, und dass ich die OP hab machen lassen, weil es für mich eine ganz klare, eindeutige Sache war, die zu beheben war.
    Die TÄ meinte (sinngemäß), dass ich nicht so ganz im Blick hätte, dass die Chancen schlecht stünden.
    Das gibt mir erschreckende Einsicht in die alltägliche Praxis des Tiere-Einschläferns. Lohnt nicht mehr. Weg damit. Neues her.
    Selbst wenn Jacky morgen sterben würde, hätte sie anderthalb Wochen Leben gehabt. Ein gutes Leben, in einem wesentlich besseren Gesundheitszustand als vor der OP.

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