Unsere Erziehung und Alternativen gesucht
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doch, ich clickere auch, aber unterwegs habe ich - bei im Regelfall zwei großen Hunden - dafür keine Hand frei, arbeite da aber mit Markerwort - hab ich in meiner Beschreibung einfach vergessen, sorry.
Ich glaube nicht dran, dass ich bei diesem Hund das Hetzen abbrechen kann, dazu ist die Selbstbestätigung für ihn zu hoch -
ich muss ihn "erreichen", bevor er losrennt - Vor einem Moment
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Hi,
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Zitat
Ich schildere mal einen Ablauf:
wir laufen entspannt durch den Wald, plötzlich taucht im Blickfeld ein laufendes Reh auf, meist raschelt es ja vorher, worauf Hund sofort in konzentrierte Anspannung verfällt (was er auch tut, wenn neben uns ein Eichhörnchen, 'ne Amsel oder auch nur eine Maus raschelt, da bekomme ich ihn aber schnell wieder "runter"). Sieht er das Reh, erstarrt er - inzwischen wieder - er hatte eine Phase, wo der Start in dem Augenblick erfolgte, wo der Bewegungsreiz auftauchte. Ich bleibe ebenfalls stehen, lasse die Leine "anstehen" (wie beim Reiten den Zügel, also Verbindung ohne echten Zug), dann warte ich ein paar Sekunden und gebe dann mein "Sitz". Reagiert er, kommt sofort verbales Lob. Reagiert er nicht, ist die Anspannung noch zu hoch, also warte ich nochmals und versuche es dann erneut. Nach dem Absitzen darf er gucken, solange was zu sehen ist, danach gibt es ein "weiter" und wir setzen unsere Runde fort.
Ich habe auch versucht, ihn danach mit Futter oder Spielzeug/Spiel zu bestätigen, möchte er nicht....Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es ihn wieder aufregen würde, wenn ich ihm gestatte, in Richtung des Rehs zu gehen, solange dieses noch in seinem Blick ist; ich fürchte, dass da der erste Schritt schon dazu führt, dass der Punkt überschritten ist, aber ich werde es für die nächste Begegnung mal in Erwägung ziehen, um es zu testen.
Sofern ich mit beiden Hunden unterwegs bin, kommt das eh nicht in Frage, die puschen sich nämlich gegenseitig hoch und es ist schwer, 65 kg Achtpfotenantrieb zu bremsen, wenn die plötzlich lostoben ..
kareki ist mir ein wenig zuvor gekommen, mein Vorschlag geht ein bisschen in die gleiche Richtung.
Du könntest, wenn du merkst, dass er eine Fährte in die Nase bekommen hat, das einfach markern. Bei meinem mache ich das so: ich sage "click", wenn er eine Fährte anzeigt. Wendet er sich zu mir, prima, dann gibt's Leckerchen - aus der Hand, geworfen, oder ein bisschen im Gras versteckt. Guckt er weiter, auch gut, dann markere ich nochmal usw. Mein Ziel ist, dass sich mein Hund mir zuwendet, wenn er eine Fährte entdeckt hat. O.k., wir sind da noch am Anfang, aber ich sehe jetzt schon, dass er sich nach meinem "click" immer öfter umwendet. Gerade gestern Abend - die Spur war noch megafrisch, ich habe das Reh gesehen, er nicht, weil das Gras zu hoch war. "c+b" und er dreht sich um und kann entspannt weitergehen.
Lass' doch mal das "Sitz" weg. "Belohne" ihn einfach nur für's gucken, ohne dass er was anderes machen muss. Und wenn er so angespannt ist, dass er sich keine Belohnung abholen kann, so what, macht doch nichts. Dann guckt er halt ein bisschen länger. Du merkst ja, wenn er lockerer wird. Dann markerst du nochmal.
Hast Du es schon mal mit Leberwurst- oder Fischtube probiert? Du kannst auch damit vor seiner Nase 'rumwedeln, wenn er sich festgeguckt hat.
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Zitat
Was glaubst du denn was hüten und treiben ist?
Natürlich hat ein Hund, der für das Hüten und treiben gezüchtet wurde Jagdtrieb,...sonst wäre er für seine Arbeit ja auch nicht zu gebrauchen.Weiß ich doch, darf man denn keine Witze machen und ein bissle sarkastisch sein?

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Zitat
Du clickerst nicht, denke ich? Denn das stehen könntest du wundrbar mit dem Clicker markern, er belohnt sich dann quasi selbst mit "Weitergucken". Das würde veilleicht dazu führen, dass du dich später annähern kannst - und falls nicht, verlängerst du das Sichten (das du dann ggf. dazu nutzen kannst, das Hetzen abzubrechen)...?
Wie gesagt, würde ich aich versuchen, theoretisch, wobei meine mich angucken müssten. Nur ich habe nicht so oft die Möglichkeit dazu. Dazu treffen wir zu selten Wild. Und angeleint können meine das. Unangeleint und ich zu langsam, ist Hund weg.
Und dann gibts noch Fälle, nein, nicht meine Hunde, die so in die Leine gehen, dass HF den Hund nimmer halten kann, und der Hund mit Leine jagen geht. Und das Reh reißen. 100%iger Erfolg! Glaubst du wirklich, die kann man in dem Moment noch beclickern?
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@ Scherbenstern
Wenn ich mit AJT nicht befasst hätte, hätte ich heute einen Hund, der beim Gassi versuchen würde, Wild aufzustöbern, um jagen gehen zu können, wie es andere Hunde machen. Es ist aber beim Sichtjäger geblieben und die Dauer hat sich massiv reduziert. Meist sind es nur noch 40-200m. Aber auch das kann blöd sein, wenn eine Straße kommt.
Und wenn ich mich damit nicht befasst hätte, wüßte ich nicht, was vorgeschlagen wird. Und in 80% aller Fälle landete man am Ende heimlich beim Teletakt.
Da ich mich gerne mit Verhaltensbiologie befasse, und zwar mit den neuesten Erkenntnissen, glaube ich nicht, dass man einen echten Jäger ohne Starkzwang umlenken kann. Und da ich kein Jäger bin und so auch nicht ausbilden möchte, werde ich weiterhin meine Hunde sichern, sobald ich merke, dass sie Wild riechen. Zu 97% bin ich schneller als die Hunde.
Den Rest hake ich unter Shit happens ab. Schön, wenn es bei deinen Hunden klappt. Heißt aber nicht, dass es bei jedem Hund greifen würde.
Und was du sonst geschrieben hast, überlese ich mal.
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Das ist genau das, was ich ansprach. Beim Ball mag's funktionieren, aber der Hund kann es schlecht auf so einen großen Reiz wie die Beute übertragen... genau deswegen sind die meisten IK-Übrungen... ein wenig fehl am Platz, weils ie nicht in der Situation angewandt werdenm in der der Hund IK braucht. Oder man hat die Ik schon die ganze Zeit über gefordert, wenn man sie dann tatsächlich bräuchte.
Nunja. Das liegt ja am Hundeführer es im Alltag zu trainieren. Ich stelle bei meinen Hunden so gut wie gar nichts. Ich übe das alles im Alltag und da gibt es bergeweise Gelegenheiten für Impuls- und Erregungskontrolle.
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Zitat
kareki ist mir ein wenig zuvor gekommen, mein Vorschlag geht ein bisschen in die gleiche Richtung.
Du könntest, wenn du merkst, dass er eine Fährte in die Nase bekommen hat, das einfach markern.
Bei meinem mache ich das so: ich sage "click", wenn er eine Fährte anzeigt. Wendet er sich zu mir, prima, dann gibt's Leckerchen - aus der Hand, geworfen, oder ein bisschen im Gras versteckt. Guckt er weiter, auch gut, dann markere ich nochmal usw. Mein Ziel ist, dass sich mein Hund mir zuwendet, wenn er eine Fährte entdeckt hat. O.k., wir sind da noch am Anfang, aber ich sehe jetzt schon, dass er sich nach meinem "click" immer öfter umwendet. Gerade gestern Abend - die Spur war noch megafrisch, ich habe das Reh gesehen, er nicht, weil das Gras zu hoch war. "c+b" und er dreht sich um und kann entspannt weitergehen.
Lass' doch mal das "Sitz" weg. "Belohne" ihn einfach nur für's gucken, ohne dass er was anderes machen muss. Und wenn er so angespannt ist, dass er sich keine Belohnung abholen kann, so what, macht doch nichts. Dann guckt er halt ein bisschen länger. Du merkst ja, wenn er lockerer wird. Dann markerst du nochmal.
Hast Du es schon mal mit Leberwurst- oder Fischtube probiert? Du kannst auch damit vor seiner Nase 'rumwedeln, wenn er sich festgeguckt hat.
Für meine heißt ein Click oder das Markerwort: prima, richtig gemacht, es gibt eine Belohnung; und diese Belohnung variiert...
Click bedeutet aber nicht automatisch, dass der Hund mich anschauen muss; und wenn Quattro ein Reh im Blick hat, ist alles, was seinen Blick von diesem Reh lösen möchte, für ihn eine Bestrafung
Ich kann neben ihn treten und ihm Futter "reinschieben", er nimmt es, aber eher mir zuliebe, er möchte es eigentlich nicht, es stört wohl seine Konzentration.
Um ihn besser zu verstehen, noch mal ein Beispiel:
es gibt viele Situationen draußen, wo ich Blickkontakt fordere, bevor es weiter geht; er guckt, bekommt Marker und als Belohung ein " weiter"
Möchte er ein Lecker, kommt er nach dem Blickkontakt und holt es sich (oder auch mal nur ein Lob, denn diese Entscheidung möchte ich am Ende selbst treffen).
Sehr häufig trägt er unterwegs ein Stück Holz im Maul, will ich ihn da mit Futter belohnen, muss er das Holz loslassen, findet er echt doof; lieber ist ihm da ein "Schulterklopfen", noch lieber aber das "weiter".Ich versuche also, die Belohnungen hund- und situationsangepasst zu geben
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Zitat
Nunja. Das liegt ja am Hundeführer es im Alltag zu trainieren. Ich stelle bei meinen Hunden so gut wie gar nichts. Ich übe das alles im Alltag und da gibt es bergeweise Gelegenheiten für Impuls- und Erregungskontrolle.
Aber das ist doch eigentlich das, was ich - bei Wildsichtung - versuche:
Der Hund soll nicht losrasen, sondern sich beherrschen, möglichst ansprechbar sein (Kommando "sitz" annehmen) und dann beim Gucken sein Erregungslevel runterfahrenAndere Beispiele für diese "Training im Alltag" wüßte ich jetzt - für mich und meine Hunde - nicht

was ja nicht heißen muss, dass es da keine gibt....

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Wildsichtungen sind bei uns auch Ausnahmen. Aber es gibt doch jede Menge andere Dinge... Menschen, Hunde, Gerüche, schlicht rennen wollen, irgendwo schnuppern wollen, irgendwo pinkeln wollen...
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Aber das ist doch eigentlich das, was ich - bei Wildsichtung - versuche:
Der Hund soll nicht losrasen, sondern sich beherrschen, möglichst ansprechbar sein (Kommando "sitz" annehmen) und dann beim Gucken sein Erregungslevel runterfahrenAndere Beispiele für diese "Training im Alltag" wüßte ich jetzt - für mich und meine Hunde - nicht

was ja nicht heißen muss, dass es da keine gibt....

Wir saßen mal in unserer Huschu mit der Trainerin zusammen und sind so "unseren Tag" durchgegangen. Was macht und wie verhält sich der Hund BEIM ... wach werden, aufstehen, fertigmachen, anziehen, Leine nehmen, zur Tür gehen, aus der Tür gehen, auf die Straße gehen ... Futter vorbereiten, Futternapf nehmen, Futternapf hinstellen etc. pp ... Das könnten alles Situationen sein in denen der Hund schon n bissl drüber ist und da kann man halt ansetzen. Wer sich SONST zu beherrschen weiß, hat mitunter eine gute Grundlage für den Ernstfall.
Edit: siehe Corinna

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