Geschockt über Hundeschule!

  • Hallo Ihr!

    Ich bin gerade total schockiert und zittere am ganzen Körper. Habe vor ca. 2 Stunden einen Anruf von meiner völlig aufgelösten und weinenden Mutter bekommen. Sie ist sonst eine taffe Frau und nicht auf den Mund gefallen.

    Ich versuche mich kurz zu halten: Ihre alte Schäferhündin musste vor 4 Monaten eingeschläfert werden, nach einiger Zeit kam dann eine kleine Mischlingshündin aus dem Tierschutz ins Haus. Mittlerweile ist die kleine 7 Monate alt. Es gibt einige Verhaltensauffälligkeiten, auf die ich jetzt aber nicht weiter eingehen möchte.

    Jedenfalls besucht sie von Anfang an eine Hundeschule, mit ihren 7 Monaten ist sie immer noch im Welpenkurs. Ein bestehender Junghundekurs wurde auf Nachfrage nicht empfohlen von Seiten des Trainers. Nun gut, mich haben die Erzählungen über die Trainingseinheiten sehr nachdenklich gestimmt. Zudem blieben die Trainingserfolge meiner Meinung nach gänzlich aus. An einem Trainingstag war meine Mutter am Ende der Stunde nicht in der Lage, die Kleine aus dem Freilauf zurückzurufen. Genau dieses Problem ist dem Trainer seit Trainingsstart bekannt. Die Stunde war also zu beendet und er hat den Platz verlassen und lies meine Mutter mitsamt herumlaufendem Hund alleine auf dem Platz zurück. Für mich ein absolutes Unding. Ich habe daraufhin mit Engelszungen auf meine Mutter eingeredet eine gute Hundeschule zu suchen. Da ich 100 km von meiner Heimat entfernt wohne habe ich mich übers Internet schlau gemacht und Alternativen gefunden. Jedoch wollte sie nicht wechseln und dem Herrn noch eine Chance geben. Spätestens heute morgen hat sich dies als fataler Fehler herausgestellt.

    Die Kleine hat sich mal wieder nicht dazu bringen lassen sich ihr Halsband anlegen zu lassen und lief auf dem großen Grundstück meiner Eltern immer wieder weg. In ihrer Verzweiflung ist sie dann ohne Hund auf den Hundeplatz gefahren um sich Tipps und Ratschläge vom Trainer zu holen. Jetzt kommt's: Der Trainer gab folgenden, unglaublichen und ernst vorgetragenen Ratschlag:"Da kann ich Dir jetzt auch nicht mehr helfen, lass den Hund erschießen!"

    Ich weiß es hört sich unglaublich an, ist aber genauso geschehen! Da kommt mir mein Angstproblem meiner Hündin plötzlich vollkommen winzig vor, zumal ich hier vor Ort kompetente und professionelle Hilfe habe.

    Ich versuche diesen Herrn jetzt telefonisch zu erreichen und ihn mit seiner Aussage zu konfrontieren. Ich kann das nicht so stehen lassen! Gibt es überhaupt Möglichkeiten diesem Kerl das Handwerk zu legen, zB. Tierschutz? Ich behalte mir vor die lokale Presse zu informieren!

    Wir werden nun mit meiner Hilfe eine geeignete Hundeschule suchen!

  • :-(
    Wenn du ihn erreichst, wird er sich sicherlich rausreden von wegen "Das war doch nur ein Spruch".
    Hat deine Mama schon Handfütterung versucht? Wäre jetzt so auf die Schnelle meine erste Idee.... gemeinsame Erlebnisse schaffen (positive ;-) ), der Mensch als "Superfamilienverbandschef" (jaja... das ist metaphorisch!!!), der das Futter verwaltet (nicht falsch verstehen, ich bin kein Anhänger der Dominanz- und Rudeltheorien).
    Futtersuchspiele draußen, zusammen schwimmen gehen, wat weiß ich... so Sachen?
    Da sollte sie auf jeden nicht mehr hin, dann besser gar keine HuSchu.
    Ganz liebe Grüße und einen Drücker aus dem Münsterland ins Rheinland!!!!!!

    edit: Wat is mit Halsband einfach dran lassen und evtl. ne kurze Hausleine dran?

    editedit... es ging ja eigentlich um die Frage, was mit dem Vogel zu machen ist.... anrufen, gucken, was er sagt und das mit der Presse find ich nicht so schlecht... was ist mit den anderen Huha, die da hingehen? Hat deine Mama mit denen mal gesprochen und haben die ähnliche (oder andere schlechte) Erfahrungen dort gemacht? Wenn es ein "Einzelfall" -so beschissen es auch ist- war, wäre ich vorsichtig ;)

  • Das ist ja die Höhe und meinst Du wirklich, der Trainer hat den Satz Ernst gemeint? Dann sollte man ihn erschießen.
    Ich würde ihn auch damit konfrontieren und bin gespannt, wie er sich äußert.

    Wo wohnt Deine Mutter?

    Was Buddy schreibt, würde ich auch empfehlen. Futtersuchspiele draußen sind immer gut für die Bindung und man kann sehr gut Gehorsamsübungen mit einbinden.

    Halte uns mal auf dem Laufenden, was der gute Mann gesagt hat

  • Ich hoffe doch mal das der Trainer das nicht ernst gemeint hat sondern als Witz!?
    Trainiert deine Mutter denn auch zu Hause viel mit dem Hund und befasst sich mit ihm?
    Ich würde Schleppi dran machen und versuchen mit was sich der Hund am ehesten motivieren läßt, Spielzeug, Futter etc. und damit den Rückruf trainieren und vielleicht erstmal nicht mehr frei laufen lassen, sonst find ich es schwierig ihr das wieder abzu gewöhnen.
    Ist der Hund ein kleiner oder größerer?

  • P.S. Wichtig finde ich noch das wenn der Hund kommt nicht immer gleich packen oder hochnehmen, sondern belohnen, und wieder gehen lassen, damit er begreift, nicht immer wenn ich komme gehen wir ins Haus oder Auto etc.

  • Zitat

    Das ist ja die Höhe und meinst Du wirklich, der Trainer hat den Satz Ernst gemeint? Dann sollte man ihn erschießen.


    Ja wer wird denn gleich.... :mute:
    ;)
    Für mich hört sich das an, als hätte der Trainer einfach keine Lust auf die Arbeit mit dem Hund - aus welchen Gründen auch immer.
    Einen Hund, der wies scheint mehrere andere Baustellen hat und noch keine wirkliche Bindung zum Halter einfach in eine Welpengruppe stecken? Was soll der dabei lernen?
    Ich denke der wollte da nur ein bisschen Geld rausschlagen ohne wirkliche Arbeit, vllt weil er keine Zeit/ Lust hat oder dem Problem nicht gewachsen ist.
    Was soll man machen? Sich ärgern, dem Ärger Luft machen, ihn verrauchen lassen und in der Zwischenzeit einen neuen Trainer suchen.

  • Über die Aussage des Trainers, so sie denn wirklich ernst gemeint war (was ich gar nicht abstreiten will, mir sind ähnliche Klöpse schon öfter zu Ohren bekommen) brauchen wir nicht reden. Das ist wirklich absolut daneben und auch überhaupt nicht nachvollziehbar, weder aus menschlicher noch aus fachlicher oder "ökonomischer" Sicht. Der Mann muss sich doch, wenn er schon nicht auf die Psyche des Kunden Rücksicht nimmt, im Klaren sein, dass er mit solchem Verhalten seinen Ruf massiv beschädigt... :???: ... ich werde solche Leute nie verstehen können.
    Ich kann nur raten: Nehmt euch den Blödsinn nicht zu sehr zu Herzen, regt euch nicht auf. Das kostet nur eure Nerven und Lebenenergie und das ist der gute Mann nicht wert. ;)

    Zum den Problemen deiner Mutter:
    Ich würde dringend zu Einzelstunden raten. Denn ein Hund mit offensichtlich so starken (Bindungs)defiziten hat in einem Gruppenkurs in meinen Augen erstmal nichts zu suchen.
    Ihr solltet einen Trainer suchen, der zu ihr ins Haus kommt, die Situation und ihren Umgang mit dem Hund dort beobachtet, bewertet und dann gegebenenfalls dort auch nach Lösungsansätzen sucht. Oft liegen die Ursachen für Probleme draußen nämlich im häuslichen Umfeld.

  • Selbst wenn er das nicht so gemeint hat, sowas kann man doch nicht sagen, zumal wenn eine verzweifelte Kundin vor einem steht und anschlueßend weinend den Platz verlässt. Ich bin echt erschüttert. So ein A...... Hab seine Frau am Telefon gehabt, er ist wohl ab 16:30 Uhr erreichbar. Muss mich jetzt erstmal sammeln um nicht unsachlich zu werden. Dann sehe ich weiter.

    Zum Thema Handfütterung: extrem schwierig, da sie total handscheu ist. Sie verfolgt meine Mama aber mit Sicherheitsabstand überall hin solange sie nicht dazu aufgefordert wird. Auch am Morgen weckt sie meine Eltern, indem sie sich neben das Bett stellt und sich anschmiegt und kraulen lässt. in dem Moment enrscheidet aber sie. Ich bin überzeugt, dass meine Eltern mit Unterstützung eines kompetenten Hundetrainers bald einen absoluten Traumhund an ihrer Seite haben.

    Wohnhaft sind meine Eltern in einem Ort an der Mosel im Kreis Mayen Koblenz. Ich selbst wohne mittlerweile im Raum Köln. Habe ab nächster Woche 3 Wochen Urlaub und werde einige Tage hinfahren. Wäre doch gelacht wenn wir keine kompetente Hilfe finden würde.
    Ich habe auch einige Ideen, will da aber jetzt auch nicht einem neuen Trainer vorweggreifen. Das würde die Kleine wahrscheinlich noch mehr verunsichern. Auch meine Mama trainiert nach besten Wissen, langfristige Veränderungen sind aber bislang ausgeblieben. Ich habe eben mit einer sehr netten Trainerin telefoniert, die einen sehr netten Eindruck gemacht hat und laut HP mehrerer Fortbildungen in Sachen Verhaltenstherapie gemacht hat. Wir haben jetzt einen Kennenlerntermin bei meinen Eltern zu Hause vereinbart.

    PS: Eltern haben fast 40 Jahre Schäferhunderfahrung, ich bin mit einem Rudel von 3 toll sozialisierten und wesensfesten Hunden großgeworden. Allerdings waren diverse Schäferhundclubs in den 80ern für meine Eltern ein NoGo aus oft bekannten Gründen. Es sind also keine Newbies am Werk. Der Hund ist Familienmitglied.


    Liebe Grüße an Euch!

  • Ist es nicht gerade bei einem handscheuen Hund eine gute Idee, die Handfütterung anzuwenden?

    Der Hund lernt doch, dass aus Frauchens Hand etwas Gutes kommt. (Mögen weisere Forumsteilnehmer mit widersprechen, wenn ich mich irre...)

  • Schade, dass Du nicht im München lebst,

    da könnte ich Dir eine gute Trainerin empfehlen ( die ist auch Gutachterin für Problemhunde). In unserer lockeren Gruppe ist ein supersüsser Rotti- Mix dabei, die HH ist mit dem aus drei Hundeschulen rausgeflogen (!!!).
    Also: Reg Dich nicht auf, such Dir einen Qualifizierten Trainer/ Trainerin.

    Hundetrainer ist ja keine geschützte Berufsbezeichnung, so kann sich jede/r nennen....da sind auch viele sog. ´gescheiterte Existenzen´ dabei, mit denen man nix zu tun haben möchte...

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