Wie übe ich das "ruhig bleiben"
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weisserschaefer -
15. Mai 2013 um 16:53
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Hallo,
mein Schäferhund (Rüde, 6 Monate alt) geht brav an der Leine, folgt auf alle Kommandos und ist im Großen und Ganzen eigentlich sehr brav und gelehrig. Doch eines konnte ich ihm noch nicht beibringen: Ruhig neben mir zu stehen/sitzen.
Wenn wir auf Besuch sind, bekommt er eine Decke und da muss er sich drauflegen. Damit hat er auch gar kein Problem. Zu Hause genau so: Wenn er im Weg steht und ich das Zimmer aufräume, muss er auf seinen Platz. Doch sobald ich Gassi mit ihm bin und jemanden treffe mit dem ich mich unterhalten möchte, kann und will er nicht warten! Er fängt an zu winseln, oder zieht an der Leine. Dabei weiß er genau dass die Leine ihn zurückhält - denn wenn wir uns bewegen zieht er NIE. Auch ein Richtungswechsel etc. geht problemlos. Liegt seine Ungeduld am Alter, bzw. wird ihm einfach so schnell langweilig? Das ist ein bisschen blöd. Denn wenn wir draußen auf den Bus warten, kann und will ich nicht ständig Runde mit ihm um die Bushaltestelle drehen. Er soll ruhig neben mir sitzen und nichts machen.
Habt ihr da vielleicht ein paar Tipps und Tricks? :)
Danke und LG
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Anfangs hab´ich mich einfach auf die Leine gestellt, wenn ich mich unterhalten wollte (Leine relativ kurz).
Ich habe auch einen "Hibbel" und es ging dann relativ schnell, dass sie sich einfach hingelegt hat und ruhig gewartet hat. -
Das Kommando "Bleib" kennt er doch schon von zu Hause oder? Würde ich einfach draußen konsequent immer wieder üben.Auf die Leine stellen kann auch helfen,auch wenn ich das persönlich jetzt nicht so kenne. Ich denke mit dem Alter wird das auch besser.

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Ich persönlich würde ohne Kommando üben. Immer mal wieder Situationen raussuchen, wo mal grad nix passiert. Wichtig dabei ist natürlich deine eigene Ruhe.
Meiner sucht dann immer Körperkontakt und wir kuscheln ein wenig.
Beim irgendwo rumsitzen. Oder er legt sich einfach hin. -
Wir haben das im Welpenkurs so gelernt auf die Leine stellen, vorher ins Sitz oder Platz schicken, dann so auf die Leine stellen das Hund nicht aufstehen kann. Er soll natürlich nicht stranguliert werden. Hundi lernt irgendwann das jetzt RUHE ist.
Viel Erfolg damit -
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Ich habe einen 5 Monate alten Weißen hier und der mag warten auch nicht gerne. Ich stelle mich auf die Leine. So langsam trägt es Früchte... Wobei das bestimmt ziemlich kaltherzig aussehen muss. Hundi quitscht, bellt, zieht, will aus dem Geschirr raus und Fraule steht da, würdigt dem keinen Blick und schaut sich die schöne Natur an
Es gibt kein Kommando. Anfangs haben wir nicht an spannenden Orten geübt, sondern wo einfach nichts passiert.
Sobald er ruhig ist wird gelobt und es geht weiter.Ich bin eine Raben"mutti", die ihren jaulenden Welpen ignoriert. Jawoll!

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Hallo weisserschaefer!
Erst einmal möchte ich sagen, daß es schön ist, daß es mit deinem Hund im Großen und Ganzen schon so gut klappt. Es liest sich als wärt ihr in der Erziehung im Allgemeinen schon recht weit.
Das es einem Hund im Alter von 6 Monaten sehr schwer fällt auf Spaziergängen ruhig neben seinem Halter zu warten während der sich unterhält halte ich für vollkommen normal. Ich würde Anfangen in dem ich draußen auf den Spaziergängen einfach öfters mal stehen bleibe, dem Hund kein Komando gebe ihn belohne sobald er sich ruhig verhält. Ob er nun sitzt, liegt, steht wäre mir zunächst einmal egal. Hauptsache ruhig und ohne an der Leine zu ziehen. Zunächst würde ich nur ganz kurz stehen bleiben. Sobald das klappt etwas länger und zwischendurch immer wieder bestätigen. Danach immer mal wieder mit gaaaaanz kurzen Begegnungen üben. ( und wenn du zu beginn nur stehen bleibst "Guten Tag" sagst und dann weiter gehst.) Wichtig wäre, daß du in Zukunft nur weiter gehst wenn er gerade ruhig ist. Solange er "Terz" macht geht es nicht weiter. Damit er dieses Verhalten als nicht zielführend abspeichert. Sobald er ruhig ist, und wenn es ein paar Sekunden sind, würde ich ihn belohnen und dann geht es weiter.LG
Franziska mit Till
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Das Problem ist auch meistens,
dass wenn man mit dem Hund Gassi geht und Leute kommen vorbei,
sie es sich oft nicht verkneifen können, hinzugehen um ihn zB streicheln zu können.Ich selbst hatte so eine Erfahrung gemacht.
Eine davon: Ich bin mit Jack auf einem Parkplatz üben gewesen.
Ein Bus hält an und dann standen auf einmal etwa 20-30 ältere Menschen um uns.
Jeder wollte quietschiger und lustiger sein, als der andere,
damit der kleine süße Hund auch ja zu ihr/ihm geht.
Jack war da außer sich-er fand das ganz toll.Zumindest das wird sich wohl ändern,
wenn dein Hund ausgewachsen ist ;-)Vielleicht fängst du an zu üben,
mit Jemanden, den du kennst und nicht auf den Hund zu kommt? -
Wir haben in der HuSchu Übungen dazu gemacht. Alle im Kreis und jeder den Hund zwischen den Beinen. Dabei kannst du dich am Anfang ruhig hinknien und den Hund langsam und beruhigend die Brust streicheln (nicht kraulen, das beruhigt nicht so gut). Immer wenn der Hund vor oder zurück ausbrechen will ganz ruhig mit einem "Nein" zurück zwischen die Beine holen. Wenn das gut klappt, dann kannst du stehen und ihn zwischen den Beinen haben und irgendwann klappts ganz von alleine. Prinzipiell kannst du selbiges auch mit dem Hund neben dir machen. Ich hab ihn lieber zwischen den Beinen.
Bei uns klappt das schon ziemlich gut. Henry setzt sich mittlerweile nach ein paar Momenten von selbst neben mich und wartet ab wenn wir an der Ampel stehen oder mit jemandem reden. Auch bei Hundebegegnungen darf er in der Position beobachten und wird fürs "nicht gleich lossprinten" belohnt. Und wenn ich ihn aktiv zwischen meine Beine hole, dann weiß er hier muss er sitzen bleiben bis ich auflöse.
Schöner Nebeneffekt ist, dass der Hund lernt "Wenn ich ganz nah bei Herrchen/Frauchen bin kann ich entspannen weil die dann aufpassen." Henry hat so das ruhige und entspannte Bahnfahren innerhalb von Tagen gelernt.
Vielleicht hilft das! :) -
Großartig, vielen Dank für eure Tipps! Klingt alles auch sehr logisch, werd das daher mit viel Geduld angehen und immer wieder üben.
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