Zu viele Kommandos?

  • Ich würde aber mein Fokus auf Dinge setzen, die im Alltag wichtig sind.
    Wie zb, dass sie keine Angst vor Fahrzeugen hat, Ruhe lernen, Restaurant etc. Dinge, die mir persönlich wichtiger sind als das Fußlaufen.

    Ich glaube dir, dass deine Hündin die Kommandos gut ausführt, aber sicher nicht zuverlässig in jeder Situation.

  • Meine war auch sehr sehr fix im Lernen von Kommandos. Ich würde an deiner Stelle das "Fuß" noch hinzunehmen und diese Kommandos (die mMn ein reibungslosen Zusammenleben, ohne, daß sich jemand gestört fühlt möglich machen) dann über die Pubertät zu bekommen.

    Wir haben unser auch vom ersten Tag an abgeleint und sie ist bis jetzt einmal abgehauen, weil ganz blöde Situation, kam aber sehr schnell wieder, da sie uns gehört hat und dann ihren Kopf sehr schnell wieder einschaltet hat.
    Meine Maus ist jetzt 10Monate alt, das erste mal läufig und mir war/ist es wichtig diese Grundkommandos durch diese "schwierige" Zeit zu bekommen, was bisher auch super funktioniert, bis auf "Fuß" (da müssen wir weiter dran arbeiten, aber die restlichen Kommandos sitzen und werden auch ausgeführt und wenn das dann überstanden ist, dann kommt der ganze Blödsinn (so ein paar Sachen machen wir auch jetzt schon, aber eben so nebenbei), den man im Alltag nicht unbedingt braucht.

    Lage Rede, kurzer Sinn: Ich finde es nicht zu viel, würde ihr das Fuß noch beibringen und dann festigen und über die "Rüpelphase" kriegen.

  • Danke für die Antworten,

    Zitat

    Meine war auch sehr sehr fix im Lernen von Kommandos. Ich würde an deiner Stelle das "Fuß" noch hinzunehmen und diese Kommandos (die mMn ein reibungslosen Zusammenleben, ohne, daß sich jemand gestört fühlt möglich machen) dann über die Pubertät zu bekommen.

    Guter Tipp, mehr muss sie eigentlich erstmal tatsächlich nicht können... Aber wenn all das auch in ein paar Monaten noch klappt und zusätzlich eben Fuß wäre das schon super. :smile:

    Zitat


    Wir haben unser auch vom ersten Tag an abgeleint und sie ist bis jetzt einmal abgehauen, weil ganz blöde Situation, kam aber sehr schnell wieder, da sie uns gehört hat und dann ihren Kopf sehr schnell wieder einschaltet hat.

    Ich hab schon auch Sorge, dass sie abhaut. Bisher hat sie es noch nicht versucht, kam immer zuverlässig zurück... Aber natürlich kann ich mich nicht darauf verlassen. Wahrschienlich riet deswegen auch die Trainerin zur Schleppleine. Aber wenn ich sie sehe, wie sie durch die Wiesen bzw. den Park rennt und Spaß hat, dann hab ich irgendwie einfach keine Lust, sie an die Leine zu machen... Weiß auch nicht...

    Zitat

    Ich würde aber mein Fokus auf Dinge setzen, die im Alltag wichtig sind.
    Wie zb, dass sie keine Angst vor Fahrzeugen hat, Ruhe lernen, Restaurant etc. Dinge, die mir persönlich wichtiger sind als das Fußlaufen.

    Die Angstproblematik steht sowieso jeden Tag mehrmals im Mittelpunkt, da wir, egal wo hin wir gehen, zuerst an der Straßenbahn und der Straße vorbei müsen. Da macht sie aber auch schon tolle Fortschritte, auch dank der Tipps der Trainerin (Leine kurz nehmen, schönfüttern, dauernd loben, wenn sie mal hochschaut etc.). Ruhe geben musste ich ihr gar nicht beibringen, wenn wir in der Wohnung sind spielt sie vielleicht mal kurz, aber auch ziemlich ruhig und sonst liegt sie neben mir und döst oder schläft... Restaurant bzw. Cafe wollte ich eigentlich diese Woche noch üben, bin aber noch nicht dazu gekommen. Hat dazu jemand Tipps? Am Besten nach dem Spazierengehen, wenn sie sich gelöst hat und müde ist? Leckerlies mitnehmen?
    Fußlaufen ist mir schon auch wichtig, da wir in der Stadt wohnen und es an der Straße bzw. Bürgersteig schon blöd ist, wenn sie dann immer hin und her läuft und mir zwischen die Füße. Das sollte sie also schon noch lernen.

    Zitat


    Ich glaube dir, dass deine Hündin die Kommandos gut ausführt, aber sicher nicht zuverlässig in jeder Situation.


    Ja, das ist eben das Ding. Bisher führt sie die KOmmandos gut aus, v.a. auch das Rückrufkommando, was mir am Wichtigsten ist... Aber bisher war da auch noch keine Situation, in der sie z.B. richtig erschrocken ist oder so...

  • Die Situation bei uns war Silvester. Sie wurde auf einer Party, wo sie in einem extra Raum abgelegt war, durch einen blöden Zufall rausgelassen und in dem Moment wo sie zurückkommen wollte ist ein Mehrfachknaller direkt neben ihr explodiert. Das war also wirklich eine extreme Situation. Wenn du doch das Vertrauen in deinen Hund hast und sie zuverlässig kommt, dann laß sie abgeleint. In extremen Situationen kann auch der liebste und am besten im Gehorsam stehende Hund mal abdrehen.
    Ich hab in meine von Anfang an sehr viel Vertrauen gehabt und habe es in keiner Situation bereut, so gehandelt zu haben. Der ein oder andere mag es unverantwortlich finden, aber ich bin damit gut gefahren. Habe aber am Anfang auch alle paar Min (mach ich eigentlich auch jetzt noch), egal was sie gemacht hat, den Hund rangerufen, belohnt und wieder "frei" gelassen. Ich kriege sie ohne Schleppleinentraining auch vom Wild abgerufen...Es geht ohne Schleppleine als Junghund...

    Wie gesagt, laß es bei den Kommandos plus Fuß und das übst du bis zum Umfallen. Wir sitzen hier auch ganz oft da, in entspannten Situationen und machen diese Übungen immer und immer wieder, auch wenn sie es kann und täglich wieder zeigt, aber an der Stelle werde ich erst nachlässig, wenn der Hund "erwachsen" ist.

  • Danke dir, genau so werde ich es machen. Heute hat es auch wieder super geklappt und nächste Woche fang ich dann mal mit dem Fuß an :smile:
    Euch auch noch viel Spaß mit eurer hübschen Hündin und viel Glück, dass es weiterhin so gut klappt!

  • Gegen Freilauf an sicheren Orten ist absolut nichts einzuwenden, ganz im Gegenteil. Ein Trainer, der dies bei jungen Hunden aus Prinzip ablehnt, käme für mich nie in Frage.

    Fuss kann man sicher auch schon anfangen ganz spielerisch als Trick, wichtiger wäre in dem Alter die Leinenführigkeit. Aber wenn du später Hundesport machen willst, kannst du schonmal Grundlagen legen. Aber bitte dran denken, dass selbst die lockerere "Jägervariante" eine immense Konzentrationsleistung erfordert, also immer nach wenigen Metern auflösen und belohnen!

    Den Fokus würde ich zu diesem Zeitpunkt aber eher auf Sozialisierung und Umweltsicherheit legen als auf Kommadotricks - das lernt der Hund später jederzeit auch, ist abgesehen vom Rückruf auch nicht so wichtig. Umweltsicherheit hingegen ist entscheidend für die Lebensqualität.

  • Zitat

    Den Fokus würde ich zu diesem Zeitpunkt aber eher auf Sozialisierung und Umweltsicherheit legen als auf Kommadotricks - das lernt der Hund später jederzeit auch, ist abgesehen vom Rückruf auch nicht so wichtig. Umweltsicherheit hingegen ist entscheidend für die Lebensqualität.

    Genau das. Und man sollte nicht unterschätzen wie viel Energie das frisst. Daher würde ich die wenig vorhandene genau dafür verwenden und weniger für die genannten Tricks.

    Der Einbruch wird kommen, an dem es zuviel ist. Das ist nicht böse gemeint, aber irgendwann kann der Hund das Pensum nicht mehr kompensieren. Anfangs sind die wegen des neuen Zuhauses oft sehr motiviert und scheinbar unendlich belastbar. Doch die Erschöpfung kommt irgendwann. Das ist nicht böse gemeint, sondern meine Erfahrung in dem Bereich.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Zitat

    Den Fokus würde ich zu diesem Zeitpunkt aber eher auf Sozialisierung und Umweltsicherheit legen als auf Kommadotricks - das lernt der Hund später jederzeit auch, ist abgesehen vom Rückruf auch nicht so wichtig. Umweltsicherheit hingegen ist entscheidend für die Lebensqualität.

    :gut:

    Ich find es immer paradox zu sehen, was manche Hunde an " Tricks " auf Lager haben, aber bei relativ normalen Reizen schon gestresst sind.

  • Hallo,
    ihr habt natürlich Recht, das Wichtigste ist, dass sie sich an die Umwelt gewöhnt... Wir machen das momentan noch so "nebenher"- aber vielleicht sollte ich da mehr machen. Habt ihr Tipps? Ich hab allerdings das Gefühl, dass sie, was die neuen Reize betrifft, schon an ihrer Grenze ist, zweimal pro Spaziergang an der Straßenbahnhaltestelle vorbei zu laufen. Mehr wollte ich sie eigentlich nicht stressen, bis sie das problemlos macht. Kaum sind wir da aber vorbei blüht sie auf und hat dann auch totalen Spaß... zu Hause dreht sie auch nur ganz selten mal auf, also ich hab eigentlich nicht das Gefühl, dass ich sie überlaste oder unterlaste...

  • Zitat


    Fuss kann man sicher auch schon anfangen ganz spielerisch als Trick, wichtiger wäre in dem Alter die Leinenführigkeit. Aber wenn du später Hundesport machen willst, kannst du schonmal Grundlagen legen. Aber bitte dran denken, dass selbst die lockerere "Jägervariante" eine immense Konzentrationsleistung erfordert, also immer nach wenigen Metern auflösen und belohnen!

    Nachdem sie am Anfang gezogen hat wie eine Irre macht sie das mittlerweile nicht mehr. Ich bin einfach immer stehen geblieben und erst weiter gelaufen wenn sie die Leine gelockert hat... Das klappt auch super. Meistens mache ich es so, dass ich mit Leine in den Park gehe und sie dort dann ableine (momentan sind dort kaum Leute...). Das klappt super. Oder ich lauf mit Leine zum Auto und fahr mit ihr irgendwo raus wo ich sie ableinen kann... Sie zieht jetzt nur noch direkt vor dem Haus, wo die Straße und die S-Bahn-Haltestelle ist. Dort nehme ich sie ganz kurz, dass sie nicht zu weit weg kann und jedesmal wenn sie locker lässt, mich anschaut oder auch nur ein wenig entspannt lob ich sie oder geb ihr Leckerlies. Ist das ok so?

    Zitat


    Der Einbruch wird kommen, an dem es zuviel ist. Das ist nicht böse gemeint, aber irgendwann kann der Hund das Pensum nicht mehr kompensieren. Anfangs sind die wegen des neuen Zuhauses oft sehr motiviert und scheinbar unendlich belastbar. Doch die Erschöpfung kommt irgendwann. Das ist nicht böse gemeint, sondern meine Erfahrung in dem Bereich.


    Woran merke ich das früh genug? Wie gesagt, bisher ist sie nur an der Straße gestresst, sonst locker und entspannt...


    Zitat

    Aber wenn du später Hundesport machen willst, kannst du schonmal Grundlagen legen. Aber bitte dran denken, dass selbst die lockerere "Jägervariante" eine immense Konzentrationsleistung erfordert, also immer nach wenigen Metern auflösen und belohnen!.


    Sie hat immer die Nase auf dem Boden. Zuhause machen wir Suchspiele, die sie liebt. Ich denke also, dass sie daran Freude hat und würde daher später was in diese Richtung machen... Fährten lesen? Mantrailing?

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