Zweithund zu unserer Galga

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    Galgos werden in Spanien weggeworfen wie Müll. Es gibt so viele, dass man sich in Ruhe einen charakterlich passenden Hund aussuchen kann. Ich würde also einen ebenfalls ältere Galgo dazuholen - das Argument mit der Wohnung leuchtet mir überhaupt nicht ein. Gerade die Windhunde gelten doch im Haus als quasi nicht da. Ich lebe hier mit zwei Hunden in einer 66m²-Wohnung, das geht völlig problemlos.


    Hier kann ich nur zustimmen. 2 Galgos in der Wohnung merkt man nicht mehr als einen!
    Ich finde auch dass ein 2. Galgo besser passen würde als ein Chi. Es gibt so viele Galgos auf Pflegestellen in Deutschland dass man da bestimmt einen passenden Partner zu eurer Galga finden kann. Vielleicht auch einen Welpe sondern einen etwa gleichaltrigen Hund?!

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    Ich würde mir zu einem Galgo NIEMALS etwas so winziges wie einen Chi hinzuholen. Warum ein Risiko eingehen, das man vermeiden kann. So ratzfatz wie ein Jagdhund im Eifer töten kann, reagiert kein Mensch.

    Ach, das kommt einfach auf den Hund an finde ich. Habe z.B. vor ein paar Wochen eine ganz tolle Barsoi Hündin kennen gelernt (ca. 75 cm, 40 Kilo). Ihr Halter erzählte mir dann, dass sie zu Hause mit drei Windspielen (ca. 35 cm, 4 Kilo) zusammen lebt und dass es wunderbar klappt weil die Große sooo vorsichtig ist. Gerade bei Windhunden (zumindest älteren und das trifft ja auf die TE zu) geht es im Haus mit nem Kleinhund wie ich finde eher als mit anderen großen Rassen, weil die meist einfach wirklich ruhig sind. Zu nem Labrador würde ich nie und nimmer einen Chi packen, bspw. Aber draußen muss man dann halt aufpassen, wobei es da eigentlich reicht, den Chi zur Seite oder auf den Arm zu nehmen wenn der Galgo mal kurz durchstartet.

  • Ich hatte zu meinen drei Chihuahua 6 Monate lang eine Galga in Pflege und fand nicht, daß die Rassen besonders gut zusammen passen. Ein Galgo will sprinten, mindestens einmal am Tag. Wenn er nicht frei laufen kann, muss man mit ihm auf ein eingezäuntes Gelände, perfekterweise einen Hundeauslauf. Da kann ein Chi aber nicht mit, weil er dort einfach untergeht, im schlimmsten Fall als "Häschen" gejagt und schwer verletzt oder getötet wird.

    Die Chis lieben stundenlange Spaziergänge durch Feld und Wald, die widerrum für den Windi als Sprinter nicht so besonders spaßig und eben auch oft dazu mit der Schleppleine verbunden sind.
    Ich fand es schwierig, allen beteiligten Hunden gleichermaßen gerecht zu werden.

    Der Größenunterschied ist auch tatsächlich nicht ganz ausser Acht zu lassen, auch wenn da erziehungstechnisch natürlich was zu machen ist. Trotzdem ist es so, daß ein 3-Kilo-Chi einem Galgo zwischen 15 und 20 Kilo nichts entgegen zu setzen hat, erst Recht nicht, wenn dieser im Lauf ist.

    Wir haben uns aus diesen Gründen GEGEN einen Galgo zu den Chis entschieden, als nach Hercules' Tod wieder ein Hund einziehen sollte und haben eine besser passende Rasse gekauft.
    LG von Julie

  • Es muss einfach passen.
    Zu zwei von meinen drei größeren Windhunden (Grey, GreyxSaluki, Saluki) würde ich theoretisch nen Kleinhund nehmen, wenn mir die denn gefallen würden. Bei den beiden hätte ich nicht mehr Bedenken als mit anderen ähnlich großen Hunderassen auch.
    Beim dritten im Bunde würde ich das nicht riskieren, da er erstens früher auf kleine Hunde durchaus mit "will fressen" reagiert hat (insofern: Ja, ich kenne dieses Problem aus eigener Erfahrung) und zweitens eher etwas grobmotorisch ist.

    Kenne selber auch einige Kombis mit großen Windhunden und Kleinhunden, z.B. Biewer mit mehreren Galgos und Greys, Windspiel mit Whippet, Galgo und Grey, Papillon mit Galgos.
    Bei nem Hund der jahrelang draußen mit anderen Hunden ohne weiteres verträglich war und dabei nie Anzeichen von Jagdverhalten gezeigt hat und der sich in kurzer Zeit an ne Katze gewöhnt und sich von dieser einschüchtern lässt, hätte ich eher wenig Bedenken, dass der auf einmal zum Hundekiller mutiert. Zumindest nicht mehr als bei absolut jeder anderen Rasse auch.

    Ein Restrisiko hat man natürlich immer wenn man einen Kleinsthund und einen mittelgroßen bis großen hat. So ab 5 kg aufwärts ist einfach ein bisschen stabiler, das ist nicht zu leugnen.
    Ich sag auch nicht: "Mach das, super Idee!". Aber ich finds auch kein Ding der Unmöglichkeit, falls denn der Chi wirklich DER Wunschhund sein sollte.


    Zu nem weiteren Galgo würd ich auch nicht so ohne Federlesens raten. Ja, ok, scheinbar hat die TE, oder besser ihr Verlobter, beim ersten Mal ein total sensibeles Emokind erwischt, oder vielleicht auch einen sehr traumatisierten Hund der sich nie davon erholt hat. Oder sich den Hund erst passend (v)erzogen weil Windhunde ja sooooooooo sensibel sind?
    Ich weiß es nicht, ich kenn sie ja nicht und den Hund auch nicht. Wie auch immer, jedenfalls sind ja nun bei weitem nicht alle Galgos so streichelzart.

    Auch da wieder, wenn die Begeisterung für die Rasse wirklich da ist und man bereit ist sich zu engagieren, zu informieren, nach dem richtigen Hund zu suchen und so weiter, warum nicht?
    Aber halt bitte klarmachen, dass Galgos auch ganz schon kernige Biester sein können.

    Und wie gesagt, den Gedanken ob man dem Ersthund mit nem weiteren Hund überhaupt nen Gefallen tut, kann man ja auch mal in aller Ruhe im Herzen bewegen. Nicht jeder Hund ist in Hundegesellschaft glücklicher.

    Das es so viele arme Galgos gibt ist in meinen Augen absolut kein Argument für die Anschaffung. Wenn das eh die Rasse der Wahl ist, dann kann man sich freuen, das man nebenbei noch was gutes tut. Ansonsten tut man was gutes, indem man sich genau den Hund anschafft, der passt.

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