Kastration bei HD ?
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Hallo zusammen,
zum Thema Kastration gibt es ja viel zu lesen. Mich beschäftigt derzeit aber eine spezielle Frage, zu der ich im Internet noch nichts gefunden habe.Vielleicht weiß einer von euch ja etwas oder hat einen guten Tipp!
Mein knapp 3jähiger Border-Sennenhund-Mix hat auf beiden Seiten schwere HD. Als wir ihn mit 5 Monaten aus dem Tierheim holten, ließen wir ihn sofort goldakupunktieren. Man merkt zwar, dass er HD hat, da er insgesamt schneller schlapp wird als gesunde Hunde in seinem Alter, aber ansonsten gab es keine Probleme.
Jetzt haben wir ihn chemisch kastrieren lassen und beabsichtigen, ihn im Anschluss richtig kastrieren zu lassen.
Ich habe allerdings das Gefühl, dass er seit der Kastration mehr durch seine Hüfte belastet ist. Er geht staksiger und ist auch druckempfindlich.Das kann natürlich Zufall sein.....Meine Frage ist jetzt, kann das fehlende Testosteron sich negativ auf die HD auswirken?
Mir geht es konkret um den Zusammenhang HD und Testosteron, nicht um evtl. Folgen der Kastration, wie z.B. Gewichtszunahme. Auch würde ich gerne die viel diskutierte Frage des Sinns einer Kastration auslassen.
die Fellnase....
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Hallo,
hast du hier Kastration bei HD ? schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
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Ja Kastration kann sich gerade beim Rüden sehr negativ auf den Bewegungsapparat auswirken. Das Absinken des Testosteronspiegels führt dazu, dass Bindegewebe schlaffer wird und Muskelaufbau langsamer von statten geht.
Beides Punkte die bei HD kontraproduktiv sind.
Wenn es keinen zwingenden medizinischen Grund gibt, würde ich bei bestehender HD nicht kastrieren lassen. -
Ich würde aus bereits genannten Gründen bei einer HD auch nicht kastrieren.
Lies Dir mal das Buch vom Gansloßer durch: Kastration und Verhalten beim Hund.
Da steht genau drin, welche körperlichen Veränderungen eintreten können. Ich meine, er schreibt auch, dass eine Kastration bei HD eher ungünstig ist.
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Gibt es da irgendwelche Erfahrungswerte, Studien etc.? Mich wundert, dass Tierärzte bei dem Thema eher wortkarg sind und man sonst auch wenig Informationen zu dem Thema findet....
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Testosteron sorgt unter anderem für Muskelaufbau. Manchmal wird die künstliche Gabe von Testosteron von Tierärzten genau zu diesem Zweck verordnet. Umgekehrt, fehlt das vom Körper selbst hergestellte Testosteron, kommt es zu einem gewissen Muskelabbau. Bei einem gesunden Hund ist das nicht relevant, aber bei einem Hund, der ohnehin unter Gelenkproblemen leidet, fällt das schon ins Gewicht. Das ist aber auch schon länger bekannt.
Dagmar & Cara
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Es gibt von I. Reichler eine relativ neue (2009) Abhandlung "Auswirkung der Kastration auf den Stoffwechsel, den Bewegungsapparat und die Tumorgenese".
Allerdings ist die Erkenntnis, dass sich ein niedriger Testosteronspiegel negativ auf den Muskelaufbau auswirkt, keine neue Erkenntnis.Wieso TAs darauf nicht genauer eingehen... keine Ahnung. Allerdings bekommt man auch bei anderen Themen bei vielen TAs nur weitergehende Infos, wenn man explizit nachfragt - ich könnte mich zB nicht erinnern, dass mich irgendeiner mal über das genaue Narkoserisiko aufgeklärt hat (nur als Beispiel)
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Danke für den Hinweis, aber wenn ich das recht in Erinnerung habe, geht Frau Reichler auch nur am Rande auf da Thema HD bei Frühkastration an. Das der erschwerte Muskelaufbau sich negativ auf die HD auswirkt, ist ja logisch.
Nur wie stark wirkt sich das aus, wenn sich der Hund viel und regelmäßig bewegt, gut ernährt wird, nicht zunimmt etc.. Sind das Auswirkungen, die beachtlich sind, oder eher so gering, dass sie zu vernachlässigen sind?
Ich kenne zig kastrierte Rüden, die gut Muckis haben und super fit sind..... -
Das kann dir niemand sagen.
Natürlich kann man mit Physiotherapie, guter Ernährung und gezieltem Muskelaufbau vieles abpuffern. Die Frage ist halt, ob man sich und dem Hund den Aufwand (und die Kosten) zumuten möchte, wenn die Kastration nicht zwingend nötig ist.Natürlich können auch kastrierte Hunde fit und muskulös sein, wenn man als Halter den Hund trainiert hält.
Das Risiko ist da, muss einen im indivdiuellen Fall nicht zwingend mit ganzer Härte treffen und man kann bis zu einem gewissen Punkt entgegen wirken.
Aber wie schon oben gesagt.... wenn die Kastration nicht absolut notwendig ist, würd ich das Risiko noicht eingehen, herauszufinden, in wie weit die Auswirkungen bei meinem Hund auftreten und wie gut ich sie wieder in den Griff bekomme. -
Natürlich wirkt es sich auch auf die Knochen aus, wenn die männlichen Hormone fehlen.
Testosteron verstärkt die Knorpel- und Knochenneubildung.ZitatTestosteron:
Bei Hormonmangel kann es zu folgenden Störungen kommen: Antriebsverlust, Leistungsschwäche, Müdigkeit, Muskelabbau, Fettleibigkeit, sexuelle Störungen, Osteoporose.Estradiol:
Entscheidend für die Funktionen des Mannes ist die ausgewogene Balance der Hormone. Deshalb sind ständige Kontrollen angebracht. Estradiol sorgt für Ausgeglichenheit, Energie und Belastbarkeit. Es schützt das Gehirn vor Abbau, die Knochen vor Osteoporose und senkt das Herzinfarktrisiko. -
Also meine Hündin hat beider seits Hohe HD und ist kastriert und sie läuft super für ihre Hüfte
- Vor einem Moment
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