Anhänglichkeit des Welpen
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Hallo Zusammen,
um nichts falsch zu machen bzw. die Situation richtig einzuschätzen, möchte ich euch gerne ein paar Fragen stellen und meine Situation kurz schildern:
Seit 18 Tagen wohnt nun mein Tibet Terrier-Welpe bei mir. Er ist nun 3 Monate alt, entwickelt sich prächtig und hat sich ruckzuck eingelebt.
Er ist ein wahres Kuschelmonster, was zwar supersüß ist, mich aber auch nachdenklich stimmt. Und hierzu bräuchte ich euren Rat:
Egal wie tief und fest er schläft, sobald ich nur einen Schritt in Richtung Wohnzimmertür mache, wacht er auf und tappert hinterher. Auch wenn er mit seinem Spielzeug beschäftigt ist und ich mich Richtung Tür bewege, kommt er sofort an. Er rollt sich auch gerne auf meinen Füßen zusammen bzw. schläft auf dem Schoß, wenn ich auf der Couch sitze, sprich: Er sucht fast ständig Körperkontakt. Versteht mich nicht falsch, mich stört es ganz und gar nicht, aber ich bin mir nicht sicher, ob es richtig ist, wenn ich das auf Dauer immer zulasse bzw. immer darauf eingehe im Hinblick darauf, dass man ja bald auch mal mit dem Alleinlassen im Minutentakt beginnen sollte.
Nachts schläft er in seinem Karton neben meinem Bett (ich hab´s mit seinem Körbchen versucht, aber er liebt den Karton heiß und innig und solange er da rein passt, soll es mir Recht sein^^), morgens weckt er mich, möchte ins Bett. Ich lege ihn mir dann auf den Bauch oder neben mich und er ratzt noch mal ein bis zwei Stunden.
Bisher war er noch gar nicht allein, ist also rund um die Uhr mit mir zusammen - und mit meiner Mutter, bei der ich derzeit vorübergehend wohne. Heute waren wir mit dem Auto unterwegs, Gino ließ ich bei meiner Mama im Auto, weil ich kurz in ein Geschäft musste. Er hat höllisch Theater gemacht und geweint, weil ich weg war - obwohl er ja meine Mutter auch rund um die Uhr um sich hat und sie ja mit ihm im Auto blieb.
Ist sein Verhalten welpentypisch normal? Sind alle so dermaßen anhänglich? Wie gehe ich zukünftig damit um bzw. wie habt ihr das gemacht? Oder lässt das mit der Zeit nach, wenn er verstanden hat, dass er keine Angst haben muss und ich immer wieder zurückkomme? Ich möchte halt nichts falsch machen.
Jetzt schon mal Dank vorab für eure Antworten.
LG
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Hallo,
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Ganz normal!
Welpen haben einen natürlichen Folgetrieb, welcher die Erziehung und den Bindungsaufbau in dem Alter besonders einfach machen.
Ihre Vorfahren, die Wölfe, wären in dem Alter jämmerlich gestorben, hätten sie den Anschluß ans Rudel verloren.
Da heißt es nun, ganz langsam und behutsam, das Dableiben zu üben.
Erst daheim, mit einem Spielzeug oder Kauartikel in seinem Körbchen. Dann die Entfernung und Dauer gaaanz langsam erhöhen. Am optimalsten ist das Training, wenn man zurückgeht, bevor er jammert. -
Den typischen "Welpen-Folgetrieb" hatte RÜBE nie. Allerdings war es anfangs ein kleines Drama, wenn ich in der Wohnung die Tür hinter mir geschlossen habe - z.B. im Bad. Das hat sich aber zum Glück schnell gelegt.
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Gibt halt immer wieder Ausnahmen, die die Regel bestätigen!
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Voll normal , wenn du ihn erst 18 Tage hast ist ja klar das er erstmal schauen will was du so treibst daraufhin baut er Vertrauen auf , war bei meinem genauso ich konnte anfangs nie was alleine machen :-)
Welpen wollen doch nicht verloren gehen
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Ich habe mit meinen Welpen das Alleinbleiben vom ersten Tag an geübt. Das beginnt damit, dass ich es nicht uneingeschränkt zulasse, dass der Hund meine Individualdistanz ungefragt unterschreitet. Das ist eine wichtige Regel für Welpen, die die Bindung stärkt, denn derjenige, der einen durchs Leben leitet, sollte da Grenzen setzen beherrschen.
Wenn fremde Welpen in eine neue Gruppe Hunde kommen oder in ein Rudel, dann müssen die zunächst lernen Individualdistanz zu wahren. Wenn sie sich an diese Regel halten, dann werden Zugeständnisse gemacht.
Leider machen viele Besitzer es genau andersherum und legen sich damit die Grundlagen für Alleinbleibprobleme.
Viele Grüße
Corinna -
Zitat
Ich habe mit meinen Welpen das Alleinbleiben vom ersten Tag an geübt. Das beginnt damit, dass ich es nicht uneingeschränkt zulasse, dass der Hund meine Individualdistanz ungefragt unterschreitet. Das ist eine wichtige Regel für Welpen, die die Bindung stärkt, denn derjenige, der einen durchs Leben leitet, sollte da Grenzen setzen beherrschen.

Ich kann es gar nicht oft genug Welpenbesitzern sagen, darauf Wert zu legen. Folgetrieb hin oder her, Welpe kann und soll nicht überall dabei sein. Außerdem erleichtert man sich das alleinbleiben sehr, wenn der Welpe bereits im Kleinen gelernt hat, auch mal zurückbleiben zu müssen.
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Darf ich mich an diesen Thread mal anhängen? Ich habe nämlich ganz genau das selbe "Problem". Meine Hündin klebt auch an mir wie mein Schatten, sie ist aber schon 7 Monate alt... Ich hab sie nun bald 4 Monate.
Sie folgt mir auf Schritt und Tritt seit dem ersten Tag und wartet sogar vor dem Badezimmer, wenn ich dusche... Bei meinem Mann macht sie es nicht so ausgeprägt. Der kann sich in der Wohnung frei bewegen und sie bleibt auf ihrem Platz liegen, nur mir rennt sie den ganzen Tag nach. Sie schreckt sogar aus dem Tiefschlaf auf, wenn ich mich bewege oder in ein anderes Zimmer gehe.
Zwar sage ich schon seit längerem "NEIN! BLEIB!", aber das klappt nicht so richtig. Manchmal, ja, wenn ich nur kurz weg bin. Meist springt sie dann aber trotzdem sofort auf. Wenn ich die Türen zwischen uns schließe, dann wartet sie auch ewig vor der Tür und legt sich nicht wieder hin. Auch wenn ich sie auf ihren Platz schicke, dann wartet sie dort entweder total angespannt oder läuft mir trotzdem hinterher.
Was kann ich noch machen, damit sie sich entspannt, wenn ich in der Wohnung unterwegs bin und mir nicht mehr ständig hinterher läuft? Abends dreht sie sonst total auf, wenn sie mir ständig aus dem Tiefschlaf raus hinterher spurtet wenn ich mal zur Toilette gehe oder so... Das ist ziemlich stressig.
Bisher passt immer einer auf sie auf, wenn ich abends aufstehe, aber das ist auf Dauer nervig, wenn man sich zum pinkeln absprechen muss :)) -
eine sauberes Bleib trainieren und Hund immer konsequent auf seinen Platz zurückbringen. Andernfalls würde ich den Hund per Leine sichern, oder sogar über eine (faltbare) Box nachdenken.
Ich findes es nicht gut und auch nicht gesund, wenn der Hund das Gefühl hat ständig hinter einer Person nachlaufen zu müssen. Unabhängig, ob der Hund dabei Terror macht oder nicht.
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Zitat
Den typischen "Welpen-Folgetrieb" hatte RÜBE nie. Allerdings war es anfangs ein kleines Drama, wenn ich in der Wohnung die Tür hinter mir geschlossen habe - z.B. im Bad. Das hat sich aber zum Glück schnell gelegt.
Mein kleiner Rauhaardackel verhält sich exakt genauso. Er winselt einmal kurz wenn ich in ein anderes Zimmer gehe und dann ist er wieder ruhig und ich komme ein paar Augenblicke wieder und laufe einfach an ihm vorbei. In gut der Hälfte der Fälle wartet er einfach ab oder merkt gar nicht, dass ich weg war. Oft läuft er mir gar nicht mehr hinterher sondern schaut sich lieber den Flur etc. an. Nur wenn ich mein Zimmer verlasse muss er unbedingt mit, der Flur und die Küche sind ja vieeeeel spannender!
ZitatIch habe mit meinen Welpen das Alleinbleiben vom ersten Tag an geübt. Das beginnt damit, dass ich es nicht uneingeschränkt zulasse, dass der Hund meine Individualdistanz ungefragt unterschreitet. Das ist eine wichtige Regel für Welpen, die die Bindung stärkt, denn derjenige, der einen durchs Leben leitet, sollte da Grenzen setzen beherrschen.
Wie machst du das mit der Individualdistanz?
Ich reagiere nicht auf Henrys Nasenstubser sondern lobe ihn wenn er ruhig neben mir (oder woanders) liegt oder sitzt, was auch ganz gut klappt. So langsam scheint er verstanden zu haben, das ruhig rumliegen etwas tolles ist. - Vor einem Moment
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