• Hallo!

    ich hab mal wieder ein kleines Problem mit meinem Junghund:

    Seit ein paar Tagen ist sie unheimlich ruhelos. Es kam von einem Tag auf den anderen und ich habe das Gefühl es wird grad schlimmer.
    Ich schildere mal kurz unseren Tagesablauf unter der Woche und schreib dazu, wie sie sich verhält. Vielleicht hat jemand einen Rat für mich, wie wir uns verhalten können.
    6:30 Freund steht auf, geht ihr raus (15-20min), stellt ihr anschließend Futter hin
    bis 8:30 liege ich im Bett und da stromert sie die meiste Zeit ziemlich unruhig durch die Wohnung. Hab auch schon die Schlafzimmertür zugemacht, weil es mich einfach genervt hat. Dann mache ich mich fertig, mach meinen Kram und sie läuft mir die ganze Zeit hinterher und steckt ihre Nase überall dort rein, wo ich meine auch hab.
    gegn 10 gehe ich eine größere Runde von 1-1 1/2 Stunden.
    Danach setze ich mich an den Schreibtisch. Und Hund schläft erstmal 2h. Danach stromert sie wieder zwischen meinem Schreibtisch und ihrem Bettchen hin und her, bis ich ihr sage, daß sie sich neben mich legen darf. Da liegt sie dann auch, aber sobald ich mich auf meinem Schreibtischstuhl bewege, aufstehe um Literatur, Getränke ähnliches zu holen, ist sie auf Hab-acht-Stellung...und dann dauert es wieder, bis sie sich wieder entspannt hinlegt. Aber bei jeder Bewegung wird sie richtig nervös.
    gegen 17 Uhr geht mein Freund die nächste große Runde. Je nach Lust und Laune und Wetter 1-2h. Danach gibt es irgendwann Futter (gibt keine festgelegten Zeiten) und dann legt sie sich zu meinem Freund auf die Couch...aber sobald ich von meinem Schreibtisch aufstehe, springt sie runter läuft einmal quer durch die Wohnung, beruhigt sich nur schwer wieder und das ganze geht (also es kann durch die Wohnung laufen, wer will) dann bis wir schlafen gehen. Ich gehe mit ihr nochmal eine kurze Pipi-Runde und dann ist schlafenszeit. Dann muß man sie aber momentan auch überreden sich in ihr Hütte zu legen (die steht im Schlafzimmer) und irgendwann, wenn es wieder hell wird, wird sie wieder unruhig.

    ich habe ja ein bißchen das Gefühl ihr ist langweilig, aber ich bin ja nicht dazu da sie 24h am Stück zu beschäftigen.
    Achso wir gehen draußen nicht nur Spazieren, wir machen auch immer wieder Übungen um den Jagdtrieb zu kontrollieren (das kommt noch hinzu, aß sie seit neuestem wieder jedem Vogel hinterher rennt...sie ist abrufbar, aber wir waren schon mal so weit, daß sie die Vögel in Ruhe gelassen hat). Auch zu Haus muß sie immer was für ihr Futter oder auch ein Stück Pansen machen...d.h. ihr Hirn wird auch mal angestrengt, im Rahmen.

    Vielleicht hat jemand eine Idee für mich, oder sagt einfach, das ist bei einem 14Monate altem Hund völlig normal, daß die so eine Phase haben.

    LG
    Brathähnchen

  • Hallo

    wie war es dann vorher mit ihr? Hat sie da im Prinzip immer ruhig irgendwo gelegen, während du an deinem Schreibtisch gesessen hast?
    Und was machst du Zuhause mit ihr? Spielst du zwischendurch mal etwas mit ihr? Was muss sie denn für ihr Futter tun?
    Wenn du das Gefühl hast, dass ihr langweilig ist, würde ich mir irgendeine sinnvolle Beschäftigung für sie suchen.

    Und warum gibt es keine festen Zeiten, wo sie ihr Futter bekommt?

  • Wie alt ist der Hund?

    Ein mal 1,5 Stunden und ein mal 2 Stunden ist für einen Junghund ganz schön happig. Das führt eher zu dem von dir beschriebenen Problem - ist sogar sehr typisch. Der Hund muss in dem Alter RUHE lernen, nicht das Gegenteil! Etwas kürzere Runden, dafür "intensiver" fürs Köpfchen, wären wesentlich sinnvoller.

  • Danke erstmal für die Antworten

    Sie konnte vorher ruhig irgendwo rumliegen, hat zwar immer geschaut, wenn ich aufgestanden bin, hat aber gemerkt, daß nichts passiert und hat den Kopf wieder fallen lassen und weiter gedöst.
    Sie konnte es also mit dem Ruhe halten. Wenn wir selber durch die Wohnung gewuselt sind, war sie auch immer ein bißchen aufgeregt, aber nicht gestreßt. Auch wenn wir unterwegs waren (unsere Familien sind relativ weit verstreut) war es nie ein Problem sie irgendwo hin zulegen (die Decke muß dabei sein, damit sie weiß wo ihr Platz ist) und sie blieb liegen. Klar hat sie manchmal neugierig geguckt und ist schon auch mal aufgestanden, hat aber ihre Ruhezeiten klaglos akzeptiert, ohne, daß sie dabei angestrengt war.

    Feste Zeiten haben wir deshalb nicht, weil wir auch eben durch die Familie viel unterwegs sind und es anstrengend wäre, wenn sie punkt 7 ihr Futter verlangen würde. Sie kriegt es, wenn wir daheim sind schon meist um diese Zeit, aber unser Leben verläuft auch nicht so regelmäßig. Wir haben einfach keine festen Zeiten, wann wir was wie machen und sind bisher auch damit gut gefahren und Frida hatte auch nie ein Problem damit. Die verschiedenen Zeiten scheinen mir auch nicht das Problem. Es ist auch grad eher so, daß wir, weil ich gerade in der Endphase meiner Dilpomarbeit bin, einen ziemlich geregelten Tagesablauf haben, auch am Wochenende.

    Beschäftigt wird sie, aber ich möchte es im Rahmen halten, weil ich denke, den Hund rund um die Uhr zu bespaßen ist kontraproduktiv.
    Die Spaziergänge laufen so ab, daß wir einfach eine Rund gehen. Morgens treffen wir uns mit Hundekumpels, da ist die meiste Zeit einfach toben angesagt und abends geht mein Freund meist allein, da er einfach mit Hund allein sein möchte und da gibt es eben auch mal die ein oder andere Übung.

    Die 1,5h und zwei Stunden sind auch das absolute Maximum, aber wir genießen beide die Zeit draußen und die Zeit ist immer so schnell rum. Sie konnte es bisher auch, wenn wir aufgrund von Krankheit oder anderen Problemen nur zwei mal 20min draußen waren hat sie überhaupt kein Problem gehabt und wir schieben auch bewußt immer mal Tage ein, wo gar nicht viel passiert. und sie mit kleinen Runden auskommen muß, das ist alles kein Thema bisher gewesen.

    Achso mein Hund ist 14 Monate alt...

    Die große Frage, die ich mir eben stelle. Für einen Junghund war sie bisher immer sehr gelassen, hat die Ruhezeiten akzeptiert (Wir haben als Welpe und als ganz junger Junghund da wirklich drauf geachtet, daß sie es lernt einfach zu chillen) und vor sich hin gedöst und von einem Tag auf den anderen schiebt sie so Streß und auch Frust, wenn nix passiert. Sie hatte auch von einem Tag auf den anderen vor Kleinigkeiten Angst (vielleicht ist das auch noch eine nützliche Info), wie Wind, und eine Menge Geräusche, die aber normal in unserem Alltag vorkommen. Kann es sein, daß es gerade wieder so ein Entwicklungsschritt ist? Sie verändert sich auch körperlich grad sehr stark, wird breiter und insgesamt mehr Hund (also vom Aussehen her).

  • Dein Hund scheint sich so langsam zu einem kleinen "Kontrolletti" zu entwickeln. :lol:
    Ich würde das auf dem Platz/der Decke bleiben intensiv üben. Dann kommen auch wieder mehr Ruhe in den Hund und in dich ;)

    Und dass der Hund plötzlich Angst vor Kleinigkeiten hat, ist auch fast normal. Fast jeder pupertierender Junghund hat so eine Angstphase, die aber auch wieder vorbei geht, sofern du dich weiterhin völlig normal verhälst.

  • ...und da kommt sie schon, die immer passende Ettikettierung des Hundes als "Kontroletti", der Schuldige ist gefunden. :ironie2:

    Ich habe solchen Unsicherheitsphasen nie besondere Beachtung geschenkt, und den Hund auch nicht dafür bestraft mit auf den Platz pinnen oder so. Das war zwar meist früher, aber da ist halt jeder Hund unterschiedlich.... Natürlich habe ich auch schon mal den Hund ins Bett geschickt, wenn er um 4 Uhr früh Action wollte, aber aus dem Nachlaufen habe ich nie ein Thema gemacht, und das hat sich immer von selbst erledigt. Für mich hört sich das alles nicht besonders dramatisch an. Probier mal aus, ob etwas mehr feste Struktur ihr im Alltag mehr Sicherheit gibt - festere Zeiten, kleinere Runden auf bekanntem Gelände, mher routinemässige Abläufe. Das muss nicht ewig so bleiben, kann vielleicht über die Unsicherheitsphase hinweghelfen. Wird sie evt. läufig? Könnte auch ein Aspekt sein...

    Ich würde das im Moment nicht dramatisieren, gebt ihr eher festere Strukturen, mehr Routineabläufe, evt. weniger Programm. Aber lasst euch nicht wuschig machen. Hätte ich wegen jedem Nachtapsen ein Fass aufgemacht, hätte ich nun garantiert einen "Problemhund" hier sitzen.

  • Zitat

    Läufig wird sie aber nicht, oder?

    Das war auch mein aller erster Gedanke bzw. das sie zum ersten Mal läufig wird. Aber wenn sie bereits 14 Monate alt ist, trifft das sicherlich nicht zu....

  • Danke für die weiteren Antworten.

    Ja also einen routinierten Ablauf hat sie derzeit, weil ich wie gesagt in der heißen Phase meiner Abschlußarbeit bin. Deswegen ist gerade alles um einiges routinierter als es sonst der Fall wäre.
    Läufig wird sie hoffentlich nicht, denn zum einen war sie es schon und das wäre etwas zu dicht am letzten Mal. Auch wenn die Läufigkeit kein großes Problem war, wünsche ich mir doch sehr, daß sie sich an die halbjahresabstände hält ;-).

    Das Nachlaufen ist gar nicht so wahnsinnig schlimm, mich stört eher, daß sie so auf Hab acht Stellung ist, sobald ich mich auf meinem Stuhl bewege, sobald ich nur ein Bein anders stelle, oder eben wenn sie mit auf der Couch liegt. Daß sobald man eine andere Position einnimmt, sie entweder sofort runter springt, oder einfach mega nervös wird.
    Aber wahrscheinlich habt ihr recht, ich mache einfach weiter wie bisher , wenn sie nachts anfangen will zu spielen, dann schick ich sie eben wieder schlafen und sage mir, es ist eine Phase im Leben eines jungen Hundes und sie geht vorbei.
    Ich will ja auch gar kein Fass aufmachen, deswegen frag ich ja nach, ob man sich Gedanken machen muß. Ich hatte ja auch schon angedeutet, daß es einfach ein Entwicklungsschritt sein kann, da sie sich eben auch körperlich grad sehr stark verändert. Und vielleicht mache ich mir auch einfach zu viele Gedanken darüber, weil die Nerven eh gerade etwas angespannt sind. Vielleicht auch einfach eine Reaktion auf meinen Gemütszustand.

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