schwere Vergiftung

  • Hallo an alle,

    unser 10 jähriger Rauhhaardackelmischl. hat laut TA eine schwere Vergiftung. Seit Mittwoch erbricht er immer wieder 4-5 Mal am Tag riesige Mengen. Anfangs hat es nicht mal gerochen und es war wie Wasser. Er wurde immer schwächer, bekam dann Spritzen gegen Erbrechen (half aber leider nix) und Infusionen. Danach war er ein wenig fitter. Dazu kam noch eine Untertemperatur von 33,1 Grad. Mit Wärmebett wurde er zum Glük wärmer und ein bischen fitter.
    Der TA hat Blut abgenommen und gemeint er hätte so etwas noch nie gesehen und er hätte eine schwere Vergiftung. Geröngt hat er ihn auch, kein Fremdkörper. Heute ging es ihm merklich besser, er ging schon vor die Tür wedelte leicht mit dem Schwanz. Danach hat er wieder erbrochen. :verzweifelt:
    Er hatte seither kein Stuhlgang, hatte nie Durchfall.
    Er ist im Allgemeinen sehr schwach.
    Vielleicht hat jemand eine Ahnung was wir noch tun können? Der Arzt gibt ihm halt weiter Infusionen kann aber nicht sagen um was es sich für eine Vergiftung handelt.
    Vielen vielen Dank schon mal.

  • Puh, das ist ja wirklich schlimm.

    Ich glaube, mehr als das, was der Tierarzt macht, kann man wohl im Moment nicht machen.
    Stuhlgang kann er jetzt natürlich nicht haben, weil seit Tagen nichts im Magen geblieben ist.

    Du könntest höchstens noch eine gute Tierheilpraktikerin hinzuziehen. Sie kann die Leber, die Entgiftung noch unterstützen.

    Wenn die Besserung jetzt nicht anhält, würde ich wohl auch nochmal in eine Tierklinik fahren. Die haben noch andere diagnostische Erfahrungen, als ein Haustierarzt.

    Alles Gute für Deinen Hund.

  • Moin,
    ich schließe mich meinen Vorrednern an.
    Also ich würd nu nicht empfehlen einen Tierheilpraktiker anzuheuern(davon rate ich eher ab), aber nach dem was Du beschreibst würde ich mich wohl wohler fühlen, wenn der Hund in einer Tierklinik stationär untergebracht wäre.
    Grade weil ich vermute, dass ihr nicht wißt womit er sich vergiftet hat.
    Da würde ich auf jeden Fall engmaschig die Leber- und Nierenwerte kontrollieren sowie nen Auge auf das Blutbild haben.
    Wenn Du ihn warm hälst, dann pass auf, dass es nicht zu warm wird, wenn er eine Untertemperatur hat könnte das auch bedeuten, dass er im Moment Probleme mit der Thermoregulation hat und das kann in beide Richtungen gehen.

    Außerdem sein Umfeld prüfen ob Du noch rauskriegst womit er sich vergiftet hat.

    Alles gute dem Wauzi.

    lg
    Fraukie

  • Sind die Ergebnisse von den Blutuntersuchungen denn schon da?
    Falls Dein TA kein eigenes Labor hat, sind solche Patienten in einer Klinik mit Labor besser aufgehoben, weil man so die Werte schneller hat und zum Beispiel bei Problemen mit der Blutgerinnung rasch reagieren kann.

    Habt Ihr denn irgendeinen Verdacht, was der Hund an Gift aufgenommen haben könnte?

    Ich drück alle Daumen für Deinen Hund.

    LG, Chris

  • Leider wissen wir nicht an was er sich vergiftet haben könnte. Wir haben unser komplettes Umfeld schon ins Visier genommen. Wir sind leider ratlos. Trotzdem danke für eure Besseungswünsche.

  • Meist kann man eh nur rein symptomatisch behandeln - bei einigen Giftstoffen wird mit s. g. Antidots gearbeitet, aber dazu müsste man halt wissen, was das Tier aufgenommen hat.

    Falls es Rattengift gewesen sein könnte (jetzt ist nicht mehr die Zeit für Insektizide oder Fungizide in der Landwirtschaft), würde man das an den Blutwerten zumindest als Verdacht sehen können, weil sich dann die Gerinnungswerte verschlechtern. Da wäre dann Konakion das Mittel der Wahl - aber das weiss Dein TA auch und wird es sicher im Auge behalten

    LG, Chris

  • Das tut mir sehr leid mit deinem Hund.
    Etwas macht mich aber nachdenklich, du schreibst, er hatte keinen Kotabsatz. Das paßt
    irgendwie nicht zu einer Vergiftung, meistens haben Hunde nach Giftaufnahme Durchfall
    und Erbrechen.
    Wurde beim Röntgen nach einem Fremdkörper im oder vor dem Darm gesucht? Es gibt auch
    eine sehr seltene Verdrehung des Dünndarms. Dabei kann das Tier auch keinen Kot absetzen,
    leidet aber unter starkem Erbrechen.
    Ich würde dir dringend raten, mit dem Hund in eine Tierklinik zu fahren, dort hat man ganz
    andere Möglichkeiten und auch mehr Erfahrung mit solcher Symptomatik.
    Wie gesagt, meiner Meinung paßt da was nicht zusammen.

  • Hallo,
    so unser kleiner wird gerade operiert. Auf mehrmalige nachfragen hin warum er denn kein Durchfall hat und er nun auf dem Hoden einen roten Punkt hatte stellte der TA fest dass es keine Vergiftung sondern wirklich die seltene Verdrehung des Dünndarms ist. Danke harry97.
    Der TA meinte er hätte es vorher nicht gefühlt und auf dem Röntgenbild hätte es wie Kot ausgesehen. Natürlich habe ich ihm vertraut er ist ja auch schon ewig TA. Er meinte auch es sei wirklich so selten dass er nicht damit gerechnet hätte.
    Jetzt heißt es Daumen drücken und hoffen dass er die OP gut übersteht und sich dann schnell erholt.

  • Hier sind alle Daumen und Pfoten gedrückt! Als Du geschrieben hast, dass Dein Hund keinen Kot abgesetzt hat, hab ich direkt auch an Magendrehung o.ä. gedacht, wie harry97 auch. Gut, dass Du nochmal nachgehakt hast und Deinem Kleinen nun geholfen werden kann! Er packt das schon! :)

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