Kastration - ja oder nein?
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Hallo,
ich würde gern mal eure Meinung zu dem Thema hören.
Amy ist im April 2012 geboren und wurde im April diesen Jahres, also mit 12 Monaten das erste Mal läufig. Mit der Läufigkeit kam die Unsauberkeit und die Panik. Sie hat angefangen, in die Schlafzimmer zu koten und zu pinkeln. Normalerweise macht sie einmal am Tag ihren Haufen, später Nachmittag bis abends, je nachdem wann wir unterwegs sind. Nun hat sie damals aber mehrmals am Tag ins Haus gekotet und auch nur im Schlafzimmer auf die Teppiche. Außerdem fing sie an, sich übermässig vor bekannten Dingen zu erschrecken. Wenn zum Beispiel jemand einen Stuhl verrückte, machte ich das Geräusch so sehr Angst, dass sie den Schwanz einklemmte und aus dem Zimmer flüchtete. Hab ich sie etwas deutlicher angesprochen, pinkelte sie sich sogar ein. Sie is also total verändert gewesen, denn normalerweise is sie ein Hund, dem sowas rein gar nichts ausmacht.
Das alles war mit Ende der Läufigkeit wieder verschwunden.Bis jetzt. 4 Monate später.
Es fing damit an, dass sie wieder reinmachte. Ich dachte erst, es liegt am anderen Futter (wobei das zeitlich aber nich sooo wirklich passte). Bis sie jetzt wieder diese Ängste bekam. Ich komme heim, war gestreßt und Amy verkriecht sich sofort in eine Ecke, klemmt den Schwanz unter und sieht aus, als würde sie gleich ihre tägliche Tracht Prügel erwarten.
Gestern abend war ich skaten mit ihr und habe mich mit ein paar Freunden getroffen, die sie auch alle kennt und mag. Ich habe dann einen meiner Freunde gebeten, Amy kurz zu halten, ich wollte in die Bank.Es dauerte keine Minute, da kommt er mit Leine und Halsband an und meint: Dein Hund hat sich losgerissen. Ja wunderbar, da rennt mein Hund in Panik die Bundesstraße entlang. Ich hab sie schnell wieder gehabt, aber der Schock saß und sitzt noch immer.
Ich habe heute mit meiner TÄ gesprochen und sie darauf angesprochen. Sie meint, unter diesen Umständen wäre eine Kastra vielleicht sinnvoll. Ich bin da allerdings zweigespalten. Ich habe zwei kastrierte Rüden (der einen bekam ich kastriert, den anderen habe ich wegen HYpersexualität kastrieren müssen) und wollte eigentlich Amy nicht kastrieren lassen, wäre ja auch nich nötig.Allerdings tut sie mir wirklich leid. Uns erwarten jetzt wieder 6 Wochen Panik und Unsicherheit. Und das bereits schon nach 4 Monaten wieder. So fix hab ich mit der nächsten Läufigkeit nicht gerechnet und hab natürlich Angst, dass sich dieser Rhytmus auch so fortsetzt.
Was würdert ihr machen? Würdet ihr unter diesen Umständen eine Kastra in Betracht ziehen?
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Hallo!
Das Hündinnen mit ihrer Läufigkeit eine Unsicherheitsphase durchmachen, ist nicht ungewöhnlich.
Solange sie sich noch in ihrer Entwicklung befindet, kann dies mehrmals auftreten.Wie ist sie denn ansonsten so drauf?
Wie war sie vor ihrer ersten Läufigkeit so drauf?
Is sie schon immer ein eher unsicherer, eventuell sogar ängstliche Hündin gewesen?Wenn ja, dann wäre ich hiermit:
Zitat
Ich habe heute mit meiner TÄ gesprochen und sie darauf angesprochen. Sie meint, unter diesen Umständen wäre eine Kastra vielleicht sinnvoll.
etwas vorsichtiger.Oft ist es so, daß gerade unsichere und ängstliche Hündinnen extremer in ihrem Verhalten werden.
ZitatAllerdings tut sie mir wirklich leid. Uns erwarten jetzt wieder 6 Wochen Panik und Unsicherheit. Und das bereits schon nach 4 Monaten wieder. So fix hab ich mit der nächsten Läufigkeit nicht gerechnet und hab natürlich Angst, dass sich dieser Rhytmus auch so fortsetzt.
Das kann ich verstehen!
Im Augenblick weiß man ja nicht, wie sich Deine Hündin komplett weiter entwickeln wird.
Es könnte ewig so weiter gehen. Es wäre allerdings auch möglich, daß sich dieses Verhalten noch komplett ändern wird.In diesem Fall würde ich mal bei einem Tierheilpraktiker nachfragen.
Eventuell gibt es Möglichkeiten, Deinem Hund auf eine andere Art und Weise zu helfen.Zitat
Was würdert ihr machen? Würdet ihr unter diesen Umständen eine Kastra in Betracht ziehen?Wäre es meine Hündin, so muß ich sagen, daß ich sie nicht kastrieren lassen würde. Gerade deshalb, weil sie so unsicher ist.
Ich habe meiner damals ein T-Shirt angezogen. Das sollte ihr helfen, sich zu beruhigen, ihr Selbstwertgefühl zu stärken und einfach mal ein Bewußtsein für ihr Körper zu entwickeln.Aber es handelt sich um Deine Hündin. Du kennst sie besser, und am Ende ist es Deine Entscheidung!
Wenn Du weitere Informationen brauchen solltest, es gibt mittlerweile Bücher zu diesem Thema.
Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Vielen Dank für deine Antwort.
Zitat
Wie ist sie denn ansonsten so drauf?
Wie war sie vor ihrer ersten Läufigkeit so drauf?
Is sie schon immer ein eher unsicherer, eventuell sogar ängstliche Hündin gewesen?Nein, eigentlich nicht. Sie is aufgeschlossen Neuem gegenüber, und auch Fremden gegenüber nicht ängstlich oder vorsichtig. Da freut sie sich, wedelt und würde gern mal schauen.
Das sieht jetzt ganz anders aus. Jetzt lässt sie sich nicht anfassen, auch eher nich von den Leuten, die sie zwar kennt, aber nicht so oft sieht. Wenn die ihr die Hand entgegenstrecken, weicht sie zurück und es dauert eine Weile, bis sie sich zum schnüffeln rantraut. Machen aber aber dann eine für sie plötzliche Bewegung, läuft sie wieder weg.Aber ich muss vielleicht auch sagen, dass sie Probleme damit hat, wenn wir Besuch haben. Dann ist sie extrem aufgedreht und kommt nicht zur Ruhe. Ich weiß nich, ob man das vielleicht doch Unsicherheit nennen kann.
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Eine schwierige Situation, ich kann deine Zerrissenheit gut verstehen. Was mich noch interessieren würde - was für eine Rasse ist Amy? Spielt insofern eine Rolle, da große Hunde doch wesentlich eher "Spätentwickler" sind als kleine... Gerade bei dem aufgedrehten Verhalten bei Besuch, bei ungewohnten Situationen, bei "erfreulichen" Begegnungen und ähnlichem habe ich bei meiner Hündin (Molosser=Spätentwickler) von Läufigkeit zu Läufigkeit einen wirklichen Reifungsprozess beobachten können. Kann natürlich auch sein, dass sich diese Reife auch ohne Läufigkeiten (vielleicht auch teilweise) eingestellt hätte, aber angeblich tun ja die Hormone da das ihrige dazu.
Das würde ich bedenken, wenn du die Hündin vielleicht doch - wenn auch nur in speziellen Situationen - als unsicher und ängstlich einstufst. Ich musste meine Hündin heuer im April wegen akuter Gebärmutterentzündung kastrieren lassen, und mein selbstsicherer Prolet (
sorry, harte Worte, aber durchaus zutreffend) ist jetzt tatsächlich in gewissen Situationen unsicher geworden - obwohl sie mit 3,5 Jahren mittlerweile ausgereift ist.Versuchen würde ich es vor einer endgültigen Entscheidung auf alle Fälle noch bei einem guten Tierheilpraktiker. Ich habe hier wirklich schon gute bis sehr gute Ergebnisse gesehen und könnte mir vorstellen, dass deiner Kleinen die Zeit der Läufigkeit doch wesentlich erleichtert werden könnte...
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Bei der ersten Läufigkeit kann sie auch zufällig zeitgleich in eine normale Unsicherheitsphase gekommen sein.
Ist sie denn jetzt in der 2. Läufigkeit oder vermutest Du nur, dass diese kommt??
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Amy ist ein Mix aus Rottweiler und Schäferhund. Also auch ein großer Hund.
Sie blutet noch nicht, aber es fängt eben genau wieder so an, wie beim ersten Mal auch. Mein Hund is völlig verändert. Von daher gehe ich eben davon aus, dass ich bald die ersten Tropfen finden werde.
Ich mein, ich würde jetzt nich sofort zum Ta rennen und sie ausräumen lassen, wenn sich diese Läufigkeit wie die erste rausstellt. Ich fände sie eh noch ein wenig jung für ne Kastra. Aber ich kann mir auch nich vorstellen, dass wir das jetzt jedesmal mitmachen müssen.
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Ich persönlich würde sie kastrieren ist ja auch schrecklich für den Hund selber :/
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Junge Hunde machen mehrere Unsicherheitsphasen durch.
Ich habe bei meinen ganzen Hündinnen, die ich in 40 Jahren hatte, noch nie erlebt, dass eine Läufigkeit die Hündin so sehr verunsichert. Daran kann es nach meiner Erfahrung nicht liegen.
Du könntest sie versuchsweise auch mal einer Tierheilpraktikerin vorstellen.
Man kann vieles sehr gut und sanft homöopathisch behandeln. -
Zitat
Ich habe bei meinen ganzen Hündinnen, die ich in 40 Jahren hatte, noch nie erlebt, dass eine Läufigkeit die Hündin so sehr verunsichert. Daran kann es nach meiner Erfahrung nicht liegen.Tatsächlich kann ein Schub während der Läufigkeit auftreten.
Ob die Läufigkeit daran "Schuld", oder es nur "zufällig" ist, ist ja egal.
Sollte es sich um diese Phase handeln, sollte es dann auch wieder vorbei gehen.Laß die Hündin die "gefährlichen Sachen" erkundigen.
Du selbst kannst ja sehen und entscheiden, daß dies gefahrlos ist.
Dann wird sie schon merken, daß es doch nicht so schlimm ist.ZitatIch persönlich würde sie kastrieren ist ja auch schrecklich für den Hund selber :/
Woran machst Du das denn fest?
Oft ist es tatsächlich so, daß eine Kastration in diesem Fall die falsche Entscheidung gewesen war.
Leider kann man dies dann nicht mehr rückgängig machen.Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Eigentlich bekommen die meisten Hündinnen durch die Läufigkeiten mehr Reife und Selbstbewusstsein.
Ich würde mir das Spiel jetzt noch bei der zweiten Läufigkeit angucken, um sicher zu gehen, dass es eben wirklich an der Läufigkeit liegt bzw. mit ihr im Zusammenhang steht und anschließend eine Kastration in Erwägung ziehen.
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