NOTFALL Australien!!

  • Hallo Liebes Forum,
    Wie bei unserer Vorstellung schon erwähnt befinden wir, Cynthia und Niklas. uns derzeit in Australien und sind als Backpacker unterwegs. Genauer gesagt sind wir in Cloncurry und arbeiten dort zur Zeit. Im Haus unserers Arbeitgebers bzw zu dem Haus ist eine streunende Hündin gekommen, die bei unserem Arbeitgeber schon bekannt war und schon ab und zu Futter von ihm bekommen hat und sich sonst immer von seinem Biomüll ernährt. Wie sich nun herausgestellt hat war sie trächtig. Aufgrund vorheriger vermutungen haben wir uns um sie gekümmert, also ihr einen Teil Hundefutter gegeben und jede Menge Wasser, da wir hier die letzten Wochen ca 40 grad hatten und das erst der australische Winter war.
    Ca vor drei Tagen hat sie auch ihre Welpen geboren, was wir an ihrem Bauch und an den Milichigen Zitzen gesehen haben. In einer ruhigen Minute sind wir hinter ihr hergelaufen und sie hat uns dann doch tatsächlich ihren Bau gezeigt.
    Sie hat zwischen 6 und 7 Welpen. Genau konnten wir es nicht zählen, da der Bau sehr tief ist und wenn wir näher an das Loch gehen sie sich davor stellt. Lediglich die zwei stärksten Welpen, die abends immer vor dem Bau liegen dürfen wir im Moment auch anfassen.
    Unser Arbeitgeber meinte nun, als wir ihm davon erzählt haben, dass wir die Hündin beim Haus anleinen sollen und ihr zwei Welpen bringen sollen und den Rest, so traurig wie es klingt, umbringen sollen solange sie noch kaum etwas spüren, da es hier im Outback so oder so nicht genug Futter gibt und die Menschen dazu neigen Straßenhunde wohl oder übel zu erschießen.
    Wir sind total ratlos ob wir das nun befolgen sollen oder ob dies eine sehr dumme Idee ist. Wahr ist, dass es hier nur sehr wenig futter gibt und die Hündin, bevor sie zu uns kam, schon recht dünn war. Lediglich unser Futter hat sie etwas aufgepeppelt. Das wird, sobald wir diesen Job in Cloncurry aufgeben auch wieder aufhören.
    Wir brauchen jetzt dringend eure Meinung, denn falls das wirklich das richtige sein sollte, dann müsen wir schnell handeln, denn sie sind im Moment noch sehr Gefühlsarm.
    Liebe Grüße aus Australien.

  • Eure Situation können wohl eher wenige hier nachvollziehen, ist ja für D/CH/Ö eher ungewöhnlich.


    Die Frage ist halt, ob es Sinn macht, die Hunde nun zu päppeln, wenn sie dann, wenn ihr wieder geht eh verhungern.
    So kalt es klingt, aber wenn sich euer Arbeitgeber bereit erklärt, die Hündin und die zwei stärksten Welpen etwas zu füttern, würde ich mich darüber freuen und es dabei belassen. Die Sterblichkeit in einem mehr oder minder "wilden" Wurf ist nunmal sehr hoch.

  • Also von gefühlsarmen Welpen habe ich noch nie gehört.
    Vom ersten Tag ihres Lebens fühlen sie genauso wie wir Schmerzen und ich begreife es nicht,wie man so denken und fühlen kann,wie euer Arbeitgeber!

  • Lieber doch die Mutter und zwei gutgenährte als der ganze Wurf platt ...
    Ihr habt nunmal keine "westeuropäischen " Verhältnisse im australischen Busch :/
    Mir wäre wichtig:
    Eine Sterilisation der Hündin sollte ihr schweres Los auch erleichtern...
    Nicht noch weitere Würfe unter solchen Bedingungen!
    Beste groetjes vanuit de nederlande naar Australie! M

  • Wieso macht der Arbeitgeber das Töten der Welpen nicht selber??

    Toll finde ich das absolut nicht, aber ich kann es nachvollziehen. Am Rand der Zivilisation gelten andere Regeln.

    Allerdings würde ich als durchreisender 'Leiharbeiter' die Tötung ganz sicherlich nicht selber machen - ich wüßte schon gar nicht wie und es würde mich auf Jahre verfolgen. Die Welpen empfinden ihr gewalttätiges Ableben ganz genauso wie ein erwachsener Hund. Glaubt nicht, dass die nicht wie am Spiess schreien, wenn ihnen die Köpfe eingeschlagen werden.

    Falls ihr lang genug bleibt, und ihr helfen wollt, lasst die Mutterhündin sterilisieren. Den Welpen selber kann man unter den Bedingungen wahrscheinlich nicht helfen.
    Alles Gute für Euch alle!

  • Puh, ich dachte immer wir Menschen haben gewisse Wertvorstellungen? Wissentlich Hunde umbringen könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.

    Ich würde mal googeln, ob es da nicht irgendwo auch sowas wie ein Tierschutzverein oder so etwas gibt?

  • Zitat

    Genau konnten wir es nicht zählen, da der Bau sehr tief ist und wenn wir näher an das Loch gehen sie sich davor stellt. Lediglich die zwei stärksten Welpen, die abends immer vor dem Bau liegen dürfen wir im Moment auch anfassen.

    Die Welpen müssen deutlich älter sein. Wenn der Bau sehr tief ist, können 3 Tage alte Welpen nicht rausklettern.

  • Dann sind die Kleinen im Bau vielleicht schon tot :tropf:

    Und :
    mein Hund saß mit 10 Geschwistern im Bauch seiner Mami Betty in einem städtischen Tierheim
    im Raum Hannover.
    Geplant war, der Hündin die Welpen aus dem Bauch zu holen und zu töten.
    Gerettet wurden die Welpen durch die Übernahme der Mutterhündin durch eine Privatperson , die ein Leben für "Notfelle" führt.

    3 (!!!) Tage später wurden die Welpen geboren .

    Und ich weiß von einer Tierärztin , die während der Ausbildung an ihre Grenzen kam,
    als genau solches wie oben beschrieben durchgeführt wurde
    und die Würmchen zum sterben auf dem OP Tisch liegengelassen wurden.
    Nicht einmal ihren eigenen Tod , bevor sie überhaupt leben durften , waren sie "Deutschland " wert .... :tropf:


    Also, was ich damit sagen will:" Tierschutz " kann offiziell auch genau SO aussehen, auch in Deutschland .
    Auch im "offiziellen "Tierschutz :/

  • Zitat

    Puh, ich dachte immer wir Menschen haben gewisse Wertvorstellungen? Wissentlich Hunde umbringen könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.

    Ich würde mal googeln, ob es da nicht irgendwo auch sowas wie ein Tierschutzverein oder so etwas gibt?


    Sfz. Ich hoffe du lebst vegan. Mit jedem Schnitzel tötest Du ein Tier, mit jedem Glas Milch bereitest Du einem süßen kleinen Kälbchen Qualen. Oder ist das jetzt wieder was anderes. Warum sollten sie die Hunde pappeln und Füttern, wenn die weitere Versorgung nicht gewährleistet ist?
    In Australien ist nun mal nicht die heile Welt wie hier.

    Wenn es nicht anders geht.... sorgt für einen schnellen, schmerzfreien Tod und lasst die Hündin sterilisieren.

  • Zitat

    Wir sind total ratlos ob wir das nun befolgen sollen oder ob dies eine sehr dumme Idee ist.

    Es wird Euch so oder so lange verfolgen. Ob Ihr handelt, oder auch nicht.

    Würde es allen Welpen helfen, wenn Ihr sie derzeit füttert und sie später verhungern oder verdursten? Oder sich verletzen, angefahren oder angeschossen werden und langsam sterben? Wie groß ist die Chance für alle Welpen, zu überleben?

    Gibt es dort, wo Ihr seid, zumindest einen Tierarzt, der die Welpen erlösen könnte, damit sie nicht qualvoll sterben müssten? Und könnte dieser Tierarzt das Muttertier kastrieren?

    Das sind die Fragen, die ich mir stellen und danach entscheiden würde.

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