Haustür-Gassi-Jaulen Training

  • Edit: Kein Mitgefühl für selbstverschuldete Baustellen!

  • Hast Du mal ausprobiert, was passiert, wenn Du die Tür nur einen kleinen Spalt öffnest? Ich würde das mal testen, auch während des Jaule-Programms. Also Tür öffnen und gleich wieder schließen. Tür öffnen und wieder schließen. Vielleicht verwirrt ihn das ja und er holt kurz Luft, dann kannst Du die Tür weiter öffnen.

    Irgendwie musst Du das Programm durchbrechen, das da abläuft. Diese britische Hundefrau im Fernsehen hat mal dazu geraten, sich einfach auf den Boden zu setzen und zu lesen, wenn der Hund der Meinung ist, es geht gleich los.

  • Zitat

    Hast Du mal ausprobiert, was passiert, wenn Du die Tür nur einen kleinen Spalt öffnest? Ich würde das mal testen, auch während des Jaule-Programms. Also Tür öffnen und gleich wieder schließen. Tür öffnen und wieder schließen. Vielleicht verwirrt ihn das ja und er holt kurz Luft, dann kannst Du die Tür weiter öffnen.

    Irgendwie musst Du das Programm durchbrechen, das da abläuft. Diese britische Hundefrau im Fernsehen hat mal dazu geraten, sich einfach auf den Boden zu setzen und zu lesen, wenn der Hund der Meinung ist, es geht gleich los.

    Jap, diesen Tipp habe ich damals von meiner Hundetrainerin auch bekommen. Hat auch ganz gut geholfen.
    Am allerschlimmsten wird es eben im Hausflur.
    Wenn wir es bis nach unten zur Tür geschafft haben und sie jault, dann sage ich jetzt "nein" und gehe wieder die Treppen hoch, aber nicht wieder in die Wohnung, sondern warte ganz kurz und gebe ihr somit eine weitere Chance es richtig zumachen. Das hatten wir gerade dreimal durch und dann war sie ruhiger und wir habens endlich rausgeschafft.

  • Bei meinem Aussie hat die Methode mit der Tür auch geholfen. Anfangs haben wir das immer nach dem Lösen gemacht. Im Flur absitzen lassen und los ging das Gejaule. Dabei wurde alles abgespult was ihm gerade so einfiel. Ein zweites Mal Sitz gesagt und gewartet. Jaulen und Fiepen bedeutete Abbruch und das Wort "Schade"
    Am 2. Tag hatte er kapiert, dass es so nicht raus geht zum Spielen. Lösen durfte er sich in dieser Zeit im Garten.
    Nachdem er dann im Flur ruhig war gin die Tür einen Spalt auf. Er stürmt los, die Tür ging zu. Das haben wir an einem Tag mindestens 20 Mal geübt und abends konnten wir dann zum ersten Mal ruhig raus gehen.
    Auf diese Art hat auch mein 2. Aussie das manierliche Rausgehen gelernt.

    Also viel Erfolg und vor allen Dingen Ruhe bewahren!

  • Hi,
    meine "Kleine" ist auch sehr gesprächig, wenn sie einen bestimmten Erregungslevel erreicht hat. Und dieses Level ist noch nicht mal sonderlich hoch...
    Wir üben somit auch fleißig das manierliche Türgehabe. Hier verwende ich auch nur das Kommando "Raus/Rein", wenn sie raus/rein darf. Keine anderen Kommandos sondern lass einfach immer nur die Taten sprechen (Tür zu, wieder rein, wegdrehen, weggehen, usw.)
    Ich möchte erreichen, dass sie sich irgendwann einfach von sich aus vor jeder Tür absitzt und abwartet bis ich das OK gebe. Springt sie laut durch die Tür, geht es wieder zurück und sie erhält eine erneute Chance.

    Manchmal belohne ich mit Leckerlie, gerade ganz am Anfang, wenn die Erregung noch zu hoch ist und ich damit rechnen kann, dass sie einen Fehler beim Reinstürmen macht. Hat sie es aber kapiert, dann ist das gesittete Reinspazieren selbstbelohnend, weil es ja auch ihr Ziel ist, endlich in die warme Wohnung reinzukommen.

    Hier ist einfach viel viel Geduld gefragt. Und die Variante "Jacke an, Jacke aus, Schlüssel und Leine in die Hand, wieder weglegen, usw" hilft sicherlich auch gut. Im Prinzip ist Kyra momentan auf den Reiz "Frauchen zieht sich an - Es geht raus" konditioniert und erreicht dadurch dann ihren Stresspegel. Viel Erfolg!

  • Genau so ist es, Anaya.

    Aber es hat sich schon verändert, dass sie nicht gleich zur Tür sprintet, wenn ich die Jacke anziehe :headbash:
    Das war sonst immer so :roll:
    Jetzt liegt sie nur noch auf der Couch und starrt mich an, obwohl ich ja eigentlich mit ihr rausgehen möchte. Sie kann sich das Spazierengehen ja selbst "erarbeiten." Das versteht sie nur noch nicht :headbash:

  • mhh vielleicht habe ich keinen Gassi-Jauler, aber vielleicht liegt es auch an unserer Struktur, dass er gar nicht zum Jaulen kommt.

    Die Leinen hängen bei der Tür. An der Tür laufe ich den ganzen Tag auch mal einfach so vorbei - nicht extra, sondern weil ich halt muss.
    Gehe ich jetzt los und zieh mir die Jacke an, muss der Hund in sein Körbchen (steht bei uns eh in Türnähe). Ich gehe zum Schrank und hole mir die Leine, zieh dem Hund ggf. in seinem Körbchen das Halsband an.

    Ich leine den Hund an, öffne die Tür, der Hund wartet. Ist das Körbchen zu weit weg, würde ich den Hund ruhig vor der Tür ablegen.

    Ich gehe raus und sortiere mich. Wenn ich es sage, darf der Hund mit rauskommen und muss sich direkt wieder hinlegen, damit ich die Tür in Ruhe Abschließen kann.

    Damit verhindere ich auch, dass der Hund mich umrennt oder durch die Tür zieht. Er geht langsam durch die Tür, weil er weiß, dass er eh gleich erstmal wieder liegen muss.

    Danach muss er erstmal ordentlich an der Leine gehen. DH wenn wir losgehen, gibt es erstmal kein Halligalli, sondern Ruhe.

    Und wenn dann alles gesittet ist, darf der Hund frei laufen.

    Milo lässt sich vom fiepen und Jammern eigentlich ganz gut durch Struktur und feste Regeln abhalten. So ist das alles halt irgendwie langweiliger und man muss sich auch zusammenreißen.

  • Bei uns ist es so, dass sich Kyra an der Tür hinsetzen muss und dann leg ich die Leine und etc. an, die auch direkt an der Tür hängt.
    Dann mache ich die Tür auf und gehe hinaus und auf mein Kommando darf Madame auch aus der Tür und muss sich direkt an der Treppe wieder hinsetzen.
    Auf mein Kommando darf sie die Treppe runter und muss sich wieder vor der Türe hinsetzen und wieder auf mein Kommando warten. Sie bleibt da auch an der Leine, da bei mir direkt eine Hauptstrasse ist.
    Also, Regeln gibts bei uns auch, aber jaulen tut sie trotzdem wahnsinnig doll ;)

  • Ich habe dafür das Problem für Fortgeschrittene, vielleicht könnt Ihr das Euren Hunden ja auch noch beibringen: Wir kommen problemlos durch die Tür, auf die Straße, bis zur nächsten Kreuzung und über die vielbefahrene Straße. DANN erst wird gebellt. Mein Hund weiß ganz genau, wo der Point of no Return ist und wir nicht mehr umkehren, weil es früh am Tag ist und Frauchen das Futter verdienen muss. Solange hält er brav die Schnauze. Schlau, oder :/

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