Besuch bei neuem Herrchen für Labrador gut oder nicht?

  • Hallo,

    wir haben über einen Zeitraum von 6 Wochen unsere 9 Monate alte Labradorhündin an ihre neue Familie gewöhnt.
    Zunächst kam sie zu uns, dann wir ihr zu ihr und ganz behutsam haben wir sie an ihre neue Umgebung gewöhnt.

    Sie war vorher 6 Monate in unserer Familie.

    Da uns der Entschluss sie wegzugeben sehr sehr schwer fiel, haben wir von Anfang an vereinbart, dass wir sie regelmäßig besuchen können und dürfen.

    Bisher haben wir sie 1 in der Woche gesehen und es lief alles gut.

    Nun aber bin ich verunsichert, weil ein Bekannter meinte, dass meine Besuche sie eher verwirren.
    Ich dachte, dass es für sie gut ist, wenn sie uns sieht; dass es gut ist für sie, wenn sie merkt, dass wir sie nicht so einfach im Stich lassen.

    Deshalb meine Frage an Euch: ist es besser für sie, wenn sie mich nicht mehr sieht?

    Natürlich fehlt sie mir sehr und wenn ich andere Hunde sehe oder unsere alten Wege alleine gehe, dann muss ich hart schlucken. Ich würde die Besuche aber einstellen, wenn ich ihr dadurch schade.

    VG Conni

  • Hallo,
    ich finde, dass das einfach vom Hund abhängt. Bei Euch scheint es doch so, wie es ist, gut zu laufen. Wenn die neuen Halter nicht erzählen, dass es dem Hund nach Eurem Besuch irgendwie "schlecht" geht, paßt doch alles.

    Dein Bekannter hat zwar sicher Recht damit, dass es für viele andere Hunde die bessere Lösung wäre, einen klaren Schnitt zu machen, aber das gilt ja nicht für alle und jeden.

    LG, Chris

  • Frag doch mal die Leute wie sie nach Besuchen durch euch so drauf ist.

    Theoretisch denke ich ist es ihr egal ob ihr kommt oder nicht. Ich weiß das klingt hart aber Hunde sind Opportunisten. Wenn es ihr da wo sie ist jetzt gut geht, lasst sie wirklich der Hund der Familie sein. Stell dir mal vor du übernimmst einen Hund und ständig bekommt der Besuch von seinen alten Leuten. Zeig Interesse, ruf mal an und freu dich wenn die Leute sich mal melden. Mehr würde ich nicht machen an deiner Stelle und mehr würde ich als neuer Besitzer auch nicht unbedingt grandios finden.

  • Also, ich hab ja auch meine Eve aus zweiter Hand.

    Wir hatten uns darauf geeinigt, daß die Vorbesitzerin die erste Zeit mal keinen Kontakt zu Eve hat. Erstens dachte ich an den Hund, der evtl. hin und hergerissen ist nach dem Besuch, aber auch die Vorbesitzerin tut sich ja damit keinen Gefallen, ist wahrscheinlich nach jedem Besuch wieder total durch den Wind.

    Ich habe sie regelmäßig per Email mit Berichten und Bildern auf dem Laufenden gehalten.

    Allerdings muß ich auch sagen, daß Eve, ab dem Tag wo die Vorbesitzerin sie bei mir gelassen hat, nicht eine Sekunde getrauert hat. Sie hat sich wirklich sofort wohlgefühlt.

    Nach ca. 7 Monaten kam dann das erste Treffen und ich war entsetzt, entsetzt über Eve's Reaktion. Sie hat ihre Vorbesitzerin mit dem Ar.... nicht mehr angeschaut, sie klebte nur an meinem Bein. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.

    Ist das normal? Vergessen die Hunde ihr früheres Leben/Leute? :???:

  • Ich würde einen klaren Schnitt machen!
    In erster Linie aber für mich, ich würde es nicht übers Herz bringen, den Hund abzugeben und ihn dann regelmäßig zu sehen!
    Und ich denke, für die meisten Hunde ist es auch besser.

  • Unsere Hündin wurde uns von der lieben Pflegestellenmami (sorry, ich nenn sie jetzt mal so) zu uns gebracht und hat in der ersten Nacht ganz fürchterlich geheult obwohl sie nur 3 Wochen bei ihr war. Nach und nach ging es besser und nach ein paar Monaten haben wir uns getroffen und gingen gemeinsam gassi. Sie hat zwei eigene Hunde und unsere hat sich schon gefreut sie wieder zu sehen, ist dann aber auch gerne wieder mit heimgefahren.
    Ich denke schon, dass es am Anfang besser ist, wenn man sich nicht sieht, aber Hunde gewöhnen sich schnell ans neue Umfeld und sie wissen wer gut zu ihnen ist. Vor allen Dingen nach dieser relativ kurzen Zeit.

  • Meine Erfahrung zeigt, dass Hunde auch sehr leiden können. Hab 2 Monate bei meiner Mutter mit Amy gewohnt, nach dem Umzug ging es Amy richtig schlecht, sie liebt meine Mutter mindestens genauso wie mich.

    Immer wenn meine Mutter dann zu Besuch war oder ich bei ihr war mit Amy, ging es Amy danach immer 2 Tage richtig schlecht, man hat ihr richtig angesehen, dass sie trauert.
    Dann hatte ich mit meiner Mutter vereinbart, dass sie Amy mal 2-3 Wochen gar nicht sehen solle, damit sich die kleine mal normalisiert. Seit dem freut sie sich zwar RIESIG, wenn meine Mutter vorbei kommt (die freut sich auch riesig Amy zu sehen, mehr als wenn sie mich sieht :lachtot: ) aber Amy ist danach nicht immer am Trauern, manchmal schon noch, aber nicht mehr so stark wie am Anfang, da hat sie nämlich teilweise dann Tage lang NICHTS gefressen.

    Ich würde, wenn ich sie weggeben würde (was ich hoffentlich NIE tun muss) auch einen klaren Schnitt machen, was aber mehr daran liegt, dass ich dafür wohl zu emotional wäre :tropf:
    Letztendlich müssen es eigentlich die neuen Besitzer entscheiden, denn so leid es mir tut, ist das einfach nichts was du zu entscheiden hast sondern nur die neuen Besitzer, sie haben nun die Verantwortung.

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