An der Leine - schnüffeln erlaubt ja oder nein?

  • Zitat

    Mira13, bitte such dir einen Trainer mit einer vernünftigen Methode!!! Von diesem "der Hund darf nicht überholen oder er wird gemaßregelt" halte ich absolut gar nichts. Im Gegenteil, es kann bei zu grober Anwendung sogar dazu führen, dass der Hund Angst vor dir bekommt!

    Nö, ich finde diese Methode gar nicht so übel.
    Mache ich mit meinem Hund auch so. Sie soll hinter mir laufen, max. darf der Kopf auf Höhe meines Beines sein. Will sie weiter vor, wird sie zurück geschickt oder eben mit dem Bein blockiert.
    Hat ganz einfach den Hintergrund das mein Hund abends oder in wildreichen Gebieten vor mir laufend absolut unter Spannung steht. Permanent, immer, jedes mal und egal wo. Sie pieselt nicht, sie schnüffelt nicht. Sie läuft stockig und ist angespannt wie eine Feder. Von der Nasen bis zur Schwanzspitze, scannt permanent die Umgebung und jedes Blätterrascheln ist eine Einladung zum los sprinten. Teilweise stand sie kreischend in der Leine wenn sie etwas vermeintlich jagdliches gesichtet hat.
    Auch bei Hundebegegnungen hat sie in letzter Zeit die Zicke heraushängen lassen wenn sie vor mir lief. Das hat dann meine Pflegehündin animiert mitzumachen - und schwupps hatte ich zwei scannende und pöbelnde Hunde an der Leine die mich durch die Gegend zerren wollten.
    Tolle Sache, macht echt Spaß! :ironie2:
    Also lass ich meine Hunde h i n t e r mir laufen. Seitdem kann ich in der Dämmerung entspannt spazieren gehen, meine Hunde können h i n t e r mir schnüffeln und sich lösen, und auch bei Hundebegegnungen spulen sich die beiden nicht mehr gegenseitg hoch.
    Aber ich lass die Leine auch mal lang, und sie dürfen vor mir laufen. Dann gibt es die verbale Freigabe (bei uns ein "OK, du darfst"), und beide dürfen lustig am Wegesrand vor mir her bummeln.

    Solange man den Hund ohne Emotionen blockiert, und nicht wütend, genervt oder gestreßt reagiert finde ich es nicht schlimm diesen nach hinten zu schicken. Wo ist da das Problem?

  • Find es da doch irgendwie einfacher dem Hund lockeres Fuß mit unterschiedlichen Kommandos auf beiden Seiten beizubringen und ein Auflösekommando.
    Würde jedenfalls ungerne an einem Hund direkt vorbeigehen wollen, der nach mir Bellt. Hät da lieber den Hundehalter zwischen mir und dem Hund.

    Glaube mit einem deutlichem Kommando, oder Zeichen(durch Geschirr/Halsband wechsel) und Auflösekommando, würdest du mit der Methode der Trainerin besser fahrn.

    Weil es, neben dem ganz strengen hinter dir herlaufen, dem Hund auch mal freiheiten an der Leine erlauben würde.

    Ich finde das ein einfaches "scht" + Leine mal kurz und mal Länger für einen Hund nicht ganz klar ist.
    Glaube das ist eine genius Leistung, wenn ein Hund so schafft zu Lernen wie er wann zu laufen hat.
    Leichter ist es mit Start und abbruchkommando, oder zwischen Halsband und Geschirr zu wechseln.

  • Zu der Sache mit dem Signal. Ich sage dann immer "ab" wenn ich sie lang mache. Denke dadurch versteht sie es.

    Also das Resumee dieses Threads ist für mich, dass es ok ist wenn mein Hund ein bisschen vorne und hinten rumschnüffeln kann, aber die Leine sollte nie gespannt sein.

    Das beruhigt mich sehr, denn das kann sie schon ziemlich gut. Und sobald die Leine spannt mach ich das was die Hundetrainerin gesagt hat, bzw. ein Richtungswechsel, das ist ja was ähnliches. Hauptsache Hundi versteht dass das so gar nicht geht.

    Am allerliebsten ist mir sowieso wenn sie frei ist und rumflitzen kann. Auf die Pfeife hört sie zum Glück sehr gut :

    Danke euch :gut:

  • Zitat


    Leichter ist es mit Start und abbruchkommando, oder zwischen Halsband und Geschirr zu wechseln.

    Und genau deshalb habe ich den Vorschlag auch unterbreitet! So habe ich schon einigen Haltern mit ihren Hunden geholfen nach ein paar Trainingseinheiten Stressfrei von A nach B zu kommen. Man hat eine klare Regel, die immer gilt; hat aber den Vorteil auch mal eben schnell irgendwo ans Ziel zu kommen, ohne das Training kaputt zu machen.

    Nehmen wir z.B. die Methode, dass ich den Hund bei Zug immer zurück kommen lasse in dem ich stehen bleibe. Wenn ich es dann nur einmal eilig habe und das Program nicht straff durchziehen kann, fange ich wieder von vorne an!

    Grundsätzlich kann man das natürlich machen, dass man den Hund hinter sich laufen lässt. Ich hab jedoch Probleme, wenn der Hund geblockt wird und das vielleicht mal nicht so nett ausfällt. Bei uns im TH arbeitet ein Trainer auch nach dieser Methode. Nur bekommt der Hund einen vor die Brust, wenn er vor läuft. Oder aber man latscht dem Hund dezent auf die Pfoten.
    Nicht falsch verstehen, ich habe generell nichts gegen das Blocken. Aber das muss dann schon richtig passieren. Ohne, dass man wirklich körperlich wird. Und das würde ich vielen Hundehaltern einfach nicht zutrauen.
    Außerdem fände ich es übertrieben den Hund IMMER zu blocken. Wenn der Hund neutral an der Leine läuft, dann muss das nicht sein. Situationsbedingt kann es dann aber kurzzeitig hilfreich sein.

  • Zitat

    Ich hab jedoch Probleme, wenn der Hund geblockt wird und das vielleicht mal nicht so nett ausfällt. Bei uns im TH arbeitet ein Trainer auch nach dieser Methode. Nur bekommt der Hund einen vor die Brust, wenn er vor läuft. Oder aber man latscht dem Hund dezent auf die Pfoten.
    Nicht falsch verstehen, ich habe generell nichts gegen das Blocken. Aber das muss dann schon richtig passieren. Ohne, dass man wirklich körperlich wird. Und das würde ich vielen Hundehaltern einfach nicht zutrauen.
    Außerdem fände ich es übertrieben den Hund IMMER zu blocken. Wenn der Hund neutral an der Leine läuft, dann muss das nicht sein. Situationsbedingt kann es dann aber kurzzeitig hilfreich sein.

    Da gebe ich Dir absolut Recht. :)
    Ich denke das der Hund nicht zwingend und ständig hinter einem laufen muß. Aber es kann gewisse Situationen entspannen und entschärfen. Sofern man das ganze richtig aufgebaut hat.

    Mir ist es anfangs auch sehr schwer gefallen meine Emotionen (Streß, Gereitztheit usw) aussen vor zu lassen - aber wir haben es geschafft. :gott:

  • Wann immer es möglich ist, darf mein Hund vor, neben oder hinter mir her latschen wie er mag. Er darf schnüffeln und markieren. Dann, wenn es wichtig ist, zeige ich ihm, dass er nun aufpassen muss. Das läuft im Grunde über meine Körperspannung, das merkt er einfach. Wenn ich schlendere, schlendert er mit, wenn ich zügig von A nach B muss, passt er sich an und läuft neben mir.

  • Ich lasse meine Hunde schnüffeln und hingehen, wo sie wollen. Ich gehe ja nicht für mich Gassi, sondern für sie.
    Irgendwie hat sich ds über die Monate so entwickelt, dass sie gar nicht mehr so viel Interesse haben, zu schnüffeln, seit ich sie bewusst lasse.
    Auch im Freilauf dürfen sie herumschnuppern, wo sie wollen, sofern sie niemand sonst belästigen.

    Noch einmal - ich gehe wegen der Hunde mit ihnen Gassi. Warum sollten sie also nicht schnüffeln, wo es ihnen gefällt... udn so lange sie wollen?
    Ist zwar nciht immer zu 100% umsetzbar, aber sehr oft.

  • Eben. Gassi gehen ist Hundezeit. Da muss der Hund doch nicht akurat hinter/ neben dir an der kurzen Leine laufen.
    Aber wenn ich mich, was ich wirklich so gut es geht vermeide, zwischen gefühlten 5000000 Leuten hindurch schlängeln muss oder ganz schnell zu einem Termin muss, dann ist keine Hundezeit, da muss er mit mir mit so wie ich beim Gassigehen mit ihm. Mein Hund ist ein Partner, kein Untergebener, wir sind ein Team :smile: . Im Idealfall halten sich Geben und Nehmen die Waage. Manche Trainer sind echt zum :mute: .

  • Zitat

    Also, ich hab es bei meinen Hunden immer so gehalten, wenn die Leine kurz ist, wird Fuß gelaufen, gibt man etwas mehr Leine, darf geschnuffelt werden.
    Das finde ich sehr wichtig, falls man den Hund mal mit in die Stadt nehmen möchte. Schließlich soll er ja niemanden behindern.

    So läuft es bei uns auch :smile:

  • Lina darf auch schnüffeln. Allerdings nur solange die Leine locker ist. Zerrt die mich durch die Gegend, finde ich das nämlich nicht so lustig.

    "Gegen" festschnuffeln hat sie das Kommando "komm weiter". As nutze ich auch wenn ich mit Lina irgendwo hin unterwegs bin und gerade wenig Zeit habe.

    Die meiste Zeit ist Lina aber eh im Freilauf. :)

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