Zweithund zu unserer Galga
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Hallo alles zusammen,
ich versuche den Text hier so kurz wie möglich zu halten (damit ihn auch jemand liest) muss aber leider etwas ausholen um das Problem darzustellen. Bitte trotzdem lesen denn ich bin über jeden Rat ob nun kurz oder lang dankbar.Mein Verlobter hat seine 7 Jährige Galgo Hündin (Windhund) vor fast vier Jahren aus einer Rettungsstation für Windhunde aus Spanien. Man kann sich glaub ich ungefähr Vorstellen wie verstört das arme Tier damals war und wie viel Zeit und Liebe man investieren musste, damit das Tier anfängt wieder dem Menschen zu vertrauen. Zu diesem Zeitpunkt war in diesem Lebensabschnitt an mich noch nicht zu denken und zwischen den beiden baute sich eine sehr tiefe und innige Bindung auf. Vom Wesen her ist sie ein total ruhiges, sensibles Tier das sehr nähe bezogen ist, leidenschaftlich gerne kuschelt und total auf meinen Verlobten Fixiert ist. Dann kam ich, ein Katzenbesitzer der mal einen Hund hatte und beide Spezies einfach genial und jeden für sich faszinierend findet. Der Hund meines Verlobten akzeptierte mich zum Glück von Anfang und schmust mit mir so lange mein Verlobter anwesend ist. Ist er weg, kommt sie ab und an, will kurz gekrault werden und verschwindet wieder. Ich bin im großen und ganzen Luft.
Ich zog bei meinem Verlobten ein und brachte meine Katze mit. Sie war für mich das, was für meinen Verlobten der Hund war. Zur Freude aller schien es zu funktionieren. Dem Hund wars total egal und meine Katze gewöhnte sich auch recht schnell an ihre neue Mitbewohnerin. Das ging Wochen gut. Dummerweise hat Ollaia (die Galga) keinerlei Besitzansprüche oder Dominanzverhalten, was meine Katze leider schnell raus hatte. Es kam wie es kommen musste. Eines Tages kamen wir vom einkaufen zurück und fanden einen total verstörten Hund vor, der nurnoch gezittert hat. Wo die Katze war, ging sie nicht mehr hin. Sie ging noch nicht mal mehr am Sessel vorbei wenn meine Katze auf der Lehne saß. Fressen ging nicht mehr und auf das Sofa ist sie auch nicht mehr gegangen, was ja bis dato ihr Lieblingsplatz war. Das für mich sehr traurige Ergebnis war, das mein Vierbeiner das Haus verlassen musste. Nachdem wir für meine Samtpfote dann ein neues zuhause gefunden hatten, normalisierte sich (wenn auch sehr langsam) alles wieder. Hört sich vielleicht etwas blöd an, aber ich vermisse sie wirklich sehr und jeden Abend, wenn ich sehe wie sehr mein Freund mit seiner Ollaia kuschelt muss ich an meine Samtpfote denken und das sie jetzt auch auf meinem Schoß sitzen könnte.
Jetzt hat es sich ergeben das wir Berufsbedingt umziehen müssen und uns eine etwas größere Wohnung in Frankfurt suchen. Um mich aufzuheitern hat mein Verlobter mir versprochen das wir uns dort einen zweiten Hund zulegen. Zuerst kam er mit einem zweiten Galgo und ich mich sofort in das Thema eingelesen usw. Nach ein paar Wohnungsbesichtigungen kam er dann mit dem Argument das zwei Galgos einfach zu viel in einer Stadtwohnung seien, er sich aber einen kleinen Hund vorstellen könnte. Ich war zwar enttäuscht aber die Argumentation war einleuchtend. Durch eine sehr gute Freundin wurde ich dummerweise auf Chihuahuas aufmerksam und finde die kleine Langhaar Version richtig knuffig. Mein Verlobter war einverstanden und ich Buch bestellt und eingelesen in die Rasse. Nun hat aber mein Verlobter wieder Bedenken es könnte wegen dem Größenunterschied zu Problemen kommen und er hat Angst der kleine könnte wie damals meine Katze die Große unterbuttern.Sooo....... und nach so viel Text bin ich echt um jede Meinung, Ratschlag und Gedankenanstoß dankbar. Egal in welche Richtung. Vielleicht kann man ja mit der ein oder anderen Erziehungsmaßnahme dem Neuzugang klarmachen wer von den beiden was darf und wer der Chef ist?
Vielen dank fürs lesen!
Flohzieh - Vor einem Moment
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Hallo,
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Hallo,
Der erste Gedanke, der mir nach dem Lesen Deines Beitrages durch den Kopf ging, war der, das Du vielleicht erst mal mit Deinem Verlobten als Erstes klären solltest, was passiert wenn es nicht ganz so reibungslos läuft. Das wäre für mich in der Situation das Wichtigste, das bei eventuell auftauchenden Problemen daran gearbeitet wird, weil es so klingt (ich entschuldige mich, wenn ich da falsch liege), als hättet ihr das mit Katze und Hund recht schnell aufgegeben.
Was meinst du denn mit "wer von den Beiden was darf und wer der Chef ist"? Ich finde, beide Hunde sollten gleich behandelt werden, wenn die Galga etwas darf, warum sollte der Neuzugang das nicht dürfen?
Lg
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Hi und vielen dank für die Antwort.
Ich weis das es nach dem Text aussieht als hätten wir schnell aufgegeben, was hauptsächlich daran liegt das mein Text schon lang genug ist und ich versuchte mich eher auf die Grundsituation als auf die genauen Zeitlichen abstände zu konzentrieren.
Meine Katze war echt schon Wochen bei uns bevor es eskalierte und es funktionierte so gut wie Reibungslos. Ollaia ignorierte die Katze und als diese sich an den Hund gewöhnte schien alles recht friedlich und harmonisch. Vor dem großen Knall gab es einen kleinen Zwischenfall wo Shanti (meine Samtpfote) auf der Sessellehne saß und Ollaia vorbei wollte. In diesem Moment verpasste meine Katze Ihre einen kleinen dapser (ohne Krallen) auf die Nase und der Hund winselte wie verrückt. Shanti wurde ausgeschimpft und von der Lehne gejagt und die zitternde Ollaia erstmal wieder beruhigt. Danach war eine ganze Zeit nichts und dann der wie schon beschriebene Zwischenfall wo Ollaia nur noch Angst hatte. An Beruhigung war kaum noch zu denken und wenn die Katze irgendwo in der Nähe war es noch schlimmer. Als Ollaia dann anfing das fressen zu verweigern sperrten wir die Katze kurz ins Schafzimmer, worauf hin sie sich dann nach einiger Zeit allmählich wieder dem Napf näherte. Ich wollte nicht aufgeben sondern hätte sie von Herzen gerne behalten. Aber leider kann man Katzen auch wesentlich schlechter erziehen als Hunde und genau das versuche ich meinem Verlobten zur Zeit klar zu machen. Sein derzeitiges Argument ist der Größenunterschied und das man sich klar sein muss das der Chihuahua aufgrund dessen niemals ein Gefährte von Ollaia sein wird sondern "nur" mein Hund. Naja, das und die schon erwähnten Argumente.
Mit dem Chef meinte ich, das man dem kleinen beibringt das Ollaia das sagen hat. Sie selbst tut das ja nicht und lässt sich von ihren Stammplätzen vertreiben. Sie hat weder Besitz noch Territoriumsansprüche und verteidigt somit auch nichts. Mein Verlobter meint das (sollte ich es schaffen ihn zu überzeugen) der kleine nur auf das Sofa darf wenn wir auch drauf sind. Liegt Ollaia alleine drauf darf er auch nicht aufs Sofa. Ich selbst beschäftige mich gerade sehr mit dem Thema Hundeerziehung und glaube nicht, das dieses Verhalten für ein freundliches miteinander sorgt.
Was denkst Du denn über den Größenunterschied? Ist mein Gedanke so absurd bzw. verrückt?
Und was die Frage "was passiert wenn es zu Reibereien kommt?" hat mein Verlobter die Einstellung, dass es mit der Richtigen Vorinformation und vorsorge erst garnicht so weit kommen muss bzw. sollte.
Soviel erstmal wieder von mir. Freue ich auf Antwort.
Liebe Grüße
Flohzieh -
Zitat
Mit dem Chef meinte ich, das man dem kleinen beibringt das Ollaia das sagen hat. Sie selbst tut das ja nicht und lässt sich von ihren Stammplätzen vertreiben. Sie hat weder Besitz noch Territoriumsansprüche und verteidigt somit auch nichts. Mein Verlobter meint das (sollte ich es schaffen ihn zu überzeugen) der kleine nur auf das Sofa darf wenn wir auch drauf sind. Liegt Ollaia alleine drauf darf er auch nicht aufs Sofa. Ich selbst beschäftige mich gerade sehr mit dem Thema Hundeerziehung und glaube nicht, das dieses Verhalten für ein freundliches miteinander sorgt.Was denkst Du denn über den Größenunterschied? Ist mein Gedanke so absurd bzw. verrückt?
Den Größenunterschied finde ich persönlich jetzt nicht so schlimm, vorausgesetzt natürlich die Galga ist vorsichtig mit dem Kleinen. Da liegen ja doch einige Kg dazwischen.
Ich weiß ja nicht, wie andere das sehen, aber ich finde diese "Sonderrechte" der Galga ein wenig problematischer. Kann es sein das Dein Verlobter die Hündin sehr verhätschelt?!
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Wie kommt denn die Galga grundsätzlich mit anderen Hunden klar?
wie ist es denn mit dem Jagdtrieb. keine Ahnung, ob das jetzt ne doofe Frage ist, aber kann nicht so ein kleiner Hund evtl. mal mit zu jagender Beute verwechselt werden?
war letztes WE beim Adventsbazar des Galgo-Vereines, da liefen ganz viele Galgas und auch andere Hunde zusammen ohne irgendwelche Vorfälle. ganz winzige waren da aber nicht bei.
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Ich verstehe auch nicht ganz, warum die Galga der "Chef" sein soll? Wollt ihr ihr wirklich Sonderrechte geben und sie damit über den anderen Hund heben? Oder verstehe ich das falsch?
Ich finde die Hunde sollten untereinander die Rangordnung klären, nicht der Mensch, das führt nur zu Problemen und ggf. erst recht zu Aggressionen.
Ranghöher bedeutet ja nicht, dass der Zweithund die Galga nur "schlägt", sondern im besten Fall holt ihr einen selbstbewussten Hund dazu, an dem sich die Galga dann vielleicht in manchen Situationen sogar orientieren kann und dadurch selbst an Selbstvertrauen gewinnt. Vorher festzulegen, wie die Rangordnung auszusehen hat, halte ich für falsch.Oder was meint ihr?
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Zitat
Ich weiß ja nicht, wie andere das sehen, aber ich finde diese "Sonderrechte" der Galga ein wenig problematischer. Kann es sein das Dein Verlobter die Hündin sehr verhätschelt?!
Das ging mir ebenfalls durch den Kopf.
Den Groessenunterschied finde ich nicht schlimm, wenn die Galga vorsichtig ist, sehe ich da weniger Probleme. Allerdings wuerde ich es auch nicht schlimm finden 2 groessere Hunde in einer kleineren Wohnung zu halten, da die Hunde drinnen doch eh meist schlafen.
Bei mir werden beide Hunde gleich behandelt, beide duerfen das gleiche, beide haben sich aber auch die selben Regeln zu halten.
Das meiste klaeren die beiden, ich gehe nur dazwischen wenn Loki meint Neo die ganze Zeit nerven zu muessen. -
Ich hätte nie im Leben deswegen die Katze abgegeben. Du scheinst ja ziemlich nach der Pfeife des Verlobten zu tanzen
Mein Coonie hätte meinem Chi Yuki auch gerne ab und an mal gejagt. Den Hund hätte ich z.B. in der von Dir beschriebenen Situation gar nicht beruhigt - ist ja nichts passiert. Man kann seinem Hund auch jegliches Selbstbewusstsein abtrainieren :/ An Eurer Stelle würde ich keinen weiteren Hund dazu holen - die Galga ist die Prinzessin und wenn der neue Hund der Galga mal ein paar Takte sagt, fliegt er wohl eh wieder raus... Sorry, so sehe ich das.... -
Ui....... da hab ich ja ne richtige Diskussion gestartet.Also Grundlegend gehen diese ganzen Verhätschelungen von meinem Verlobten aus und das sie schon so einen gewissen Prinzessinenstatus bei Ihm hat kann ich leider auch nicht leugnen. Ich versuch da grad so ein bisschen Erziehung reinzubringen, aber versuch das mal mit einem Hund der einen nur für die Grundbedürfnisse beachtet. :/
Zumindest find ich schon mal gut das man hier wohl meine Meinung Teilt und die Rasse und Größe des zweiten Hundes keine Große Rolle spielt so lange die Grunderziehung stimmt!? liege ich da richtig?
Und keine Sonderrechte für Irgendeinen der beiden!? So mal als Zwischenergebnis festgehalten!?Ollaia ist übrigens auch außerhalb ein total Friedliches Tier. Ich hab sie noch kein einziges mal bellen gehört. Angeblich kann sie es. Außerdem ist sie anderen Hunden immer recht aufgeschlossen. Sie sieht im Park einen Artgenossen und möchte direkt Hallo sagen. Egal ob Groß oder klein. Es sei denn sie wird mit Gekläffe empfangen, dann hat sie schnell keine Lust mehr. Was mir aufgefallen ist, zu Jagdhunden hat sie einen besonderen Draht. Könnte aber schlichtweg an den gleichen Interessen liegen.

@ datKleene
Dumme fragen gibt es nicht!
Ich glaube nicht das eine Galga einen Chihuahua für Potentielle Beute hält. Ich könnte zwar nicht die Hand ins Feuer legen aber ich glaube Artgenossen egal welcher Größe entfachen einfach nicht diesen Hetz und Jagdtrieb. Galgos reagieren eher auf Kaninchen und wie im Park schon öfters beobachtet auf Eichhörnchen. Naja.... und dann hat der Wild uns so. Was man halt in der Stadt weniger vorfindet. -
Zitat
Dumme fragen gibt es nicht!
Ich glaube nicht das eine Galga einen Chihuahua für Potentielle Beute hält. Ich könnte zwar nicht die Hand ins Feuer legen aber ich glaube Artgenossen egal welcher Größe entfachen einfach nicht diesen Hetz und Jagdtrieb. Galgos reagieren eher auf Kaninchen und wie im Park schon öfters beobachtet auf Eichhörnchen. Naja.... und dann hat der Wild uns so. Was man halt in der Stadt weniger vorfindet.Es sind schon sehr viele kleine Hunde durch Galgos, Greys und Co. zu Tode gekommen. Unterschätz das bitte nicht. Würde also erst mal vermehrt drauf achten wie sie draußen auf solche Winzlinge reagiert, v.a. wenn sich diese schnell bewegen. Ansonsten wüsste ich nicht was gegen einen kleinen Hund sprechen würde.
Allerdings muss ich auch sagen dass ich es schon etwas bedenklich finde dass du, nur weil dein Verlobter es "verlangt", deine Katze abgibst. Ein paar Wochen sind nicht gerade viel Zeit für zwei so unterschiedliche Tierarten um sich aneinander zu gewöhnen. Bevor in diese Situation jetzt noch ein zweiter Hund dazu kommt sollte sich insbesondere dein Freund erst noch mal etwas intensiver mit Hunden auseinandersetzen. All seine Äußerungen (von wegen, die Galga soll Chef sein und Co.) zeugen leider von "nicht viel Ahnung", das muss ich ganz ehrlich so sagen.
Und wenn der zweite Hund für dich sein soll (im Falle einer Trennung käme er dann auch zu dir?) würde ich mir nicht irgendeinen Hund andrehen lassen den ich gar nicht will. Wenn du auch einen Galgo möchtest, dann hol dir einen und weich nicht auf einen Chihuahua aus, nur weil dein Verlobter es so wünscht.
- Vor einem Moment
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