Aufmerksamkeit draußen trainieren - mit Futterbeutel?

  • Zitat

    Dein Hund findet es bestimmt auch interessant, wenn DU mal eine interessante Stelle zum Schnüffeln "findest". Meine Hündin kommt ziemlich schnell angeflitzt, wenn ich mal ganz auffällig "Schnüffelgeräusche" mache. Da liegt dann natürlich immer was Interessantes am Boden.

    Wenn sie sich hinter dir festschnüffelt und du möchtest das nicht, dann verwende doch das Kommando "weiter".

    Das ist ne coole Idee. Muss ich morgen mal ausprobieren :smile:
    Weiter kennt sie, das ist nicht so das Problem. Sorgt aber nicht dafür, dass sie mit mir arbeitet ;)

  • Ich würde das an deiner Stelle mal ausprobieren, wie du selber schon sagst: Den Futterbeutel mit raus nehmen und nur noch draußen daraus das Futter geben.

    Hunde verknüpfen Sachen gern mit der Umgebung. Wenn ich z.b. nur auf einem bestimmten Teppich mit meinem Hund das Kommando Sitz üben würde, würde der Hund höchstwahrscheinlich nur auf diesem Teppich Sitz machen, weil er das Kommando mit dem Teppich verknüpft. Ähnlich verhält es sich viell. mit dem Futterbeutel.

    Und natürlich finde ich es nicht schlimm, wenn Hund in der Gegend schnüffelt. Ich lass meine immer überall schnüffeln, außer an Ausscheidungen anderer :D - für Hunde ist das eine wichtige Beschäftigung.

  • Hm, also ich würde, wie ja schon geschrieben wurde, das Training mit dem Futterbeutel nach draußen verlagern. Einmal verstanden, mögen die meisten Hunde den Futterbeutel eigentlich sehr gerne.

    Aber ich muss auch sagen, dass mein Hund nicht stundenlang irgendwo stehen und schnüffeln würde - und schon gar nicht, wenn ich schon 100 m weg bin. Ich würde ihn zu mir rufen, wenn ich drohe den Einflussbereich zu verlassen, und wenn er nicht spätestens bei der zweiten Aufforderung zu mir kommt, würde ich dafür sorgen, dass er sich strammen Schrittes auf den Weg macht.

    Natürlich ist Schnüffeln für den Hund sehr wichtig, aber ich finde, dass er mich dabei nicht vergessen sollte. Es kann ja auch mal etwas sein und da will ich nicht erst betteln und beten müssen, bis der werte Herr / die werte Dame sich freundlicherweise auf den Weg macht.

    Und die Idee, das Schnüffeln als Belohnung einzusetzen, finde ich toll. Meine mag Futter auch nicht so gerne und schon gar nicht in stressigen Situationen. Da nutze ich als Belohnung, dass sie hinterher ihren Stress "abschütteln" darf. Also entweder rennen oder auch Zerrspiele oder auch mal Balgen am Menschen. Es macht wirklich Sinn, zu schauen, was der Hund in dem Moment wirklich will. Spielzeug und Fressen sind nicht immer die erste Wahl.

  • Zitat

    Aber ich muss auch sagen, dass mein Hund nicht stundenlang irgendwo stehen und schnüffeln würde - und schon gar nicht, wenn ich schon 100 m weg bin. Ich würde ihn zu mir rufen, wenn ich drohe den Einflussbereich zu verlassen, und wenn er nicht spätestens bei der zweiten Aufforderung zu mir kommt, würde ich dafür sorgen, dass er sich strammen Schrittes auf den Weg macht.

    Natürlich ist Schnüffeln für den Hund sehr wichtig, aber ich finde, dass er mich dabei nicht vergessen sollte. Es kann ja auch mal etwas sein und da will ich nicht erst betteln und beten müssen, bis der werte Herr / die werte Dame sich freundlicherweise auf den Weg macht.

    Und genau da vergisst sie mich leider häufig... Der Super-Abruf würde dann schon funktionieren, aber nicht mehr lange, wenn ich ihn 50mal am Tag anwenden müsste...
    Deshalb versuch ich jetzt folgendes: Umorientierungen zu mir werden wieder häufiger geclickert. Ziel wäre, dass ich später vielleicht nur noch schnalze, um sie darauf aufmerksam zu machen näher zu kommen. Futter gibts nur noch draußen (Herr schenke mir Kraft ;) ). Das apportieren drinnen fand sie am Anfang auch doof mittlerweile liebt sie es. Ich glaube da muss ich sie ein bisschen zu ihrem Glück zwingen.

    Wie es heute gelaufen ist:
    Vormittags wollte ich sie draußen mal einfach machen lassen. Wir waren fast eine Stunde draußen und sind etwa 1km vorwärts gekommen... Nachdem sie einige Zeit geschnüffelt hat, hab ich den Futterbeutel rausgenommen und selbst damit gespielt. Sie war kurz interessiert und ich hab probeweise mal geworfen. Sie hinterher, wollte gerade den Beutel aufnehmen - halt da riecht es interessant :headbash: Danach war der Beutel erstmal wieder uninteressant... Mit attraktiveren Leckerlies haben wir dann etwas Hindernislauf im Wald gemacht.
    Nachmittags sind wir dann "normal" spazieren gegangen. Apportieren hab ich erstmal sein gelassen und ihr Futter aus dem Beutel für einfache Dinge wie Sitz und kurzes Bei-Fuß angeboten. Wollte sie nicht, iiihhh normales Trockenfutter, wieso gibts keine Wurst?
    Gerade eben waren wir nochmal draußen sind aber auf unserem Grundstück geblieben. Sie hat etwas, ohne große Begeisterung, apportiert. Hungrig ist wohl was anderes...
    Ich hoffe morgen frisst sie mehr, lange halt ich das nicht durch :roll:

  • Zitat

    Würde ich sie nicht nach 100m mal erinnern, dass sie gerne näher zu mir kommen könnte, würde sie da stehen bleiben und ich könnte alleine weiter gehen :roll:

    Zitat

    Ziel wäre, dass ich später vielleicht nur noch schnalze, um sie darauf aufmerksam zu machen näher zu kommen.

    Warum sollte sie von sich aus auf dich achten, wenn Du ihr immer mitteilst: Hallo, ich bin jetzt etwas weiter gegangen, komm doch bitte mit....

  • Ich habe mit Simba da ein sehr änliches Verhalten. Ich baue immer wieder kleine Sequenzen ein, wie eben auch Suchspiele, Tricks, etwas Unterordnung, renne gemeinsam mit ihm, mach bischen action und gebe ihm dann wieder das Kommande seinen eigenen Weg gehen zu dürfen. Mit kleinen Geräuschen, motiviere ich ihn, wieder auf mich zu achten, wenn er zielstrebig weiter läuft ohne sich mal umzudrehen.

    Wenn er zu weit weg ist, dann verstecke ich mich, gehe wieder in die andere Richtung oder renne einfach schnell weg, das hört er sofort und flitzt mir wieder hinterher...

    Jedoch braucht man auch viel Geduld und muss dem Hund Zeit lassen

  • @ borderlunde: Ich bin mir nicht sicher ob ich deine Frage richtig verstehe...
    Vielleicht liegt das daran, dass ich gerne doppelt arbeite? Ich möchte, dass sie sich etwas näher an mir orientiert, deshalb clickere ich das freiwillige Umorientieren zu mir. Gleichzeitig finde ich es aber nicht schlimm sie in einer reizstarken Umgebung dabei zu unterstützen, z.B. durch ein Schnalzen.

  • Ach warte, jetzt hab ich verstanden was du meinst :headbash:
    Ja hast du natürlich Recht. Ich rede generelle zu viel mit ihr :ops: Deshalb versuch ich jetzt nochmal die freiwillige Umorientierung zu clickern und mich ansonsten stiller zu verhalten.

  • Hast Du schon mal gar nichts zu ihr gesagt und bist dann einfach schnell weitergegangen?
    Und, wenn sie dann hinter Dir hergerannt ist, hast Du ihr dann entweder ein Superleckerlie gegeben oder ein tolles Spielchen mir ihr gemacht (kurz aber aktiv)?

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