Durch Erziehung-> Beziehung?

  • Bubuka: Diese Meinung find ich irgendwie weit hergegriffen.

    Hast du keine kompetente Hundeschule oder einen Trainer im Umfeld, der sich die Situation angucken kann?

    Zu Kommandos wie Sitz oder Platz findest du im Internet genug Tipps.
    Allerdings sollte es keine Situationen geben, wo der Hund nach dem Kind schnappt. Du solltest immer dazwischen gehen, wenn Gefahr für Hund oder Kind droht und sie natürlich NIEMALS alleine lassen, wenn sie so ist (egal wie klein sie ist)

  • Handfütterung ist auch mein erster Gedanke, wobei man sehr winzige Bröckchen braucht, und wenige davon, damit man die Ration bei einem solchen Winzling einhält. Meine Kleine wiegt das doppelte und selbst da ist es schwer. Ich schneide immer alles in mikroskopisch kleine Stückchen, wovon mein anderer, grosser Lümmel das 30-fache bekommt.

    Ich würde mit Suchspielen anfangen, die ich dann erweitere, zu Abwarten, Schauen, Suchen auf Befehl. Aber am Anfang einfach die Leckerli wegkullern. So hättest Du schon mal das Sitz. Platz bei so einem Winzling ist nicht notwendig für den Alltag (ausser für den Ehrgeiz des Besitzers ;) ), eher ein Warte und ein Komm.

    Komm - also Abruf - kannst Du gut üben, wenn das Wuschel zwischen Dir und einer 2. Person hin und her rennt und jeweils Futter bekommt. Während sie kommt, am Anfang, das "Komm" einfliessen lassen.

    Hast Du sie erst mal sensibilisiert dafür, mit Dir zusammen zu arbeiten, wird es leichter und Du kannst die Kommandos einführen.

    Dann kannst Du ja mal schauen, ob sie tragen mag. Dann würde ich eine winzige Stoffgeldbörse nehmen und mit Futterbeutel anfangen. Als Terrier apportiert sie vielleicht gerne? Versuchs mit verschiedenen Stoffen - meine Kleine gradiert nur Fleece, Stoff ist ihr nicht weich genug :D :roll:

    Ich würde einfach schauen, was sie selbst anbietet: schnüffelt sie, trägt sie Sachen rum, liebt sie Spielzeug, buddelt sie gerne? Je nachdem, was sie liebt, steht das dann eben nicht zur freien Verfügung für sie, sondern das gibt es nur mit Dir zusammen.

    Und ja, auch solch ein kleiner Hund kann einen Menschen verletzen, nicht so sehr mit dem Gebiss, aber mit den Pfoten in den Augen zum Beispiel.

  • Zitat

    Als erstes also hat sie gelernt auf ihren Namen zu hören, dass sie einen Platz hat, auf dem sie sich aufhalten kann/darf/soll, wenn wir im Haus sind und dass ICH IHR erlaube, wenn sie mal aufs Sofa darf oder so und sie sich das nicht einfach so zu nehmen hat. Vielleicht könnt ihr so ähnlich mal beginnen?

    Das Problem was ich dabei sehe ist dass es kein "neuer" Hund ist... sie hat ihr ganzes Leben hier gelebt und es gab keine Grenzen für sie... ich bin gespannt ob sie jetzt auf einmal Grenzen akzeptiert...

    Zitat

    woran hapert es denn an der erziehung am meisten?

    Ich weiß nicht genau wie ich mit ihr anfangen soll... sie durfte immer alles und war immer dabei. Jetzt müssen einige Grenzen her. Etwas was mich aktuell zB stört ist das sie wie verrückt bellt wenn es klingelt. Früher war es egal also haben wir es ignoriert. Aber jetzt weckt sie das Kind damit. Wenn es ein "neuer" Hund wäre, würde ich sagen: Neues Zuhause, neue Regeln. Aber neue Regeln einzusetzen wo früher keine waren scheint mir schwierig zu sein, besonders weil sie mich ignoriert und so tut als ob es mich gar nicht gäbe!

    Zitat

    Hast du es auch schonmal mit käse oder Fleischwurst oder Leberwurst als leckerlie versucht?
    Da steht eigentlich jeder hund drauf. Und koche einfach mal Hähnchenherzen und schneide sie zurecht - das müsste auch als leckerlie gehen. Einfach mal alles ausprobieren.

    Bis auf die Hänchenherzen (die habe ich nicht ausprobiert und weiß nicht ob ich es schaffe die zuzubereiten- bin selber vegetarier- ;)) mag sie alles nicht. Sie isst nur ihr Hundefutter, den Rest ignoriert sie komplett.

    Zitat

    Ich finde es auf jeden Fall super, dass du dir so viele Gedanken über die Erziehung deiner Yorkie-Dame machst! Ich denke auch, dass kleine wie große Hunde Erziehung brauchen :smile:

    Vielen Dank!! Ich werde es auf jeden Fall ausprobieren mit dem Clicker und ihr das Essen nur so zu geben!

    Zitat

    Die Kleine lebt jetzt schon eine ganze Zeit bei den Schwiegereltern?
    Kann sie dort nicht bleiben?
    Ich vermittle nun viele Hunde und achte immer sehr darauf, wie die Hunde auf neue Besitzer zugehen. Nach meiner Ansicht sollte ein Hund mit entscheiden, wo er leben möchte.
    Wenn ich das so lese, glaube ich, sie wäre dort besser aufgehoben.

    Aua! Das tut sehr weh, deine Worte... ich habe dieses Hund von Hand gefüttert seit ihre 3 Lebenstag und seitdem (7 Jahre) immer bei mir gehabt. Ja, es hat sich viel verändert in den letzten 2.5 Jahren und es ist nicht immer einfach gewesen für uns alle. Aber sie deswegen komplett wegzugeben ohne es wenigstens zu versuchen, scheint mir eine sehr radikale Entscheidung. Ich würde es machen wenn ich alles versucht hätte und trotzdem merke es geht ihr nicht gut bei uns. Aber ich hoffe dass so wie wir alle unseren Platz in diese Familie finden mussten, muss sie das jetzt auch und ich will ihr nur dabei helfen.

  • Zitat


    Hast du keine kompetente Hundeschule oder einen Trainer im Umfeld, der sich die Situation angucken kann?

    Allerdings sollte es keine Situationen geben, wo der Hund nach dem Kind schnappt. Du solltest immer dazwischen gehen, wenn Gefahr für Hund oder Kind droht und sie natürlich NIEMALS alleine lassen, wenn sie so ist (egal wie klein sie ist)

    Ich werde mir nach Hundeschulen umgucken. Ja, das ist mit mittlerweile klar. Wir haben immer der Hund vor dem Kind geschützt aber anders rum, haben wir immer nur "Nein" gerufen. Ich kann es schwer in Worte erklären... sie hat nie aggressiv nach ihr geschnappt... es war mehr so "beim vorbeigehen" kurz schnappen und weiter. Aber ich werde jetzt gucken dass wir das auch strenger angehen

  • Zitat

    Handfütterung ist auch mein erster Gedanke

    Ich würde einfach schauen, was sie selbst anbietet: schnüffelt sie, trägt sie Sachen rum, liebt sie Spielzeug, buddelt sie gerne? Je nachdem, was sie liebt, steht das dann eben nicht zur freien Verfügung für sie, sondern das gibt es nur mit Dir zusammen.

    Und ja, auch solch ein kleiner Hund kann einen Menschen verletzen, nicht so sehr mit dem Gebiss, aber mit den Pfoten in den Augen zum Beispiel.

    Ja, das Handfüttern werde ich auf jeden Fall einführen. Ich finde auch dass es klappen könnte wenn sie ihre normale Futter so kriegt.

    Früher hat sie gerne gehabt dass ich ihr Spielzeug werfe und sie "jagt" es und schüttelt und brachte es mir dann. Mittlerweile ist es so dass wenn ich es werfe holt sie es für sich, spielt aber weiter alleine und bringt es mir nicht. Und wenn ich es ihr wieder weg nehme, geht sie weg und spielt nicht mehr und lässt es liegen wenn ich es werfe.

  • Tu doch so, als obe es eín neuer Hund im neuen Zuhause ist. Hunde sind da sehr
    flexibel. Wichtig ist nur, dass es nicht mal nach den "neuen" Regeln geht und dann
    darf sie wieder alles.
    Fang doch mit einer ganz nützlichen Übung an, nämlich die Kleine auf ihren Platz zu
    schicken und sie soll da auch bleiben. Mach das ganz ruhig, ohne jede Hektik und rechne
    damit, dass sie das nicht einsehen wird. Da mußt du dann dran bleiben, geduldig und
    ruhig. Wenn sie das kann, hast du schon mal viel gewonnen.
    Was machst du denn ansonsten mit ihr, was hat sie für Hobbys?

  • Zitat

    Ja, das Handfüttern werde ich auf jeden Fall einführen. Ich finde auch dass es klappen könnte wenn sie ihre normale Futter so kriegt.

    Früher hat sie gerne gehabt dass ich ihr Spielzeug werfe und sie "jagt" es und schüttelt und brachte es mir dann. Mittlerweile ist es so dass wenn ich es werfe holt sie es für sich, spielt aber weiter alleine und bringt es mir nicht. Und wenn ich es ihr wieder weg nehme, geht sie weg und spielt nicht mehr und lässt es liegen wenn ich es werfe.

    Das ist doch schon ein Anfang :gut: . Leg sie an die Leine mit Geschirrlein und wirf dann den Beutel. Rennt sie mit dem Beutel weg, halte die Leine fest und locke sie mit Händeklatschen und in die andere Richtung weggehen. Nie den Beutel weg nehmen! Immer warten, bis sie es aus gibt - bis dahin würde ich tauschen, also Futterbeutel gegen Futter und dann noch ein Leckerli aus dem Beutel - bis sie es verstanden hat. Ich würde das nur machen, wenn sie hungrig ist. Damit meine ich nicht hungern lassen, sondern einfach den grössten Abstand zur letzten Mahlzeit.

    Wünsche Dir viel Erfolg und Spass! :gut:

  • Zitat

    Das Problem was ich dabei sehe ist dass es kein "neuer" Hund ist... sie hat ihr ganzes Leben hier gelebt und es gab keine Grenzen für sie... ich bin gespannt ob sie jetzt auf einmal Grenzen akzeptiert...

    Erstmal muss ich dir sagen, dass deine Rechtschreibung und Grammatik für nur 5 Jahre in Deutschland echt super ist! Da können sich einige hier ne Scheibe abschneiden! :)
    Das stimmt natürlich, dass sie kein neuer Hund ist, aber tu halt einfach so. Sie kommt ja nun immerhin nach einem Aufenthalt woanders wieder, eigentlich ein guter Moment.
    Erstmal muss sie kapieren, dass es überhaupt Dinge gibt, für die sie eine Erlaubnis braucht, deswegen das Beispiel mit dem - erstmal - nicht auf die Couch lassen und ihr verklickern, dass sie einen Platz hat, der wirklich ihr Platz ist. Wo sie nicht genervt wird, ein Rückzugsort. Wenn sie das verstanden hat, dann könnt ihr sie auch dahin schicken, wenn es an der Tür klingelt und ihr so langsam beibringen, dass sie nicht völlig ausrasten muss, wenn es klingelt, weil sie eh auf ihren Platz geschickt wird und dort warten muss, bis ihr ihr sagt, dass sie dazukommen darf (oder eben auch nicht, muss ja nicht!)
    Ich denke eine Hundeschule würde dir sehr helfen, oder, noch besser, ein Trainer, der zu euch heimkommt und dir direkt erklärt, was ihr wo ändern könnt und vor allen Dingen WIE. Es ist einfach was ganz anderes, wenn du jemanden hast, der vor Ort ist und an den du dich wenden kannst. Vielleicht kannst du ja hier im Forum mal fragen, ob jemand Trainerempfehlungen für dich hat, wenn du verrätst, woher du kommst. Denn da gibts leider echt viele schwarze Schafe..

    Ich wünsche euch das Beste. Und stell dir einfach vor sie wäre ein Dobermann und erzieh sie so, wie du sie erziehen würdest, wenn sie 45kg wöge!

    Liebe Grüße,
    Tjani

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