9-monatigen Hund wie Welpen erziehen?

  • Ich hoffe, das Thema passt hier rein oder in Erziehung?!

    Hallo, ihr lieben Hunde"profis" und Liebhaber...

    ich heiße Lissie, bin aus Hamburg und habe seit gestern einen total unerzogenen, wunderbaren, zauberhaften, kleinen, knapp 9-monatigen Jack-Russell-Shih-Tzu-Mischling. er ist zuckersüß, aber kann nicht wirklich viel, kaum Kommandos, was gar nichts macht und es für mich auch ok ist, da er das sicher noch lernen kann. Er ist super-süß und will am Liebsten nur schmusen. Richtig knuffig.

    Er wurde vermutlich (also eigentlich weiß ich es!) nicht gerade gut gehalten, hat auch ein bissl Angst, und war nicht viel draußen, er ist noch nicht einmal gechipt! :( Dafür hört er ganz prima auf seinen Namen. :)

    Ich wollte mir einen Hund zulegen und habe dann von dem hier gehört und habe ihn einfach genommen, um ihn aus DIESER Familie zu nehmen.. ging alles ganz schnell... und etwas unüberlegt, aber ich musste ihn "retten" (was sich total übertrieben anhört, aber ihr wisst, was ich meine.

    Er muss dringend lernen, ein paar Stunden allein zu sein.
    Ich habe Zeit, also muss nicht von heut auf morgen, aber er muss es lernen.
    Dazu habe ich heute ein paar Artikel gelesen.
    Der eine sagte aus, man solle einfach raus, ohne sich zu verabschieden und dann wiederkommen und gleich ein Leckerli geben. Der andere allerdings sagte, man solle den Hund in der Korb schicken (wobei P, mein Hündchen, seinen Korb nicht mit dem A anguckt und erst einmal da drinnen war und auch keine Anstalten macht, darein zu gehen), sich verabschieden und nicht beachten beim wiederkommen... hmmmm..... und noch einer: Gehen und wiederkommen ohne Verabschiedung und ohne Begrüßung! Puh, bin ich durcheinander!
    Was meint ihr?

    Jetzt habe ich endlos viele Fragen, die ich hoffentlich gleich stellen darf.

    Vielen lieben Dank
    Lissie

    PS, ich finde die Suchfunktion nicht! :hilfe:

  • Hallo, die Suchfunktion funktioniert zur Zeit nicht. In der Knowledge Base gibt es eine Anleitung zum Alleine bleiben üben.

    https://www.dogforum.de/alleinebleiben…ung-t62763.html

    das mit dem Verabschieden oder nicht muss jeder selber sehen wie es für ihn und seinen Hund funktioniert. ich persönlich sage nichts und ignoriere meinen Hund auch wenn ich wieder komme erst mal ein wenig, weil wir anfangs echt Probleme mit dem Thema hatten und ich ihm vermitteln möchte, dass es ja gar nix besonderes ist wenn ich komme und gehe.

  • Die Suchfunktion ist im Moment deaktiviert, da es zu Serverproblemen kam. :)

    Zum Thema allein bleiben. Jeder Hund ist anders, sieht auch das Alleine bleiben anders. So kann es vorkommen, dass der Hund wenn du ihm nach dem Zurück kommen ein Leckerlie gibst, anfängt sich hochzuschaukeln, weil nach dem Alleine bleiben etwas tolles (Leckerlie) passiert. Aber das will man nicht. Man möchte, dass der Hund das Allein bleiben als etwas völlig alltägliches und normales versteht.

    Bei meinem Rüden habe ich damals viel falsch gemacht. Ich habe ihn die erste Zeit gar nicht allein gelassen (denn er sollte sich erst eingewöhnen) und dann später ging es nur schleppend voran. Er kann heute zwar allein bleiben ohne was zu zerstören oder der Nachbarschaft lautstark mitzuteilen, dass er alleine ist. Aber er ist nie entspannt dabei und immer auf Hab-Acht.

    Meine Hündin hingegen habe ich gleich am ersten Tag eine halbe Stunde alleine lassen müssen und bis heute rollt die sich einfach auf ihrem Platz zusammen und pennt bis ich wieder komme. Heißt natürlich nicht, das man das einfach so machen sollte, aber das man gar nicht lang anfängt und den Hund einfach mal für den Weg zum Mülleimer oder in den Keller (als Beispiel) allein läßt. Ohne großem Trara, einfach Tür zu und weg. Auch kein ewiges auf den Platz schicken vorher oder verabschieden und auch kein "Sei schön brav, ja! Schön lieb sein ich bin gleich wieder da!" Und spätestens dann wirst du merken, wie dein Hund reagiert und wie du mit ihm arbeiten musst, damit er das Alleine bleiben akzeptiert.

    Und nein, bei uns gibt es keine Begrüßung wenn ich wieder komme, weil sich der Rüde gleich daran hochschaukelt. Bei anderen Hunden ist Begrüßen kein Problem.

  • DAmit die Überschrift auch zum Thema passt,

    wollte ich eigentlich auch fragen, ob man mit P genauso anfängt, wie mit einem Babyhündchen, aber eigentlich eine doofe Frage, ist ja klar, wie den sonst, ne?! Bitte ignoriert die Überschrift sonst.... hab das Hirn jetzt auch angeschaltet! ;)

    Noch einmal ganz kurz hinterher geschoben.
    Er verfolgt mich auf Schritt und Tritt. auch wenn er einschläft und ich das Zimmer verlasse, kommt er sofort!! hinterher... Ich muss schnell anfangen, befürchte ich. Vor Jahren hatte ich auch mal einen "Pflegewelpen" den konnte ich wirklich keine Sekunde alleine lassen ohne dass er stundenlang geweint hat.. und das nicht gerade leise :(

  • Willkommen bei uns,

    na ja, das hinterher laufen hat auch damit zu tun, das die Situation neu ist und er unsicher.... auch wenn es anders scheinen mag.

    Mein Lucas (etwa 3 bis 4 Jahre alt) ist nun seit gut 8 Wochen bei mir und erst seit etwa 14 Tagen beginnt er, sich mal woanders aufzuhalten als ich, aber uch nur, wenn ich beschäftigt bin. Seit einigen Tagen geht er bewusst mal aus dem Raum in dem wir sind und legt sich woanders hin. Heute ist er zum allerersten Mal liegen geblieben, als ich die Haustür geöffnet habe um etwas vom Flur zu holen.

    Sicherheit für den Hund dauert seine Zeit, er muss erst die Tagesabläufe kennen und sich an ihnren orientieren. Morgens etwa, da weiß er das ich nach dem Aufstehen ins Bad gehe um zu duschen, da bleibt er im Schlafzimmer, ganz entspannt, mittlerweile auch, wenn ich die Küchentür öffne, weil ich dort die Heizung anschalte.... alles braucht seine Zeit.

    Auch wenn Dein Hund es in der anderen Familie nicht so optimal gehabt haben mag, es war sein zu Hause, alles war vertraut und somit gut.

    Du sollest allerdings von Beginn an wissen, was er später einmal tun oder lassen soll und das auch so handhaben. Beispiel, wenn Du nicht willst, das er auf das Sofa darf, dann lass ihn auch jetzt gleich nicht drauf, sondern gar nicht..... Sitz und Platz und all die Dinge, die den Alltag erleichtern, ich hab sie mit meinen Hunden immer in der jeweiligen Situation geübt, in der ich es brauchte. Sitz beim Anleinen - das haben alle immer scher schnell begriffen, mit Leckerlies zur Unterstützung meist in ein, zwei Tagen.

    Allein bleiben, Lucas weint kurz, wenn ich gehe - ich sage immer den gleichen Satz "ich komme wieder" und dann gehe ich, kurz und schmerzlos.... ich weiß von meinen Kindern, das er sich dann hinlegt, zur Tür hört und ein wenig jammert.... aber dann auch zur Ruhe kommt. Er macht nichts kaputt oder wird laut, er geht nur aufs Sofa, wenn niemand da ist - aber gut - kann ich nicht verhindern.

    Du must es probieren, Hunde lernen auch, "Oh, sie kommt immer wieder" und so wird das Allein bleiben zur Routine. Wichtig ist, erst den Raum zu betreten, wenn der Hund still ist und sei es auch nur für 3 Sekunden - sonst lernt er unter Umständen "ich muss nur lange genug bellen, dann kommt sie schon" und sie können lange bellen.... Große Begrüßungen gibt es bei uns auch nicht, ich mag das nicht so gern, bepackt mit Taschen (vom Einkaufen etc) von den Hunden überfallen zu werden, da gibts ein "Hallo, da bin ich" - ein kurzes Huscheln und dann ist`s auch gut.

    Dazu gehört auch, einfach mal die Tür hinter sich schließen, etwa wenn Du ins Bad musst.... er lernt, das Du auch wieder raus kommst, und Du kannst hören, wie er sich verhält....

    Alles Gute
    Sundri

  • Du hast den Hund ja, wie Du schreibst, erst seit gestern. Kein Wunder, dass er hinter Dir herläuft. Du bist der einzige Notanker für ihn in einer gänzlich fremden Welt, da will er den Anschluss nicht verlieren. Mein erwachsener Hund, den ich von Klein auf habe, hat mich mindestens 14 Tage wie ein Schatten auf Schritt und Tritt verfolgt, als ich vor drei Jahren mit ihm umgezogen bin. Er hatte immerhin noch seinen Menschen. Dein Hundekind muss sich sogar in der Hinsicht neu orientieren, also gib ihm ein bisschen Zeit.

    Wie andere schon schrieben, gibt es kein Patentrezept, ob es besser ist den Hund beim Wiederkommen zu begrüßen oder zu ignorieren. Das hängt sehr davon ab, wie aufgeregt der Hund reagiert. Ich kann z.B. begrüßen, weil die Freude meines Hundes bei meiner Rückkehr auf keinerlei Stress hinweist. Ich muss gestehen, ich fühle mich wohler, dass ich ihn begrüßen kann, aber das ist wohl mein menschlich verqueres Denken :ops: .

    LG Appelschnut

  • Huch, soviele Antworten schon... damit habe ich gar nicht gerechnet..
    Vielen lieben Dank!

    Appelschnut (supername übrigens! :) )
    Natürlich gebe ich ihm Zeit, keine Frage. Hörte sich wahrscheinlich nicht ganz so an. Doch, es ist klar, dass mir das Hundekind hinterher läuft. Ich wollte damit nur die Situation anzeigen, da er vor der Tür stehen wird, wenn ich sie zumache. und das finde ich wirklich hart.. Ich möchte auch am Liebsten, dass er im Körbchen liegt oder im anderen Zimmer ist, wenn ich gehe.
    Und ja, ich möchte auch Tschüss und Hallo sagen, <3
    aber ich habe auch gerade überlegt, dass es wahrscheinlich auch von Hund zu Hund unterschiedlich ist.

    Sundri: Vielen Dank für das Willkommen.
    Das stimmt natürlich, es dauert seine Zeit, und wie du schon sagst, in meine Falle jetzt, muss sich ja auch unser Hund an uns gewöhnen und alles kennenlernen, was hier passiert und unsere Verhaltensmuster, usw...
    Was ist denn dein Lucas für einer? hast du ihn aus einem Tierheim, da du nicht genau weißt, wie alt er ist?!

    Danke, DatKleene und PocoLoco:
    Ich werde das auf jeden Fall auch schon ab morgen angehen. Auch wenns fies ist. aber nur ein paar Minuten.
    Und natürlich werde ich auch langfristig das so halten wollen, als wenn es total normal ist, wenn ich gehe.
    ich hoffe, er sieht das dann auch igendwann so ;)

    Das mit dem Hochschaukeln will ich auch nicht, ich werde es wohl erstmal ohne Leckerchen probieren.

    Oh Gott, mein erster eigener Hund, ich bin so uffjeregt. :)))

    Danke euch sehr..
    Na, bin ich froh, dass die Suchfunktion deaktiviert ist... ich dachte schon, ich bin bekloppt!!

  • :D ja, so klingst Du, ganz aufgeregt, beinahe kann man sich mitfreuen.....

    Lucas stammt aus dem Tierheim Kimba in Spanien, er wurde angebunden in einem Dorf gefunden und ich hab ihn mir ausgesucht und herfliegen lassen.....

    Mach Dir keine Sorgen, wenn die Dinge für Deinen Hund Alltag werden, wird er irgendwann enspannt in seinem Körbchen liegen. Ich würde nun nicht direkt sofort anfangen, das Allein sein zu üben, aber wenn die Dinge in Deinen Alltag passen dann in sanfter Form schon. Also, ich gehe immer allein ins Bad und schließe die Tür - das Bad ist hundefreie Zone - und da mache ich auch keine Abstriche. Lucas lag die ersten Tage immer vor der Tür, bis er "verstanden" hat, "och die kommt ja wieder raus" und da ich dann meist zurück ins Schlafzimmer geh ummich anzuziehen, hat er weiterhin gelernt "ich kann hier auch liegen bleiben, ist bequemer in meinem Korb."

    Diese Dinge dauern einfach ein paar Tage, mach nicht zu viel, immer nur in kleinen Dosen - lass ihn zur Ruhe kommen und dann wird das schon. Vielleicht hast Du einen geregelten Tagesablauf, das kann hilfreich sein und ihm Orientierung bieten und ansonsten, wenn Du Neuling bist, schau doch nächstes Jahr mal nach einer Hundeschule, die für Euch passt? Kannst Dich ja bei uns beraten lassen, worauf Du achten sollst. Ich finde das kann sehr hilfreich sein und viele bieten auch Spielstunden an, da kann Dein Hund dann mit Artgenossen toben und spielen und soziale Kontakte lernen und ausleben.

    Liebe Grüße
    Sundri

    P.S. Unanehmlichkeiten sind nicht fies, fieser wäre es, ihm in allen Dingen nachzugeben, denn das stresst Hunde durchaus - da hättest Du auch bald einen Tyrannen. :hust:

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