Kastration im 8/9. Monat
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Im Oktober würde ich - wenn sich das Verhalten nicht gebessert hat - zuerst mit dem Chip schauen, ob es hilft.
Als Mr Ekko ein knappes Jahr alt war, war er kaum ansprechbar, wenn eine Hündin in der Nähe war...hinziehen, jaulen, sabbern... heute mit 3,5 Jahren lebt er intakt mit einer ebenso intakten Hündin zusammen und nicht mal während den Stehtagen gab es hier nennenswerten Stress.
Ich bin halt so hin und her gerissen, weil es einerseits heißt, dass es besser für den Hund ist, wenn man ihn früher kastriert, also so ab dem 10 - 12 Monat, weil sich da gewisse Verhaltensmuster, die hormonell bedingt sind, noch nicht manifestiert haben. Bei dieser Theorie wird gesagt, dass wenn sich diese Muster schon festgelegt haben, der Hund sie nach einer Kastration auch nicht mehr (oder nur selten) ablegt, wie zB Revierverhalten, Dominanzverhalten etc (was natürlich mit der Erziehung schon besser werden kann, aber halt nur "unterdrückt" und nicht gelöst werden kann)
Und andererseits heißt es, es sei besser so lange wie möglich damit zu warten, oder frühestens ab 18 Monaten, besser noch, wenn er schon fast drei Jahre alt ist....???Ja, ne, welche Theorie ist nun die "wahre"? Ich möchte meinem Hund kein Leid zufügen und die Kastration wurde von mir nur in Erwägung gezogen, weil er jetzt schon mehrfach fast nen Herzkasperl bekommen hat, wenn er an gewisse Hündinnen kommt. Es ist dabei wie gesagt völlig wurst, ob sterilisiert, läufig oder nicht, völlig unvermittelt steigt er bei manchen Mädels einfach komplett aus und hechelt und fiept sich in den Wahnsinn. Dann hilft auch nichts mehr. Ich muss ihn dann wegzerren und egal wie lange unser Nachhauseweg dann noch ist, egal was ich dann auch tue, er beruhigt sich erst, wenn er wieder in seinem Bett liegt.... und nach ca 10 Minuten fängt er das fiepen und das Winseln an, frisst nichts, trinkt nichts mehr und tut so als würde er jeden Moment vor Kummer eingehen
nach ein bis zwei Tagen ist dann wieder alles fast ok, er fängt das Fressen an etc bis zur nächsten Begegnung. Klar, an manche Hündinnen lass ich ihn gar nicht mehr ran, aber ich kann ihn jetzt ja auch nicht von jeder Hündin pauschal fernhalten...können schon, aber wollen oder sollen?Ich habe einen Theaterhund zu Hause, unglaublich. Dafür könnte ich Eintritt verlangen.....

Danke euch auf jeden Fall nochmal für die Antworten!!!
Grüße,
Frollein
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Dafür müssen die Verhaltensmuster aber auch wirklich hormonell bedingt sein.... und das sind die zum Großteil nunmal einfach nicht.
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Dafür müssen die Verhaltensmuster aber auch wirklich hormonell bedingt sein.... und das sind die zum Großteil nunmal einfach nicht.
Ich kann jetzt aber davon ausgehen, dass es hormonell ist, wenn es nur vorkommt, wenn er an gewisse Hündinnen kommt, oder? Sonst ist er der total "gechillte", gelassen, freudig, neugierig, lieb. Er spielt mit vielen Hündinnen normal, ebenso mit Rüden. Nur eben bei ein paar Mädels wird er hystherisch. Und dann ist er wie gesagt für ein bis zwei Tage GaGa....Gäbe es da einen anderen Grund, außer den Hormonen? Meines Wissens nach nicht....... :/ Sonst würde er sich ja immer so aufführen, wie ein kleiner Trottel.....
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Würd mich freuen!!!!! Danke
biddeschön
https://dl.dropboxusercontent.com/u/12078612/lon…terindogs-1.pdfAlso beim JRT einer Freundin ist diese damals quais gezwungen worden ihren ca 2 jährigen Rüden zu kastrieren denn sonst hätte ide einzige Hundepension weit und breit ihn nicht merh genommen wegen ständiger Prügeleien. Das Resultat war: der Hund ist genauso Rüdenaggresiv wie immer und dazu plötzlich so verfressen wie ein Labbi.
Ein Eingriff in den Hormonhaushalt ist massiv und natürlich greift man damit stark in die Entwicklung eines Lebewesens ein. Man muss halt abwägen was für das Zusammenleben mit dem Hund langfristig das beste ist. In meinem Fall wäre es vielleicht besser gewesen, ich hätte meine Maus noch ein 2te Läufigkeit durchmachen lassen, denn sie ist ein im Grunde unsicherer Hund und es gab sowohl bei ihr als auch bei ihrer Freundin (die 6 Wochen später kastriert wurde) einige Monate nach der Kastra eine deutliche Angstphase, die sicher auch hormonell bedingt war. Da fragt man sich schon, ob man das richtige gemacht hat.
Es wird keine perfekte Lösung geben - egal an welcher Theorie man sich orientiert. -
Darf ich fragen, warum ein Chip für dich so gar keine Alternative wäre? Du würdest zumindest sehen, ob sich was ändert. Die Chips kann man für eine Wirkdauer von 3,6 oder 9 Monaten setzen lassen. Wenn es nichts bringt, ist die Wirkung irgendwann weg und alles ist wieder auf Null
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Für mich muss die Entscheidung, nach Abwägung und Recherche, der Besitzer fällen und "ich" habe mich da nicht beirren lassen.
Alle meine Hunde sind kastriert, Buffy nach der ersten Läufigkeit, Rowdy mit 11 Monaten, Fussel mit 10 Monaten. "Ich" kann keine Nachteile bestätigen, die Großen sind nun schon 11 Jahre alt, Fussel 4,5 Jahre!Ich wohne in einer Großstadt, treffe im Auslaufgebiet und um Block sehr zahlreiche Hunde, möchte weder Nachwuchs bekommen noch zeugen lassen, also keine Vermehrung ( deswegen laut TSch auch erlaubt) und mir ist es vollkommen wurscht, ob mir eventuell Faulheit an der Erziehung nachgesagt wird, ich ersparen somit auch allen Hunden den Großstadtstress, mit all den "der will ja nur spielen" Hunde.
Ich sehe das Ringelreihen von Rüden die an Hündinnen hängen, nicht mehr abrufbar und Hündinnen, die permanent dadurch unter Stress stehen, mehr als genug hier!Wir können gechillt überall hin, läufige Hündinnen sind nur ganz kurz interessant und die Buben lassen sich sofort abrufen.
Ja, sie sind trotzden erwachsen geworden ... voll & ganz, fit und voller Lebensfreude!!Ich finde es immer sehr interessant, das dann energischen Kastragegner kaum mehr in Threads zu lesen sind, wenn z.B. eine alte Hündin Gebarmutterkrebs etc. bekommt und dann eine Kastration wesentlich gefährlicher ist.
Du siehst, die Meinungen sind seeeeehr verschieden und diejeneigen, die kastrieren lassen, melden sich hier selten zu Wort, da es dann oft richtig rund geht!

Ob erst ein Kastrachip sinnvoll ist, da gehen die Meinungen auch auseinander.
LG Sabine
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Darf ich fragen, warum ein Chip für dich so gar keine Alternative wäre? Du würdest zumindest sehen, ob sich was ändert. Die Chips kann man für eine Wirkdauer von 3,6 oder 9 Monaten setzen lassen. Wenn es nichts bringt, ist die Wirkung irgendwann weg und alles ist wieder auf Null
Ich hatte es so verstanden, dass die TS den chip durchaus ausprobieren will - aber auch da stellt sich die Frage nach dem Zeitpunkt.
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Auch auf die Gefahr hin, jetzt verbal gesteinigt zu werden: ich habe drei Rueden (gehabt), der erste entdeckte erst im Alter von 6 Jahren das andere Geschlecht und war dann nicht mehr von den Damen wegzubringen, woraufhin er entmannt wurde, die anderen beiden wurden daraufhin direkt im Alter von 8 Monaten ihrer Mænnlichkeit beraubt. Ich will mir generell kein Urteil fuer oder gegen Kastration erlauben, sondern nur meine Erfahrungen schildern. Ich lebe im Ausland, wo die ganze Geschichte eh anders und lockerer gesehen wird, ich bin Hobbyreiterin, und in unserem Stallgebiet laufen jede Menge Hunde frei herum und haben eine schöne Zeit zusammen. Darunter sind natuerlich auch diverse huebsche unkastrierte Damen, und zum Glueck sind inzwischen fast alle Rueden hier kastriert, alle anderen decken peranent und zeugen Welpen, die dann keiner will. Warum die meisten Huendinnenbesitzer sich nicht die Muehe machen, zweimal im Jahr fuer drei Wochen auf ihre Mædels aufzupassen, steht auf einem anderen Blatt, und ich weiss es nicht. Aber fuer mich ist es selbstverstændlich, dass ich meine Rueden kastrieren lasse, u.a. weil der Eingriff wesentlich einfacher ist als bei Huendinnen. Aber egal, meine Erfahrung ist die: der mit 6 kastrierte versuchte weiterhin zu decken, es gelang ihm auch einmal (natuerlich zum Glueck ohne Folgen), war aber nicht mehr mit derselben Vehemenz bei der Sache. Der 2. Ruede ist jetzt 4, und ich habe keinerlei Verænderungen bei ihm festgestellt, ausser einer leichten Gewichtszunahme, und der Kleine ist erst vor einer Woche kastriert worden, ist fit wie Lumpi, aber ueber seine weitere Entwicklung kann ich natuerlich noch nichts sagen. Alle geniessen/ genossen ein Leben in relativer Freiheit, duerfen spielen und raufen mit wem und wann immer sie wollen, und das ist fuer mich persönlich einfach das wichtigste Argument fuer eine Kastration gewesen.
Wie gesagt, dies ist nur ein Erfahrungsbericht, auf unbegruendete Anschuldigungen kann ich verzichten. -
Danke für eure Antworten

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