Soll ich meine Hündin kastrieren lassen?
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Ich würde gerne mal eure Meinung zu meinem bestimmten Fall hören. Es soll hier nicht um Pro und Contra Kastration gehen, sondern um folgendes...
Meine Labbrador/Straffmix Hündin Break ist jetzt 1,5 Jahre alt. Die zweite Läufigkeit liegt ca. 6-8 Wochen zurück und sie ist wieder Scheinschwanger. Bei der ersten Scheinschwangerschaft hat die versucht Nester zu bauen und Milcheinschuss. Der Tierarzt meinte, dadurch dass sich die Hormone nach der ersten Läufigkeit mal einspielen müssen, kann es beim nächsten Mal schon viel besser sein.
So, nun ist sie wieder Scheinschwanger. Zwar baut sie keine Nester und hat bis jetzt auch keine geschwollenen Milchleisten, hat aber bis vor kurzem kaum gefressen. Sie spielt nicht, beisst alle Rüden weg und jammert viel. Seit zwei Tagen is sie jetzt auf der Strasse wie ein Staubsauger (scheint wohl kurz vor der Geburt zu stehen...).
Ich dachte mir halt immer, man sollte den Hunden ihre natürlichen Triebe lassen, ich hatte vor ihr auch eine Hündin, bei der man die Scheinschwangerschaft kaum bemerkt hat (die hatte auch einmal Welpen - vielleicht deshalb?), aber so ein Verhalten wie bei Break kann doch auch nicht gut für sie sein, oder?
So eine Kastration ist schon ein schwerer Eingriff und ich habe Angst, dass sich dadurch der Charakter verändern könnte. Andererseits kenne ich einige kastrierte Hündinnen, die sich gar nicht verändert haben. Ich denke wenn man das in der Zeit macht, wenn die Hormone halbwegs normal spielen, muss das nicht unbedingt einen Effekt auf den Charakter haben.
Ich werde natürlich auch mit meinem TA darüber sprechen, aber die Tierärzte haben oft so eine eingefahrene Meinung zu diesen Themen...
Also, was würdet ihr machen? Kastriernen oder nicht?
Ich würde mich über eure Meinungen freuen! - Vor einem Moment
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Hi,
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Hm, ich glaub, ich würd auf jeden Fall noch die nächste Läufigkeit abwarten... Manche Hündinnen brauchen mehrere Zyklen, bis sich alles "eingependelt" hat.
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ich hab auch vergessen zu schreiben, dass ich gerade hochschwanger bin - in 5 Tagen ist Geburtstermin. Vielleicht beeinträchtigt das auch ihre Scheinträchtigkeit?
kann das sein?
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Meine Hündin ist auch nun schon 60 Tage nach ihrer Zweiten läufigkeit und hat nun auch schon zwei mal ihr Futter verweigert.
Nun bin ich mir nicht sicher ob sie es macht weil sie hier soviel von meinen großeltern reingestopft bekommt oder ob es wirklich an der läufigkeit liegt.Kastration würde für mich nur unter ganz bestimmten umständen in frage kommen (wenn du nicht gewährleisten könntest das sie gedeckt wird oder sie eine Entzündung hätte.)
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Ich hab mal gehört das so ne art "Scheinschwangerschaft" sich auf den Mann übertragen lässt. Könnt mir da vorstellen dass das Hund irgendwie bemerkt. Aber kenn mich da echt zu wenig aus, wahrscheinlich haben da andere mehr Erfahrung bzw. bessere :)
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Zitat
Ich dachte mir halt immer, man sollte den Hunden ihre natürlichen Triebe lassen, ich hatte vor ihr auch eine Hündin, bei der man die Scheinschwangerschaft kaum bemerkt hat (die hatte auch einmal Welpen - vielleicht deshalb?), aber so ein Verhalten wie bei Break kann doch auch nicht gut für sie sein, oder?
Warum eigentlich nicht?! (ernst gemeinte Frage)
Die Scheinschwangerschaft entsteht ja durch Hormoneinwirkungen.
Meine TÄ meinte, Hündinnen würden scheinschwanger werden, weil im Rudel nur bestimmte Hündinnen Welpen bekämen und die Scheinschwangeren dann Ammen sein könnten.
Stimmt das eigentlich?
Zurück zum "gut sein oder nicht": Soll sich jetzt jede Frau kastrieren lassen, weil sie einmal im Monat ein PMS bekommt? Das ist nämlich weder gut für mich und noch viel weniger gut für meine Umgebung
...die Hündinnen sollen froh sein, dass sie das ganze Theater nur zweimal im Jahr durchmachen müssen
........ich denke, dass Problem ist hierbei wie so oft folgendes: Der Mensch leidet wesentlich mehr als der Hund.
Jill wurde ja auch jedes Mal scheinschwanger: Nester, nix gefressen, alles was quietscht muss gesäugt werden, Lustlosigkeit und und und...aber man wächst ja mit seinen Aufgaben und Scheinschwangerschaft für Scheinschwangerschaft haben wir es zusammen besser hinbekommen.
Man kann als Mensch seine Hündin schon gut unterstützen, die Kastration wäre da die einfachste Alternative.
Anders natürlich, wenn jedesmal so ein Milcheinschuss entsteht, dass sich die Brustdrüsen stark entzünden, und die Hündin körperliche Schmerzen leiden muss...das wäre dann schon ein Grund für mich zu sagen: Kastrieren.
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Die Sache mit den Scheinträchtigkeiten stimmt, soweit ich weiß - bei Wölfen zumindest pflanzen sich nur ein oder zwei Weibchen fort, aber falls einer säugenden Mutter etwas passiert, ist sofort eine der Tanten zu säugen da.
Ansonsten würd ich wie oben geraten noch ne Läufigkeit oder zwei warten - wenn du in ein paar Tagen selbst Mutter wirst, brauchst du ohnedies Zeit für euer Baby, da brauchts nicht noch Sorgen um ne OP oder ne Naht und keine Hündin die mit Tröte um den Hals Baby gucken will.
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ich würde auch noch abwarten, meine war während ihrer Läufigkeiten auch schwer zu "ertragen" Jammern, Unruhe etwas schlechter bis gar nicht hören war auch hier vorhanden. Scheinschwanger werden sie ja alle mehr oder weniger doll. Die Frage ob es auch mit Deiner Schwangerschaft zusammen hängen könnte find ich echt interessant aber weiß es nicht. Könnte es mir trotzdem vorstellen. Aber das würde sich ja spätestens mit der nächsten Läufigkeit klären

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Solange eine Huendin nach der Lauefigkeit nicht zu Pyometras neigt oder massiv leidet wuerde ich nicht kastrieren lassen. Du nimmst damit ja nicht nur die Laeufigkeit, sondern auch wichtige Hormone die nicht nur mit dem Welpenwerfen zu tun haben.
Scheinschwanger ist jede Huendin nach der Laeufigkeit, die Eine mehr, die Andere weniger.
Natuerlich kann sich deine Schwangerschaft auch auf die Huendin uebertragen, such dir eine gute THP, man kann homoeopathisch sehr viel machen um ihr das Leben zu erleichtern, eine Kastra gehoert aber nicht dazu.
Meistens interpretieren die Menschen uebrigens auch viel mehr rein als wirklich ist, verstaendlich, wir sehen es ja von unserer Seite aus.
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Danke für eure Antworten. Es gibt ja scheinbar niemanden, der wegen ausgeprägter Scheinschwangerschaft kastrieren würde.
Der Ansatz, dass der Mensch vielleicht mehr leidet, als der Hund selbst ist gut.
Falls ich sie kastrieren lassen würde, würde ich das auch nicht dieses Jahr machen - auf jeden fall noch ein bis zweit oder drei Zyklen warten. - Vor einem Moment
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