Folgen einer Kastration
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Cocsiii -
13. März 2013 um 09:38
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Bei uns in der Familie wurden von 8 möglichen Hunden (teils natürlich schon verstorben) 5 kastriert, 3 nicht. Bei den Kastraten haben wir keinerlei negative Änderung gehabt, weder bei der Verdauung noch beim Fell, allerdings wurden alle vor der ersten Läufigkeit kastriert (Mammatumoren vorbeugen). Unsere Landseerhündin sollte eigentlich in die Zucht, es stellte sich ein Herzfehler heraus. Aufgrund der möglichen Inkontinenz und des Herzfehlers haben wir sie nicht kastrieren lassen.
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Ich hab eine kastrierte Hündin, die nach der ersten Läufigkeit operiert wurde und jetzt knapp 15 ist. Ich kann keine negativen Folgen feststellen die aufgrund der Kastra aufgetreten wären. Sie ist nicht inkontinent oder sowas und war schon immer wesensfest. Sie hat das Verspielte behalten, aber nicht extrem. Aber mit 15 noch über die Wiesen rennen ist glaub ich schon bemerkenswert

Janosch wurde mit ca. 2 Jahren kastriert (ist jetzt 4) und bei ihm hat sich irgendwie gar nix geändert. Ganz eventuell hat sich seine Unsicherheit durch die Kastra verfestigt, aber das wird keiner mit Sicherheit sagen können. Läufigen Mädels stellt er trotzdem gerne hinterher, kommt aber schneller wieder runter.
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blasenentzündungen und entzündung der gebärmutter, da diese anscheinend nich vollständig entfernt wurde (manche ta lassen ja den gebärmutterhals drinne).
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Wir haben alles rausnehmen lassen.
Das mit der Schilddrüse hatte unser TA vorher auch erwähnt, aber meinte eben, dass das eine Ausnahme darstellt.
Nun vor 2 wochen waren wir Sonntags beim TA, die hatte Blutbild gemacht, aber nix auffälliges(bis auf austrocknung) festgestellt. Hätte sie da nicht auch die Schilddrüsenwerte haben müssen? Oder wird nicht immer gezielt nach T4 und TSH4 untersucht??? -
Zitat
Wir haben alles rausnehmen lassen.
Das mit der Schilddrüse hatte unser TA vorher auch erwähnt, aber meinte eben, dass das eine Ausnahme darstellt.Das stimmt so nicht, es ist sogar eine recht häufige Folge der Kastration.
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Zitat
Das stimmt so nicht, es ist sogar eine recht häufige Folge der Kastration.
Frage zum 2: gibt es dazu Belege und Quellen?
LG Birgit
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Okay, wenn es so häufig ist, kann ich es nachher ja ansprechen. Hatte bei der Terminvereinbarung am Telefon schon zu der Assistentin gesagt, dass wir evtl denken es hängt mit der Schilddrüse zusammen, doch die hat mich dahi gehend gleich abgewürgt :-/
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Zitat
Das stimmt so nicht, es ist sogar eine recht häufige Folge der Kastration.
Dazu hätte ich auch gerne mal Quellen.
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ZitatAlles anzeigen
Nachteile der Kastration:
- wenn vor einem alter von 1 Jahr durchgeführt, steigt das Risiko für Osteosarkom (Knochenkrebs) erheblich an; dies ist ein häufiger Krebs bei mittelgroßen bis großen Rassen mit schlechter Prognose.
- sie erhöht das Risiko für Hämangiosarkom (Blutgefäßkrebs) in der Milz um das 2,2-fache und im Herz um das über 5-fache; dies ist ein häufiger Krebs und Haupttodesursache bei einigen Rassen
- verdreifacht das Risiko für Schilddrüsenunterfunktion
- erhöht das Risiko für Fettleibigkeit um das 1,6-2 -fache, ein häufiges Gesundheitsproblem bei Hunden, mit vielen damit zusammenhängenden anderen Gesundheitsproblemen (z.B. HD, aus einer anderen Studie)
- sie verursacht Inkontinenz bei 4-20% der Hündinnen
- sie erhöht das Risiko für ständige oder chronische Harnwegsinfekte um das 3-4 - fache
- sie erhöht das Risiko für eine nach innen Wölbung der Vulva, vaginaler Dermatitis und Vaginitis, besonders für Hündinnen, die vor der Pubertät kastriert werden
- sie verdoppelt das geringe Risiko (< 1%) für Blasenkrebs
- sie erhöht das Risiko für orthopädische Erkrankungen
- sie erhöht das Risiko für Impfnebenwirkungen (um 30%)
http://www.naiaonline.org/pdfs/LongTermH…euterInDogs.pdfZitatDer Tierhalter hat bei der Kastration zu akzeptieren, dass seine Hündin teilweise trotz aller "Sparmassnahmen" bei der Fütterung übergewichtig wird, dass ihre Vitalität sich mindert und orthopädische Störungen entstehen. Kastrierte Hündinnen neigen im Alter zu weiteren Hormonstörungen z.B. der Schilddrüse und/oder der Nebennierenrinde.
http://www.kritische-tiermedizin.de/kastration_huendin/Kastration.htmIch kenne halt auch persönlich einige Hunde, die innerhalb eines Jahres nach der Kastration eine Schilddrüsenstörung bekommen haben.
Hormone sind die chemischen Botenstoffe im Körper. Sie sorgen dafür, dass die komplexen biologischen Prozesse harmonisch ablaufen.
Das komplexe Zusammenspiel aller Hormone ist noch lange nicht erforscht.
Darum ist es fatal, durch eine Kastration einer Teil dieser Hormone einfach wegzuschneiden.
Es können im Grunde nach einer Kastration Störungen an allen hormonbildenden Stellen entstehen.
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