Welche Fehler habt ihr bei euren Welpen gemacht?

  • Der größte Fehler?
    Bei der Großen: ich war viiiel zu nett, als ich ein Arsch hätte sein sollen. So erzieht man sich den perfekten Pöbelassi ;) und ich wollte alles perfekt und alles perfekt nett machen ("Du darfst Deinen Hund net anraunzen", "Du darfst Deinen Hund net maßregeln", "Du darfst dies net, Du sollst das net") und überhaupt wollt ich den perfekten Hund aber net mit meinen eigenen Regeln & Maßstäben. Sie is jez perfekt :) Allerdings nur für mich. Den Fehler auf andre zu hören mach ich nie wieder. Nie!
    Beim Kleinen: ich hab mich zuviel auf die Erziehung vom Rest der Familie verlassen. So erzieht sich halt kein Hund :D

  • Zitat

    "Du darfst Deinen Hund net anraunzen", "Du darfst Deinen Hund net maßregeln", "Du darfst dies net, Du sollst das net")


    Bei mir war es genau anders rum-zum Glück habe ich nach die Kurve gekratzt :headbash:
    Am Anfang hatte ich echt Angst, ihm "weh zu tun", indem ich zum Beispiel in meine Richtung gegangen bin,
    obwohl Jack in die andere wollte.
    (Er hatte sich immer hingelegt, wenn ich weiter wollte so von wegen "entweder bleiben wir oder du trägst mich weiter") Und ich muss zu geben - nein ich habe ihn nicht getragen-aber ich bin stehen geblieben.
    Mittlerweile gehe ich in meine Richtung-egal ob er sich hinlegt oder nicht.
    Das hatte er 2 mal versucht und dann auch nicht mehr.

    Genauso mit meiner Stimme-wie oft durfte ich hören "du wirfst mit Wattebällchen" :headbash:

    Jetzt bin ich die Jenige, die auch mal "hart" sein kann und ihre Nase Vorrang hat-schadet uns beiden nicht ;-)

  • Ich hätte mit Henry die ersten Tage vieeeeel ruhiger verbringen müssen. Er hatte praktisch gar keine Gelegenheit zu schlafen am Tag weil er immer allen mitkriegen musste. Ich hätte mich mit ihm echt in ein anderes Zimmer setzen müssen und ihn "mal runterkommen" lassen sollen. Jetzt schläft er zwar genug, aber immer nur wenn ich ihn beim einschlafen begleite. Also entweder ich seh zu, dass er auf seiner Decke bleibt bis er einschläft (vorher gibts 4-5 mal ein sturköpfiges wuff und her hüpft aus dem Korb und flitzt zur Tür und ich darf ihn brav zurück bringen) oder ich schnapp ihn mir und zwinge ihn sich zu beruhigen und auf meinem Schoß einzuschlafen. Wir arbeiten dran.
    Und sonst mach ich bestimmt noch ein paar Sachen falsch die mir gar nicht so bewusst sind (außer meine Ungeduld manchmal). Wer ist schon perfekt? Hauptsache man lernt aus seinen Fehlern!

  • Wir haben zwar unsere Baustellen, aber ich wüsste echt nicht, was ich heute anders machen würde...War eigentlich alles gut wie's gelaufen ist. Ich hatte viel Zeit und hab's einfach genossen... soweit das möglich ist, wenn man kaum Schlaf bekommt. :D

  • so richtig derbe Fehler hab ich bei den Jungs bisher nicht gemacht aber eines muss wohl einfach an mir liegen: meine Hunde springen mich gerne an, es ist mehr ein sanften hochsteigen und anlehnen wenn sie was wollen und sie tun es nur bei mir und Menschen die sie sehr gut kennen und lieben aber mit Schmutzpfoten kommt das nicht immer so gut- aber es ist soooo süüüüüß. :headbash:

  • Mein größter Fehler war nicht auf mein Bauchgefühl zu hören, sondern sich darauf zu verlassen was "Trainer" sagten.

    Ich wollte alles richtig machen und habe dadurch das ich auf andere hörte viel falsch gemacht.
    Gelernt habe ich daraus das andere Meinungen, Bücher lesen, Weiterbildung etc eine klasse Sache sind, solange man sich dabei das raus zieht was man selbst vertreten kann und manchmal auch alles entgegen gesetzt dem macht von dem alle anderen meinen es sei nur so richtig.

    Dabei war Ares gar nicht mein erster Hund, aber mein erster Welpe. Bzw. der erste Welpe für den ich alleine verantwortlich war.

    Es ist nicht verwunderlich das "früher" die Hunde die keine Hundeschulen kannten, die nicht nach Trainer/Methode xyz erzogen wurden etc., die Hunde die "einfach so" mitliefen, die nach Bauchgefühl erzogen wurden und bei denen man gar nicht daran dachte ob es zu Fehlkonditionierungen kommen könnte o.ä die nettesten und umgänglichsten Hunde waren. Zumindest hat mich das meine Erfahrung gelehrt.

    Damit meine ich nicht das Huschu, Trainer, Methoden etc. alle schlecht sind. Aber man verliert sich darin und denkt nicht mehr an das naheliegendste.

  • Man sagt das viele 80 % auf das Bauchgefühl hören, in der Hundeerziehung gibt es kein Patentrezepte. :smile:

    Auf den Hundeplatz hatten wir eine Diskussion, das früher die Hunde von den Bauern usw. streng erzogen wurden und heute werden sie vermenschlicht

  • Wie Tamaris es schrieb, war es bei uns auch.

    Wichtigster Fehler bzw. dümmster war, dass ich der Meinung war mein Chihuahua müsste sich mit jedem Hund verstehen ob groß oder klein. Meist habe ich dann sogar auf Tipps gehört, wie "lass die mal machen", was hatte ich davon?
    Einen Chi, der angegriffen wurde... die Angst aus ihm rauszuholen, hat ewig gedauert.
    Ich wollte keinen typischen Kläff-Chi und genau damit hab ich das aber "bekommen".
    Also war er immer wieder das Opfer von "tutnixen" und das wird bei 3kg echt gefährlich.

    Naja zweiter dummer Fehler war, dass ich mir den Abruf verbockt habe.
    ich habe auch 2-3 gerufen, gelockt etc. Aber nur kurz, gott sei dank hats bei mir Click gemacht.
    Außerdem war ich anfangs total inkonsequent, sprich sagte ich SITZ und es wurde PLATZ gemacht,
    dann nahm ich das hin.

    Irgendwann hat die kleine Ratte das dermaßen ausgenutzt, achja sie sind als Welpen zu süß. ^^
    Weiterer Fehler war, dass er ja sooooo viel können musste schon lang bevor er 1 Jahr alt war.
    Ob Unterordnung, zig tausend Tricks, dann dies und das.

    Auch dumm war, nur Wissen aus Büchern zu "benutzen", ich habe mich auch oft bequatschen lassen.
    Wieder bei Hundebegegnungen, wo mein Hund deutlich Schutz brauchte und ich habs so laufen lassen,
    denn mein Chi soll ja auch mit großen Hunden spielen und am besten mit jedem Hund.

    Naja ich bin da ganz ehrlich, war alles total dumm und blöd und ich habe meine Quittung bekommen.
    Mittlerweile haben wir alles wir ausgebügelt.

    Beim Zweithund gabs sowas nicht, er ist jetzt 1 JAhr alt, kann nur die Grundkommandos und
    hört wie eine 1. Nur im Freilauf bellt er ab und zu, aber sonst.

    Manchmal ist weniger auch mehr. Ich habe aus meinen Erfahrungen gelernt und auf mein Bauchgefühl gehört,
    seither klappt alles viel viel viel besser. :D

  • Ach wo soll ich anfangen- bei der Leinenfuehrigkeit, dem allein bleiben oder dem vom Gemobbten zur Mobberin? :grin:

    Achja, sie diskutiert rum wenn sie Besuch meldet und ich Ruhe wuensche. Und sie bellt fremde Leute an die ihr Unheimlich sind und auf sie zukommen. Ihr Raster habe ich nach sechs Jahren immer noch nicht raus- es geht hierbei auf jeden Fall nicht um den grossen Mann mit tiefer Stimme.
    Aber auch das passiert vllt. zwei mal im Monat.

    Naja, mittlerweile laeuft das Vieh halbwegs gscheit an der Leine, bleibt mit dem Rueden passabel allein und "spielt" nicht mehr mit Fremdhunden.
    Auch das mit dem Besuch melden haben wir gut im Griff wenn das Timing stimmt.


    Der Hund hat Macken, die gerade Nichthundehalter schliiiimm finden (z. B. das sie ein ganz schlimmer Raeuber ist sobald sie allein ist). Die meisten Hundehalter beneiden mich aber warscheinlich um meinen unkomplizierten Hund- sie kommt sofort freudig wenn ich sie rufe, sie kooperiert gern, ich erreiche mit hoher netter Stimme mehr als mit Geschrei, also muss ich selten laut werden, sie jagt nicht, sie ist grossstdttauglich, im "Rudel" mit beliebig vielen Hunden, Katzen und sonstigem Getier eine soziale Ratte, sie bettelt dezent mit unterm Tisch liegen und ohne anglotzen ;), laesst sich wegschicken, ... Ehrlich, der Hund ist top und genau das, was man sich unter nem treuen Begleiter vorstellt. Ueber meinen Rueden rede ich hierbei nur ungern.

    Tja, die Liste liest sich ewig lang- bei genauerem Nachdenken koennt ich sie noch weiter fuehren.
    Im Endeffekt macht man immer Fehler- weil mans einfach nicht jedem Recht machen kann. Aber das muss man ja auch nicht. Ausserdem sollt man.nicht vergessen, dass Hunde- Erziehung hin oder her- nen Grundcharakter haben den ich nicht einfach ueber den Haufen werfen kann, nur weil ich lieber das kontraere Exemplar haette ;)

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