Auf Kommando "Bellen"

  • Hallo,
    ist es eine gute Idee seinem Hund das "Bellen" auf Kommando beizubringen?
    Generell ist es ja wünschenswert das ein Hund nicht viel bellt, aber auf Kommando wäre es schon toll.
    Möchte nur nichts falsch machen und das der Hund nachher immer bellt.

    Wie kann man ihm das richtig beibringen?

    Danke!

    Gruß!

  • Also, meine Maus ist eine, die gerne mal bellend ihr Leckerli einfordert. Irgendwann hab ich dann vor das Bellen mit Leckerli in der Hand das Kommando "Paß auf!" gesetzt, so richtig in einem spannenden Tonfall. Hat sie recht schnell kapiert, und heute macht sie´s auf Befehl. Also quasi, wenn der Hund von alleine bellt, das Kommando dazu sagen, damit er´s verknüpft.

    Mehr bellen tut sie deswegen auch nicht tagsüber, Passanten hinter der Haustüre (sprich Mitbewohner des Hauses, aber auch deren Besucher) hat sie schon immer gemeldet.

    Den Terriern hab ich das auch beigebracht, zu bellen, wenn sie Leckerli wollen (aber ohne das Kommando; einfach das Teil erst gegeben, wenn ein Beller kam). Die bellen deswegen auch nicht mehr. Nur Frieda, wenn die meinte, sie wollte JETZT grad mal ein Leckerli (die riecht meilenweit, wenn ich was einstecken hab!), fing sie einfach mal an und testete aus, ob sie mit Kläffen (nur einzelne Beller, kein Rumgekläffe) weiterkommen würde *gg Kluges Hundchen - aber dann gab´s nix, denn nachts um 3 das Bellen auch noch belohnen, das wär in ner Mietwohnung net so ganz optimal. Inzwischen läßt sie´s auf Kommando "Schluß" sein, weil sie gemerkt hat, es bringt ihr dann nix mehr. ;-)

  • Unser Jack Russell hat auf die Kommandos "gib laut" oder "fass" :D gebellt, aber fragt nicht, wie wir es ihm beigebracht haben :???:
    Auf Sichtzeichen..........Finger und Daumen zusammenklappen...hat es auch funktioniert.

    Er hat aber deshalb nicht unkontrolliert rumgebellt.

  • Beigebracht haben wir es Oxi, indem wir ihr Spielzeug immer fieserweise selbst bespielt haben. So kams zum Frustbellen und nun kann sie es auf Kommando.
    Aber auch sie bellt nicht unkontrolliert ;-)
    Ausser halt in Bellsituationen.

    LG Anna

  • Man kann es auch bereuen später....wenn der Hund Geschmack dran findet...
    viele haben sich schon hinterher gewünscht, sie hätten kein "gib Laut" antrainiert .

    Meiner muss 5 mal aufgefordert werden, für eine Belohnung ein genervtes WAFF rauszuquetschen ( und das als DSHmischling :p ) aber
    wenn's n echten GRUND gibt ( fremder Mann kommt hinten aufn Hof oder so ) , dann bellt er sehr wohl.
    Aber auch nur kurz (und deutlich warnend/ aggressiv ) zum Glück .... Und dann geht's in Grollen über.
    Und auch dein Hund wird sicher "im Ernstfall " seine stimme für dich erheben, auch ohne Training ! LGr m

  • Hallo
    Ich glaube, da gibt es keine festen Regeln, aber verschiedene Methoden, die man einfach ausprobieren muss, bis es klappt. Hunde, die gerne spielen, reizt man mit dem Lieblingsspielzeug durch Nicht-Herausgabe. Und das dann fast auf sicher kommende Bellen wird mit Lob, Leckerli oder Spielzeug und einem Begriff wie "Brav, gib Laut" oder ähnlich bestätigt. In kurzer Zeit ist die Verknüpfung mit dem Befehl hergestellt. Bei meiner wenig spielfreudigen Hundedame war nix mit dieser Methode. Und auch das Reizen mit Futter - worauf sie sonst stark anspricht - führte nicht zum Erfolg. Sie hat mich einfach immer ungläubig angeschaut und ist dann vor Ungeduld - nach 3 bis 4 Minuten - an mir hochgesprungen ... aber von Bellen keine Spur. Aber so schnell gibt ein Hündeler natürlich nicht auf, zumal "Gib Laut" mit 3x Bellen in der Frontposition für Begleithunde Stufe 2 zum Repertoire gehört. Weitere Versuche beim kurzfristigen Bellen, wenn fremder Besuch vor der Haustüre stand, hat ebenso wenig geklappt. Dann kam mir erst ganz kürzlich der Zufall zu Hilfe. Im Wald, an einem Bach, gegenüber einem Hang, war irgend etwas im "Busch", als der Hund meiner Kollegin plötzlich zu bellen anfing, worauf meine "Megi" in das Lied einstimmte. Dann habe ich mit "Brav, gib Laut" zweimal bestätigt, habe sie dann in Frontposition zu mir gerufen, den Befehl unter "eigenem Bellen" wiederholt ... und sie hat richtig reagiert. Die folgenden Tage habe ich auf Spaziergängen den Vorgang mit dem selben Befehl wiederholt und nun ist es seit einer Woche so, dass sie in neun von zehn Fällen brav 3x bellt.
    Mfg
    Kurt

  • Meiner hats sich selbst beigebracht. Mal wieder das totale Spiegelbild zu meiner Hündin :roll: .
    Wenn ich von meiner Hündin will das sie ruhiger wird, hlt ich ihr die Handfläche hin. Hab das mit dem handzeichen, weil es bei mir so eingeimpft ist natürlich auch gemacht. Nur verstand er es als Zeichen aufzudrehen und zu Bellen :lol: .
    War ganz erstaunt, als ich ihm das Warte und bleib ruhig und entspannt Kommando mit der Handfläche gezeigt hab und jedesmal fing er an zu Bellen :D .
    Habs ihm dann auch mit dem Kommando "Pass auf" nochmal richtig beigebracht, war ja dann recht easy mit dem Handzeichen. Find es ausserdem auch total praktisch, weil Menschen die auf Stress aussind dann direkt auf abstand gehen. Und sollte das mal die Polizei sehen, könnt ich das Kommando Pass auf, als reines Bell Kommando ja jederzeit abrufen und zeigen, das da nichts hinter ist. Auch wenn er es auf "Pass auf" macht. Fühle mich mit diesem Hund aufjedenfall sehr sicher :smile: .

    Mehr Bellen als vorher tut er deswegen nicht. Dafür konnte ich ihm "schluß" als Kommando zum aufhören beibringen, wenn ich mal nicht will das er Bellt. Was mir schon sehr sehr oft geholfen hat.

  • Genau das wird oft empfohlen, wenn man einem bellfreudigen Hund ein Abbruchkommando beibringen will: erst das Bellen auf Befehl lehren, dazu ein 'Schluß jetz' Signal, das der Hund in dieser Situation auch leicht befolgen kann, denn er hat ja keinen eigenen Grund zum Bellen - und wenn das sitzt, kann man das 'Schluß jetzt' auch dann anwenden, wenn er aus eigenem Antrieb bellt.

    Bei meiner Pudelin habe ich von Anfang an darauf geachtet, daß sie im Spiel mit mir nicht bellt, vor allem nie in der Wohnung. Ansonsten wurde das Spiel sofort abgebrochen. (Pudel neigen sehr zum Spielaufforderungsbellen)
    Das hat auch wunderbar geklappt. Letzten Sommer haben wir aber zusammen mit Freunden 'Rettungshundetraining just for fun' gemacht, dazu sollte Cara das Bellen auf Befehl erlernen. Das klappte dann auch, aber seither meinte Cara gelegentlich, sie könnte bei mir etwas mit Bellen erreichen. Ich bin dann nicht weiter drauf eingegangen, und dann war auch wieder Ruhe.

    Gruß von Dagmar & Cara

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