Super Rückpfiff bei Jagdhund
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Hallo!
Ich will Henry einen Superrückpfiff beibringen, den ich nutze wenn er doch mal lossprintet zum jagen. Im Wald wird er wohl immer eine Schlepp tragen müssen, zur Absicherung. Aber im Feld klappt es auch ohne sehr gut, bis auf ein paar Ausnahmen. Da hetzt er Vögeln hinterher oder prescht einem Geruch nach ins Feld. Er dreht zwar wieder um und kommt zurück wenn ich ihn rufe, aber erst wenn er stehengeblieben ist. Für den Notfall will ich ihn auf einen (Pfeifen)Pfiff konditionieren, der ihn auch im Lauf stoppt. Falls das überhaupt möglich ist.
Jetzt kommt die Frage: Mit was belohne ich ihn? Futter wird nicht reichen, so verfressen ist er nicht. Auch sein Spielzeug motiviert ihn in so einer Situation nicht. Jetzt habe ich überlegt ihm ein Stück Hasen- oder Fuchsfell an eine Schnur zu binden und ihn das jagen zu lassen wenn er zurück kommt. Meine Sorge ist, dass er dadurch anfängt Fuchs- und Hasenspuren zu verfolgen. Bzw. gezielt danach sucht.Außerdem: Wenn er mal in die Wiese flitzt oder ins abgeerntet Feld, weil er am Himmel Krähen gesehen hat, dann würde ich ihm das prinzipiell erlauben. Allerdings weiß ich nicht, ob das seinen Jagdtrieb weiter unterstützt.
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Hallo,
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jegliches Jagdverhalten und sei es nur dem nachhopsen von Blättern läßt den Körper Endorphine mit diesen Glückshormonen im Blut ist das Verhalten natürlich immer selbstbelohnend. Wenn du willst dass dein Bub nicht jagd darf er nie jagen. Also auch kein Jagen an einer Reizangel oder dem Ball hinterher.
Meine Superbelohnung ist eine dieser kleinen Tüten Pedigree. -
Unser Terrier ist auch ein Jäger und er darf zur Belohnung "jagen" - sei es einen Ball, sei es ein Fell an einer Schurr oder ähnliches. Warum? Ganz einfach. Wenn er einem Vogel oder einem Eichhörnchen nachjagen möchte, das hat er auch das Bedürfnis danach. Die beste Belohnung in diesem Fall ist also etwas, was er hetzen oder dem er nach jagen darf.
Ja man kann ihn im Lauf auf Pfiff stoppen und dann auch zurückholen. Beginne in einfachen Situationen ohne große Ablenkung und belohne dort schon sehr hochwertig für den Hund. Was eine Belohnung ist, das entscheidet der Hund. Bei uns gab es in der Anfangsphase den Trillerpfiff zum Umorientieren und damit stoppen im Haus und dann das Futter. Später im Garten mit Futtersuche und/oder Bällchen werfen. Danach wurde das ganze dann Schritt für Schritt nach draußen gebracht und auch wenn es nichts auffälliges mehr gab wurde erst der Stopp und dann der Rückpfiff eingesetzt und hochwertig belohnt, dann zum Beispiel auch mit weiter rennen. -
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jegliches Jagdverhalten und sei es nur dem nachhopsen von Blättern läßt den Körper Endorphine mit diesen Glückshormonen im Blut ist das Verhalten natürlich immer selbstbelohnend. Wenn du willst dass dein Bub nicht jagd darf er nie jagen. Also auch kein Jagen an einer Reizangel oder dem Ball hinterher.
Meine Superbelohnung ist eine dieser kleinen Tüten Pedigree.Die Preisfrage wäre hier für mich, kann man das Jagdverhalten denn lebenslang unterdrücken, insbesondere bei einem Hund dem es ja im Blut liegt?
Mein Sichtjäger, der eigentlich sehr verfressen ist, ignoriert Futter als Superbelohnung komplett, wenn ein geeigneter Bewegungsreiz vorliegt. Ich hab es mit allem von Leberwurst, Fleischwurst bis zu getrockneter Entenbrust und frischen Geflügelherzen probiert.
Wir haben bereits mit dern Reizangel gearbeitet und für Barry war es das Größte. Sobald er ein Spielie einer Schnur sah, war er hin und weg und das obwohl er ja an der Angel (für ihn) extreme Impulskontrolle üben muss. Diese Begeisterung habe ich für den Superpfiff genutzt. Meine Superbelohnung besteht aus einem Squirrel von Hunter und einer Schnur. Durch die flache Form passt das Teil super in jede Tasche und es ist plüschig genug, um interessant zu sein. Ich habe anfangs nur selbst damit gespielt, um es interessant zu machen, später habe ich dann bei jedem Pfiff, sobald er auf mich zukam, ein kleines Hetzspiel (wenige Sekunden) mit Barry gestartet. Mittlerweile kommt er auf Pfiff regelrecht angeflogen. Abruf vom Radfahrern und Vögeln hat damit bisher auch gut funktioniert. Blöd nur, wenn man selber nicht pfeifen kann und auf eine Hundepfeife angewiesen ist, die vergisst man leider schnell mal
.Mit dem unkontrollierten Jagen von Vögeln bin ich ehrlichgesagt vorsichtig, da habe ich immer Angst, dass er doch mal so eine freche Krähe, die extra tief fliegt, weiter verfolgt und bis zur nächsten Straße rennt. Ich hab's mal mit den Spatzen auf dem Weg versucht, aber mit Hinsetzen, kurz warten und dann auf Freigabe aufscheuchen.
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Ich sehe das genauso wie Cerridwen, du hast einen Jagdhund dem das Jagen in den Genen liegt und den du deshalb mit gezieltem & gemeinsamen jagen auch belohnen kannst.
Ich habe hier einen Podenco & einen Galgo-Mix, beide Jäger vor dem Herrn, wenn die eine Spur haben oder etwas zum hetzen sehen brauche ich weder mit Leckerlie noch mit Spielzeug winken, obwohl sie eigentlich sehr verfressen sind.
Wir haben ganz gezielt geübt, Pfiff im Haus, Pfiff im Garten, Pfiff draußen ohne Ablenkung und immer hochwertig belohnt (Futterbeutel, Katzenfutter, Mäuselöcher Buddeln, Leckerlies suchen, Fährte suchen, Vögel jagen).
Wenn ich sie stoppen konnte wenn sie zu den Vögel rennen wollte ( die zwei wissen ganz genau dass sie nie einen Vogel bekommen, das befriedigt bei ihnen einfach nur den Renn & Hetztrieb) dann habe ich sie zur Belohnung zu den Vögel geschickt. Da war für die das tollste. 200m übers freie Feld zu sausen, danach kamen sie glücklich wieder, aber davor haben sie im richtigen Moment gestoppt.
Ich mache das auch bei Hundebegegnungen so. Meine Hunde sehen Hund, erst wird STOPP gemacht, sobald das ausgeführt ist bekommen sie zur Belohnung das was sie am meisten wollen, nämlich zu den anderen Hunden laufen und spielen.
So läuft das immer, hat Hund eine Spur & lässt sich abrufen, darf er zur Belohnung zusammen mit mir Mauseloch buddeln oder gezielt eine Spur verfolgen.
Mit reinem Verbieten von Trieben die bei deinem Hund angelegt sind & die bei einem Jagdhund so ausgeprägt sind wirst du nie sehr weit kommen.
Wir haben das Buch " Anti Jadtraining" von Pia Gröning als Anregung genommen und daraus einige Dinge für uns rausgezogen. Vielleicht findest du darin auch ein paar gute Ideen?! -
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Wenn ich sie stoppen konnte wenn sie zu den Vögel rennen wollte ( die zwei wissen ganz genau dass sie nie einen Vogel bekommen, das befriedigt bei ihnen einfach nur den Renn & Hetztrieb) dann habe ich sie zur Belohnung zu den Vögel geschickt. Da war für die das tollste. 200m übers freie Feld zu sausen, ... schon mal daran gedacht dass es die Vögel nicht genauso glücklich macht wie deine Hunde??
Ich mache das auch bei Hundebegegnungen so. Meine Hunde sehen Hund, erst wird STOPP gemacht, sobald das ausgeführt ist bekommen sie zur Belohnung das was sie am meisten wollen, nämlich zu den anderen Hunden laufen und spielen. Hat neulich auch jemand mit seinem Hund gemacht, zur Belohnung hat er dann von meinem Großen nen Hintern versohlt bekommen und die Besitzerin durfte sich von mir was anhören, die hat auch was gefaselt von wegen Belohnung weil er sich ja erst mal abrufen ließ. Meine Hunde sind keine Belohnung für andere Hunde! -
Mutlatsi,
du wirst das Jagenwollen deinem Hund nie abgewöhnen können. Verabschiede dich von dem Gedanken, dass er jemals Wild oder die Spuren nicht mehr toll findet. Das wird nicht passieren.
Was du allerdings machen kannst, ist es zum einen eine Auslastung für den Hund zu finden, die seinen Neigungen entspricht. Nasenarbeit steht da an erster Stelle, aber natürlich ganz gezielt und immer im kontrollierten Umfeld.
Desweiteren kannst du mit dem Reizangeltraining wunderbar Übungen machen und hast mit dem Objekt an der Angel gleich noch eine Belohnung. Wie man so was aufbaut kannst du hier im Forum nachlesen, oder du lässt dich anfangs von nem Trainer anleiten. Das find ich einfacher und hilfereicher, als dass sich bei Selbstversuchen noch Fehler im Traingsablauf einschleichen, wenn man völliger Anfänger ist, was RAT angeht.
Mit dem RAT kannst du sämtliche Gehorsamsübungen quasi aus der Bewegung heraus trainieren. Später dann auch ein Notfall-Stopp-Signal und/oder einen Superrückruf aufbauen.Ich würde auch davon abraten deinem Hund die Jagd nach Vögeln zuzulassen. Du kannst aber solche Situationen wunderbar nutzen um an der Schleppleine (kann ja auch ohne festhalten frei aufm Boden schleifen) den Rückruf aus eben der Situation heraus zu festigen und weiter auszubauen. Ich würde das Risiko, dass der Hund ungesichert doch mal bis zur nächsten Straße flitzt, nicht eingehen.
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Ich bin davon ausgeganden, dass es hier um bekannte Hunde geht. Den Hund zur Belohnung in vollkommen unbekannte Hunde reinbrettern lassen, ist ja wohl mehr als fahrlässig.
Ich mache das gerne mit unserem Nachbarn bzw. vorher auch mit seiner Hündin (wird leider heute eingeschläfert :(). Wobei der Nachbar dabei auch noch zusätzlich lockt wie ein Verrückter, da muss Barry je nach Gegebenheiten entweder Sitz machen und darf dann lossausen oder er muss im Fuß bis hin gehen. Es schadet Herrn Hund nicht, wenn er mal seinen Willen nicht bekommt und gesittet gehen muss. Nur unser Nachbar schmollt dann gerne :D.
Meiner Meinung nach kann man einem Jagdhund das Jagdverhalten nicht abtrainieren oder abgewöhnen, man kann es lediglich kontrollierbar machen. In irgendeiner Weise muss der Hund doch auch mal ausleben können wofür er gezüchtet wurde. Für mich sind Vögel eher nicht das Mittel der Wahl, weil sie mir einfach zu unberechenbar sind und ich sie ungern aufscheuche. Lediglich die Spatzen auf dem Weg sind ab und an mal dran, weil ich die so oder so aufscheue und die dann eh im nächsten Baum sitzen bleiben.
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1. Wenn mein Hund zu Krähen hinläuft die 50m entfernt auf dem Feld sitzen, die frech sitzen bleiben wenn Hund angelaufen kommt, dann kurz abheben und sich 10m weiter wieder hinsetzen dann wird die Krähe dadurch bestimmt keinen Schaden nehmen. Es geht nicht darum dass ich meinen Hund irgendwelche Vögel im Gebüsch aufscheuchen lasse!
2. Es geht hier um Hunde die ich kenne, nicht um wildfremde Hunde zu denen ich meine Hund hinlaufen lassen.
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1. Wenn mein Hund zu Krähen hinläuft die 50m entfernt auf dem Feld sitzen, die frech sitzen bleiben wenn Hund angelaufen kommt, dann kurz abheben und sich 10m weiter wieder hinsetzen dann wird die Krähe dadurch bestimmt keinen Schaden nehmen. Es geht nicht darum dass ich meinen Hund irgendwelche Vögel im Gebüsch aufscheuchen lasse!Den Viechern traue ich am allerwenigsten, da haben wir immer gern Exemplare die dann extra tief fliegen und dabei den Hund noch schön krächzend anfeuern. Die machen den Hund dann so wuschig, dass der gar nicht mehr nach vorne guckt, wo er eigentlich hinrennt.
Ich bin aber immer wieder verblüfft, was manche so als Belohnung nutzen können (nicht negativ gemeint). Bei mir wäre das ganze Viehzeug (Krähen, Mäuselöcher etc.) garantiert nie dann da, wenn ich es eigentlich bräuchte.
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