Aufmerksamkeit draußen trainieren - mit Futterbeutel?

  • So kurz zur Info: Mein Mädchen ist jetzt gute sieben Monate alt und lebt bei mir, seit sie 12 Wochen alt ist. Von Zeit zu Zeit (oh ja heute ist so ein Tag ;) ) bin ich für Mia draußen so mit das uninteressanteste was es gibt. Ich bin auf der Suche nach Ideen und Anregungen wie ich Spaziergänge für uns beide interessanter machen kann.

    In der Wohnung ist Mia spitze. Wir üben seit einigen Wochen drinnen mit dem Futterbeutel, da ich es nicht geschafft habe ihr auf anderem Wege apportieren beizubringen. Die Arbeit klappt jetzt auch schon sehr gut. Sie freut sich, wenn ich den Beutel raushole und sucht mittlerweile auch sehr konzentriert. Mia ist (leider?) nicht gerade das was man Futter-besessen nennt. Mittlerweile ist das apportieren wohl Belohnung genug für sie. Gerade morgens verzichtete Mia häufig auf die Mahlzeit, die sie verdient hätte.
    Drinnen können wir auch wunderbar zusammen spielen, raufen und zergeln. Sie lässt sich drinnen auf verschiedene Art und Weise motivieren und belohnen.

    Draußen sieht das anders aus. Denn draußen zählt nur eins: schnüffeln :roll:
    Der Grundgehorsam sitzt schon eigentlich gut. Der Super-Abruf (Pfeife) sitzt, wird aber möglichst selten, maximal 1-2 mal am Tag benutzt. Ist sie frei läuft sie eigentlich immer hinter mir. Wenn sie was interessantes riecht könnte sie da stundenlang stehen bleiben. Und es riecht alle zwei Meter interessant... Würde ich sie nicht nach 100m mal erinnern, dass sie gerne näher zu mir kommen könnte, würde sie da stehen bleiben und ich könnte alleine weiter gehen :roll:

    Ich würde gerne die geistige Auslastung, die momentan so gut wie nur drinnen stattfindet, nach draußen verlegen. Wahrscheinlich egoistisch von mir, aber ich hätte gerne spannendere Spaziergänge und einen Hund der draußen mehr bei mir ist.
    Sie hat ja jetzt wochenlang ihr Futter nur aus dem Beutel bekommen. Sie ist drinnen (und im Garten) hoch motiviert sobald ich mit dem Beutel ankomme.
    Heute hab ich mal versucht den Futterbeutel mit raus zunehmen. Mia hat den Beutel kurz angeguckt und ist dann ihr Ding machen gegangen. Das hat mich leicht frustriert...

    Jetzt überlege ich gerade nur noch draußen aus dem Beutel zu füttern. Dann würde Mia, wie ich sie kenne, wohl die nächsten Tage nix fressen... Ich fühl mich bei dem Gedanken jetzt schon schlecht...
    Vielleicht hat aber jemand noch eine andere Idee, was ich draußen mit ihr machen könnte. Bei ihrer Schnüffel-Sucht wäre ja vielleicht Fährten noch etwas für uns. Freu mich auf Anregungen ;)

  • Dein Hund ist nun in einem Alter, wo er bzw sie ihren Radius erweitert. Jetzt fängt sie an, die grosse weite Welt zu entdecken.
    Ich glaub, die Spaziergänge sind für deinen Hund durchaus spannend.

    Das Schnüffeln kannst du sehr gut als Belohnng benutzen.

    Erkundet doch gemeinsam die Gegend. Mit kleinen Trainingseinheiten, ranrufen, oder Impulskontrollübungen.

  • Das schnüffeln, auch weit von mir entfernt, hat sie schon mit 15 Wochen gemacht :headbash:

    Schnüffeln als Belohnung einzusetzen hab ich hier glaub ich schon mal in einem Thread gelesen. Den find ich aber leider nicht mehr.
    Was mich daran etwas verwirrt ist, dass ich diese Belohnung ja irgendwie nicht zielgerichtet einsetzen kann. Schnüffeln kann sie ja auch ohne Erlaubnis...

    Wie genau meinst du dieses gemeinsame Erkunden? Theoretisch braucht sie mich ja nicht dafür. Vielleicht steh ich gerade auf dem Schlauch...

  • Klar kann man Schnüffeln zielgerichtet als Belohnung einsetzen.

    Entweder man verlangt erst kurze, später längere Phasen der Mitarbeit und Konzentration und belohnt das mit der Freigabe zum Schnuppern, oder man nutzt den Hund des Hundes JETZT genau da schnüffeln zu wollen. Dann kann man nach einer kleinen Konzentrationsaufgabe genau diese begehrte Stelle erlauben.

  • Zum Beispiel.
    Im Grunde kann alles mögliche für den Hund belohnend sein.
    Auch das vorausschicken zum Beispiel.
    Es geht halt darum, dem Hund klar zu machen, dass es sich für ihn lohnt zu kooperieren.

  • Bis vor Kurzem war es bei uns ähnlich, aber es wird jetzt besser.
    Auf Anraten des Trainers hat Zoey Futter nur noch draußen bekommen und nur aus dem Beutel. Wenn sie nicht mitmachen wollte, ist eben eine Mahlzeit ausgefallen.
    Inzwischen liebt sie den Beutel auch draußen, man kann ihn gut verstecken oder werfen oder Impulskontrolle etc üben, was sie geistig auch gut fordert.
    Wenn es dir wichtig ist, versuch es vielleicht mal?

    Ansonsten schmeißen wir immer wieder Futterstückchen in die Wiese oder friemeln sie in Baumrinde und sie muss suchen und am Baum ein bisschen hoch. Solange es immer was anderes ist (mal Käse, mal Würstchen, etc), wird es ihr auch nicht langweilig.
    Oder eine Spur mit Würstchenwasser legen und dort immer wieder Würstchenstücken verteilen.

    Meinst du sie würde darauf anspringen?
    Und immer loben, wenn sie zu dir schaut :)

  • Dein Hund findet es bestimmt auch interessant, wenn DU mal eine interessante Stelle zum Schnüffeln "findest". Meine Hündin kommt ziemlich schnell angeflitzt, wenn ich mal ganz auffällig "Schnüffelgeräusche" mache. Da liegt dann natürlich immer was Interessantes am Boden.

    Wenn sie sich hinter dir festschnüffelt und du möchtest das nicht, dann verwende doch das Kommando "weiter".

  • Ich würde mir wünschen, dass wir mit dem Beutel irgendwann draußen so gut arbeiten können wie drinnen. Draußen wären so viele Möglichkeiten zum verstecken ;)
    Vielleicht fang ich erstmal an unsere normalen Übungseinheiten in die Auffahrt zu verlegen und uns dann langsam vorzuarbeiten...

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